DE600075C - Verfahren zum Haerten von Schallplatten aus Gelatine - Google Patents
Verfahren zum Haerten von Schallplatten aus GelatineInfo
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Description
- Verfahren zum Härten von Schallplatten aus Gelatine In neuerer Zeit werden Gelatineplatten oder Folien als Material für Schallplatten verwendet, und zwar in der Weise, daß diese Platten bzw. Folien mittels eines akustisch oder elektrisch angeregten Schreibers beschrieben werden. Diese Platten können dann sofort in Wiedergabeapparaten verwendet werden, jedoch zeichnen sie sich durch geringe Haltbarkeit aus, welche durch die geringe Festigkeit und die Feuchtigkeitsempfindlichkeit der Gelatine verursacht wird.
- Gemäß einem älteren Patent werden deshalb solche Schallplatten schon vor dem Beschriften mit einem photoaktiven Härtemittel versetzt und nach dem Beschriften durch Belichten gehärtet. Nach bekannten -- Vorschlägen werden die Gelatineplatten hingegen, wie gemäß der vorliegenden Erfindung, erst nach dem Beschriften mit einem Härtemittel behandelt. Insbesondere ist @es be-Icannt, die Gelatinefolien nach dem Beschreiben mit Formalin :oder Formalindämpfen, alkoholischer Formaldehydlösung, Alaun oder Kaliumbichrornat zu behandeln. Die Anwesenheit von Wasser bzw. Wasserdampf war hierbei nicht ausgeschlossen. Da Gelatine unter dem Einfluß von Wasser, auch wenn dieses nur in geringen Mengen vorliegt, zum Quellen neigt, werden nach diesem Verfahren keine klangreinen Platten erhalten.
- Wenn diese Formveränderungen auch manchmal so gering sind, daß sie mit dem Auge nichterkennbar sind, so genügen sie doch, um eine Veränderung der feinen Glyphen zu bewirken, wodurch die erste Forderung an eine einwandfreie Schallplatte, nämlich vollständige Klangreinheit, unerreichbar wird. Es zeigte sich nun, daß bei der Einwirkung von Härtemitteln unter vollständigem Ausschluß von Wasser keine Deformierung der Schallkurven eintrat und Platten von ganz hervorragender Wiedergabeentstanden. Gleichzeitig ergab sich der weitere Vorteil, daß diese Platten eine bedeutend höhere Haltbarkeit aufwiesen, da durch den Aus.schluß des Wassers nicht nur eine oberflächliche Härtung der Gelatine, sondern eine durchgehende Härtung erzielt wird.
- Die Härtung der Gelatinefolien nach dem vorliegenden Verfahren kann in der Weise vorgenommen werden, daß das Härtemittel in einem vollständig wasserfreien Medium aufgelöst wird und damit die beschrifteten Folien behandelt werden. Noch zweckmäßiger ist es, die Gelatinefolien mit dem Härtemittel in Gasform zu behandeln und das Gas sorgfältig zu trocknen.
- Dieses Verfahren kann z. B. in der Weise ausgeführt werden, daß meinen mit Calcümchlorid oder Phosphorpentoxyd gefüllten abgeschlossenen Behälter eine oder mehrere Gelatinefolieneingelegt werden. Zwischen das Trockenmittel wird eine Glasschale mit Formalin gestellt. Dadurch, daß das Trockenmittel der Luft und dem Formalin Wasser entzieht, wird die entsprechende Menge trockener Formaldehyd frei, der die vollständige Härtung der Platten bewirkt.
Claims (2)
- PATRNTANSPRÜCHR: i. Verfahren zum Härten von Schallplatten aus Gelatine, dadurch gekennzeichnet, daß die beschrifteten Platten mit einem völlig trockenen Härtemittel behandelt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatineplattten in einen mit einem Wasser -entziehenden Mittel (z. B. geschmolzenem Ca.leiumchlorid oder Phosphorpentoxyd) gefüllten abgeschlossenen Behälter eingelegt werden, in dem sieh ein Gefäß mit wäßriger Formaldehydlösung befindet.
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| DE600075T | 1930-10-18 |
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| DE1930600075D Expired DE600075C (de) | 1930-10-18 | 1930-10-18 | Verfahren zum Haerten von Schallplatten aus Gelatine |
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