AT92360B - Verfahren zur trägheitslosen elektromagnetischen Steuerung der Polarisationsebene des Lichtes, insbesondere für die Herstellung von auf photographischem Wege aufgenommenen Sprechfilmen. - Google Patents

Verfahren zur trägheitslosen elektromagnetischen Steuerung der Polarisationsebene des Lichtes, insbesondere für die Herstellung von auf photographischem Wege aufgenommenen Sprechfilmen.

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AT92360B
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  VerfahrenzurträgheitslosenelektromagnetischenSteuerungderPolarlsationsebene des Lichtes, insbesondere für die Herstellung yon auf photographischem Wege auf- genommenen   Sprec} 1filmen.   



   Das Problem des Sprechfilms besteht   bekanntlich   in seinem Wesen   darin. Lichtintensität im   Rhythmus der Spraehschwingungen zu variieren und diese in ihrer Intensität veränderliche Lichtenergie bei der Aufnahme der Sprache etwa unter Zwischenschaltung einer Spaltblende auf einem laufenden Film   photographisch   festzuhalten, um dann mit seiner Hilfe durch Vermittlung von Selen-oder Photozellen eine Sprachreproduktion zu erhalten. Die im Prinzip gleiche Aufgabe hat auch die Lichttelephonie zu lösen, nur dass hier die nach der Sprache   kurvengetreu   abgestufte Lichtenergie direkt ein lichtempfindliches Organ zu beeinflussen hat.

   Etwas durchaus Ähnliches finden wir auch in der Phototelegraphie. 
 EMI1.1 
 gestellt werden   müssen,   sind sehr weitgehende, insbesondere für den sogenannten   Sprechfilm.   Einmal haben    die.   Intensitätstonungen praktisch   kurvengetreu   den akustischen Änderungen zu sein und insbesondere die Obertöne sehr genau wiederzugeben, um die Klangfarbe nicht zu fälschen ; das Steuerungssystem muss also zunächst trägheitslos arbeiten.

   Ferner bedarf es nicht bloss zur exakten herausarbeitung   selbst sehwacher Obersehwingungen   sondern auch wegen der bei leisem Sprechen an sich sehr kleinen akustischen Energie eines sehr grossen Empfindlichkeitsgrades und muss überdies einen aussergewöhn lieh grossen Steuerbereich aufweisen. um den gewaltigen akustischen Energieumfang von der Ebenhörbarkeit bis zu den Energiebeträgen eines mächtigen Orchesters womöglich innerhalb eines Messbereiches einzu-   schliessen.

   Endlich   soll dabei die Apparatur   verlässlich   arbeiten und gelegentlich auch einen rauhen Betrieb vertragen. 
 EMI1.2 
 bei genügender Länge des Lichtweges, der innerhalb der drehenden Substanz durch vielfache Reflexion stark verlängerbar ist, empfindlich genug gemacht werden kann. ferner einen genügend grossen Steuerbereich umfasst und endlich eine betriebsichere, äusseren Einflüssen gegenüber ziemlich unempfindliche Apparatur darstellt. Allerdings hat die Lösung in ihrer bisher vorgeschlagenen Form einen Fehler, der sie fr das hier eingeschlossenen, schwiertigste Problem des Sprechfilms völlig unbrauchbar macht. Ihre   Trägheitslosigkeit   an sich wird nämlich dadurch illusorisch, dass das steuernde Magnetfeld eine verhältnismässig grosse Selbstinduktion besitzt und daher zu starken Verzerrungen Veranlassung gibt. 



   Der Erfindungsgedanke besteht nun in einem Verfahren, die schädliche Wirkung der Selbstinduktion und mit ihr die Verzerrungen der   Lie. httonung auszuschalten. Nachdem   die Steuerspule als wesentlicher Apparatbestandteil beibehalten   werden muss. so   kann der Lösungsweg nur in einer Kompensation der Selbstinduktion mit Hilfe einer geeigneten Kapazität gefunden werden.

   Wegen des grossen Bereiches der akustisch hörbaren Frequenzen gelingt die Kompensation natürlich nicht mit Hilfe eines zur Steuerspule zugeschalteten Kondensators, wohl aber im Sinne des neuen Verfahrens dadurch in vollkommener Weise. dass man die Steuerspule mit Hilfe eines Kondensators zu einem Schwingungskreis, für das Beispiel des Sprechfilms von unhörbar hoher Frequenz, vereinigt und diesem Hochfrequenzkreis nach den Methoden der Hochfrequenztelephonie die in elektrische Schwingungen umgeformten   akustischen   
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   Das angeführte Verfahren löst nicht bloss die Aufgabe der trägheitslosen Steuerung einer Lichtintensität, sondern sichert auch dem Steuermechanismus eine leicht ausreichende Empfindlichkeit, da man bekanntlich sehr grosse Hoehfrequenzenergien mit im Vergleich dazu sehr geringen akustischen Energien zu steuern vermag. 



   Das geschilderte Verfahren hat ausser den bereits eingangs genannten Anwendungsgebieten noch mancherlei andere in der Praxis. Es wird überall dort mit gutem Erfolg benutzt werden können, wo man von einer elektrisch veränderlichen Energie oder einer anderen   zeitlich veränderlichen Energieform.   die man in solche elektrischer Natur umformen kann, kurvengetreue Lichtintensitätstonungen benötigt. 

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AT92360D 1922-06-19 1922-06-19 Verfahren zur trägheitslosen elektromagnetischen Steuerung der Polarisationsebene des Lichtes, insbesondere für die Herstellung von auf photographischem Wege aufgenommenen Sprechfilmen. AT92360B (de)

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