DE60007488T2 - Zusammenklappvorrichtung eines Kranauslegers mit ineinandersetzbaren Elementen - Google Patents

Zusammenklappvorrichtung eines Kranauslegers mit ineinandersetzbaren Elementen Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine motorisierte, mit autonomer Steuerung ausgestattete Vorrichtung zum Aufklappen und Zusammenklappen eines Kranauslegers, der aus gelenkig miteinander verbundenen Elementen zusammengesetzt ist, wobei zwei aufeinanderfolgende Auslegerelemente in der zusammengeklappten Stellung des Auslegers schachtelartig ineinandergelegt werden können.
  • Aus der deutschen Patentanmeldung Nr. 3 441 573 ist bereits ein Turmdrehkran bekannt, dessen Ausleger aus zwei Elementen, als Auslegerfuß beziehungsweise Auslegerspitze bezeichnet, zusammengesetzt ist, die um eine horizontale Achse, die sich im wesentlichen im Mittelbereich des Auslegers befindet, gelenkig miteinander verbunden sind. Der Auslegerfuß hat einen dreieckigen Querschnitt und die Auslegerspitze hat einen U-förmigen Querschnitt, so dass das Umklappen der Auslegerspitze auf den Auslegerfuß, das um die vorgenannte horizontale Achse erfolgt, so lange fortgesetzt werden kann, bis die zwei Auslegerelemente ineinandergelegt sind.
  • Diese bekannte Vorrichtung zum Zusammenklappen umfasst auch noch eine Verbindungsstange zwischen den oberen Gurtelementen der zwei Auslegerelemente, wobei diese Stange am vorderen Ende des oberen Gurtelements des Auslegerfußes angelenkt ist und in kreisbogenförmigen seitlichen Führungen gleitet, die an der Rückseite der Auslegerspitze vorgesehen sind.
  • In der vorgenannten deutschen Patentanmeldung Nr. 3 441 573 ist der Antrieb der Aufklapp- und Umklapp-Bewegung des Auslegers durch einen Seilflaschenzug gewährleistet, der über die Gelenkverbindung zwischen dem Auslegerfuß und der Spitze des Kranmastes bewegt wird. Daraus folgt, dass die Kinematik des Aufklappens und Zusammenklappens der Auslegerelemente von der Bewegung des Auslegerfußes abhängt.
  • Infolgedessen ist der Raumbedarf des Auslegers während der Montage immer noch beträchtlich und es ist nicht möglich, einem eventuell vorhandenen Hindernis auszu weichen. Außerdem ist das Aufklappen und Umklappen der Auslegerspitze unmöglich, wenn der Kran im Arbeitseinsatz ist, um ein Hindernis zu umgehen oder um eine Last in einer Konfiguration mit kurzem Ausleger zu befördern.
  • Die französische Patentanmeldung Nr. 2 546 496 beschreibt einen anderen Turmdrehkran mit einem Ausleger, der aus Elementen zusammengesetzt ist, die miteinander gelenkig verbunden sind und in zusammengeklappter Stellung schachtelartig ineinanderlegbar sind. Die zwei Auslegerelemente sind miteinander gelenkig verbunden um eine horizontale Achse, die sich im Mittelbereich des Auslegers befindet, wobei der Auslegerfuß in diesem Fall einen U-förmigen Querschnitt hat, während die Auslegerspitze einen dreieckigen Querschnitt aufweist. Der Antrieb der Ausklapp- und Zusammenklapp-Bewegung des Auslegers ist durch ein Kabel gewährleistet, das mit einem kreisbogenförmigen Hebelarm assoziiert ist, der seinerseits über die Gelenkverbindung des Auslegerfußes mit der Mastspitze des Krans bewegt wird.
  • Diese Antriebsvorrichtung ermöglicht es, dass der Ausleger im Verlauf seines Aufrichtens eine "Schwanenhals"-Position einnehmen kann. Aber sie hat immer noch die gleichen Nachteile wie in dem vorgenannten Dokument, und zwar aufgrund der Tatsache, dass die Kinematik der Aufklapp- und Zusammenklapp-Bewegung der Auslegerelemente abhängig bleibt von der Bewegung des Auslegerfußes.
  • Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, diese Nachteile zu beseitigen, indem sie eine Vorrichtung zum Ausklappen und Zusammenklappen liefert, die es erlaubt, bei der Montage oder während des Betriebs des Krans Hindernisse zu umgehen, wie etwa vorhandene Gebäude, Bäume, Stromleitungen ..., und überdies durch Umklappen der Auslegerspitze eine Erhöhung der Belastungsgrenzen zu erlauben.
  • Zu diesem Zweck ist Gegenstand der Erfindung ein Kranausleger, der eine motorisierte Vorrichtung zum Aufklappen und Zusammenklappen dieses Kranauslegers umfasst, der aus gelenkig miteinander verbundenen Elementen zusammengesetzt ist, wobei zwei aufeinanderfolgende Auslegerelemente in der zusammengeklappten Position des Auslegers schachtelartig ineinanderlegbar sind, und wobei diese zwei Elemente jeweils Querschnitte haben, die ihr Ineinanderlegen erlauben, und die drehbar um eine horizöntale Achse gelenkig miteinander verbunden sind, die sich im wesentlichen im Mittelbereich des Auslegers befindet, wobei das vordere Auslegerelement an seinem rückwärtigen Teil seitliche kreisbogenförmige Führungen aufweist, die eine horizontale Querachse aufnehmen, die mit dem hinteren Auslegerelement verbunden ist, und wobei die Vorrichtung für die Betätigung der Aufklapp- und Zusammenklapp-Bewegung einerseits einen doppeltwirkenden Hydraulikzylinder umfasst, der sich auf der senkrechten Medianebene des Auslegers befindet und an seinem ersten Ende um eine horizontale Achse drehbar am hinteren Auslegerelement in Höhe des oberen Gurtes oder der oberen Gurte dieses Elements angelenkt ist, und andererseits einen Stangensatz umfasst, der aus einer geraden Kuppelstange besteht, die einerseits am zweiten Ende des Hydraulikzylinders und andererseits am rückwärtigen Teil des vorderen Auslegerelements angelenkt ist, und zwar im unteren Bereich dieses Elements, sowie aus einer geknickten Kuppelstange, die einerseits am zweiten Ende des Hydraulikzylinders und andererseits am vorderen Teil des hinteren Auslegerelements angelenkt ist, und zwar im unteren Bereich dieses Elements, wobei die geknickte Kuppelstange im Bereich ihres Knicks den Durchgang für die horizontale Achse öffnet, die in die seitlichen kreisbogenförmigen Führungen hineinragt.
  • Vorteilhafterweise sind sowohl die gerade als auch die geknickte Kuppelstange zweistrebige Stangen, die einen Durchgang offen lassen für den Hydraulikzylinder. Die jeweiligen Stangen-Enden, die denjenigen für die Anlenkung am Hydraulikzylinder gegenüberliegen, sind vorzugsweise jeweils an Gabelstücken angelenkt, wobei das eine im unteren Bereich des vorderen Auslegerelements und das andere im unteren Bereich des hinteren Auslegerelements befestigt ist.
  • Daraus ergibt sich eine Vorrichtung zum Aufklappen und Zusammenklappen von zwei aufeinanderfolgenden ineinanderlegbaren Auslegerelementen, wie etwa einem Auslegerfuß und einer Auslegerspitze im Fall eines Auslegers aus zwei gelenkig verbundenen Elementen, und zwar eine motorisierte Vorrichtung mit autonomer Steuerung durch einen spezifischen Hydraulikzylinder. Das Ausfahren des Kolbens des Zylinders ermöglicht das Aufklappen der Auslegerelemente bis zu einer relativ gerade ausgerichteten Stellung, und das Einziehen des Kolbens des Zylinders ermöglicht das Zusammenklappen der Auslegerelemente bis zu ihrem vollständigen Ineinanderlegen, wobei alle diesbezüglichen Zwischenstellungen ebenfalls eingenommen werden können. Infolgedessen hängt die Position der Auslegerspitze nicht mehr von derjenigen des Aus legerfußes ab, und die Auslegerspitze kann zu jedem Zeitpunkt in eine gewünschte Position zur Umgehung eines Hindernisses gebracht werden. Außerdem kann die Auslegerspitze gelegentlich umgeklappt werden, um die Arbeit des Krans mit einem kurzen Ausleger zu ermöglichen und so die Belastungsgrenzen des Krans zu erhöhen. Der Kuppelstangensatz ist so konzipiert, dass er, bezogen auf das hintere Auslegerelement, eine Drehung des vorderen Auslegerelements um 180° zulässt.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung umfasst der rückwärtige Teil des vorderen Auslegerelements zwei vertikale seitliche Platten, in denen jeweils ein Führungs- und Anschlag-Schlitz in Kreisbogenform ausgespart ist, wobei jeder Schlitz von einem Ende der horizontalen Querachse durchquert wird, die mit dem hinteren Auslegerelement verbunden ist, und jede seitliche Platte, bezogen auf das hintere Auslegerelement, von der Drehachse des vorderen Auslegerelements durchquert wird, die sich im wesentlichen in der Mitte des Auslegers befindet.
  • Die Dreh-Schlitze, die also an den Seitenflächen des vorderen Auslegerelements, etwa der Auslegerspitze, vorgesehen sind, erfüllen die folgenden Funktionen:
    • – Funktion des oberen Anschlags, der im Zusammenwirken mit der Horizontalachse, die diese Schlitze durchquert, eine Verbindung herstellt zwischen den oberen Gurtelementen der zwei Auslegerelemente, wie etwa dem Auslegerfuß und der Auslegerspitze, wenn der Ausleger gestreckt ausgerichtet ist;
    • – Funktion des unteren Anschlags für die gleiche Achse, wenn der Ausleger vollständig zusammengeklappt ist, wobei dann die zwei Auslegerelemente schachtelartig ineinandergelegt sind;
    • – Funktion der Sicherheitsführung dieser Achse während des Vorgangs des Aufklappens und des Zusammenklappens der Auslegerelemente.
  • Vorteilhafterweise hat die Gelenkachse des vorderen Auslegerelements, die sich, bezogen auf das hintere Auslegerelement, im wesentlichen im mittleren Bereich des Auslegers befindet, ein funktionelles Spiel, so dass diese Achse von jeder Beanspruchung frei wird, um das Verbindungssystem der Auslegerelemente in dessen gerade ausgerichteter Stellung isostatisch zu machen.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind die vorderen Enden der Gurtelemente des hinteren Auslegerelements durch eine transversale Versteifungshülse verbunden, die von der vorgenannten horizontalen Querachse durchquert wird.
  • Um die Verbindung im Bereich der unteren Gurtelemente der Auslegerelemente zu gewährleisten, ist, nach einem zusätzlichen Kennzeichen, vorgesehen, dass die unteren Gurtelemente des hinteren Auslegerelements an ihrem vorderen Ende Auflage- und Führungsvorrichtungen für die hinteren Enden der unteren Gurtelemente des vorderen Auslegerelements haben; diese Vorrichtungen umfassen, vorzugsweise am vorderen Ende jedes unteren Gurtelements des hinteren Auslegerelements, ein horizontales Auflager, eine untere Führung, die durch eine Auflageplatte gesichert ist, und eine seitliche Führung, die durch eine Auflageplatte mit Rampe gesichert ist, wobei eine solche Kombination alle Belastungen aufnehmen kann und die genaue geradlinige Ausrichtung der unteren Gurtelemente der zwei Auslegerelemente erlaubt, so dass eine kontinuierliche Rollbahn für den Laufwagen gebildet wird, der längs des Auslegers verschiebbar ist.
  • Die Erfindung wird jedenfalls besser verstanden werden mit Hilfe der folgenden Beschreibung mit Bezug auf den beigefügten schematischen Zeichnungssatz, der beispielhaft ein Ausführungsbeispiel dieser Vorrichtung zum Zusammenklappen eines Kranauslegers mit schachtelartig ineinanderlegbaren Elementen darstellt:
  • 1 ist eine Seitenansicht eines Krans in Arbeitsstellung mit einem Ausleger, der mit einer Vorrichtung zum Zusammenklappen entsprechend der vorliegenden Erfindung ausgestattet ist;
  • 2 zeigt den gleichen Kran in Seitenansicht, aber in zusammengeklappter Transportstellung;
  • 3 ist eine Ansicht des zusammengeklappten Krans vom Ende her gesehen;
  • 4 ist eine perspektivische Teilansicht des geradlinig ausgerichteten Auslegers, die die Vorrichtung zum Zusammenklappen im Einzelnen zeigt;
  • 5 ist eine Teil-Seitenansicht des geradlinig ausgerichteten Auslegers im Bereich seiner Vorrichtung zum Zusammenklappen;
  • 6 ist eine Teilansicht von oben des geradlinig ausgerichteten Auslegers, die die Auflager der unteren Gurtelemente zeigt;
  • 7 ist eine andere Teil-Seitenansicht des Auslegers während des Aufklapp- oder Zusammenklappvorgangs;
  • 8 ist eine weitere Teil-Seitenansicht des vollständig zusammengeklappten Auslegers.
  • Die 1 bis 3 zeigen einen klappbaren Turmdrehkran, der ein feststehendes Basisgestell 1 umfasst, auf dem ein Drehgestell 3 montiert ist, das um eine vertikale Achse 2 drehbar ist. Der Kran umfasst einen Mast 4, der aus zwei Elementen 5 und 6 besteht, die um eine horizontale Achse 7 miteinander gelenkig verbunden sind. Das untere Mastelement 5 ist an seiner Basis am Vorderteil des Drehgestells 3 um eine horizontale Achse 8 angelenkt. An der Spitze des oberen Mastelements 6 ist um eine horizontale Achse 9 ein Ausleger 10 angelenkt, auf dem ein Laufwagen 11 längs verschiebbar ist, wobei der Ausleger 10 in diesem Fall aus zwei Elementen zusammengesetzt ist, nämlich einem Auslegerfuß 12 und einer Auslegerspitze 13. Wie die 1 zeigt, umfasst der Kran auch noch Abspannungen 14 zum Aufrichten des Mastes 4, eine Haltevorrichtung 15 für den Ausleger 10 und einen Ballast 16, der vom rückwärtigen Teil des Drehgestells 3 getragen wird.
  • Der Auslegerfuß 12 hat einen dreieckigen Querschnitt und die Auslegerspitze 13 hat einen U-förmigen Querschnitt. Diese Auslegerspitze 13 ist an ihrem hinteren Teil mit dem vorderen Teil des Auslegerfußes 12 gelenkig verbunden, und zwar um eine horizontale Achse 17, die sich praktisch im mittleren Bereich des Auslegers 10 befindet. Folglich sind in der zusammengeklappten Stellung des Krans (siehe 2 und 3) die zwei Mastelemente 5 und 6 horizontal übereinander angeordnet und die zwei Auslegerelemente 12 und 13 sind ebenfalls horizontal angeordnet, und zwar oberhalb der Mastelemente 5 und 6, wobei diese zwei Auslegerelemente 12 und 13 schachtelartig ineinandergelegt sind, wobei sich der dreieckige Querschnitt des Auslegerfußes 12 in den U-förmigen Querschnitt der umgeklappten Auslegerspitze 13 einfügt (siehe auch 8).
  • Im Detail, wie es die 4 und folgende zeigen, hat der Auslegerfuß 12 zwei untere Gurtelemente 18, die dem Laufwagen 11 als Rollbahn dienen, und ein oberes Gurtelement 19, das den gewöhnlichen dreieckigen Querschnitt des Auslegerfußes bildet. Die Auslegerspitze 13 hat zwei untere Gurtelemente 20 und zwei obere Gurtelemente 21. Die Gurtelemente sind an den verschiedenen Seiten der zwei Auslegerelemente 12 und 13 durch Gitterstrukturen 22, 23 und durch untere Traversen 24, 25 miteinander verbunden.
  • Am vorderen Teil des Auslegerfußes 12 teilt sich das obere Gurtelement 19 in zwei symmetrische Zweige 26 auf, deren vordere Enden durch eine transversale Versteifungshülse 49 verbunden sind, die von einer horizontalen Achse 27 durchquert wird, die sich in Höhe der oberen Gurtelemente 21 der Auslegerspitze 13 befindet. Zwei Seitenplatten 28 verbinden die Enden der Hülse 49 mit den jeweiligen vorderen Enden der zwei unteren Gurtelemente 18 des Auslegerfußes 12.
  • Am rückwärtigen Teil der Auslegerspitze 13 sind zwei vertikale Seitenplatten 29 vorgesehen, von denen jede ein unteres Gurtelement 20 mit einem oberen Gurtelement 21 verbindet, das sich auf der gleichen Seite befindet.
  • Die horizontale Achse 17, mittels derer die Auslegerspitze 13 am Auslegerfuß angelenkt ist, durchquert die zwei Seitenplatten 28 und auch die zwei Seitenplatten 29, im wesentlichen auf halber Höhe. Diese horizontale Achse 17 hat ein funktionales Spiel, durch das sie von jeder Beanspruchung frei werden kann, um das Verbindungssystem isostatisch zu machen, wenn der Ausleger 10 geradlinig ausgerichtet ist.
  • An jeder Seitenplatte 29 der Auslegerspitze 13 ist ein Dreh-Schlitz 30 in Form eines Kreisbogens ausgespart, der auf die horizontale Achse 17 zentriert ist. Die zwei kreisbogenförmigen Schlitze 30 werden durchquert von den Enden der horizontalen Achse 27, die sich an der Vorderseite des Auslegerfußes 12 befindet. Diese Achse 27 ist an jedem Ende mit einem seitlichen Blockierungsorgan 31 ausgestattet, wie etwa einem Kopf oder einer Scheibe.
  • Die vorstehend beschriebene Gelenkverbindung wird von einem doppeltwirkenden Hydraulikzylinder 32 und einem Kuppelstangensatz 33 bewegt.
  • Der Hydraulikzylinder 32, der sich auf der vertikalen Medianebene des Auslegers 10 befindet, hat einen Körper 34, der an seinem hinteren Ende um eine horizontale Achse 35 am Auslegerfuß 12 in Höhe des oberen Gurtelements 19 angelenkt ist, insbesondere an dem Punkt, wo dieses obere Gurtelement 19 sich in zwei Zweige 26 aufteilt. Die Kolbenstange 36 des Zylinders 32 ist an ihrem vorderen Ende um eine horizontale Achse 37 an einem Ende einer ersten Kuppelstange 38 angelenkt, die zum Stangensatz 33 gehört.
  • Die Kuppelstange 38 ist eine gerade zweistrebige Stange, deren unteres Ende um eine horizontale Achse 39 gelenkig verbunden ist mit einem Gabelstück 40, das an der rückwärtigen unteren Traverse 25 der Auslegerspitze 13 befestigt ist.
  • Der Stangensatz 33 umfasst eine weitere zweistrebige Stange 41 in geknickter Form. Ein Ende der geknickten zweistrebigen Stange 41 ist um die vorgenannte horizontale Achse 37 gelenkig verbunden mit dem vorderen Ende der Kolbenstange 36 des Hydraulikzylinders 32. Das andere Ende der geknickten zweistrebigen Stange 41 ist um eine horizontale Achse 42 angelenkt an einem Gabelstück 43, das an der vorderen unteren Traverse 24 des Auslegerfußes 12 befestigt ist.
  • Der Knick 44 der zweistrebigen Stange 41 läßt den Durchgang frei für die horizontale Achse 27, wie insbesondere die 4 und 5 zeigen. Die Konfiguration dieser geknickten Stange 41 wie auch der ersten Stange 38 als zweistrebige Stange läßt einen Durchgang frei für die Kolbenstange 36 des Hydraulikzylinders 32.
  • Die vollständig ausgefahrene Stellung der Kolbenstange 36 des Hydraulikzylinders 32 entspricht der gestreckten Stellung des Auslegers 10, die in den 4, 5 und 6 dargestellt ist. In dieser Stellung befindet sich die horizontale Achse 27 in Anschlag an einem Ende der kreisförmigen Schlitze 30, was die Verbindung und den geraden Ver lauf der jeweiligen oberen Gurtelemente 19, 26 und 21 des Auslegerfußes 12 und der Auslegerspitze 13 gewährleistet.
  • Außerdem ist in dieser gestreckten Stellung des Auslegers 10, wie die 5 und 6 im einzelnen zeigen, eine geführte Verbindung der jeweiligen unteren Gurtelemente 18 bzw. 20 des Auslegerfußes 12 bzw. der Auslegerspitze 13 hergestellt. Diese geführte Verbindung wird erreicht durch:
    • – eine horizontale Auflagerung 45 aufgrund der auf die Auslegerspitze 13 wirkenden Schwerkraft, die um die horizontale Achse 17 drehbar ist;
    • – eine untere Führung, die auf beiden Seiten des Auslegers 10 durch eine Stützplatte 46 gesichert ist, die am vorderen Ende des unteren Gurtelements 18 des Auslegerfußes 12 angeschweißt ist und die Aufgabe hat, die vertikalen Belastungen aufzunehmen;
    • – eine seitliche Führung, die auf beiden Seiten durch eine Stützplatte 47 mit Rampe gesichert ist und die Aufgabe hat, die geradlinige Ausrichtung der unteren Gurtelemente 18 und 20 zu erleichtern und die horizontalen transversalen Belastungen aufzunehmen.
  • Ausgehend von der vorstehend beschriebenen gestreckten Stellung wird das Zusammenklappen des Auslegers 10 dadurch erreicht, dass der Hydraulikzylinder 32 in Richtung auf das Einfahren seiner Kolbenstange 36 betätigt wird. Während der Auslegerfuß im wesentlichen horizontal gehalten wird, schwenkt die Auslegerspitze 13 um die horizontale Achse 17 und richtet sich dann gemäß dem Pfeil 48 auf, wobei sie Zwischenstellungen durchläuft, von denen eine in der 7 gezeigt ist.
  • Während sich die auf diese Weise vom Hydraulikzylinder 32 bewirkte Bewegung fortsetzt, wird die Auslegerspitze 13 auf den Auslegerfuß 12 umgeklappt, bis sie sich nach einer Schwenkung um 180° auf diesen Auslegerfuß 12 auflegt, wobei die 8 die vollständig zusammengeklappte Stellung des Auslegers 10 zeigt. In dieser Stellung kommt die Achse 27 in Anschlag mit dem anderen Ende der kreisbogenförmigen Schlitze 30.
  • Die gegenläufige Betätigung des Hydraulikzylinders 32, das heißt in Richtung auf das Ausfahren seiner Kolbenstange 36, erzeugt die umgekehrte Bewegung des Aufklap pens des Auslegers 10, wobei die Auslegerspitze 13 in eine gerade ausgerichtete Linie mit dem Auslegerfuß 12 geführt wird.
  • Man würde den Rahmen der Erfindung, wie sie in den anhängenden Ansprüchen definiert ist, nicht verlassen:
    • – wenn man, umgekehrt wie bei dem beschriebenen Beispiel, einen Auslegerfuß mit U-förmigem Querschnitt und eine Auslegerspitze mit dreieckigem Querschnitt vorsieht, oder Auslegerelemente mit allen möglichen anderen schachtelartig ineinanderlegbaren Formen;
    • – wenn man dieselbe Vorrichtung zum Zusammenklappen an einem Kranausleger mit mehr als zwei gelenkig verbundenen Elementen einsetzt, zum Beispiel an einem Ausleger aus drei Elementen, wobei in diesem Fall die Vorrichtung zwischen einem Ausleger-Zwischenelement und der Auslegerspitze montiert ist, die in das Zwischenelement hineingelegt werden kann.

Claims (8)

  1. Kranausleger mit einer Vorrichtung zum motorisierten Ausklappen und Zusammenklappen des Kranauslegers (10), bestehend aus untereinander gelenkig verbundenen Elementen, mit zwei aufeinanderfolgenden Auslegerelementen (12, 13), die in der zusammengeklappten Position des Auslegers (10) ineinandersetzbar sind, wobei diese zwei Elemente (12, 13) jeweils Querschnitte aufweisen, die ihr Ineinandersetzen ermöglichen, und um eine horizontale Achse (17) drehbar gelenkig miteinander verbunden sind, die im Wesentlichen in der Mitte der Höhe des Auslegers (10) angeordnet ist, wobei das vordere Auslegerelement (13) an seinem hinteren Teil seitliche, kreisbogenförmige Führungen (30) aufweist, die eine transversale horizontale Achse (27) aufnehmen, die mit dem hinteren Auslegerelement (12) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass er zu seiner Motorisierung umfasst: einerseits eine Winde mit doppelter Wirkung (32), die in der vertikalen Medianebene des Auslegers (10) angeordnet ist und über ein erstes Ende um eine horizontale Achse (35) drehbar an das hintere Auslegerelement (12), und zwar auf der Höhe der oberen Gurtung(en) (19, 26) dieses Elements (12), angelenkt ist, und andererseits ein Kuppelstangensystem (33), gebildet aus einer geraden Kuppelstange (38), die einerseits (bei (37) an das zweite Ende der Winde (32) und andererseits (bei 39) an den hinteren Teil des vorderen Auslegerelements (13) am unteren Teil dieses Elements (13) angelenkt ist, und eine geknickte Kuppelstange (41), die einerseits (bei 37) an das zweite Ende der Winde (32) und andererseits (bei 42) an den vorderen Teil des hinteren Auslegerelements (12) am unteren Teil dieses Elements (12) angelenkt ist, wobei die geknickte Kuppelstange (41) im Bereich ihres Knickes (44) eine Passage für die ho rizontale Achse (27) lässt, die von den kreisbogenförmigen seitlichen Führungen (30) aufgenommen wird.
  2. Kranausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gerade Kuppelstange (38) und die geknickte Kuppelstange (41) jeweils doppelte Kuppelstangen sind, die eine freie Passage für die Winde (32) lassen.
  3. Kranausleger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Enden der Kuppelstangen (38, 41), die denjenigen bei der Gelenkverbindung (bei 37) mit der Winde (32) gegenüberliegen, jeweils an Aufsätzen (40, 43) angelenkt sind, von denen einer am unteren Teil des vorderen Auslegerelements (13) und der andere am unteren Teil des hinteren Auslegerelements (12) befestigt ist.
  4. Kranausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der hintere Teil des vorderen Auslegerelements (13) zwei vertikale seitliche Platten (29) umfasst, in denen jeweils eine kreisbogenförmige Führungs- und Anschlagöffnung (30) gebildet ist, wobei jede Öffnung (30) von einem Ende der transversalen horizontalen Achse (27) durchquert wird, die mit dem hinteren Auslegerelement (12) verbunden ist, und wobei jede seitliche Platte (29) auch von der Achse (17) zur Gelenkverbindung des vorderen Auslegerelements (13) mit dem hinteren Auslegerelement (12), die im Wesentlichen in der Mitte der Höhe des Auslegers (10) angeordnet ist, durchquert wird.
  5. Kranausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (17) zur Gelenkverbindung des vorderen Auslegerelements (13) mit dem hinteren Auslegerelement (12), die im Wesentlichen in der Mitte der Höhe des Auslegers (10) angeordnet ist, ein funktionelles Spiel aufweist.
  6. Kranausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Enden der Gurtungen (26) des hinteren Auslegerelements (13) durch eine transversale Versteifungshülse (49) verbunden sind, die von der oben genannten transversalen horizontalen Achse (27) durchquert wird.
  7. Kranausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Gurtungen (18) des hinteren Auslegerelements (12) an ihrem vorderen Ende Auflage- und Führungsmittel (45, 46, 47) für die hinteren Enden der unteren Gurtungen (20) des vorderen Auslegerelements (13) umfassen, wobei diese Mittel vorzugsweise am vorderen Ende jeder unteren Gurtung (18) des hinteren Auslegerelements (12) eine horizontale Auflage (45), eine untere Führung, die durch eine Auflageplatte (46) gewährleistet wird, und eine seitliche Führung, die durch eine Auflageplatte (47) mit Rampe gewährleistet wird, umfassen.
  8. Verwendung eines Kranauslegers nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Kranausleger (10) zwei gelenkig verbundene, ineinandersetzbare Elemente umfasst, wobei das hintere Auslegerelement die Auslegerbasis (12) und das vordere Auslegerelement die Auslegerspitze (13) ist.
DE60007488T 1999-07-22 2000-06-22 Zusammenklappvorrichtung eines Kranauslegers mit ineinandersetzbaren Elementen Expired - Lifetime DE60007488T2 (de)

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DE60007488D1 DE60007488D1 (de) 2004-02-05
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