DE600017C - Selbstunterbrecher mit einem durch Waermewirkung oder elektromagnetisch gesteuerten, in Quecksilber eintauchenden Kontaktstift - Google Patents
Selbstunterbrecher mit einem durch Waermewirkung oder elektromagnetisch gesteuerten, in Quecksilber eintauchenden KontaktstiftInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H29/00—Switches having at least one liquid contact
- H01H29/16—Switches having at least one liquid contact operated by dipping soil contact into stationary contact liquid
Landscapes
- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
Selbstunterbrecher für längere Unterbrechungszeiten, z. B. 3 Sekunden, die durch
Wärmewirkung oder auf elektromagnetischem Wege betrieben werden und bei denen die
Kontaktgabe durch einen unter ' Verschluß stehenden, in Quecksilber tauchenden Kontaktstift
erfolgt, sind bekannt. Solange der Kontakt in das Quecksilber eintaucht, ist der
Stromkreis für die auf einem BimetaHschaltglied angeordnete Heizspule oder für den
Steuermagneten geschlossien, so daß der Kontakt aus dem Quecksilber herausgezogen wird.
Hierdurch wird der Strom unterbrochen, und der Kontaktstift kehrt wieder in die vorherige
Lage zurück, bis sich das Spiel von neuem wiederholt.
Die Abb. 1 zeigt eine schematische Ausführungsform
eines Thermo Unterbrechers- mit Quecksilberkontakt. In einem Glasgefäß α ist
eine BimetaUfeder b angeordnet, die die Heizwicklung c trägt. Am freien Ende der Bimetallfeder
δ sitzt der Kontaktstift d, der in das Quecksilbern eintaucht. Diese Einrichtung
liegt mit 'einer Stromquelle/ und der periodisch aus- und leinzuschaltenden Vorrichtung
g in einer an sich bekannten Selbstunterbrecherschaltung. Diese Vorrichtung
kann beispielsweise eine Klingel, eine Hupe, eine Lampe oder ein sonstiger Apparat sein.
Die Wirkungsweise der Schaltungseinrichtung ist folgende:
Der von der Stromquelle/ über die Heizwicklung c, Kontaktfeder b, Kontaktstift d,
Quecksilbern fließende Strom erwärmt die Heizwicklung c. Die Bimetallfeder b biegt
sich daher durch und zieht den Kontaktstift d aus dem Quecksilber. Der Stromkreis für die
Heizwicklung wird dabei unterbrochen und die Vorrichtung g ausgeschaltet. Hierauf kühlt
sich die Heizwicklung wieder ab, wobei sich. die Bimetallfeder b in die ursprüngliche Lage
begibt und der Kontaktstift d mit dem Quecksilber wieder Kontakt macht.
An Stelle der Heizwicklung kann ebensogut auch ein Elektromagnet verwendet werden,
dessen Anker durch eine Verzögerungseinrichtung in bekannter Weise gebremst wird
und an dem der Kontaktstift^ befestigt ist.
Bei diesen Anordnungen macht sich aber folgender Übelstand bemerkbar:
Damit der in das Quecksilber eintauchende Kontaktstift d von diesem nicht angegriffen
wird, verwendet man als Kontaktmaterial meist Wolfram oder ähnliches Material, welches
sich mit Quecksilber nicht ohne weiteres legiert. Bei Verwendung von Kontaktstiften
aus derartigem Material zeigt sich, daß die Stromschlußzeiten verhältnismäßig kurz werden,
da der Kontakt mit dem Quecksilber sofort unterbrochen wird, wenn die Kontaktspitze
die Oberfläche des Quecksilbers verläßt und in dem gleichen Augenblick die Abkühlung der Bimetallfeder einsetzt. Versucht
man, die Kontaktschlußzeiten "dadurch zu verlängern, daß die zur Heizung des Bimetallgliedes
verwendete Stromstärke ver-
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ringert wird, so wird zwar die Wärmeeinwirkung auf die Bimetallfeder kleiner, und sie
biegt sich, langsamer aus, dafür kühlt sie sich aber auch schneller ab. Der Kontaktstifte
führt infolgedessen nur geringe Bewegungen aus, so daß außerdem die Gefahr besteht, daß der Öfrnungsfunfee bestehen
bleibt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ίο die Stromschlußzeiten und gleichzeitig den
Kontaktweg zu vergrößern. Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß
der aus Wolfram oder einem ähnlichen sich mit Quecksilber nicht ohne weiteres verbindenden
Metall bestehende Kontaktstift d mit einer Quecksilberschicht überzogen ist. Durch
die Verwendung 'eines solchen Kontaktstiftes wird erreicht, daß an der in das Quecksilber
eingetauchten Kontaktspitze beim Abheben Quecksilber haftenbleibt und über leine gewisse
Strecke mitgezogen wird, so daß leine leitende Brückeh (Abb. 2) entsteht. Wird
die Entfernung des Kontaktstiftes vom Quecksilberspiegel
zu groß, so reißt der mitgezogene Faden plötzlich ab, und erst jetzt tritt die Stromunterbrechung auf. Bis dahin hat
aber, wie aus Abb. 3 zu ersehen ist, der Kontaktstift bereits einen verhältnismäßig
großen Weg zurückgelegt, so daß mit der Verlängerung der Kontaktschlußdauer durch
das Nachziehen des Quecksilberfadens auch eine Verlängerung der Unterbrechungszeit
eintritt, d.h. der Zeit, innerhalb welcher sich das Bimetallglied wieder in die ursprüngliche
Lage zurückbewegt. Die Stromschlußzeiten sind dabei um die Zeit der Mitnahme des
Quecksilbers länger.
Durch die Amalgamierung der Kontaktspitze wird noch der weitere Vorteil erreicht,
daß beim Abreißen des Quecksilberfadens eine plötzliche Unterbrechung des Stromes
eintritt, wodurch der Öfrhungsfunke an der Unterbrechungsstelle auf ein Minimum zurückgeht
und eine Beschädigung derselben vermindert wird. Dies 'ermöglicht außerdem eine Erhöhung des Heizstromes, so daß
wiederum längere' Unterbrechungszeiten erzielt werden können, was bei den bekannten
Einrichtungen mit nicht amalgamierten Kontaktstiften nicht zu erreichen war.
Der Amalgamüberzug kann auf bekannte Weise dadurch erreicht werden, daß der
Wolframstift im Vakuum beispielsweise durch Funkenbildung derart erwärmt wird, daß sich
seine Oberfläche mit Quecksilber verbindet.
Claims (1)
- Patentanspruch: \Selbstunterbrecher mit einem durch Wärmewirkung oder elektromagnetisch, gesteuerten, in Quecksilber !eintauchenden Kontaktstift, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Wolfram oder einem ähnlichen, sich mit Quecksilber nicht ohne weiteres verbindenden Metall bestehende Kontaktstift mit einer Quecksilberschicht überzogen ist, so daß sich bei dem Herausheben des Kontaktstiftes aus dem Quecksilberbad eine später abreißende Quecksilberbrücke bildet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL82644D DE600017C (de) | 1932-12-11 | 1932-12-11 | Selbstunterbrecher mit einem durch Waermewirkung oder elektromagnetisch gesteuerten, in Quecksilber eintauchenden Kontaktstift |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEL82644D DE600017C (de) | 1932-12-11 | 1932-12-11 | Selbstunterbrecher mit einem durch Waermewirkung oder elektromagnetisch gesteuerten, in Quecksilber eintauchenden Kontaktstift |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE600017C true DE600017C (de) | 1934-07-13 |
Family
ID=7285310
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL82644D Expired DE600017C (de) | 1932-12-11 | 1932-12-11 | Selbstunterbrecher mit einem durch Waermewirkung oder elektromagnetisch gesteuerten, in Quecksilber eintauchenden Kontaktstift |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE600017C (de) |
-
1932
- 1932-12-11 DE DEL82644D patent/DE600017C/de not_active Expired
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