DE59C - Bücherheftmaschine - Google Patents

Bücherheftmaschine

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DE59C
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DE59DA
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C Theine Kaufmann
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C Theine Kaufmann
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B2/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads
    • B42B2/02Machines for stitching with thread

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1877.
Klasse 11.
CARL THEINE in MINDEN. Bücherheftmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab.
Diese Buchheftmaschine gleicht im Princip, und zwar bezüglich ihrer mechanischen Arbeit zur Erzeugung der Heftstiche, der gewöhnlichen Nähmaschine. Neu ist dagegen der ganze Bewegungsmechanismus , welcher den selbstthätigen Vorschub und die gleichmäfsige Führung der zu heftenden Bücher bewirkt; derselbe besteht, wie man aus der Zeichnung ersieht, aus zwei Riemen ohne Ende, zwischen denen die Bücher continuirlich fortgeschoben und der Heftnadel zugeführt werden. Durch Bewegung des Kurbelrades A, welches fest verbunden mit dem Getriebe α auf einem Bogen drehbar ist, werden die beiden Räder b und b, gleichzeitig in Drehung versetzt, von denen ~b zur Nadelbewegung und bx zur Vorschub- und Schiffchenbewegung dient.
1. Nadelbewegung. Das Rad b trägt auf seiner verlängerten Welle die Kurbelscheibe c, deren Kurbelzapfen sich in der herzförmigen Schleife d bewegt; letztere steht in fester Verbindung mit der Nadelstange e, an deren unterem Ende die Nadel mittels der kleinen Klemmschraube / festgehalten wird. Durch Drehung der Kurbelscheibe c und den dadurch in d gleitenden Kurbelzapfen mufs nothwendig eine Auf- und Abwärtsbewegung der. Nadelstange e bewirkt werden; die Nadel durchsticht beim Niedergange den zu heftenden Gegenstand, bildet beim Aufwärtsgange die Schlinge und zieht in ihrer höchsten Stellung den Faden an.
2. Vorschubbewegung. Das Rad <5, trägt auf seiner verlängerten Welle die Kurbel c,; diese steht durch einen Bolzen in Verbindung mit der Kurbel C1, wodurch die Bewegung auf die Excenterwelle d2 erfolgt; ein hierauf befindlicher, kleiner Hubexcenter C1 hebt den Transporteur gi, während gleichzeitig der Schubexcenter /2 die mit dem Transporteur in Verbindung stehende Führung A1 vorwärts schiebt, und hierdurch den Vorschub des zu heftenden Buches bewirkt. Um den Vorschub für verschiedene Stichlängen genau einstellen zu können, ist ein Stichsteller L1 angebracht, gegen welchen beim Rückgange des Schubexcenters die verlängerte Transporteurführung anstöfst; eine kleine Lederplatte am vorderen Ende des Stichstellers I1 verhindert ein zu hartes Anschlagen der Transporteurführung.
3. Schiffchenbewegung. Die Kurbel C3,
welche ebenfalls in Verbindung mit Kurbel c, steht, giebt dem Schlitten d3 eine hin- und hergehende Bewegung, welche der Schiffchenbewegung entspricht; an dä ist nun der sogenannte Schiffchenkorb e3 angeschraubt, der sich wiederum in einer Vertiefung und Schlitz des Arbeitstisches bewegt, das Schiffchen/3 liegt lose im Schiifchenkorbe und nimmt eine kleine Fadenspule g3 in sich auf, deren Fadenende durch kleine Löcher im Schiffchen oben herausgeführt, zum Abfangen der Schleife und Bilden des Heftstiches dient.
4. Obere Fadenführung. Von der Fadenspule 0 geht der Faden durch eine Führung der drehbaren Scheibe des Spannapparates, und wird dann, je nach der verlangten Spannung des Fadens, ein oder mehrere Male um die Trommel/ geschlungen; alsdann führt man denselben durch zwei andere Führungen nach dem Fadenschmier-Apparate q. In diesem befindet sich ein kleiner Schieber mit eingefeilter Kerbe, durch welchen der Faden stets nahe am Boden des Gefäfses gehalten wird und somit immer in Berührung mit der Schmiere bleibt. Von hier aus nach oben geführt, wird nun der mit Schmiere getränkte Faden zwischen dem Deckel und einem gegen diesen geprefsten Stück Gummi hindurch gezogen, wobei die überflüssige Schmiere wieder abgestreift wird und in das Gefäfs zurückfliefst; nun führt sich der so zubereitete Faden über den abgerundeten Theil des Deckels nach der festen Führung r, von wo aus er durch die Führung ί der Nadelstange nach dem Fadenklemmer t geleitet wird; endlich führt sich der Faden durch ein kleines Loch der Klemmschraube / nach der Nadelrinne und durch das Nadelöhr wieder nach oben; dieses freie Ende sowohl, als auch dasjenige von der Fadenspule im Schiffchen, müssen beim Ber ginn der Arbeit mit der Hand festgehalten werden, damit der erste Stich fest angezogen wird.
5. Druckstange und Nadelschmierapparat. Die Druckstange g mit unterer Platte hat den Zweck, das Buch beim Heften gut fest zu halten, und beim Vorschübe den nöthigen Druck darauf auszuüben.
Die Feststellung der Druckstange erfolgt mittels des Hebels h, welcher unter einen rechteckigen Stift derselben greift und diese in gehobener Stellung festhält. Um beim Heften der Bücher ein zu tiefes Herabgehen der Druckstange g zu
verhindern, ist ein kleiner verstellbarer Schieber i angebracht, der sich auf einen Stift k aufsetzt. Unterhalb i ist an der Stange g ein Bügel / angeschraubt, der zur Aufnahme und Befestigung des Nadelschmierapparates m dient und sich demzufolge mit der Druckstange auf- und abbewegen kann. Der obere Theil des Nadelschmierapparates ist sauber ausgedreht, damit ein gut emgeschliffener Kolben leicht und dicht sich darin bewegen kann, das Gefäfs ist mit Schmiere gefüllt, welche durch den Druck des Kolbens nach unten gedrückt wird und durch ein im Gefäfs befindliches Loch der hindurchstechenden Nadel Schmiere zuführt, so dafs ein Brennen derselben beim Heften nicht stattfinden kann.
6. Bücherführung und selbsttätiger Vorschub. Um den zu heftenden Büchern eine stets parallele Führung zu geben, ist ein für gewöhnlich fester Winkel u auf den Arbeitstisch aufgeschraubt; ein zweiter stellbarer Winkel ν drückt die Bücher stets gegen den Winkel u. Der selbsttätige Vorschub erfolgt durch die beiden Riemen ohne Ende w und w, , sowie durch die drei Druckrollen xt, x2, x3. Der Riemen w liegt in einer Vertiefung y des Arbeitstisches und ist an beiden Enden desselben über zwei Rollen geführt, die in länglichen Schlitzen verstellbar sind, um den Riemen spannen zu können.
Der Riemen W1 ist nur über drei Rollen geführt, von denen zwei in länglichen Schlitzlagern an den beiden Enden des Arbeitstisches und eine in einem Schlitzlager am Kopfende des Maschinengestelles gelagert ist. Diese drei Rollen gestatten sowohl das Spannen des Riemens W1 , als auch ein Höher- oder Tieferstellen desselben, je nach der Stärke der zu heftenden Bücher. Die drei Druckrollen X1, X1, X3 sind am festen Winkel u angeschraubt und üben einen constanten Druck auf den darunter liegenden Riemen, also auch auf die zwischen w und w, befindlichen Bücher aus, so dafs beim Vorschub nicht nur das zu heftende Buch allein, sondern auch alle dahinter liegenden. um ein gleiches Stück fortgeschoben werden.
7. Das Heften. Wie schonerwähnt, wird durch Drehung des Kurbelrades A in Verbindung mit α die Bewegung gleichzeitig auf b und b, bewirkt, und durch diese wiederum sowohl die Nadel als auch Schiffchen und Vorschubvorrich» rung in Thätigkeit gesetzt. Hat nun die Nadel, wie in Zeichnung ersichtlich ist, das zu heftende Buch durchstochen und ist im Rückgange begriffen, so erfolgt nach 1 die Bildung der Schlinge; in demselben Augenblicke wird durch Vorwärtsgang des Schiffchens dieselbe abgefangen und das Schiffchen geht nun durch die Schlinge hindurch, wodurch auch der Faden von der Schiffchenspule mit hindurch gezogen wird. Geht nun die Nadel weiter zurück, so erfolgt das Anziehen der Schlinge, welches bis zum höchsten Hube der Nadel dauert. Kurz vor dieser Periode, und zwar nachdem die Nadel das Nadelschmierloch verlassen hat, erfolgt sowohl das Anheben, als auch gleichzeitig der Vorschub des Transporteurs; ist der Excenter ft auf seinem gröfsten Aushube angekommen, so läfst der Hubexcenter C1 den Transporteur herabfallen, derselbe geht leer zurück und es beginnt ein neues Spiel der Heftnadel in der eben beschriebenen Weise. Hieraus ist leicht ersichtlich, dafs bei jedem Vorschübe die zwischen den beiden Riemen w und W1 befindlichen Bücher um ein gleiches Stück vorwärts geschoben werden; das Heften erfolgt demnach ohne Unterbrechung so lange, als den beiden Riemen ohne Ende durch einen Arbeiter immer neue Bücher zugeführt werden.
Sobald die zu einem Buche· bestimmten Papiere verleimt sind, erhalten dieselben oben und. unten am Rücken je nach Gröfse und Stärke des Buches schmälere oder ganz entlang gehende Zeug- oder Leinenstreifen aufgeleimt, welche sofort mit dem Buche zugleich mit fest genäht werden und den Bund bilden, der nachher mit dem Deckel verleimt wird.
Der Maschine kann auch eine Vorrichtung zum Nähen mit Leimfaden beigegeben werden; ebenso ein Vorstecher, welcher parallel mit der Nadelstange auf- und abgeht und jeden Stich der Nadel vorsticht.
Das in der Maschine zur Anwendung kommende Schiff ist am dicken Ende mit einem Charnier versehen, an welchem ein Hebelarm a b sich befindet, welcher die Garnrolle mit Heftzwirn aufnehmen soll.
Die Metallgarnrolle wird auf diesen Hebelarm geschoben und selbiger dann mit der Garnrolle ins Innere des Schiffchens gelegt, der zur Befestigung desselben ebenfalls mit Charnier befestigte Balken c über den Einschnitt d gelegt und so mittels einer Feder / festgehalten.

Claims (2)

Patentansprüche :
1. Der ganze Bewegungsmechanismus, welcher den selbstthätigen Vorschub und die gleichmäfsige Führung der zu heftenden Bücher bewirkt; derselbe besteht, wie man aus der Zeichnung ersieht, aus zwei Riemen ohne Ende, zwischen denen die Bücher, continuirlich fortgeschoben, der Heftnadel zugeführt werden.
2. Der Nadelschmier-Apparat in der durch Beschreibung und Zeichnung angegebenen Construction,
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE59DA 1877-07-03 1877-07-03 Bücherheftmaschine Expired - Lifetime DE59C (de)

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DE59T 1877-07-03

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