DE599121C - Vorrichtung zur Herstellung von Handarbeiten - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Handarbeiten

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DE599121C
DE599121C DESCH100345D DESC100345D DE599121C DE 599121 C DE599121 C DE 599121C DE SCH100345 D DESCH100345 D DE SCH100345D DE SC100345 D DESC100345 D DE SC100345D DE 599121 C DE599121 C DE 599121C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04GMAKING NETS BY KNOTTING OF FILAMENTARY MATERIAL; MAKING KNOTTED CARPETS OR TAPESTRIES; KNOTTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04G3/00Making knotted carpets or tapestries
    • D04G3/02Making knotted carpets or tapestries by hand; Tools therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Herstellung von Handarbeiten Die Erfindung betrifft einen Satz Wickelnadeln für die Herstellung von Handarbeiten. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Herstellung von Teppichen, Vorlagen, Wandbehängen, Decken u.a.
  • Der Wickelnadelsatz besteht aus beliebig vielen einzelnen hohlen oder massiven Nadeln, welche am oberen Teil bei a in Fig. i erbgekröpft sind, und zwar in der zur Arbeit nötigen praktischen Form. Jede Nadel ist alsdann oben mit einer ellipsen- oder,eiförmigen Kugel b versehen, welche das Emgleiten des Wickelfadens beim Wickeln erleichtert; unterhalb der kurzen Abkröpfung stehen die Nadeln parallel und ist jede Nadel des Nadelsatzes am unteren Ende an zwei gegenüberliegenden Seiten mit einer Einkerbung c versehen. Diese Einkerbung ist einige Millimeter vom unteren Rande entfernt vollends zu einem Nadelöhr (Fig. id) ähnlich dem einer Nähnadel ausgebildet.
  • Die Reihe von Nadeln wird schließlich von einer scharnierartigen Vorrichtung 2a zusammengehalten, welche in Fig. i auf den Nadeln aufgeschlossen und in Fig. 2b in einer anderen Ansicht dargestellt ist.
  • Zur Herstellung oben angeführter oder ähnlicher Handarbeiten ist die Arbeitsweise mit den beschriebenen Wickelnadeln, z. B. eines Vorlegers in Größe 70 cm breit und ioo cm lang, aus Querstreifen gearbeitet, folgende: Zur Arbeit wird vorteilhaft ein Wollgarn in Stärke von i o/_3 oder 10/4 verwendet. Von diesem Wollgarn wird zunächst eine Anzahl Fäden für vorgesehene Arbeit in der Länge von 170 cm (doppelte Länge der Fertigbreite je 15 cm zugeben und nicht ziehen), abgeschnitten und in die ösen (Fig. i d), unten an jeder Nadel je vier Fäden eingefädelt (die Zahl der Füllfäden richtet sich je nach Stärke der Nadel und der zu verfertigenden Arbeit), durchgezogen, doppelt genommen und am Ende verknotet. Dieselben bilden die Füllung, über welche später die Wollwicklungen gestreift werden.
  • Sind für obige Arbeit die vier Nadeln gleichmäßig eingefädelt, so werden dieselben in das Scharnierschloß 2a, welches die Nadeln zunächst zusammenhält, eingelegt, und zwar so, daß die oben mehr abgeknöpften Nadeln außen und die weniger gekröpften Nadeln innen stehen, die Kröpfung immer von der Mitte aus nach außen sehend.
  • Ist diese Vorbereitung beendet, so kann mit dem Wickeln der Nadeln begonnen werden. Der farbige Wollfaden (Wickelfaden) wird am Ende mit dem Daumen der linken Hand auf dem Scharnierschloß festgehalten und von dem verdickten Ende der Nadeln her zwischen der ersten und zweiten Nadel von links und von oben eingeführt, unter der zweiten Nadel durch, über de dritte Nadel weg und unter der vierten Nadel durchgeführt, dann entgegengesetzt zurück -und wieder über die erste Nadel, unter der zweiten Nadel, über die dritte Nadel usw. Die dadurch entstehenden Wicklungen werden dann .auf den Nadeln immer weiter nach unten gestreift und schließlich auf die als Füllung unten in den äsen (Fig. id) .eingehängten Fäden-. -Auf diesen Fäden werden die Wicklungen so lange weiter gestreift, bis die ganze Füllung in der gewünschten Länge mit Wicklungen bedeckt ist bzw. das Muster für einen Vorlegerstreifen über eine Breite laut Vorlage gewickelt ist. Die Füllung trifft den aufgestreiften Wicklungen wird .am Ende der Nadeln abgeschnitten und ebenfalls verknotet.
  • Die Musterung des oben als Beispiel angeführten Vorlegers kann selbst entworfen oder als fertiges Zählmuster gekauft werden; in diesem Falle kann das auf Stoff gezeichnete Zählmuster zugleich als Futter der Arbeit verwendet -werden. Bei obiger Stärke des Garnes sind für i cm fertige Arbeit sieben ganze Wicklungen auf den Nadeln vorteilhaft, bei dünnerem Material entsprechend mehr.
  • Sind von den Vorlegerstreifen eine Anzahl fertiggestellt, so werden dieselben nach dem Entwurf oder der Vorlage ausgerichtet, d. h. nach dem Muster auf die nötige Breite verteilt oder verschoben, und ferner die einzelnen Wicklungen so verteilt, daß sie die Füllung schön und gleichmäßig decken. Zum Schluß werden die einzelnen Streifen auf der Rückseite nur noch durch Hexen- oder Schlingstiche zusammengenäht, die Enden der Füllung und einige Reihen der Wicklungen nach unten geschlagen und an allen Seiten auf einem Stück Stoff oder auf der Stoffvorlage als Futter ,angenäht.
  • Der Farbenwechsel innerhalb der einzehien Streifen geschieht durch einfaches Anknüpfen oder Zulaufenlassen der neuen Farben von der Unterseite des Streifens.

Claims (1)

  1. I?ATENTANSi'RÜCIIE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Handarbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe aus einer Reihe von Nadeln besteht, die, an einem Ende abgekröpft, mit einer ellipsen- oder eiförmigen Verdickung versehen sind, am anderen Ende eine Einkerbung und ein öhr zum Einziehen von Füllfäden aufweist. a. Vorizchtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zusammenhalten der Nadeln ein Scharnierschloß oder eine Klammer vorgesehen ist.
DESCH100345D 1933-02-08 1933-02-08 Vorrichtung zur Herstellung von Handarbeiten Expired DE599121C (de)

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