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Schrittschaltwerk mit mehreren Nulltasten zur Verschiebung des Stiftekastens
an Rechenmaschinen Beim Schrittschaltwerk gemäß dem Patent 589 866 besteht
die Anordnung einer beim Anschlagen irgendeiner Nulltaste stets den gleichen Weg
beschreibenden, mit Verriegelungsorgan verbundenen, den Weg des Schaltorgans begrenzenden
und dabei auf Zug beanspruchten Klinke und von Mitteln, die diese Klinke dem gewollten
Weg des Stiftekastens entsprechend in der Ruhestellung festhalten.
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Die vorliegende zusätzliche Erfindung weist ein Schrittschaltwerk
mit einer ebensolchen Klinke auf, die durch einen Arm eines mit den Tasten verbundenen
Klinkenhebels aus den Zähnen des auf einer Welle festsitzenden Schaltorgans herausgehoben
wird, und die Klinke weist einen Arm auf, der durch Betätigung der Tastenhebel axial
verschiebbare, in einer gemeinsamen, auf einer durch die Bewegung des Stiftekastens
roterenden Welle festsitzenden Trommel gelagerte Stifte bis zum gewollten Weg des
Stiftekastens in der Hochlage festgehalten -wird.
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Durch diese Anordnung wird eine sehr gedrängte Bauart des Schrittschaltwerkes
erreicht.
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Auf der Zeichnung »ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt , Abb. i eine Draufsicht des Schrittschaltwerkes, Abb. 2 einen
Schnitt nach A-A der Abb. i mit eingeschalteter Klinke, Abb.3 das gleiche mit ausgeschalteter
Klinke, Abb. ¢ einen Schnitt nach B-B der Abb. r mit eingeschalteter Klinke, Abb.5
das gleiche m!it ausgeschalteter Klinke.
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Abb. 6 zeigt die Klinke nach A-A in besonderer Aufhängüng in eingeschalteter
Stellung, Abb. 7 das gleiche in ausgeschalteter Stellung.
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Abb. 8 zeigt die Arbeitsweise der Klinke nach den Abb. 6 und 7.
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Das gezeichnete Schrittschaltwerk weist ein als Schaltorgan dienendes,
mit dein Stiftekasten durch die Nabe 34 verbundenes Schaltrad 2' auf, das unter
dem Einfluß einer Feder 3' steht. In das Schaltrad 2' greift eine unter dem Einfluß
einer Feder 17' stehende Klinke q.' ein, die durch den Arm g" des bei 7' gelagerten
Klinkenhebels. g', der unter dem Einfluß der Feder 8' steht, durch den Tastenwinkelhebel
2q. aus den Zähnen Z' des Schaltrades 2' herausgehoben werden kann (Abb, 2 und 3).
Die Klinke 4.' ist mit dein
Arm 18' eines Doppelhebels verbunden,
der bei ig' gelagert ist und sich zwischen zwei Anschlägen y und y' so bewegt, daß
die Klinke unmittelbar nach erfolgtem Ausheben aus dem Schaltrad 2' durch die Feder
i7", unterstützt durch ihr Eigengewicht, einen Weg nach rückwärts machen kann, dessen
Betrag geringer ist als die Teilung des Schaltrades 2', damit diese beim Loslassen
der Taste wieder in die nächste Zahnlücke einfallen kann (Fig.3). Mit
To, Too und Tooo sind Nulltasten bezeichnet. Beim Anschlagen der Taste
To wird der Tastenwinkelhebel 24., beim Anschlagen der Taste Too bzw. Tooo
durch den entsprechenden Tastenhebel 25 ein bzw. zwei Stifte 28 der Stiftetrommel
27 und durch den Mitnehmer 35 der Tastenwinkelhebel 24. betätigt (Fig. i und q.).
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Beim Anschlagen der Taste To drückt der Tastenw inkelhebel 24 den
Klinkenhebel g' nach oben, wobei die Klinke 9"' des letzteren das Schaltrad 2' sperrt
und sein Arm g" die Klinke 4.' aus den Zähnen Z' desselben heraushebt. Beim Loslassen
der Taste To wird der Klinkenhebel g' bzw. die Klinke 9... durch die Feder
8' aus dem Schaltrad 2' zurückgezogen, und sein Arm g" gibt die Klinke frei, so
daß diese unter dem Einfluß der Feder 17' in die nächste Zahnlücke einfällt, worauf
die Zahnstange 33 unter der Wirkung der Feder 3' den Stiftekasten 36 um einen Schritt
vorwärts bewegt.
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Auf einer Achse 26 (Abb. i bis 8) sitzt fest eine Trommel
27, in welcher Stifte 28 axial verschiebbar angeordnet sind. Durch eine Feder
2g sind dieselben vor ungewollter Verschiebung gesichert. Die Klinke q.' besitzt
einen Arm 4.", der dieselbe unter dem Einfluß der durch den bzw. die Tastenhebel
25 verschobenen Stifte 28 in der Hochlage festhält (Abb. 5). Der Doppelhebel besitzt
einen Arm 2o', der sich vor einen durch eine Feder 3o an die verschobenen Stifte
28 angepreßten Flansch 31 legt und ihn festhalten kann, derart, daß die Stifte 28
in der verschobenen Stellung verharren, bis der Arm 2ö den Flansch 3 1 wieder
freigibt (Abb. i und q:). Auf der Achse 26, auf der die Stiftetrommel 27 fest ist,
sitzt auf dein entgegengesetzten Ende ebenfalls mit der Achse 26 fest verbunden
das Schaltrad 2' und das mit ihm durch die Nabe 3.4 verbundene Zahnrad 32. Die Feder
3' bewegt den Stiftekasten 36 und die mit ihm verbundene Zahnstange 33, die über
das Zwischenrad 33' durch das Zahnrad 32, die Welle 26 mit dem Schaltrad 2' und
Stiftetrommel 27 in rotierende Bewegung setzt (Fig. i und 2).
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Die Abb. 6 bis 8 zeigen eine Variante der Klinkenanordnung. Gegenüber
der Anordnung nach den Abb. i bis 5 ist der Drehpunkt der Klinke um i8o° verlegt
und ein Arm q."' vorgesehen (Abb: 8), der mit dem Arm 4" verbunden ist, wodurch
ein noch sicheres Einfallen der Klinke erreicht werden soll.
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Selbstredend könnte die Zahnstange 33 auch so angeordnet sein, daß
das Rad 3--2 in diese selbst eingreifen würde.
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Die Wirkung des Anschlages der Taste To
ergibt sich aus der
allgemeinen Beschreibung, der Stiftekasten bewegt sich um einen Schritt.
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Beim Anschlagen der Taste Too bzw. Tooo drückt der Tastenwinkelhebel
24 den Klinkenhebel g' nach oben, wobei die Klinke g` des letzteren das Schaltrad
2' sperrt und sein Arm g" die Klinke 4.' aus den Zähnen Z' desselben heraushebt.
Gleichzeitig verschiebt der entsprechende Tastenhebel 25 einen bzw. zwei Stifte
28 der Stiftetrommel 27 und durch die Stifte 28 entgegen der Wirkung der Feder 30
den Flansch 34 so daß sich der Arm 20' des Doppelhebels, der durch die ausgehobene
Klinke 4 zur gleichen Zeit freigegeben wurde, durch den Zug der Feder 17" vor den
Flansch 31 legen und ihn am Zurückstoßen der Stifte 28 in ihre Ausgangsstellung
verhindern kann (Fig. 3 und 5).
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Die ausgehobene Klinke # gleitet also durch den Zug der Feder 17"
am Hebel g" nach unten, so daß sich der eine Arm 18' des Doppelhebels auf den, Anschlag
y' auflegt und der andere Arm 2o' vor den durch Stifte 28 entgegen der Feder3o verschobenen
Flansch 31 geschwenkt wird, ihn also in ausgehobener Stellung festhält (Fig.3).
Wird die Taste Too bzw. Tooo losgelassen, so zieht die Feder 8' den Klinkenhebel
g' zurück, die Klinke q.' wird durch den Arm g" freigegeben, kann aber, da ihr Arm
4." an dem bzw. den herausgehobenen Stiften -25 der Stiftetrommel27 anliegt, infolge
des Zuges der Feder 17' nicht in den Bereich der Zähne des Schaltrades 2' einfallen.
Die Feder 3' bewegt den Stiftekasten 36, mit ihm die Zahnstange 33 und durch die
Räder 33' und 32 auch die Trommel 27 mit den Stiften 28, bis der Arm q." der Klinke
q.' aus dem Bereich der durch die Taste Too bzw. Tooo herausgedrückten Stifte 28
gelangt und durch die Feder i 7' sich gegen die Welle 26 verschwenkt, so daß die
Klinke..' in die Zähne Z des Schaltrades--' eingreift und in ihre Ruhelage zurückkehrt,
d. h. vom Schaltrad 2' so lange mitgenommen wird, bis der Arm 18' ain Anschlag y
aufliegt (Fig. 2 und q.) .
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Durch den Weg des Hebels 18' von y' bis y schwenkt auch der Arm 2o'
des Doppelhebels aus dem Bereich des Flansches 31, so daß dieser losgelassen
wird und unter der
Wirkung der Feder 30 die Stifte 28 in
ihre Anfangsstellung zurückdrückt (Fig. q.).
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Je nach der Dauer, während welcher der Arm q." durch die Stifte 28
hochgehalten wird, erlaubt diel Klinke q.' dem Schaltorgane' den nötigen Weg für
zwei bzw. drei oder noch mehr Schritte des Stiftekastens.
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Wenn der Stiftekasten 36 in seiner Endlage angelangt ist, so wird
durch denselben bzw. den Stift A' ein Winkelhebel A betätigt, der den Doppelhebel
i S' sperrt, so daß er bzw. das Schaltwerk durch die Tastatur nicht mehr betätigtwerden
kann (Fig.4). Stifte,-28, die herausgedrückt wurden, werden durch den Flansch 31
in ihre Anfangsstellung zurückgestoßen, da dieser durch den Arm 2o' des Doppelhebels
nicht mehr in seiner ausgehobenen Stellung gehalten wird.