DE595672C - Achslager mit zweiteiliger Vollringschale - Google Patents
Achslager mit zweiteiliger VollringschaleInfo
- Publication number
- DE595672C DE595672C DEM116494D DEM0116494D DE595672C DE 595672 C DE595672 C DE 595672C DE M116494 D DEM116494 D DE M116494D DE M0116494 D DEM0116494 D DE M0116494D DE 595672 C DE595672 C DE 595672C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shell
- bearing
- steering knuckle
- full ring
- axle
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F15/00—Axle-boxes
- B61F15/02—Axle-boxes with journal bearings
- B61F15/06—Axle-boxes with journal bearings for cars
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Steering-Linkage Mechanisms And Four-Wheel Steering (AREA)
Description
In der Erkenntnis, daß Achsschenkel von Schienenfahrzeugen in Vollringschalea eine
besonders sichere Lagerung nach allen Richtungen finden, sind bereits Achslager mit
Vollringschalen, seien sie geteilt, seien sie ungeteilt, bekanntgeworden. Mit der einwandfreien
Lagerung des Achsschenkels 'erschöpfen sich jedoch noch nicht die an ein Achslager zu stellenden Aufgaben. Neben
einer Lagerung des Achsschenkels, welche die sichere Ableitung aller vom Achsschenkel auf
die Lagerschale ausgeübten Kräfte ermöglicht, muß die Ausbildung des Achslagers so
getroffen sein, daß eine 'einwandfreie Schmierung des Achsschenkels gewährleistet wird.
In dieser Richtung befriedigen jedoch die bekanntgewordenen Achslagerbauarten nicht.
Sowohl die ungeteilte als auch die geteilte Vollringschale haben den grundsätzlichen
Nachteil der Bildung eines sichelförmigen Zwischenraumes zwischen dem unteren Scheitel
der den Achsschenkel aufnehmenden Bohrung der Schale und dem Achsschenkel selbst.
Dieser Zwischenraum füllt sich zwar bei reichlicher Schmierung des Achsschenkels mit
Schmiermittel auf, verhindert jedoch nicht, daß bei den stoßartigen Bewegungen, die der
Achsschenkel in senkrechter Richtung gegen die Lagerschale ausführt und die man als das
sog. Springen des Achsschenkels bezeichnet, ein plötzliches Verdrängen der Schmiermittelansammlung
eintritt, so daß eine metallische Berührung zwischen Achsschenkel und Lagerschale
stattfindet. Diese metallische Berührung führt zu Beschädigungen der Achs-Schenkeloberfläche
und des Lagerschalenspiegels, zur Bildung sog. Schlaglöcher im Achsschenkel und außerdem zu einem Unrundwerden
desselben, so daß sich Vollringschalen nur für verhältnismäßig gering be-
anspruchte Achslager, beispielsweise von Straßen-, Neben- und Kleinbahnen, leingeführt
haben, bei denen diese nachteiligen Wirkungen infolge der geringen Geschwindigkeiten
und Achsbelastungen nur in geringfügigem Ausmaß auftreten; die ungeteilten Vollringschalen
haben dabei den besonderen Nachteil, einen abnehmbaren Achsschenkelbund zu bedingen. Da es jedoch bekannt ist, daß
die Verbindungsmittel zwischen Bund und Achsschenkel infolge gewisser kniehebelartiger
Wirkungen der Lagerschale sehr oft abgesprengt werden, so ist in dieser Gefahr ein
weiterer Grund für die Nichteinführung von Vollringschalen in den Vollbahnbetrieb trotz
ihrer unbestreitbaren Vorzüge zu sehen.
Vorliegende Erfindung geht nun von der Erkenntnis aus, daß ein auf dem Achsschenkel
gebildeter, vollkommener Schmiermittelfilm ieine Oberflächenspannung besitzt,
die eine Störung oder ein Zerreißen des Films unter dem Einfluß selbst der größten
Stoßkräfte völlig ausschließt. Gelingt es, diesen Film zu bilden und zu erhalten, so ist
jede metallische Berührung zwischen Achsschenkel und Lagerschale ausgeschlossen, da
sich zwischen beiden Teilen ständig der Schmiermittelfilm befindet; eine Beschädigung
der Achsschenkeloberfläche oder ein Unrundwerden derselben ist völlig ausgeschlossen,
so daß ein derartiges Achslager to nicht nur in betrieblicher Hinsicht die größten
Vorzüge gewährt, sondern auch günstige Reibungswerte und ■ damit auch einen günstigen
Temperaturzustand des Lagers aufweist.
Ein nach diesen Erkenntnissen 'erfindungsgemäß ausgebildetes Achslager mit zweiteiliger
Vollringschale kennzeichnet sich dadurch, daß die die Tragschale zur Vollringschale
ergänzende untere Lagerschale nachstellbar ist und eine ununterbrochene Lagerfläcbe aufweist.
Bei dem neuen Achslager fällt also dadurch, daß die die Tragschale zur Vollringsehale
ergänzende untere Lagerschale nachstellbar ist, der bisher unvermeidliche
sichelförmige Zwischenraum zwischen Achsschenkel und unterem Lagerschalenscheitel
fort. Dadurch ist es möglich, die untere Lagerschale so dem Achsschenkel zu nähern,
daß sich gerade der für die Filmbildung und Erhaltung erforderliche Zwischenraum
zwischen beiden Teilen einstellt. Dadurch, daß die untere Lagerschale gleichzeitig eine
ununterbrochene Lagerfläcbe aufweist, ist jede Störung des auf dem Achsschenkel irgendwie
gebildeten Schmiermittelfilms ausgeschlossen, so daß sich ein den Achsschenkel vollkommen
bedeckender Schmiermittelfilm einstellt, der die Oberflächenspannung aufweist, die zur störungslosen Übertragung der vom
Achsschenkel ausgeübten Stoßkräfte auf die Lagerschale erforderlich ist. Schließlich ist
der Achsschenkel in der erfindungsgemäß ausgebildeten Vollringschale mit Wirkung einer
geschlossenen Lagerbüchse unter Gewährung ihrer Vorzüge hinsichtlich der sicheren Lagerung
des Achsschenkels aufgenommen, ohne daß die oben erörterten Nachteile in Kauf
genommen werden müssen.
Es sind zwar schon Ansätze zur Verwirklichung der erfindungsgemäß erreichten Fortschritte
gemacht worden. Bei den auf derartige Bestrebungen zurückgehenden Achslagern
war jedoch die die Tragschale zur Vollringschale ergänzende untere Lagerschale weder nachstellbar noch zur Bildung
und Erhaltung eines Schmiermittelfilms geeignet. Denn der Spiegel der unteren Lagerschale
wies Ausnehmungen (Sammeltaschen und Bohrungen) auf, um das überschüssige Schmiermittel zu sammeln und abzuleiten.
Selbst wenn also die untere Lagerschale entsprechend früheren Vorschlägen nachstellbar
gemacht worden wäre, wäre die Bildung und Erhaltung eines vollkommenen Schmiermittelfilms
unmöglich gewesen, da die scharfen Kanten der Ausnehmungen die Filmbildung
verhindert bzw. die Erhaltung desselben ständig gestört hätten.
Die bei den früheren Vorschlägen den Ausnehmungen der unteren Lagerschale zugedachte
Wirkung wird erfindungsgemäß ohne Störung des Schmiermittelfilms dadurch verwirklicht,
daß die untere Lagerschale gegenüber der Tragschale, zweckmäßig an der vom 75 ■
Bund abgewandten Seite, zurückspringt.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise die Ausführung eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Achslagers, und zwar gibt
Abb. ι einen senkrechten Längsschnitt durch das Achslager,
Abb. 2 eine Stirnansicht auf das Achslager bei weggedachtem Achsschenkelbund wieder.
Es bezeichnet α den Achsschenkel, O1, b2
die beiden Teile der zweiteiligen Vollringschale und c das Achslagergehäuse. Wie die
beiden Abbildungen zeigen, ist die die Tragschale O1 zur Vollringschale bu b2 ergänzende
untere Lagerschale b2 nachstellbar; sie weist weiter eine ununterbrochene Lagerfläche auf,
so daß sie den Achsschenkel in Verbindung mit der Tragschale wie eine Lagerbüchse
lagert. Dabei weist das erfindungsgemäße Achslager den bekannten Lagerbüchsen gegenüber
den maßgeblichen Fortschritt auf, daß der Achsschenkel auf seiner gesamten Oberfläche über einen Schmiermittelfilm an
den Lagerflächen der Vollringschale anliegt. Dadurch ist bei vollkommener Lagerung des
Achsschenkels eine einwandfreie Schmierung desselben gewährleistet, die den besonderen
Vorteil aufweist, daß jedes Springen des Achsschenkels gegen die Lagerschale unmöglich
ist. Auftretende Stoßkräfte des Achsschenkels werden, ohne daß metallische Berührungen
zwischen Achsschenkel und Lagerschale 'eintreten können, über den Schmiermittelfilm
auf die Vollringschale und über diese auf das Achslagergehäuse c abgeleitet.
Segmentförmige Anschläge b{ an der Oberschale
sichern die gesamte Vollringschale dadurch vor axialer Verschiebung im Gehäuse,
daß ein lappenartiger Vorsprung b,{ der Unterschale b2 in eine entsprechende schlitzförmige
Ausnehmung bt" der Tragschale bt
eingreift. Damit zwischen dem Achsschenkel α und der Unterschale b2 der zur
Schmiermittelfilmbildung erforderliche Abstand eingestellt werden kann, weist das Achslagergehäuse
c unterhalb der Achsschenkelmitte Vorsprünge C2 auf, auf die Vorsprünge
O3" der Unterschale b2 aufgelagert sind. Füll-
stücken und Beilagen/ dienen als Einstellmittel
für die Unterschale; die grobe Einstellung wird durch die Füllstücke e bewirkt.
Deren Höhe ist dabei so bemessen, daß die Unterschale nach Entfernung der Füllstücke iß
abgesenkt und am Achsschenkelbund α' vorbei ausgebaut werden kann. Der Gehäuseausschnitt
C1 ist dabei so ausgestaltet, daß die Unterschale C2 und die Tragschale C1 bequem
lu ausgebaut und wieder eingebaut werden können.
Die Beilagen/ dienen der Feineinstellung des Spieles zwischen Achsschenkel und Unterschale.
In weiterer Durchführung des Erfindungss gedanfeens springt die Unterschale b2 bei /
gegen die Oberschale b± zurück, um den freien Ablauf des Schmiermittels zum Schmiermittelvorrat
hin zu gewährleisten. Die Schmiernuten, die im Lagerschalenspiegel vorgesehen sind, münden im Spurlager zwischen Achsschenkelbund
a! und Stirnfläche der Vollringschale bu b2 offen aus, damit auch das Spurlager
Schmiermittel erhält.
Claims (2)
1. Achslager mit zweiteiliger Vollringschale, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Tragschäle zur Vollringschale ergänzende untere Lagerschale nachstellbar ist
und eine ununterbrochene Lagerfläche aufweist.
2. Achslager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Lagerschale
gegenüber der Tragschale, zweckmäßig an der vom Bund abgewandten Seite, zurückspringt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB595672X | 1929-05-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE595672C true DE595672C (de) | 1934-04-21 |
Family
ID=10484010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM116494D Expired DE595672C (de) | 1929-05-14 | 1929-05-23 | Achslager mit zweiteiliger Vollringschale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE595672C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1005107B (de) * | 1953-04-28 | 1957-03-28 | Nat Motor Bearing Co Inc | Schutzlager fuer ein Achslager von Eisenbahnfahrzeugen |
-
1929
- 1929-05-23 DE DEM116494D patent/DE595672C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1005107B (de) * | 1953-04-28 | 1957-03-28 | Nat Motor Bearing Co Inc | Schutzlager fuer ein Achslager von Eisenbahnfahrzeugen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2537079A1 (de) | Stuetzanordnung fuer die feineinstellung des oberlippenteils des stoffauflaufkastens in einer papiermaschine oder dergleichen | |
| DE595672C (de) | Achslager mit zweiteiliger Vollringschale | |
| DE2541402C2 (de) | Vorrichtung zum Ausgleich des Radialspiels in den Walzenzapfenlagern der Arbeitswalzen eines Walzgerüsts | |
| DE7521186U (de) | Stoffauflaufkasten einer papiermaschine | |
| DE641264C (de) | Lagerschale | |
| DE656130C (de) | Achslager fuer Schienenfahrzeuge mit einteiligem Gehaeuse und Ober- und Unterschale | |
| AT97095B (de) | Walzenlagerung für Walzwerke. | |
| DE377809C (de) | Walzwerk, insbesondere unter Verwendung von Rollen- und Kugeldrucklagern | |
| DE563190C (de) | Achslager fuer Schienenfahrzeuge | |
| DE687191C (de) | Lagerung der Walzen eines Walzgeruestes | |
| DE967763C (de) | Anstellvorrichtung fuer die Walzen in Schraegwalzwerken | |
| DE754130C (de) | Achslager fuer Schienenfahrzeuge mit mechanischer Oberschmierung | |
| AT61144B (de) | Dreiwalzige Schienenbiegemaschine mit einstellbarer Mittelwalze. | |
| DE824644C (de) | Spielfreie Lagerung fuer Achsen von Schienenfahrzeugen mit Fuehrung des Achslagergehaeuses in am Rahmen sitzenden lotrechten zylindrischen Fuehrungskoerpern | |
| AT138791B (de) | Verfahren zur Zuführung von Schmiermittel zu den pfannenförmigen Gegenschalen der Tragschalen in Achslagern, insbesondere für Schienenfahrzeuge. | |
| DE419281C (de) | Aufhaengung der Oberwalze eines Walzwerks | |
| DE1934396A1 (de) | Vorrichtung zur freien Verbindung von zwei Rohrleitungen | |
| DE723727C (de) | Achsgruppe fuer Schwerlastfahrzeuge | |
| DE935361C (de) | Lagerung fuer die Walzen von Walzwerken | |
| DE421154C (de) | Schmiervorrichtung fuer Fahrzeuge | |
| DE566575C (de) | Kippkuebel mit UEbertreibhoernern | |
| DE350150C (de) | Rueckstellvorrichtung an Eisenbahnfahrzeugen | |
| AT99397B (de) | Walzeneinbaustück für Gleitlager. | |
| DE753139C (de) | Anordnung einer einschliesslich der Lagergehaeuse seitenverschieblichen Achse fuer Schienenfahrzeuge | |
| DE592998C (de) | Achslager mit oberer Tragschale und nachstellbarer Unterschale |