DE595651C - Wechselstrommotor nach dem Ferrarisprinzip - Google Patents
Wechselstrommotor nach dem FerrarisprinzipInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/02—Synchronous motors
- H02K19/14—Synchronous motors having additional short-circuited windings for starting as asynchronous motors
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Description
Der Antrieb von Zeitwerken, z. B. solchen von Verbrauchsmessern, kann in bekannter
Weise durch kleine Ferrarismotoren erfolgen, das sind Motoren, die im allgemeinen eine
Spannungswicklung und eine Kurzschlußwicklung besitzen, die auf eine Ferraristriebscheibe
einwirken. Der Vorteil dieser Motoren besteht darin, daß im wesentlichen normale Zählerteile Verwendung finden können,
und daß sie ein hohes Drehmoment besitzen. Der Nachteil der bekannten Ferrarismotoren liegt aber darin, daß ihre Drehzahl
in starkem Maße von der Spannung abhängig ist, und daß auch Temperaturänderungen die
Drehzahl der Motoren stark verändern. Es sind weiterhin selbstanlaufende Synchronmotoren
bekannt, deren Drehzahl unabhängig von der Spannung, dagegen aber in genauer Übereinstimmung mit der Frequenz des
Speisestromes ist. Bei einer bekannten Anordnung der selbstanlaufenden Synchronmotoren
besteht der Läufer, der polartige Teile besitzt, aus gehärtetem Stahl. Der Nachteil dieser Motoren besteht darin, daß
das Material unter verschiedenen Betriebsverhältnissen unter Umständen seinen Magnetismus
in starkem Maße einbüßen kann, und daß dann ein synchroner Lauf in Frage
gestellt wird, abgesehen davon, daß die bekannten selbstanlaufenden Synchronmotoren
auch nur ein verhältnismäßig sehr geringes Drehmoment sowohl im Anlauf als auch während des Synchronlaufes besitzen, und
daß sie Spezialkonstruktionen erforderlich machen. Bei einer anderen bekannten Ausführung
der selbstanlaufenden Synchronmotoren ist ein trommeiförmiger Anker vorhanden, der aus magnetisch leitendem Material besteht.
Der Nachteil dieser Motoren besteht ebenfalls in einem verhältnismäßig komplizierten
Aufbau und geringem Drehmoment, da das magnetisch leitende Material des Ankers einen verhältnismäßig hohen Widerstand
für die im Anker induzierten Wirbelströme darstellt. Außerdem ist es bei derartigen
Motoren mit Trommelanker nicht möglich, die einmal festgelegte Drehzahl und das Drehmoment nachträglich zu regeln oder
zu verändern.
Die Erfindung betrifft einen Wechselstrommotor, der die Vorteile des Ferrarismotors,
nämlich ein hohes Drehmoment und die Verwendung normaler Zählerteile, mit den Vorteilen
der selbstanlaufenden Synchronmotoren, nämlich ihrer Konstanz der Drehzahl bei
konstanter Frequenz, in sich, vereinigt, und zwar geschieht dies gemäß der Erfindung dadurch,
daß die Triebscheibe des Wechsel-
strommotors nach dem Ferrarisprinzip aus unmagnetischem, elektrisch leitendem Material,
die von den Kraftlinien senkrecht zur Scheibenebene durchsetzt wird, eine Anzahl
ferromagnetischer Teile, die über den Umfang der Scheibe in gleichmäßigen Abständen
angeordnet sind, erhält. Da die Triebscheibe aus elektrisch gut leitendem Material besteht,
können verhältnismäßig starke Wirbelströme ίο im Anker entstehen, so daß der Anlauf des
Motors auch bei starker Belastung sicher und zuverlässig erfolgt. Durch die Anordnung der
ferromagnetischen Teile wird dann weiterhin der synchrone Lauf des Motors erzwungen.
Zweckmäßig ist bei dem Motor gemäß der Erfindung die Menge und Verteilung der ferromagnetischen Teile derart bemessen, daß
die dadurch gegebene synchrone Drehzahl unterhalb der durch die Scheibenströme allein
erzielbaren höchsten Geschwindigkeit liegt. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. ι den Wechselstrommotor von der Seite
und Abb. 2 denselben von unten gesehen. Der feststehende Teil des Motors ist in an
sich bekannter Weise ausgeführt. 10 ist der lameliierte Kern, 11 die Feldspule, deren
Wicklungsenden zu einem aus Isoliermaterial bestehenden Block 17 geführt sind, 12 und 13
sind die Kurzschlußwicklungen zu beiden Seiten des Luftspaltes. Die Spule 13 ist an
dem Teil 14 angebracht, der mittels eines og Schneckenrades 15 und einer Stellschraube 16
verstellbar ist. Die Läuferscheibe 18 ist an äiner Welle 19 befestigt, die mit einer
iSfhnecke 20 oder einem sonstigen geeigneten
zum Übertragen der Drehbewegung g die (nicht mitgezeichnete) Last versehen
n§t<. Die Welle 19 ist drehbar in zwei Lagern
,aijund 22 gelagert. Die Läuferscheibe besteht
leitendem Material, z. B. Kupfer oder , von denen letzteres wegen seiner
^ Leichtigkeit vorzuziehen ist. An
tdß§ri§cheibe sind eine Anzahl Bolzen 23 aus
äMeicJjeisen angebracht.
^d die Magnetspule 11 erregt wird,
t ein Kraftfluß den Luftspalt und die Läuferscheibe. Die Kurzschluß-
$[i4}§lu§igen verschieben den Fluß, und der
MfirsFfJS&bungsfluß ruft Wirbelströme in der
•jSilfefe-ihervor, die ihrerseits auf den Fluß
zurückwirken und-in an sich bekannter Weise egung der Läuferscheibe herbeigp
Motor stellt sich auf eine Dreh- -zfthjt giijjjjbei der die Bolzen 23 bei ihrem
durch den Luftspalt Stellungen magnetischen Widerstandes mit dem Verschiebungs-
^. einnehmen. Bei dieser Drehzahl ijfe ^fllßigft. der magnetischen Bolzen eine
Gegenkraft vorhanden, welche
innerhalb der Grenzen des Motordrehmomentes die Scheibe bis zum Synchronismus
mit dem Fluß abbremst. Dieses Gegendrehmoment addiert sich zu dem asynchronen 6s
Motordrehmoment, wenn eine Belastung vorhanden ist, die bestrebt ist, den Motor unter
diese Drehzahl herabzudrücken, und wirkt dem asynchronen Motordrehmoment entgegen,
wenn dieses die Läuferscheibe über die durch die Bolzen gegebene synchrone Tourenzahl
hinaus beschleunigen will.
Hierbei ist es augenscheinlich, daß bei einem praktisch brauchbaren selbstanlaufenden
Synchronmotor das Maß der Flußver-Schiebung in dem Luftspalt in der Richtung der Läuferbewegung die Geschwindigkeit der
Scheibe, bei der die Synchronisierung stattfindet, überwiegen muß, da andernfalls die
asynchrone Motorarbeit nicht in der Lage sein würde, den Läufer auf synchrone Drehzahl
zu bringen. Der Synchronisiervorgang muß also bei einer Drehzahl stattfinden, die
unterhalb der asynchronen Motordrehzahl liegt. . S5
Die einstellbare Kurzschlußwicklung 13 gestattet in an sich bekannter Weise eine
Einstellung des Verhältnisses zwischen dem asynchronen Motordrehmoment und dem Gegendrehmoment, da ja eine Verstellung der
Spule 13 den Betrag der Flußverschiebung in Richtung der Läuferbewegung verändert.
Wenn der Motor dazu bestimmt ist, immer mit einer bekannten Last und synchroner Drehzahl zu laufen, kann die Einstellung bereits
in der Fabrik vor dem Verkauf gemacht werden.
Die Polbreite sowie der Abstand der ferromagnetischen Teile untereinander werden vorteilhaft
so bemessen, daß sich in jedem Augenblick drei dieser Teile im Bereich des Triebfeldes
befinden. Ferner wird der Durchmesser der ferromagnetischen Teile, vorzugsweise
Bolzen aus Weicheisen, zu ungefähr dem Dreifachen der Scheibendicke angenommen.
Es ist selbstverständlich, daß man durch Veränderung des Abstandes des Triebeisens
von der Drehachse die asynchrone Drehzahl und durch Veränderung dieses und
der Anzahl der ferromagnetischen Teile bei gegebener Feldgröße auch die synchrone
Drehzahl verändern kann.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Wechselstrommotor nach dem Ferrarisprinzip mit einer Triebscheibe aus unmagnetischem, elektrisch gut leitendem Material, die von den Kraftlinien senkrecht zur Scheibenebene durchsetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines synchronen Laufes über den Umfang der Scheibe in gleichmäßigenAbständen nicht zusammenhängende ferromagnetische Teile angeordnet sind.
- 2. Wechselstrommotor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Menge und Verteilung der ferromagnetischen Teile derart bemessen sind, daß die dadurch gegebene synchrone Drehzahl unterhalb der durch die Scheibenströme allein erzielbaren Geschwindigkeit liegt.
- 3. Wechselstrommotor nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich in jedem Augenblick drei ferromagnetische Teile im Bereich des Triebfeldes befinden.
- 4. Wechselstrommotor nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ferromagnetischen Teile in die Triebscheibe eingesetzte Bolzen aus Weicheisen sind.
- 5. Wechselstrommotor nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das durch die Scheibenströme erzeugte Drehmoment regelbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US595651XA | 1925-02-05 | 1925-02-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE595651C true DE595651C (de) | 1934-04-20 |
Family
ID=22023793
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA46971D Expired DE595651C (de) | 1925-02-05 | 1926-02-06 | Wechselstrommotor nach dem Ferrarisprinzip |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE595651C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1231347B (de) * | 1958-09-22 | 1966-12-29 | Licentia Gmbh | Wechselstromzaehler, insbesondere Scheinverbrauchs- oder Amperestundenzaehler |
| DE1265851B (de) * | 1960-02-25 | 1968-04-11 | Electronique & Automatisme Sa | Kaefiglaeufer fuer einen Induktionsmotor mit axialem Luftspalt |
| DE1272435B (de) * | 1955-12-15 | 1968-07-11 | Sonceboz Sa | Selbstanlaufender Synchronmotor |
-
1926
- 1926-02-06 DE DEA46971D patent/DE595651C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1272435B (de) * | 1955-12-15 | 1968-07-11 | Sonceboz Sa | Selbstanlaufender Synchronmotor |
| DE1231347B (de) * | 1958-09-22 | 1966-12-29 | Licentia Gmbh | Wechselstromzaehler, insbesondere Scheinverbrauchs- oder Amperestundenzaehler |
| DE1265851B (de) * | 1960-02-25 | 1968-04-11 | Electronique & Automatisme Sa | Kaefiglaeufer fuer einen Induktionsmotor mit axialem Luftspalt |
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