DE59424C - Elektrische Kraftmaschine für hin- und hergehende Bewegung mit ungleicher Hubgeschwindigkeit - Google Patents
Elektrische Kraftmaschine für hin- und hergehende Bewegung mit ungleicher HubgeschwindigkeitInfo
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- Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf elektrische Werkzeugmaschinen (z. B. Bohrmaschinen),
bei welchen der das Werkzeug tragende Block oder Kolben eine hin- und hergehende Bewegung ausführt, und umfafst
eine neue Anordnung der Stromkreise und Stromkreisverbindungen, durch welche die
vereinigten Wirkungen mehrerer Magnetisirungsspulen auf den innerhalb der Spulen befindlichen
Block oder Kern übertragen werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. ι zeigt in schematischer Darstellung die Anordnung der Stromleitungen und Verbindungen
einer solchen elektrischen Maschine.
Fig. .2 ist eine ähnliche Darstellung wie Fig. ι unter Hinzufügung eines Stromumschalters.
In den Figuren bezeichnet A einen Stromabnehmer für eine dynamoelektrische Maschine,
welche Ströme von gleicher Richtung erzeugt. Der Stromabnehmer steht in Verbindung mit
den festen, durch -f- und — bezeichneten Stromabnehmerbürsten.
Aufser diesen letzteren sind noch zwei bewegliche Bürsten B und C vorgesehen,
die um den Stromabnehmer in beliebiger Weise bewegt werden können.
Die Maschine besteht, wie in der Zeichnung gezeigt, aus drei Magnetisirungsspulen E F G,
welche auf den Kern H einwirken. An Stelle ron drei Spulen können auch, ohne dafs
ladurch das Wesen der Erfindung beeinrä'chtigt wird, noch mehrere Spulen angevendet
werden. Je nachdem man die Stromverbindungen der mittleren Spule nach der rechten oder linken Spule ändert, kann die
dem Kern ertheilte Kraft nach der einen oder der anderen Seite hin verstärkt werden. Wird
z. B. ein sehr schwerer Bohrer als von dem Kern H zu bewegendes Werkzeug benutzt,
so ist es von Vortheil, wenn beim Bohren in senkrechter Richtung nach oben die Kraft,
welche den Bohrer zurückzieht, gröfser ist als die Kraft, mit welcher der Bohrer niederbewegt wird, um den durch das Eigengewicht
bedingten Unterschied möglichst auszugleichen, und umgekehrt. Wird ein verhältnifsmäfsig
leichtes Werkzeug benutzt, so kann man die Wirkung des letzteren durch Ueberwiegenlassen
der von den Spulen ausgeübten Kraft nach der betreffenden Seite hin erhöhen.
Die mittlere Magnetisirungsspule E wird durch einen Strom von zu- und abnehmender
Stärke gespeist, und zwar in solcher Weise, dafs, während die magnetische Stärke bei jedem
Hub des. Kernes H zu- oder abnimmt, die Polarität der Spule E nicht gewechselt wird.
In den zu beiden Seiten von E angeordneten Magnetisirungsspulen F und G werden dagegen
Wechselströme erzeugt. Der Kern H wird von der Spule E magnetisirt und ist so angeordnet,
dafs derselbe in den vereinigten Spulen eine hin- und hergehende Bewegung ausführen
kann.
Die Magnetisirung des Kernes wechselt nicht, obwohl dieselbe in der Stärke veränderlich
ist. Der Kern oder Kolben wird deshalb abwechselnd durch die Wechselströme der
Seitenspulen angezogen und abgestofsen werden. Die letzteren sind in entgegengesetzter Richtung
gewunden, so dafs, wie auch immer ihre Polarität sein mag, gleiche Pole an den Enden dieser
Spulen entstehen, d. h. Nordpole an den äufseren und Südpole an den inneren Enden, oder umgekehrt.
Die Spulen F G erhalten ihre Ströme von den um den Stromabnehmer^, sich drehenden
Bürsten B C, und zwar erzeugen dieselben Wechselströme, die in ihrer Stärke zu- und
abnehmen, je nach der Schnelligkeit, mit der die Bürsten gedreht werden. Von der Bürste B
führt die Leitung ι nach dem äufseren Ende der Spule G, die inneren Enden von G und .F
sind durch Leitung 2 verbunden, während Leitung 3 das äufsere Ende von F in Verbindung
mit der Bürste C bringt.
Die mittlere Spule E ist mit dem einen Ende mit einer der festen Bürsten b durch
den Leiter 4 verbunden. Das andere Ende von E ist durch einen Leitungsdraht 5 an
eine der Leitungen für die Wechselströme, z. B. Leitung 3, angeschlossen. Da dieser
Anschlufs in unmittelbarer Nähe der Maschine ausgeführt werden kann, so werden nur drei
Leitungsdrähte 1, 3 und 4 erforderlich sein, um der Maschine den Strom zuzuführen,
Wie in Fig. 2 gezeigt, kann man auch die Leitung 5 mit einem Umschalter h ausrüsten,
so dafs mittelst der Drähte 6 oder 7 ein Stromschlufs nach einem der äufseren Leitungsdrähte 1
oder 3 ausgeführt werden kann, je nachdem der Umschalter h auf die Berührungsplatten /
oder J eingestellt wird. Ist der Strom über I nach 6 hin geschlossen, so wird die auf bezw.
von dem Kern oder Kolben H ausgeübte Kraft in Richtung der Spule F überwiegen,
und umgekehrt.
Würde die Spule E beständig gleich stark erregt werden, so würde die Bewegung des
Kolbens H nach beiden Seiten hin gleich sein. Durch die gewählte Anordnung jedoch empfängt
die mittlere Spule nur die Hälfte der Impulse, d. h. wenn z. B. 400 Impulse pro Minute
durch die Wechselstromspulen F G gehen, so fliefsen nur 200 Impulse durch die Mittelspule
E.
Befindet sich die bewegliche Bürste C, Fig. 1,
in Nebenstellung zur Bürste a, so empfängt die Spule E ihr Maximum am Strom, wohingegen,
wenn die Stellungen der Bürsten umgewechselt werden, d. h. wenn die Bürste C
dicht neben der Bürste b und die andere Bürste B in ähnlicher Beziehung zur Bürste a
steht, die Leitung der Spule E auf sich selbst geschlossen ist und kein Strom eintreten kann,
so dafs die Spule E nur einen Impuls um den andern empfängt, die nothwendigerweise gleich
gerichtet sein werden. Demgemäfs steigt und fällt auch die magnetisirende Einwirkung der
Spule E auf den Kern H; die Langsamkeit, mit der die Entmagnetisirung des letzteren vor
sich geht, verhindert jedoch, dafs der Kern seinen Magnetismus gänzlich verlieren kann.
Die Kraft, mit welcher der Kolben H von den Wechselströmen der Spulen F G bewegt wird,
ist am schwächsten dann, wenn die Spule E keinen Strom erhält, und am stärksten im
entgegengesetzten Falle, wodurch bewirkt wird, dafs dem Kolben in der einen Richtung eine
gröfsere Kraft ertheilt wird als in der anderen, welche Wirkung in der oben gekennzeichneten
Weise ausgenutzt werden kann.
Derselbe Erfolg wird auch erzielt, wenn man die Spulen mit einander vertauscht, d. h.
eine Wechselstromspule in die Mitte und Spulen mit beständig gleicher Polarität an den
Seiten aufstellen würde.
Claims (2)
1. Bei elektrischen Maschinen mit hin- und hergehendem Kolben behufs Erzielung ungleich
starker Kolbenausschläge in der einen oder der anderen Richtung die Anordnung mehrerer Magnetisirungsspulen, die so mit
dem Stromerzeuger und unter einander verbunden sind, dafs ein Theil von ihnen
durch einen gleichgerichteten Strom, der andere durch einen in bestimmten Grenzen
zu- und abnehmenden Wechselstrom erregt wird, so dafs der unter dem vereinigten
Einflufs der Spulen stehende und von den Magnetisirungsspulen mit gleichbleibender
Polarität magnetisirte Kolben, je nachdem diese Spulen an die Leitung
. nach den Wechselstromspulen angeschlossen werden, den einen Hub mit verstärkter
Kraft. ausführt.
2. Behufs Erzeugung der gleichgerichteten ■ und wechselnden Ströme in den Magnetisirungsspulen
die Verbindung des Stromabnehmers mit beweglichen Bürsten, von denen die Leitungen nach den unter
einander verbundenen Wechselstromspulen abgehen, an welche Leitungen das eine Ende der gleichgerichteten Stromspulen
angeschlossen wird, während das andere Ende nach den feststehenden Stromabnehmerbürsten führt, wodurch immer
nur die Impulse gleicher Richtung auf diese letzteren Spulen übertragen werden
. und die auf den Kolben in Richtung der nicht angeschlossenen Spulenseite ausgeübte
Kraft überwiegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE59424C true DE59424C (de) |
Family
ID=333638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT59424D Expired - Lifetime DE59424C (de) | Elektrische Kraftmaschine für hin- und hergehende Bewegung mit ungleicher Hubgeschwindigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE59424C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973306C (de) * | 1948-10-02 | 1960-01-14 | Siemens Ag | Elektromotor, bei dem durch die Einwirkung eines Einphasenwechselfeldes auf eine Kurzschlussspule eine geradlinige Bewegung erzielt wird |
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- DE DENDAT59424D patent/DE59424C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973306C (de) * | 1948-10-02 | 1960-01-14 | Siemens Ag | Elektromotor, bei dem durch die Einwirkung eines Einphasenwechselfeldes auf eine Kurzschlussspule eine geradlinige Bewegung erzielt wird |
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