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Schaltungsanordnung zur wahlweisen Steuerung der Sende- und Empfangseinrichtungen
von Förderanlagen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für
Förderanlagen, bei der die Steuerung der Sende- und Empfangseinrichtungen durch
elektrische Schaltmittel parallel zur Fahrbahn erfolgt. Es ist bereits bekannt,
für den vorgenannten Zweck Schrittschalter anzuwenden, die von den Fördergutträgern
beherrscht werden. Bei der bekannten. Anordnung müssen jedoch jedem Fördergutträger
besondere Schrittschalter zugeordnet werden, und die Fördergutträger selbst sind
mit unterschiedlichen Schaltmitteln auszurüsten, damit der Fördergutträger nur mit
dem ihm zugeordneten Schrittschalter zusammenwirkt.
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Bei der vorliegenden Schaltungsanordnung ist eine Steuerung der Anlage
ohne Zuhilfenahme besonderer Schaltmittel an den Fördergutträgern ermöglicht. Erfindungsgemäß,
geschieht dies dadurch, daß die Fahrstrecke durch Fahrkontakte in mindestens so
viele Streckenabschnitte unterteilt ist, als Fördergutträger gleichzeitig in der
Anlage umlaufen, und daß jederri Streckenabschnitt ein Schrittschalter zugeordnet
ist. Das Ziel eines Fördergutträgers wird durch die Stellung des Schrittschalters
gekennzeichnet. Dieses Zielkennzeichen wird nach Maßgabe der Bewegung des Fördergutträgers
von Abschnitt zu Abschnitt weitergegeben. Da jedemAbschnitt immer nur ein Zielschrittschalter
zugeordnet ist, so müssen Vorrichtungen vorgesehen sein, durch die sichergestellt
ist, daß immer nur ein Fördergutträger in einem Streckenabschnitt fährt. Diese Vorrichtungen
richten sich nach der Art der Förderanlage. So muß z. B. bei einer Seilpostanlage
der Abstand der Förderwagen so gewählt sein, daß er etwas größer ist als der größte
Abstand zwischen zwei benachbarten Abschnittsfahrkontakten. Bei einer Elektropostanlage
dagegen ist eine besondere Blockschaltersteuerung erforderlich, durch die ein Streckenabschnitt
so lange stromlos gehalten wird, solange der nachfolgende Streckenabschnitt von
einem Förderwagen befahren wird. Erfindungsgemäß erfolgt die Blockschaltersteuerung
in Abhängigkeit von der Stellung der Schrittschalter. Da auch für unbeladene Wagen
die Blocksteuerung wirksam sein muß, so wird dieser Zustand gleichfalls durch Stellung
des Schrittschalters gekennzeichnet. Jeder den Streckenabschnitten zugeordnete Schrittschalter
besitzt daher Schritte für die Zielkennzeichnung, einen Schritt für die Leerkennzeichnung
eines Wagens und einen @ Schritt,
durch den der unbefahrene Zustand
eines Streckenabschnitts gekennzeichnet ist. Außer den .Schrittschaltern, die das
Zielkennzeichen parallel zur Fahrbahn von Abschnitt zu Abschnitt übertragen, sind
in den Sendestellen noch Einstellschrittschalter vorgesehen, die das Zielkennzeichen
so lange speichern, bis ein unbeladener oder für die gleiche Empfangsstelle bestimmter
Wagen die Sendestelle durchfährt. Diese Einstellschrittschalter könnten jedoch durch
Tasten ersetzt werden, die so lange in der Arbeitslage gehalten werden, bis das
Zielkennzeichen übernommen ist.
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Da die Fahrbahn bei Elektro- und Seilpostanlagen meist nicht in der
Höhe verlegt werden kann, in der die für den Bedienenden leicht zugänglichen Belade-
und Entladevorrichtungen angebracht werden müssen, so wird der Höhenunterschied
zwischen Bedienungsstelle und Fahrbahn durch einen Aufzug überbrückt, durch den
das Fördergut von der Beladestelle in die Fahrbahn bewegt wird. Die Steuerung dieses
Aufzuges erfolgt gleichfalls in Abhängigkeit von den Schrittschaltern.
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Weiterhin wird von der Stellung der Schrittschalter das selbsttätige
Stillsetzen der Anlage abhängig gemacht, d. h. sobald alle Wagen entladen sind und
von keiner Sendestelle eine Sendung vorbereitet ist, wird ein Relais stromlos, das
den Antriebsmotor einer Seilpostanlage stillsetzt oder die Stromzuführung für eine
Elektropostanlage abschaltet.
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Nachstehend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben:
Abb. i ist ein Schema für die Gesamtanlage unter Fortlassung schaltungstechnischer
Einzelheiten; Abb. 2 ist die Schaltung für einen Streckenabschnitt, dem eine Station
angegliedert ist, Abb. 3 ist die Schaltung für einen Streckenabschnitt ohne Station.
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Als Ausführungsbeispiel ist eine Elektropostanlage angenommen, bei
der die Wagen in einem Gleisring umlaufen und die Wagen mit einzelnen Antriebsmotoren
ausgerüstet sind. . Die Höchstzahl der gleichzeitig in der Anlage umlaufenden Wagen
soll io betragen. Weiterhin sind vier Betriebsstellen A, B, C
und D vorgesehen,
zwischen denen wahlweis Sendungen geschickt werden sollen. Die Be-und Entladung
der Wagen soll vollkommen automatisch erfolgen. Die Zielfestsetzung an den Sendestellen
kann jederzeit unabhängig von dem Zustand der Anlage stattfinden.
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Entsprechend der Bedingung, daß Wagen in der Anlage umlaufen sollen,
ist in Abb. i die Förderstrecke in zehn Abschnitte i bis io eingeteilt. Alle einem
Abschnitte zugeordneten Schalteinrichtungen tragen die Kennziffer des betreffenden
Abschnitts. Von den Stationen sind nur die Stationen A und B angedeutet, während
die Stationen C und D nicht gezeigt sind. Jedem Streckenabschnitt i bis io ist ein
Abschnittsfahrkontakt ak i bis ak 1o zugeordnet. Die Stromzuführungsleitung
für die Förderwagen FW ist gleichfalls in voneinander isolierte Abschnitte 01 bis
O i o unterteilt, denen der Strom über Blockschalter h i bis lt io
zugeführt wird. In den Blockstrecken O i bis O i o werden die Wagen stillgesetzt,
wenn der vorhergehende Strekkenabschnitt noch befahren wird. Der Antrieb der Förderwagen
soll mittels Wechselstrom erfolgen. Es wäre natürlich auch denkbar, eine andere
Stromart zu verwenden. Jedem Streckenabschnitt i bis io ist ein Schrittschalter
W i bis W io zugeordnet. Diese Schrittschalter sind nach Art der Drehwähler
von Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb ausgebildet und besitzen Kontaktarme I bis
VI. Die Schrittzahl dieser Drehwähler richtet sich nach der Anzahl der Stationen
in der Anlage. Jeder dieser Abschnittsschrittschalter besitzt einen Schritt s-,
in der die Arme in der Ruhestellung des Wählers stehen, einen Schritt o für die
Kennzeichnung eines unbeladenen Wagens und Schritte a bis d für die Zielkennzeichnung
des Wagens. Das Zielkennzeichen eines Wagens FW, das durch die Stellung des Schrittschalters
W gegeben ist, in dessen Abschnitt sich der Wagen befindet, wird, wie noch näher
erläutert wird, entsprechend der Bewegung des Förderwagens von dem Schrittschalter
des einen Streckenabschnitts an den Schrittschalter des nächsten Streckenabschnitts
abgegeben. Außer den Abschnittskontakten ak i bis ah io, durch die
die Schrittschalter W i bis W io beherrscht werden, sind in der Fahrbahn
noch Einfahrtskontakte ek a, ek 5 usw. vorgesehen, die in entsprechender
Entfernung vor denjenigen Abschnittskontakten ak 2 und ak 5 an-
gebracht
sind, denen eine Betriebsstelle zugeordnet ist. Durch diesen Einfahrtskontakt wird
eine Prüfung veranlaßt auf den Zustand und das Ziel des die Station durchfahrenden
Wagens. Weiterhin sind in den Abschnitten J, 5 usw., denen eine Station zugeordnet
ist, ein Einstellwähler E a, E 5 usw. vorgesehen. Diese Einstellwähler werden
mit Hilfe einer Nummernscheibe an der Sendestelle auf denjenigen Schritt a bis
d eingestellt, durch den das Ziel der Sendung gekennzeichnet ist. Die Übernahme
des Zielkennzeichens vom Einstellwähler E durch den Abschnittswähler W erfolgt in
Abhängigkeit von einem Fahrstuhlkontakt f k, der umgelegt wird, wenn sich
der Fahrstuhl in der Fahrbahn der Förderwagen befindet, d. h. wenn die Beladung
eines leeren bzw. die Zuladung zu einem Wagen gleicher Bestimmungsstation
stattfinden
kann. Da, wie aus Abb. i hervorgeht, jedem Streckenabschnitt i bis io nur ein Zielkennzeichenschrittschalter
W i bis W io zugeordnet ist; so muß Vorsorge getroffen sein, daß auch nur ein Wagen
Ffl in einem Streckenabschnitt fährt. Dies wird durch die Blockrelais
H i bis H io erreicht, die in Abhängigkeit von der Stellung der Schrittschalter
W i bis W io gesteuert werden. Wenn ein Wagen FW durch.kurzzeitiges
Schließers des Abschnittskontaktes ah den entsprechenden Wähler W auf den
das Ziel des Wagens kennzeichnenden Schritt o bis d veranlaßt aufzuprüfen, so wird
über den Arm IV das Blockrelais H des vorhergehenden Abschnitts erregt. Zur Erläuterung
sei das Beispiel angenommen, ein Wagen FW habe den Kontakt ak 3 geschlossen.
Dann wird über den Kontaktarm W 3 IV das Relais H 2 erregt. Durch
den Kontakt h 2 wird die Stromzufuhr für die Stromschiene O z so lange unterbrochen,
bis der Wähler W 3 wieder die Ruhestellung erreicht hat. Dies trifft ein, wenn der
Wagen in den nächsten Abschnitt einfährt und hierbei den Kontakt ah 4 umlegt.
Durch die Arme VI der Wähler W i bis W io wird erreicht, daß. die Anlage stillgesetzt
wird, sobald keine Sendung mehr befördert wird. Fährt in irgendeinem der Abschnitte
i bis io ein Wagen, der eine Sendung für eine Station Abis D mit sich führt, so
ist das Relais An erregt. Durch den Kontakt an das Relais An wird
die Stromzuführung für den Antrieb der Förderwagen gesteuert. Wenn ein Wagen seine
Sendung abgegeben hat, so werden, wie noch näher beschrieben wird, Schrittschalter
W auf den Schritt o gebracht, so daß Az stromlos wird und .damit die Wagen stillgesetzt
werden, falls nicht in irgendeine der Stationen eine Sendung vorbereitet ist, d.
h. der Kontakt t 2, t 5 usw. geschlossen ist.
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Es seien zunächst an Hand der Abb. i in großen Zügen die Schaltvorgänge
beschrieben, die sich abspielen bei einer Sendung von der Station A nach
der Station B. Die Sendung, beispielsweise ein Aktenstück, wird zunächst
in den Sendebehälter der Station A gelegt und mit einer Nummernscheibe die Station
B gewählt. Hierbei stellt sich der Wähler E 2 auf den Schritt. b, wie bei Beschreibung
der Abb. 2 noch näher erläutert wird. Angenommen, ein Wagen FW, der soeben den Abschnitt
i verläßt, habe das Ziel nach der in der Abb. i nicht gezeigten Station C, dann
steht der Wähler W i auf den Schritt c. Wenn dieser Wagen den Kontakt ek
2 schließt, wird das Relais X:2, das den Fahrstuhl der Station A in die Fahrbahn
der Förderwagen steuert, nicht erregt. Sobald der Förderwagen FW den Kontakt
ah 2 schließt, wird der Wähler W 2 veranlaßt, sich auf den Schritt c zu stellen.
Es kommt dabei folgender Prüfstromkreis zustande: i. Batterie, Fahrstuhlkontakt
fk 2, W i II Schritt c, W 2 I Schritt c, P 2, Erde.
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Durch Ansprechen des Relais P:2 wird der Wähler W 2 veranlaßt, auf
Schritt c stehenzübleiben, und der Wähler W r, in die Ruhestellung nach Schritt
r zu laufen. Auf diese Weise ist das Ziel des Förderwagens vom Abschnitt i auf den
Abschnitt 2 übertragen. Über den Arm W 2 IV zieht das Relais H i an:
2.
Erde, W 2 IV Schritt c, H i, Batterie. Durch Kontakt 1a
i wird die Stromschiene O i stromlos. Der nachfolgende Wagen, der in den
Abschnitt i eintritt, würde dadurch hier zur Ruhe kommen und erst weiterfahren,
wenn der vorhergehende Wagen den Abschnitt 2 verlassen hat. Wenn der jetzt in den
Abschnitt 2 fahrende Wagen in den Abschnitt 3 einfährt und hierbei den Kontakt ak
3 kurzzeitig schließt, wird von dem Wähler W 3 in gleicher Weise das Zielkennzeichen,
d. h. die Schrittstellung c, vom Wähler W 2 übernommen. Es sei nun angenommen, daß
der nachfolgende Wagen unbeladen sei. Dann steht der Wähler W i auf den Schritt
o. Würde jetzt durch diesen Wagen der Einfahrtskontakt ek 2 umgelegt, so
zieht das Relais X 2 an, und zwar in folgendem Stromkreis: 3. Batterie, W s III
Schritt o, 1 2, ek 2,
X:2, Erde.
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Der Kontakt t 2 ist nämlich geschlossen, wenn in der Station A eine
Sendung vorbereitet ist, d. h. der Wähler E 2 auf irgendeine Station eingestellt
worden ist. Durch das Relais X 2 wird die in den Sendebehälter liegende Sendung
mittels Fahrstuhl in die Fahrbahn der Förderwagen bewegt und von den leeren Wagen
übernommen. Sobald der Fahrstuhl die obere Lage erreicht hat, wird der Kontakt fk
2 umgelegt. Wenn jetzt der soeben beladene Wagen den Kontakt ak
2
schließt, so wird der Wähler W 2 veranlaßt, sich auf den Schritt b zu stellen,
der durch den Wähler E 2 gekennzeichnet ist. Es kommt folgender Prüfstromkreis zustande:
4. Batterie, f k 2, E 2 1I Schritt b, W 2 I
Schritt b, P 2,
Erde.
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Der Wähler W:2 prüft auf den Schritt b
auf und nicht auf den
Schritt o; der durch den Wähler W i II belegt ist, da durch den Kontakt fk
2 die Prüfspannung vom Wähler W i II fortgenommen ist. Durch das Relais P
2 wird der Wähler W i, wie bereits erläutert, in die Ruhestellung auf Schritt r
geschickt. Auch der Wähler E:2 läuft nach Hause, wie 11 Abb.2 noch gezeigt werden
wird. Das Ziel für den Förderwagen, die Station B, ist durch den Wähler
W 2 übernommen
und wird nun nach Maßgabe der Bewegung des
Fördergutträgers von Abschnitt zu Abschnitt bis zu der Station B gegeben. Es sei
nun angenommen, daß dieser Wagen in die Station B einfährt und den Einfahrtskontakt
ek 5 schließt. Das Relais X 5 würde in diesem Falle anziehen und veranlassen,
daß sich der Fahrstuhl dieser Station in die Fahrbahn der Förderwagen bewegt, um
die Sendung vom Wagen zu übernehmen und in die Empfangsvorrichtung zuleiten. Relais
X 5 zieht in folgendem Stromkreis an: 5. Batterie, W q. III Schritt
b, ek 5, X 5,
Erde.
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Sobald der Wagen seine Sendung an den Fahrstuhl abgegeben hat, muß
er als leer gekennzeichnet werden und dieses Kennzeichen entsprechend seiner Bewegung
von Abschnitt zu Abschnitt weitergeben, bis er wieder beladen wird. Durch den Fahrstuhl
wird der Kontakt fk 5 umgelegt. Da angenommen sein soll, daß dieser Wagen
jetzt nicht beladen wird, d. h. keine Sendung vorbereitet ist, steht der Wähler
E 5 1I auf Schritt o. Sobald der Wagen den Kontakt ak 5 umlegt, wird der
Wähler W 5 veranlaßt, sich auf den Schritt o zu stellen. Es kommt folgender Prüfstromkreis
zustande: 6. Batterie, fk 5, E 5 11 Schritt o, W 5 I
Schritt o, P
5, Erde.
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Weiterhin sei erwähnt, daß bei einer Seilpostanlage, in denen die
Förderwagen einen festen Abstand zueinander haben, die Einrichtungen für die Blocksteuerung
entfallen, wie z. B. die Arme IV der Wähler W i bis W i o. Der Schritt o kann gleichzeitig
Ruhestellung des Wählers sein, so daß sowohl ein unbeladener Wagen als auch ein
unbefahrener Streckenabschnitt durch die Ruhestellung gekennzeichnet ist.
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Nach Erläuterung des Prinzips seien an Hand der Abb.2 und 3 die Schaltvorgänge
im einzelnen beschrieben. Angenommen, die gesamte Anlage befinde sich in Ruhe und
es soll von der Station B eine Sendung zur Station D geschickt werden. Der Bedienende
hat nichts weiter zu tun, als die Sendung, beispielsweise ein Aktenstück, in den
Sendebehälter zu legen und mit Hilfe einer Nummernscheibe die Station D zu wählen.
Von der Nummernscheibe sind in der Schaltung nur der Impulskontakt iasi und der
Nummernscheibenkontakt nsa gezeigt. Beim Rücklauf der Nummernscheibe wird der Kontakt
nsi viermal geschlossen entsprechend der gewählten Nummer D. Das Relais J zieht
daher viermal seinen Anker i an: 7. Erde, nsi, J, t I, Batterie.
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Der Drehmagnet EM des Wählers E zieht viermal an: S. Erde,
i, E111, Batterie. und stellt die Arme E I bis E IV auf den Schritt d. Sobald
der Arm E III eingestellt ist, d. h. die Nummernscheibe und damit der Kontakt ii.sa
wieder in die Ruhelage zurückgekehrt ist, zieht Relais T an: g. Batterie, Widerstand
Wi, E III Schritt d, T, Erde. .
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Über Kontakt t I leuchtet eine Kontrolllampe KL auf als Zeichen, daß
keine weitere Sendung eingestellt werden kann. Über den Kontakt t II wird das Relais
Ani erregt, durch das die Anlage unter Spannung gesetzt wird, so daß die Förderwagen,
die über die einzelnen Abschnitte verteilt sind, umlaufen. Bei einer Seilpostanlage
würde durch das Relais Ani der Antriebsmotor für das Zugseil in Gang gesetzt. Sobald
der erste in die Station B einfahrende Wagen den Kontakt ek schließt, zieht
das Relais X an: i o. Erde, f k I, X, eh, t 111, W
1 111 Schritt o, Batterie.
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Mit dem Index' sind die Schalteinrichtungen des vorhergehenden Abschnitts
und mit dem Index " die Schalteinrichtungen des nachfolgenden Abschnitts gekennzeichnet.
Durch das Relais X wird der Fahrstuhlmotor M gesteuert. Es sei angenommen, daß dieser
Motor ein Drehstrommotor ist. Der Fahrstuhl entnimmt in bekannter Weise die im Senderbehälter
liegende Sendung und trägt sie in die Fahrbahn der Förderwagen. Von der Plattform
des Fahrstuhls wird die Sendung von den Förderwagen abgestreift und mitgenommen.
Sobald der Fahrstuhl die obere Lage erreicht hat, wird der Kontakt f k I umgelegt,
und der Motor 11I wird durch Abfall des Relais X wieder stromlos. Der \Vagen, der
die Sendung übernommen hat, schließt nunmehr den Kontakt ak kurzzeitig. Das Relais
H zieht an: i i. Erde, nk, H, Batterie.
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Der Drehmagnet Will des Wählers W erhält so lange Unterbrecherstrom,
bis der Dreharm W I den Schritt d gefunden hat: 12. Erde, Unterbrecher Uli, p
I, li II, yVIIi1, Batterie.
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Es kommt folgender Prüfstromkreis zustande: 13. Batterie,
f k IIT, E II Schritt d, W I
Schritt d, P Wicklung I, TV IV Schritt
d, Erde.
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P zieht an und hält sich in folgendem Stromkreis 14. Erde, la III,
p III, P Wicklung II, Batterie.
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Durch Kontakt p I wird der Antriebsstromkreis für den Magneten
WM unterbrochen und der Wähler E in die Ruhestellung geschickt: 15. Erde,
Un, p I, E IV, EM, Batterie. Sobald der Wähler E den Schritt o erreicht hat,
fällt Relais T wieder ab, da der Stromkreis
für T durch den Arm
E III Schritt o unterbrochen ist. Das Antriebsrelais An hält sich jetzt über den
Wähler W VI Schritt d.
Das Relais H hält sich über den Arm
W IV. Über Kontakt p II wird weiterhin der Wähler W' des vorhergehenden Abschnitts
auf Schritt r gesteuert. Sobald das Ziel von dem Wähler W aufgenommen ist, d. h.
sobald das Prüfrelais P anzieht, wird der Fahrstuhlmotor M wieder in Gang gesetzt,
und zwar derart, daß sich der Fahrstuhl abwärts bewegt. Die Steuerung des Motors
1V1 für den Abwärtsgang erfolgt durch das Relais Y. Y zieht in folgendem
Stromkreis an: 16. Erde, p IV, f k II, sk, Y, Batterie,
Der Kontakt sk wird umgelegt, sobald der Fahrstuhl die untere Lage erreicht hat.
Während der Abwärtsfahrt hält sich das Relais Y über seinen eigenen Kontakt y III.
Der Wähler W bleibt so lange auf den Schritt d stehen, bis der Wagen den Abschnittskontakt
ak des nächsten Abschnitts umlegt. Wenn der Wähler dieses Abschnitts sich auf den
Schritt d einstellt und somit das Ziel übernommen hat, zieht das Prüfrelais P" an,
von dem in Abb. nur der Kontakt p IV' gezeigt ist. Der Drehmagnet WM erhält
in folgendem Stromkreis Unterbrecherstrom, bis er die Ruhestellung r erreicht hat:
17. Erde, Unterbrecher Un, p II",- W V Schritt d, da II,
WM, Batterie.
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Die Abschnittswähler W benötigen den Arm W III in den Fällen, in denen
im nachfolgenden Streckenabschnitt eine Station vorhanden ist. Dieser Kontaktarm
arbeitet dann mit dem Kontaktarm E I eines Einstellwählers zusammen. Es sei jetzt
der Fall angenommen, daß die Anlage bereits in Betrieb sei und ein Wagen in die
Station B einfahre, der für die Station C bestimmt sei. Dann muß verhindert werden,
um bei dem angenommenen Beispiel einer Sendung von der Station B nach der Station
D zu bleiben, daß der Fahrstuhl in die Fahrbahn des Wagens bewegt wird. Wenn der
für die Station C bestimmte Wagen den Kontakt ek .umlegt, so bleibt dies für das
Relais X ohne Wirkung, da der Arm W III' sich in Stellung c befindet. Legt der Wagen
den Kontakt ak um, so wird der Wähler W
veranlaßt, sich auf den Schritt c
zu stellen. Es wird zunächst über den Kontakt ak das Relais H erregt, das
mit seinem Kontakt h II den Drehmagneten WM des Wählers
W unter Strom setzt. Folgender Prüfstromkreis kommt zustande: 18. Batterie,
f k III, W II' Schritt c, W I
Schritt c, F I, W IV Schritt c,
Erde.
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Damit ist das Ziel C durch den Wähler W vom vorhergehenden Abschnitt
übernommen. Es sei nun der Fall betrachtet, daß der Wagen, der den Einfahrtskontakt
ek betätigt, eine Sendung für die Station D mit sich führe und es sei die Einrichtung
so getroffen, daß eine Zuladung zu der bereits vorhandenen Sendung stattfinden kann.
Dann würde das Relais-X in folgendem Stromkreis erregt werden: i9. Erde, Batterie,
W III' Schritt d, E I
Schritt d, t III, ek, X, f k I,
Erde.
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Wenn ein Wagen den Kontakt ek betätigt, der eine Sendung für die Station
B mit sich führt; so wird gleichfalls das Relais X mit den bereits beschriebenen
Wirkungen erregt: 2o. Erde, Batterie, W III' Schritt b, ek, X,
f
k I, Erde.
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Wenn der Wagen sofort wieder beladen wird, so wird der Wähler W auf
den Schritt gestellt, für den die neue Sendung bestimmt ist, deren Ziel durch die
Stellung des Wählers E gekennzeichnet ist. Wird dagegen der Wagen nicht wieder beladen,
d. h. er fährt'als leerer Wagen in der Anlage weiter, so muß der Wähler W auf den
Schritt o gestellt werden. Der Prüfstromkreis für die Einstellung des Wählers W
auf Null ist folgender: 21. Batterie, f k I I I, E I I Schritt o, W l, Schritt
o, P I, W IV Schritt o, Erde.
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Abb.3 zeigt die Schalteinrichtungen für den Abschnitt, dem keine Station
zugeordnet ist. Die Zielübernahme vom vorhergehenden Abschnitt findet in genau der
gleichen Weise statt, wie bei Abb. 2 beschrieben. Sobald ein Wagen den Kontakt ala
umlegt, wird das Relais H erregt. Relais H setzt mit seinem Kontakt
lt II den Drehmagneten WM des Wählers W unter Strom. Die Dreharme
W I bis W VI werden durch den Magneten WM schrittweise fortgeschaltet,
bis der Arm W I sich auf den Schritt gestellt hat, der durch den Arm WII' gekennzeichnet
ist. Angenommen, Arm W II' stehe auf Schritt b, dann kommt folgender
Prüfstromkreis zustande, sobald Arm W Iden Schritt b erreicht hat:
22. Batterie, W II' Schritt b, W I Schritt b,
P I, W
IV Schritt b, Erde.
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Nach der Zielübernahme wird durch Kontakt p II der Wähler des vorhergehenden
Abschnitts nach Hause geschickt. Der Wähler g' bleibt auf den eingestellten Schritt,
im vorliegenden Falle also b, so lange stehen, bis der Förderwagen den Durchfahrkontakt
ak des nächsten Abschnitts betätigt. Der Stromkreis für den Nachhauselauf des Wählers
W ist folgender: 23. Erde, Unterbrecher Un, p IV', Arm WV, h II, W11I, Batterie.