KAISERLICHES
PATENTAMT
Zum Zwecke eines raschen und bequemen Einziehens, sowie einer vollkommen sicheren
Geradführung des Dochtes ist der Petroleumrundbrenner der vorliegenden Erfindung in
folgender Weise eingerichtet.
Die concentrischen Brennerrohre α und b,
welche durch die Lappen c c1 fest mit einander verbunden sind, besitzen unterhalb einen so
grofsen Abstand von einander, dafs der Docht von unten her bequem zwischen beide von
Hand ein- und etwa bis zur Mitte des Brenners hinaufgeschoben werden kann. Oberhalb entspricht
der Abstand der Brennerrohre, wie immer, genau der Dochtdicke. Das kleine concentrische Rohr d des Brenners nimmt die
Zahnstange e in sich auf, welche am unteren Ende eine kreisförmige Platte f besitzt und
mittelst Zahnrades g und Schlüssels h auf- und abwärts bewegt werden kann.
Hiermit ist folgende Dochteinziehungshülse A verbunden. Dieselbe ist in den Fig. 3 bis 6
im Einzelnen dargestellt und besteht aus der kreisförmigen Platte i und dem kurzen oberen
Cylinder η, die beide durch zwei Ständer II1
verbunden sind. Die Platte i besitzt zwei drehbar an ihr befestigte klammerartige Schliefsvorrichtungen
k k\ welche die Fig. 5 und 6 in geschlossener und geöffneter Lage zeigen. Der
kurze Cylinder η besitzt an seinem unteren Ende einen Kranz spitzer Zacken m.
Will man nun z. B. den alten Docht gegen einen neuen auswechseln, so schraubt man zunächst
den Brenner vom Bassin ab und dreht das Dochtgetriebe ganz nach unten. In dieser
untersten Stellung befindet sich der kurze Cylinder η mit seiner oberen Hälfte noch
innerhalb der Dochthülse zwischen α und b, während seine untere Hälfte aufserhalb des
Brenners vollkommen frei liegt. Man öffnet nunmehr die Verschlufsklammern k k1, Fig. 6,
welche bisher die Scheiben/ und i verbunden hatten, und kann jetzt den Einziehungsapparat
A sammt dem alten Docht nach unten abziehen. Der neue Docht wird alsdann mit der
Hand von unten her in die Dochthülse zwischen α und b etwa bis zu ihrer Mitte eingeschoben,
was, wie oben erwähnt wurde, leicht zu bewerkstelligen ist. Jetzt wird auch die Vorrichtung A wieder aufgeschoben und durch
die Klammern k k1 mit der Zahnstange e verbunden.
\ Dreht man nunmehr an dem Dochtschlüssel h, so. treten die Spitzen m in die
Dochthülse zwischen α und b, pressen sich fest in den Docht ein und nehmen denselben mit
nach oben (Fig. 1). Da der Docht durch die Zacken m ringsherum unverrückbar fest mit
dem Cylinder η verbunden ist, und da letzterer selbst ganz gerade nach der Höhe verschoben
wird, so ist auch die Dochtverschiebung vollkommen gerade.
An sich ist nun zwar der in tiefster Stellung aus der Dochthülse frei heraustretende Spitzenkranz
in nicht neu. Das Neue und Vortheilhafte liegt vielmehr darin, dafs derselbe lösbar
mit dem Brenner verbunden ist, also ganz von demselben abgezogen 'werden kann und folglich
bei Einführung des Dochtes mit der Hand nicht hinderlich im Wege ist, was bei früheren
Einrichtungen stets der Fall war.
Pa te ν τ - A ν s ρ RU c η :
. Eine Dochtführung für Petroleumrundbrenner, bei welcher der Dochthalter A zum raschen und
bequemen Einziehen des Dochtes mit dem Zahnstangengetriebe gd nicht fest, sondern
mittelst Klammern k k1 oder ähnlicher Einrichtungen
mit der Zahnstange lösbar verbunden ist.