DE58959C - Verfahren zur Reinigung von Pflanzenölen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Pflanzenölen

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DE58959C
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Dr. H. NOERDLINGER in Frankfurt a. M., Unterlindau 21
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
    • C11B3/02Refining fats or fatty oils by chemical reaction

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Description

PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. November 1890 ab.
Die Pflanzenöle enthalten, zumal in frischem Zustande, verschiedene Verunreinigungen, z. B. Schleimtheile, von denen sie gewöhnlich durch Raffination mit wässerigen Säuren, Laugen oder Salzlösungen (z. B. Chlorzink) oder durch Kochen mit Oxyden, Stärkemehl oder Brod, durch Behandlung mit Luft oder Sauerstoff befreit 'werden. Alle diese Verfahren zur Abscheidung der Verunreinigungen erfordern unter Beihülfe mechanischer Mittel eine längere Zeitdauer der Einwirkung. Aufserdem verändert sich bei allen diesen Verfahren das OeI mehr oder weniger.
Dies wird vermieden und die Reinigung der OeIe vereinfacht und beschleunigt, wenn man die OeIe mit öligen Auflösungen gewisser Reagentien behandelt, und zwar eignen sich hierzu besonders die Auflösungen gewisser Salze der Fett- und Harzsäuren, der Benzoesäure und ihrer Homologen. So weit es sich bis jetzt übersehen läfst, wächst die Löslichkeit der Salze der Fettsäuren in den Pflanzenölen mit dem steigenden Moleculargewicht der Fettsäuren, und schon von der Buttersäure an aufwärts lösen sich die meisten Salze derselben bei Temperaturen von etwa 100 bis 2oo° in 10 bis 20 Theilen Pflanzenöl. In Bezug auf die Löslichkeit spielt die Zusammensetzung des Pflanzenöles nur eine sehr untergeordnete Rolle, die fraglichen Salze lösen sich in Sesamöl, Mohnöl, Rüböl, Leinöl, Erdnufsöl, Baumwollsamenöl u. s. w. ziemlich in demselben Maafse.
Während die 5 bis ioprocentigän Auflösungen der Alkalisalze' der höheren Fettsäuren mit mehr'als vier Kohlenstoffatomen bei gewöhnlicher Temperatur mehr oder weniger schleimige, dicke Flüssigkeiten bilden, welche indessen keinerlei feste Abscheidungen ausfallen lassen (— ebenso verhalten sich die entsprechenden Salze der Oelsäure, der Abietinsäure, SyI vinsäure und ihrer Homologen —), sind die öligen Lösungen der Metallsalze dieser Säuren bei gewöhnlicher Temperatur von schmalzartiger Consistenz, oder aber es ist ein Theil des bei höherer Temperatur gelösten Salzes wieder auskrystallisirt; die 5 bis ioprocentigen Lösungen des Zink-, Cadmium-, Kupfer-, Eisen-, Mangan- und Bleisalzes jeder dieser Säuren bilden bei Temperaturen von 400 bis höchstens 1000C. klare Lösungen, wobei es gleichgültig ist, welches Pflanzenöl als Lösungsmittel benutzt wird (die Kalk-, Magnesia-, Thonerde- und Barytsalze lösen sich zwar auch in Pflanzenölen, besitzen indessen nicht die den Metallsalzen eigenthüm-Ii ehe Fähigkeit, die Schleimtheile niederzuschlagen, in ähnlichem Maafse).
Werden von den Lösungen der Metallsalze der ginannten Säuren in Oelen geringe Quantitäten — 5 bis 10 pCt. — mit gewöhnlichen Pflanzenölen zusammengebracht, so bildet sich zunächst eine klare Lösung, nach einiger Ruhe beginnt sich indessen das Gemisch zu trüben, namentlich bei Luftzutritt, und allmählich scheiden sich die Schleimtheile in Verbindung mit den vorher gelöst gewesenen Metallsalzen in feinen, mehr oder weniger gefärbten Flocken aus. Eine chemische Umsetzung dürfte hierbei nach Ansicht des Erfinders nicht stattfinden, vielmehr werden vermuthlich die Schleimtheile durch die Metallverbindung beschwert und zur Ausscheidung gebracht, wie dies auch bei gewissen
Farbstoffen der Fall ist. Die trüben OeIe werden durch Filtration oder Klären von den trübenden Theilen befreit.
Das Verfahren ist (in Kürze wiederholt) folgendes :
Man löst unter Erwärmen bis zu ca. 1500C. die Salze, welche die Schwermetalle (Eisen, Blei, Kupfer, Mangan, Zink u. s. w.) mit den höheren Fettsäuren mit mehr als vier Kohlenstoffatomen, den Säuren der Oelsäurereihe, den Harzsäuren und den substituirten Fettsäuren, der Benzoesäure bilden, in ungefähr dem 10 bis 20 fachen ihres Gewichts an Pflanzen- oder Harzölen. Man läfst die Lösung langsam erkalten und zieht die klare Flüssigkeit, so lange sie noch etwas warm ist (50 bis 8o°), von den am Boden .befindlichen ungelösten Theilen ab. Als solche Lösungen, sogenannte Reinigungsöle, sind z.B. zu verwenden: eine 5procentigeLösung von Zinkoleat in Cottonöl, oder 10 procentige Lösungen von Bleioleat oder Eisenstearat in Sesamöl oder Eisenmanganresinat in Leinöl.
Diese Reinigungsöle werden, sofern sie bei gewöhnlicher Temperatur nicht klar und flüssig sind, durch gelinde Wärme verflüssigt und mit der 10- bis 20- und 30 fachen Menge der zu reinigenden Pflanzenöle gemischt. Es bildet sich eine klare Lösung, welche sich indessen nach einigem Stehen trübt, besonders wenn.die Mischung offen der Luft ausgesetzt ist. Die Verunreinigungen setzen sich mit den Metallsalzen zu Boden und werden, wie oben erwähnt, beseitigt.
Man benutzt z. B. zur Reinigung von Sesamöl Reinigungsöl aus Bleioleat in Sesamöl, für Erdnufsöl Eisenstearat in Sesamöl, für Rüböl Bleioleat und für Leinöl Eisenmanganresinat (Ferrimanganresinat).

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: j
    ι. Herstellung von Reinigungsölen durch Aufr lösen der Zink-, Cadmium-, Eisen-, Manlgan-, Blei- oder Kupfersalze der höheren Fettsäuren mit mehr als vier Kohlenstoffatomen, der Abietinsäure, Sylvinsäure, Pimarsäure, der Benzoesäure und ihrer Homologen in 10 bis, 20 Theilen OeI unter Er-+ wärmen bis etwa 1500C, Abkühlenlassen und Abziehen der klaren Flüssigkeit von den ungelösten Unreinigkeiten.
    2. Reinigung von Pflanzenölen durch Vermischen derselben mit ungefähr einem Zehntel bis einem Zwanzigstel eines der nach 1. erhaltenen Reinigungsöle und nachfolgende Klärung zur Beseitigung der nach einiger Zeit unlöslich ausfallenden Verunreinigungen.
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