DE58873C - Pferdegebisse mit durch Federn verbundenen Zügelringen zur Erzielung eines elastischen Zuges - Google Patents
Pferdegebisse mit durch Federn verbundenen Zügelringen zur Erzielung eines elastischen ZugesInfo
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- DE58873C DE58873C DENDAT58873D DE58873DA DE58873C DE 58873 C DE58873 C DE 58873C DE NDAT58873 D DENDAT58873 D DE NDAT58873D DE 58873D A DE58873D A DE 58873DA DE 58873 C DE58873 C DE 58873C
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- 210000001331 nose Anatomy 0.000 claims description 4
- 206010063659 Aversion Diseases 0.000 description 1
- 240000006829 Ficus sundaica Species 0.000 description 1
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68B—HARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
- B68B1/00—Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
- B68B1/04—Bridles; Reins
- B68B1/06—Bits
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Road Paving Structures (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE B6: Pferdegeschirr.
Durch den harten, unelastischen Zug irn
Zügel wird der Reiter bezw. Fahrer, besonders der Anfänger, sehr leicht ermüdet und das
Pferd wird, hauptsächlich wenn der Reiter keine ruhige Hand hat, durch den fortwährenden
ruckweisen Zug leicht hartmäulig und verliert Temperament und Aufmerksamkeit, indem
es sich gewöhnt, seinen Kopf vollständig von der Hand des Reiters stützen zu lassen
und sich überhaupt völlig auf letzteren zu verlassen.
Durch den Erfindungsgegenstand soll nun der unelastische Zug in einen elastischen verwandelt
werden, und zwar ist die betreffende Einrichtung nicht in die Zügel verlegt, was
mit mancherlei Unzuträglichkeiten verbunden ist, sondern direct in das Gebifs selbst. Dadurch
wird unter Vermeidung der oben genannten Uebelstäride noch eine richtige weiche
Anlehnung des Pferdes an das Gebifs erreicht, sowie ferner, dafs die Fleischtheile des Maules
nicht so gedrückt werden, wodurch die Abneigung des Pferdes gegen das Gebifs aufgehoben
wird. .
In beiliegender Zeichnung ist die Neuerung an den verschiedenen Gebissen: Trense, Kandare
und PeIh am-Gebifs (halb Trense, halb Kandare), dargestellt.
Fig. ι zeigt die bisherige Trense, Fig. 2 und 3 zeigen die neue;
Fig. 4 ist die bisherige Kandare, Fig. 5, 6 und 7 sind die neue; Fig. 8 zeigt das bisherige PeIh am-Gebifs,
Fig. 9 und 10 zeigen das neue.
Die neue Trense hat folgende Einrichtung (s. Fig. 2 und 3):
Die beiden Glieder oder Mundstücke a a1
der Trense besitzen je eine centrale Bohrung, in welcher Schraubenfedern b bl angeordnet
sind. Die Augen c c1 für die Zügel sitzen an
den Stiften ddl, welche letztere durch die
Schraubenfedern hindurch und mit aufgeschraubten Knöpfen e e1 hinter dieselbe greifen.
Die vorderen Verschlufsstücke//1, durch welche
die Stifte d hindurchtreten, verschliefsen die Bohrungen und sichern die Federn. Letztere
können im Bedarfsfalle nach dern Herausschrauben, der Verschlufsstücke f leicht ersetzt
werden, g g1 sind die Augen für die Backenzügel
oder Backenstücke.
Sobald man an den Zügeln zieht, werden die Stifte d d1 unter Zusammendrücken der
Federn mehr oder weniger aus den Gliedern α a1 herausgezogen (s. Fig. 3), der Zug wirkt
also nicht ruckweise, sondern elastisch.
Da die Kandare als Hebel wirkt, so ist hier zur Erzielung eines elastischen Zuges
Ober- und Unterbaum h h1 und iil unterbrochen
(s. Fig. 5, 6 und 7) und sind an ihren gelenkartigen Verbindungsstellen Schraubenfedern
s s 1 angeordnet. Die beiden Oberbäume
h hl sind mit dem Mundstück k aus einem Stück hergestellt. In dem Mundstück
■ befindet sich rechts und links je ein drehbarer Zapfen II1, auf welchen die Unterbäume iil
festsitzen. Die Zapfen besitzen je eine Nase mm1, mit welcher sie unter die Stifte η η1
treten; letztere sind in einer Bohrung des
Oberbaumes geführt und besitzen je einen
Steg ο o1, welcher unter die in einer zweiten
Bohrung des Oberbaumes sitzenden Federn ssl
greift und je einen Führungsstift pp1 für die Federn trägt, χ x1 sind die Augen für die
Zügel und g g1 die Augen für die Backenstücke.
Sobald man am Zügel zieht, dreht sich der Unterbaum ti1 mit dem Zapfen II1 (s. Fig. 7),
die an letzteren befindlichen Nasen mm1 drücken
unter Vermittelung der Stifte nnl und der
Stege ο o1 die Federn s s1 zusammen und die
Hebelwirkung der Kandare wird elastisch auf das Pferd übertragen. Nachdem die Stifte nn1
so weit gehoben sind, dafs sie oben anstofsen, hört die elastische Verbindung natürlich auf
und der Zug . im Zügel wirkt direct. Die Federn 5 s1 können leicht ersetzt werden, indem
man blos das Verschlufsschräubchen r losschraubt und die Zapfen I herauszieht.
Bei dem Pelham -Gebifs, welches als Trense, und als Kandare dient, sind die eben
beschriebenen Einrichtungen für Trense und Kandare vereinigt. Die Oberbäume h h1 (s. Fig. 9
und 10) sind mit den Gliedern ααλ aus einem
Stück . und besitzen ganz genau dieselbe Einrichtung wie bei der Kandare, ebenso sitzen
die Unterbäume i i1 fest auf den drehbar in den Gliedern α α1 gelagerten Zapfen Z/1, welche
mit ihren Nasen m m1 unter Vermittelung der Stifte η η1 und deren Stege ο ο' auf die
Federn s s1 wirken. Die Zapfen II1 sind jedoch
hohl und in denselben befindet sich, wie bei der Trense, je eine Feder b b1, an welcher
die Stifte d di mit den Augen cc1 für die
Trensenzügel angreifen. Die Wirkung beim Gebfauch als Trense oder Kandare ist genau
dieselbe, wie oben beschrieben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Pferdegebisse mit durch Federn verbundenen Zügelringen "zur Erzielung eines elastischen Zuges, dadurch gekennzeichnet, dafs:a) an Trensen die beiden Glieder des Mundstückes mit centralen Bohrungen versehen und in diesen die Schraubenfedern b bl angeordnet sind, auf welche der Zug des Zügels durch die Stifte d d1 übertragen wird;b) an Kandaren der Oberbaum hhl mit dem daran festsitzenden Mundstück k und der Unterbaum / i1 unterbrochen und durch die mit dem Unterbaum fest verbundenen, in der Achse des Mundstückes drehbar gelagerten Zapfen / gelenkartig in der Weise verbunden sind, dafs die an den Zapfen I sitzenden Nasen m unter Vermittelung der Theile η ο auf die im Oberbaum angeordneten Schrauben federn s wirken und den Zug des Zügels elastisch auf das Pferd übertragen;c) an Pelham-Gebissen die unter a) und b) genannten Einrichtungen in der Weise verbunden sind, dafs sowohl beim Gebrauch als Trense, wie als Kandare der Zug der Zügel elastisch auf das Pferd übertragen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58873C true DE58873C (de) |
Family
ID=333136
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58873D Expired - Lifetime DE58873C (de) | Pferdegebisse mit durch Federn verbundenen Zügelringen zur Erzielung eines elastischen Zuges |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58873C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2940238A (en) * | 1958-11-20 | 1960-06-14 | Harold M Poole | Curb bit for bridle |
-
0
- DE DENDAT58873D patent/DE58873C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2940238A (en) * | 1958-11-20 | 1960-06-14 | Harold M Poole | Curb bit for bridle |
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