DE157828C - - Google Patents
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- DE157828C DE157828C DENDAT157828D DE157828DA DE157828C DE 157828 C DE157828 C DE 157828C DE NDAT157828 D DENDAT157828 D DE NDAT157828D DE 157828D A DE157828D A DE 157828DA DE 157828 C DE157828 C DE 157828C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68B—HARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
- B68B1/00—Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
- B68B1/04—Bridles; Reins
- B68B1/06—Bits
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
Description
«Tu
S. 1
KAISERLICHES
PATENTAMT.
ATENTSCHRIFT
- M 157828 KLASSE 56«.
Kandare. Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1903 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft jene Art von Kandarengebissen für Reit- oder Wagenpferde,
bei welchen die Seitenstangen je eine durch Zug an den Zügeln entgegen der
Wirkung von Federn gegen die Nüstern und das Nasenbein zu pressende Nüsterklemme
tragen, so daß das Pferd, wenn es nicht durch den Zug an den Zügeln beherrscht werden kann, unter dem Drucke der Nüsterklemmen
gehorchen muß.
Zweck der Erfindung ist, ein einfach gebautes und sicher wirkendes Kandarengebiß
dieser Art zu schaffen, welches gestattet, durch verstärkten Zug an den Zügeln ohne
Mißhandlung die störrigsten Pferde zu bändigen und am Durchgehen zu hindern.
Der Erfindung gemäß werden die Seitenstangen des Kandarengebisses als Hohlstangen
ausgebildet und in deren Höhlung die die Nüsterklemme tragenden Stangen, an welchen
die Kandarenzügel· befestigt sind, mit je einem zwischen der Nüsterklemme und dem Angriffspunkt
des Zügels liegenden Drehzapfen drehbar gelagert. Dabei werden die Federn, welche auf die drehbaren, die Nüsterklemme
tragenden Stangen wirken, jederseits an der zugehörigen hohlen Seitenstange befestigt.
In beiliegender Zeichnung ist eine der Erfindung entsprechende Kandare in Fig. 1
und 2 in schaubildlichen Ansichten dargestellt, während Fig. 3 und 4 zwei Ausführungsformen der Kandare teilweise geschnitten
darstellen.
In den zwei hohlen Seitenstangen A A1 sind die Stangen BB1 drehbar gelagert, welche
die Nüsterklemmen L L1 tragen, die durch einen leichten Nasenriemen O verbunden sind.
Die Drehzapfen der Stangen B B1 in den hohlen Seitenstangen A A1 liegen hierbei zwischen
den Angriffspunkten der Zügel und den Nüsterklemmen L L1. Durch Zug an den
Zügeln legen sich die beiden Nüsterklemmen LL1 auf die Nüstern und den Knorpel am
Ende des Nasenbeines, welche Stellung in Fig. ι in gestrichelten Linien dargestellt ist.
Fig. 3 zeigt die eine der hohlen Stangen A mit der drehbaren Stange B bei Verwendung
einer von außen nicht sichtbaren Feder. Die Spiralfeder S ist hierbei in der Kammer C
der hohlen Stange A angeordnet und mit ihrem äußeren Ende an der Innenwand dieser
Kammer befestigt, während ihr inneres Ende in den Schlitz D an der Stange B eingreift.
Eine Scheibe F und eine durch einen Einsteckstift H festgehaltene Gegenscheibe G
halten die Feder S flach. Die Kappe / schließt die Kammer C dicht ab, so daß kein
Rosten der darin befindlichen Teile stattfinden kann. Die Drehung der Stange B mit der
Klemme L wird durch einen Anschlag E an
der Stange A begrenzt.
Fig. 4 zeigt die hohle Stange A und die drehbare Stange B mit sichtbar außen angeordneter
Feder. Diese Feder jR ist durch eine Schraube V an einem Ansätze T an der
hohlen Stange A befestigt und liegt an dem
ringförmigen Teil der drehbaren Stange B an. Die Stange B besitzt an ihrem vorderen Ende
eine Nut M, in die eine als Anschlag wirkende und die Drehung der Stange B mit der
Klemme L begrenzende Schraube P eingreift. Die beiden beschriebenen Arten der Begrenzung
der Drehbewegung der Klemmen können auch gleichzeitig Anwendung finden. Die wichtigsten Vorteile dieser Einrichtung
ίο sind die folgenden: Der Lenker des Pferdes
wird sicher Herr desselben, so daß es nicht durchgehen und er es jederzeit mühelos anhalten
kann, wenn es in Gallopp kommt oder irgendwelche andere Gangart einschlagen will. Das Pferd gehorcht dem geringsten
Drucke der Klemme, wenn es nicht schon dem Zügel gehorcht hat. Ferner wird das
Maul des Pferdes nicht verletzt und das Pferd wird gegen zu rohes Handhaben des Zaumes geschützt, da ein plötzlicher Ruck
unter der Wirkung der Federn nur allmählich und infolge der Anschläge nur bis zu einem
gewissen Grade übertragen wird. Schließlich ist die Verwendung von Doppelzügeln für
hartmäulige Pferde unnötig, da dieser Zaum selbst das Lenken der Pferde durch ungeübte
oder schwache Personen gestattet.
Der Zaum ist in gleich vorteilhafter Weise für Reit- und Zugpferde zu verwenden.
Claims (2)
1. Kandare, deren Seitenstangen je eine durch Zug an den Zügeln entgegen der
Wirkung von Federn gegen die Nüstern und das Nasenbein zu pressende Nüsterklemme
tragen, dadurch gekennzeichnet, daß die die Nüsterklemme (LL1O) tragenden
Stangen (B B1), an welchen die Kandarenzügel befestigt sind, zwischen
dem Angriffspunkt des Zügels und der Nüsterklemme je einen Drehzapfen tragen, welcher in der zugehörigen hohlen Seitenstange
(AA1) des Kandarengebisses drehbar gelagert ist.
2. Ausführungsform der Kandare nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die auf die drehbare Kandarenstange^B B1)
einwirkende Feder (S oder R) an der zugehörigen hohlen Seitenstange (AA1) befestigt
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE157828C true DE157828C (de) |
Family
ID=424061
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT157828D Active DE157828C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE157828C (de) |
-
0
- DE DENDAT157828D patent/DE157828C/de active Active
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