DE587828C - Verfahren zur Erzeugung von Daempffaerbungen auf Klinkerwaren - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Daempffaerbungen auf Klinkerwaren

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DE587828C
DE587828C DEE38524D DEE0038524D DE587828C DE 587828 C DE587828 C DE 587828C DE E38524 D DEE38524 D DE E38524D DE E0038524 D DEE0038524 D DE E0038524D DE 587828 C DE587828 C DE 587828C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/32Burning methods
    • C04B33/34Burning methods combined with glazing

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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Dämpffärbungen auf Klinkerwaren Die vorliegende Erfindung betrifft .ein Verfahren zur Herstellung von farbigen Klinkerwaren durch Behandeln mit rauchigen Gasen bei. hohen Temperaturen.
  • Wollte man bisher Klinkerwaren mit besonderen Farben, Stahlblau, Schwarz, Rot, Violett, oder auch bunten Oberflächen herstellen, so war es notwendig, teure Zusatztone oder F.arbstofe in die Masse einzumischen, beispielsweise Manganton, Brauneisentonoder Raseneisenstein o. dgl. -Das Färben des Ofeneinsatzes durch dessen Bebandehi finit rauchigen Gasen bei hohen Temperaturen war bisher zeitraubend und deshalb. -teuer.
  • Das neue Verfahren zur Erzeugung farbiger Klinker besteht -darin, daß die Formlinge . gleichzeitig - der Einwirkung von rauchigen Gasen und zur Bildtalg einer Salzglasur ungenügenden Menge an Natriumchloriddämpfen, zweckmäßig bei Garbrandtemperatur, ausgesetzt werden.
  • Brei der Herstellung glasierter Waren ist die Anwendung von Natriumchlöriddämpfen und rauchigen Gasen bekannt. Die Erfindung 'bezweckt nicht die Herstellung von Glasuren, sondern ist ein D;ämpfvei-fahren, welches ermöglicht, in. außerordentlich kurzer Zeit an Stelle der früher erforderlichen stundenlangen Behandlung schon innerhalb i Stunde und weit weniger die gewünschte Färbung zu erzielen.
  • Zur Ausführung des neuen Verfahrens zuin Färben der 1Ginkerwaren werden in üblicher Weise zunächst Rohformlinge hergestellt und gebrannt. Nach Erreichung der Garbrandtemperatur läßt man ein Gemisch von rauchigen. Gasen und Dämpfen und Natriumchlöriddämpfen in zur Bildung einer Salzglasur unzureichenden Mengen auf das noch heiße Gut einwirken. Gegebenenfalls wied erholt man diese Behandlung mehrfach. Unter Umständen ist es auch zweckmäßig, zunächst für eine kurze Zeit nur Natriumchlöriddämpfe im Ofen. entstehen zu lassen. Stets wird die Oberfläche der Formlinge durch die Natriumchloriddämpfe gewissermaßen nur angeätzt, ohne daß es zur Bildung einer ,eigentliehen Glasur kommt. Durch die in den rauchigen Gasen enthaltenen Koblenstofteilchen wird die Farbwirkung hervorgerufen.
  • fesonders vorteilhaft ist es, für die färbende Behandlung ein Gemisch von Steinsalz oder auch Abfallsalz und Steinkohlenstaub, gegebenenfalls Steinkohlenschlamm; zu verwenden, wobei es weiterhin von Vorteil ist, für einen möglichst weitgehenden. Ausschluß von Frischluft zu sorgen.
  • Sehr einfach gestaltet sich das neue Verfahren bei Verwendung von Brennöfen mit wandernder Feuerung, beispielsweise Ringöfen, Kammerringöfen u. dgl. Hier ist es nur notwendig, ;nach Erreichung des Garbrandes das Gemisch von Natriumchlorid und Steinkohlenstaub. zweckmäßig in mehreren größeren Portionen in den Brennrahm einzubringen. Sorgt man jetzt dafür, daß nur eine geringe Menge Luft zutritt, so verbrennt der Steinkohlenstaub, unter Erzeugung einer stark rauchigen Flamme, während gleichzeitig das Natriumchlord in Dampfform übergeht. Es befinden sich. beispielsweise bei einem Ringofen die IZammern 6 und 7 im Voifeuer, die Kammer 5 im Vollfeuer. Die Kammer 5 wird völlig abgebrannt, sämtliche Heizschächte werden dann freigemacht, d. h. etwa zugezogene Heizschächte werden aufgedeckt, dann werden sämtliche Ventile geschlossen und nur das Ventil der Kammer 7 so weit geöffnet, daß die Heizlöcher der Kammer 5 @eimiehen. Nunmehr wird in sämtlichen Heizschächten der Kammer 5 zunächst Kochsalz und darauf Steinkohlenschlamm eingefüllt, nach kurzer Zeit, beispielsweise nach 3 bis 5 Minuten, wird nochmals Kochsalz und Steinkohlenschlamm in sämtliche Heizlöcher eingefüllt, nunmehr wird das Ventil der Kammer 7 völlig geschlossen und dafür eine vollständige Heizlochreihe der Kammer ¢ geöffnet, um den sich entwickelnden Gasen einen Ausweg zu bieten. Nach weiteren 5 Mixnuten wird zum dritten Mal Kochsalz und Steinkohlenschlamm in die Heizlöcher der Kammer 5 eingefüllt und gewartet, bis das Ausstoßen von Rauchgasen oder Stichflammen aus den Heizlöchern der Kammer q. .aufhört. Hierauf werden die Heizlöcher der Kammer q. geschlossen und der Ofen etwa. 1/2 his i Stunde sich selbst überlassen. Während dieser Zeit ruht also der gesamte Brennbetrieb, sämtliche Ventile sind ,geschlossen.
  • Nach dieser Ruhezeit wird der Brennbetrieb wieder aufgenommen; die Kammer 5 erhält jedoch keine weitere Schüttung mehr; sie kann einziehen oder ,ausstoßen.
  • In dieser Weise wird eine Kammer nach der anderen behandelt.
  • Wie bereits oben angedeutet, ermöglicht das neue Verfahren die Erzeugung verschiedener Farben ,auf der Oberfläche dies Klinkers. Diabei hat man es vollkommen in der Hand, eine -oder mehrere Seiten der Formlinge zu färben. Es ist lediglich erforderlich, beim Setzen darauf Rücksicht zu nehmen, ob Läufer und Strecker geschränkt als Büntklinker mit Setzflächen erzeugt werden sollen oder ob. die Sichtflächen keine Setzflecken haben sollen. Dementsprechend werden die Formlinge in die Brennkammer eingesetzt. Die Mengen der verwendeten Materialien, N#,itriumchlorid und Brennstoff, können in den weitesten Grenzen schwanken, je nach den zu verarbeitenden Rohstoffen, doch liegt die Natriumchloridinenge unter der sonst für die Eierstellung von Salzglasuren nötigen Menge. Die Menge des verwendeten Brennstoffes, beispielsweise Kohlenstaubes, richtet sich nach der Art der herzustellenden Färbungen.
  • Bekannt ist, daß auch bei glasiertem Steinzeug durch oxydierende bzw. reduzierende Flamme Scherben und Glasur in der Färbung beeinflußt werden können, daß man auf diesem Wege zu bräunlicher oder grauer Färbung gelangen kann.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen w-:z)rde;n, im Ringofen zu, dämpfen. Zu diesem Zweck mußten bisher nach dem Garbrande einzelne Teile des Brennkanals vollständig abgesperrt werden, ohne den Betrieb, zu stören. Nach dem Garbrande mußte der Ofen einige Stunden sich selbst überlassen bleiben und erst dann erfolgte die Zugabe von Dämpföl in zwei oder drei Zeitabschnitten. Demgegelnüber kann erfindungsgemäß unmittelbar im Anschluß an den Garbrand die Dämpfung erfolgen und erfordert insgesamt mir etwa i Stunde und weit weniger.
  • Für das neue Verfahren werden 1,5 bis 2,5 kg Steinkohlenstaub oder -schlamm und 1,5 kg Natriumchlorid und weniger, meist zur Erzeugung des gewünschten farbigen überzuges auf iooo Steine N. F. ausreichen.

Claims (2)

  1. PATEN TANSYRÜGHI:: i. Verfahren zur Erzeugung von D:ämpffärbungen auf Klinkerivaren durch Behandeln derselben mit rauchigen Gasen bei hohen Temperaturen, :dadurch gekennzeichnet, daß die Formlinge gleichzeitig der Einwirkung von rauchigen Gasen und zur Bildung einer Salzglasur ungenügenden Mengen an Natriumchloriddämpfen, zweckmäßig bei der Garbrandtemperatur, ausgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch das Arbeiten in Öfen mit' fortschreitender Feuerung, beispielsweise in Ringöfen. .
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