DE58584C - Maschine zur Herstellung von Stangen, Zierleisten u. s. w. aus zusammengeklebten Papierlagen - Google Patents
Maschine zur Herstellung von Stangen, Zierleisten u. s. w. aus zusammengeklebten PapierlagenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
- B31D—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER, NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B31B OR B31C
- B31D5/00—Multiple-step processes for making three-dimensional [3D] articles
- B31D5/0091—Making paper sticks
Landscapes
- Machines For Manufacturing Corrugated Board In Mechanical Paper-Making Processes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54: .Papiererzeugnisse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. November 1890 ab.
Durch die Maschine nach vorliegender Erfindung wird die Herstellung von Stangen,
Zierleisten u. dergl. bezweckt, welche aus einzelnen
Papierlagen gleicher Form bestehen, die durch ein geeignetes Klebemittel auf einander
geklebt sind. Die Form der einzelnen Papierlagen entspricht also dem Querschnitt
der anzufertigenden Stange oder Leiste. Die Maschine arbeitet in der Weise, dafs sie das
Ausschneiden der Papierlagen, Zusammenkleben derselben und Pressen nach dem Kleben zum
Zwecke der Erzielung eines festen Zusammenhanges besorgt.
Die in den Zeichnungen veranschaulichte Maschine verfertigt gleichzeitig zwei Stangen,
Fig. i, von länglichem Querschnitt, welche der Länge nach mit je zwei Löchern 0 versehen
sind und von welchen später einzelne gleiche Theile abgetrennt werden, die dann als Gelenkstücke
oder Lamellen für Papiertreibriemen Verwendung finden.
Das zu verarbeitende Papier wird in Streifen von entsprechender Breite in einer Rolle R
auf den hinter der Maschine stehenden Haspel H gebracht, Fig. 2 und 3, geht von
hier zunächst durch eine über der Maschine angeordnete Gummirvorrichtung G, Fig. 2, und
wird dann, an einer Seite mit Gummi versehen, ruckweise abwärts in ein Doppelstanzwerk
geleitet, welches jedesmal während ,des Stillstandes des Streifens zwei Lagen aus dem
Papier ausstanzt und in eine doppelte Rinne / drückt (Fig. 2 a und 2 b in gröfserem Mafsstabe),
in welcher die Papierlagen mit dem Fortgang der Arbeit allmälig weiter geschoben
werden. , "
Das Prefswerk ist zwischen einem auf den Füfsen F gelagerten Rahmen A angeordnet
und besteht aus einem zwischen A geführten Schlitten s, Fig. 4, 4a und 5, welcher durch
die Lenkstange / von der Kurbelwelle k hin- und herbewegt wird, ferner aus den am Kopfende
des Schlittens angebrachten Stempeln t und dem die Enden dieser Stempel aufnehmenden
Sattel a, Fig. 5. Hinter den letzteren stöfst das Ende der Rinne / derart, dafs deren beide
Abtheilungen genau die Fortsetzung der beiden Durchstofsöffhungen des Sattels bilden. Ueber
den Hauptstempeln t sind noch je zwei runde Stempel tx zur Bildung der Löcher 0 der
anzufertigenden Stangen angebracht, Fig. 1.
Der aus der Gummirvorrichtung kommende Papierstreifen ρ wird von zwei Führungsrollen
b O1, Fig. 4, aufgenommen, wovon die letztere
bx mit Eindrehungen e e versehen ist, damit
der am Papierstreifen haftende Klebstoff nicht auf die genannte Rolle kommen kann; aus
diesen Führungsrollen tritt der Streifen in einen schmalen Durchschnitt des Sattels a, Fig. 5,
vor die Stempel ίί, und geht von hier aus in
ein zweites Paar Führungsrollen c c\ von welchen die in Gleitstücken e2 gelagerte Rolle C1
mittels Gewichtshebdl g gegen die feste Rolle c angeprefst wird, während bei den Rollen b bx
in gleicher Weise das Andrücken von b durch die Gewichtshebel gx erfolgt. Zur Fortbewegung
des Streifens sind auf, den Achsen der festen Rollen bx und c die Zahnräder d bezw. f
angebracht, welche gemeinschaftlich durch ein Zahnrad h angetrieben werden, welches entsprechend
der ruckweisen Fortbewegung des Papierstreifens eine absatzweise Drehung erhält.
Diese wird durch ein in den Fig. 2 und 4 dargestelltes Schaltwerk zu Stande gebracht;
das gemeinschaftliche Triebrad h ist nämlich mit einer Sperrscheibe m verbunden, in welche
eine Klinke i eingreift, welche am Ende des auf der Sperrscheibenachse drehbaren Hebels η
■angebracht ist. Der letztere erhält von der Kurbelscheibe Ar1 durch Lenkstange q eine hin-
und herschwingende Bewegung, so dafs bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle Ar infolge
des Eingriffs der Klinke i in das Sperrrad m dieses um ein der Gröfse der Schwingung des
Hebels entsprechendes Stück gedreht wird. Während des Rückganges des Hebels η oder
der Klinke i ' bleibt die Sperrscheibe m stehen und innerhalb dieses Zeitraumes der Ruhe erfolgt
der Durchstofs der Stempel t und damit ein Auspressen der Papierlagen und ein Einstofsen
derselben in die Oeffnungen des Sattels α.
Von den Stempeln tY sind hierbei die
Löcher ο, Fig. 1 , eingeprefst worden, wobei
zu bemerken ist, dafs natürlich die Fortbewegung des Papierstreifens jedesmal um so viel
geschehen mufs, als der Abstand der Stempel t von den Stempeln Z1 beträgt, damit nach
jedem Fortrücken des Streifens die Löcher ο auf die Mitte der Stempel t zu stehen kommen.
Um das Sperrrad nach jeder Drehung sicher festzuhalten und die Fortbewegung der
von dem Sperrrad betriebenen Führungsrollen b bx, CC1 genau zu begrenzen, steht das Sperrrad
unter dem Einflufs eines Bremshebels Wz1,
welcher durch ein Gewicht jm2 einen Bremsklotz
gegen eine mit dem Treibrad h verbundene Bremsscheibe \ drückt. Um die
theilweise Drehung der Sperrscheibe m, deren Gröfse durch den an der Kurbelscheibe verstellbaren
Hub geregelt werden kann, bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle stets dann einstellen
zu können, wenn die Kurbelscheibe eine bestimmte Stellung einnimmt, ist die
Klinke i noch besonders an dem Arm Z1 durch eine Lenkstange i2, Fig. 4, mit der Kurbelscheibe
Ar1 in Verbindung gebracht, und zwar
an einem gegen den Kurbelzapfen Ar2 excentrischen
Zapfen. Dadurch erfolgt bei jeder Umdrehung der Kurbelwelle ein Ausheben der Klinke aus der Verzahnung des Sperrrades m
und ein Stillstand des letzteren stets genau zu derselben Zeit, wodurch die erforderliche vollständig
gleichmäfsige Fortbewegung des Papierstreifens erreicht wird.
Die aus dem Streifen ausgestanzten Papierstücke · treten nun aus den Oeffnungen des
Sattels α nach einander in die Abtheilungen der Rinne /, und damit sie während des
Fortgangs der Arbeit" unter Druck gestellt werden , wodurch erst eine feste Vereinigung
der einzelnen Lagen mittels des zwischenliegenden Klebemittels erzielt wird, sind die
Abtheilungen der Rinne so eingerichtet, dafs sie verengt werden können. Erreichen dann
die Papierlagen den engeren Theil der Abtheilungen, so werden sie hier aufgehalten und
ihre Fortbewegung kann nur unter Aufwand eines gewissen Druckes, dessen Stärke von der
Verengung abhängig sein wird, bewerkstelligt werden. Der erwähnte Druck wird bei jedem
Vorstofs durch die Stempel t ausgeübt, so dafs jede ausgepreiste Papierlage mit der gummirten
Seite fest gegen die von den Stempeln vorher ausgepreiste Lage angedrückt .wird, wobei sich
alle Lagen jedesmal um die Papierstärke in den Abtheilungen der Rinne fortschieben.
Um eine Verengung der Abtheilungen der besagten Rinne vornehmen zu können, ist eine
Seite jeder Abtheilung aus einer verschiebbaren Leiste r, Fig. 2a und 2b, gebildet, welche
durch seitliche Schrauben r, nach der anderen Seite der Abtheilung hin mehr oder weniger
verstellt werden kann. Dadurch ist man im Stande, die in der Rinne sich fortschiebenden
Papierlagen beliebig einzuzwängen, und es ist zu erkennen, dafs sie je nach der Stärke dieser
Einzwängung durch die Fortbewegung mittels der Prefsstempel unter sehr hohen Druck gebracht
werden können. Unter diesem Druck bleiben die Lagen so lange, bis sie durch die
engeren Stellen der Abtheilungen geschoben sind; in dieser Zeit ist aber das sie verbindende
Klebemittel vollständig getrocknet und erhärtet, so dafs aus dem Ende der Rinne eine feste,,
zusammenhängende Stange heraustritt. Damit die auf einander gepreisten Papierlagen nicht
an der unteren breiten Fläche mit dem Rinnengehäuse in Berührung kommen, werden für
letzteres — um namentlich bei etwaiger Unterbrechung des Betriebes ein Ankleben durch
den ausgedrückten Klebestoff zu vermeiden — zweckmäfsig einfache, die Stellschrauben rx
enthaltende Querstücke angewendet, Fig. 2 b.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch eine Riemscheibe Q in Verbindung mit einer Reibungskupplung
U, Fig. 4 und 6. Diese Kupplung ist mit Hülfe eines Handrades D und der daran angebrachten Schraube -D1 auf der
Achse Ar verschiebbar. Letztere nimmt dann an der Drehung der Scheibe Q. Theil, wenn
der Kegel der Kupplung U in die entsprechende Ausbohrung der Antriebscheibe Q eingeprefst
wird. Beim Festhalten des mit der Kurbelwelle Ar sich drehenden Handrades D, wobei
die Schraube Z)1 aus der Achse Ar heraustreten und den Kupplungsteil U mitnehmen mufs,
kann also die Maschine sofort zum Stillstand gebracht werden. Um aber auch dem die
Maschine bedienenden Arbeiter, wenn er z. B. bei der Beobachtung der in der Rinne I sich
fortschiebenden Stangen weit abseits von dem Handrad D -steht, gegebenenfalls ein augenblickliches
Stillsetzen der Maschine zu ermöglichen , ist -die Schraube D1 des Handrades
noch mit einer Scheibe S ausgerüstet, um welche ein Bremsband B gelegt ist, welches
durch eine abwärts führende Stange E mit dem Hebel E1 in Verbindung steht. Dieser
sitzt mit einem Fufstritt T auf einer Achse, so dafs beim Niedertreten des Trittes der
Hebelarm gedreht und dadurch das Bremsband B über die Scheibe S angezogen wird;
dies hat dann den Stillstand des genannten Rades D, der Schraube D1 und damit auch die
Aufserbetriebsetzung der Maschine zur Folge.
Die zur Gummirung des Papierstreifens ρ über der Maschine angeordnete Vorrichtung G
enthält den Klebstoff in einem durch Dampf geheizten Gefä'fs, in welches die eigentliche
Gummirwalze n> eintaucht, welche bei ihrer
Umdrehung den Klebstoff mitnimmt und unter Beihülfe der Walzen Wx unter den über den
Walzen zwischen Führungsrollen v, vorbeigeführten Papierstreifen ρ bringt. Um den
letzteren in einer gewissen Spannung zu erhalten , wirkt auf die Achse des Haspels H
eine Gewichtsbremse H1 h2. Es können auch
gleichzeitig zwei vorher zusammengeklebte Papierstreifen in der Maschine verarbeitet werden;
es wird dann anstatt des einfachen Haspels die in Fig. 7 dargestellte Einrichtung angewendet.
Hierbei sind zwei Papierrollen R vorgesehen, von welchen je ein Streifen P1 in
die zwischen den Rollen liegende Gummirvorrichtung G1 eingeführt wird; beide Streifen
erhalten bei ihrem Durchgang ■ von den Walzen u U1 an einer Seite Klebstoff und werden derart
geleitet, dafs sie beim Austritt aus der Vorrichtung auf einander zu liegen kommen. Die
Streifen gehen nun, bevor sie in der eigentlichen Maschine gummirt- werden, durch ein
mit erwärmten Walzen ausgerüstetes Walzwerk W, in welchem sie zwischen den entsprechend
eingestellten Walzen unter Druck gebracht und so während ihres Durchganges
durch- das Walzwerk vereinigt werden. Die beiden Papierstreifen ergeben nun eine Doppellage von überall gleicher Dicke, wovon bei
der Verarbeitung in der Maschine immer eine gleiche Anzahl auf eine bestimmte Länge der
hergestellten Stange kommen, während bei der Verarbeitung eines einfachen Streifens wegen
der stets im Papier vorkommenden Stellen ungleicher Dicke die Anzahl der Lagen auf eine
gewisse Länge an verschiedenen Stellen der gebildeten Stange verschieden sein kann.
Claims (2)
1. Eine Maschine zur Herstellung von Stangen, profilirten Leisten u. dergl. aus zusammengeklebten
Papierlagen, bei welcher die einseitig mit Klebstoff versehenen Papierstreifen (p) aus dem Sattel (a) des Prefswerks
in eine Rinne (I) gedrückt werden, deren Innenraum im Querschnitt der Form
der Lagen entspricht und in welcher diese, durch Einzwängung zurückgehalten, von
den aus dem Prefswerk nachgestofsenen Lagen unter Druck gehalten werden, um eine feste Vereinigung derselben zu einer
Stange oder Leiste zu erzielen.
2. An der unter 1. gekennzeichneten Maschine
die folgenden Einrichtungen in gleichzeitiger Anwendung: ■
a) zur Fortbewegung des Papierstreifens eine von der Kurbelwelle des Prefswerks
getriebene Schaltvorrichtung, welche mittels einer Sperrscheibe (m)
zwei den Papierstreifen zwischen sich aufnehmende Führungswalzenpaare (b b1
c C1), wovon das 'eine Paar oberhalb,
das andere Paar unterhalb des Prefsstempels angeordnet ist, intermittirend
in Umdrehung versetzt;
b) der zur Bestreichung des Papierstreifens mit Klebstoff dienende Apparat, bestehend
aus einem den Klebstoff enthaltenden Behälter (GJ, einer in denselben eintauchenden, von der Maschine
getriebenen Walze (w), den Vertheilurigswalzen (wx) und den Rollen
(v), durch welche der Streifen auf die bezeichneten" Walzen aufgedrückt
wird;
c) die zum Zwecke der Verarbeitung eines Doppelstreifens von gleichmäfsiger Dicke
dienende Vorrichtung (Fig. 7), bei welcher die beiden Papierstreifen (P1Jy
von je einer Rolle (RJ entnommen, in einen zwischen diesen angeordneten
Gummirapparat (G1) geführt und in
, demselben mittels der im Gummirgefäfs laufenden Walze (u) und der
Vertheilungswalze (U1) an den entsprechenden
Seiten mit Klebstoff versehen, alsdann in einem Walzwerk W vereinigt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58584C true DE58584C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=332871
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58584D Expired DE58584C (de) | Maschine zur Herstellung von Stangen, Zierleisten u. s. w. aus zusammengeklebten Papierlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58584C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3950912A (en) * | 1973-06-21 | 1976-04-20 | Bpa Byggproduktion Ab | Sound attenuating walls |
-
0
- DE DENDAT58584D patent/DE58584C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3950912A (en) * | 1973-06-21 | 1976-04-20 | Bpa Byggproduktion Ab | Sound attenuating walls |
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