DE58534C - Vorrichtung zur Abschwächung der Erschütterungen bei Fahrrädern aller Art - Google Patents
Vorrichtung zur Abschwächung der Erschütterungen bei Fahrrädern aller ArtInfo
- Publication number
- DE58534C DE58534C DENDAT58534D DE58534DA DE58534C DE 58534 C DE58534 C DE 58534C DE NDAT58534 D DENDAT58534 D DE NDAT58534D DE 58534D A DE58534D A DE 58534DA DE 58534 C DE58534 C DE 58534C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wheel
- fork
- wheels
- forks
- wheeler
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62K—CYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDE-CARS, FORECARS, OR THE LIKE
- B62K25/00—Axle suspensions
- B62K25/04—Axle suspensions for mounting axles resiliently on cycle frame or fork
- B62K25/12—Axle suspensions for mounting axles resiliently on cycle frame or fork with rocking arm pivoted on each fork leg
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Axle Suspensions And Sidecars For Cycles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezweckt, die Erschütterungen der Lenk- und Treibrä'der von Fahrrädern
beim Befahren unebener Bahnen zu verringern oder ganz zu vermeiden, und besteht in einer
eigenthümlichen Construction der Gabeln der genannten Räder.
Die Erfindung soll nachstehend in ihrer Anwendung an einem sogenannten Sicherheits-Zweirade
beschrieben werden. Statt die Arme der Lenkgabel starr und in einem Stück mit
der Lenkstange oder mit letzterer fest verbunden herzustellen, bringen die Erfinder die
Gabel an der. Lenkstange in folgender Weise an:
Jeder Arm der Gabel besteht aus einer starken, gehärteten oder getemperten Stahlstange.
Nach dem oberen Ende, d. h. an demjenigen Ende, welches mit der Lenkstange verbunden ist,- ist die Gabelstange ein oder
mehrere Male umgebogen, so dafs eine oder mehrere schraubenförmige Windungen gebildet
werden, deren Achse parallel oder nahezu parallel der Achse des von der Gabel gehaltenen
Lenkrades liegt.
Jeder Arm der Gabel kann an seinem oberen Ende mit der Lenkstange verbunden sein,
indem er in eine an der genannten Stange befestigte Büchse eingreift und mittelst Schrauben
und Schraubenmuttern in letzterer festgehalten wird. " .
. Anstatt die Arme der Gabel aus getrennten Stücken herzustellen, können dieselben auch
aus einem Stück bestehen, welches in der Mitte zweimal umgebogen und unmittelbar
unter dem umgebogenen Theil flache, parallel zu einander liegende Windungen besitzt. Die
Gabel wird in diesem Fall mit der Lenkstange an dem. umgebogenen Theil verbunden. Die
•der vorliegenden Erfindung gemäfs construirte Gabel des Lenkrades verringert oder verhindert
gänzlich die Erschütterungen der Fahrräder beim Fahren.
Die Gabel des hinteren oder Treibrades wird ebenfalls aus gehärtetem Stahl hergestellt,
wobei der untere Arm der Gabel nahe an seinem Ende, mit welchem er an dem Sitzträger
befestigt ist, ein oder mehrere Male schraubenförmig umgebogen ist.
Dasjenige Ende der Gabel, welches sonst gewöhnlich fest mit dem Sitzträger verbunden
ist, ist hier mit letzterem mittelst eines am Sitzträger drehbar angebrachten Winkelhebels
verbunden. Der andere Arm des Winkelhebels ist mit einer am oberen Ende des Sitzträgers
befestigten Schraubenfeder verbunden, wobei die Spannung der Feder je nach dem Gewicht des Fahrers regulirt werden kann.
Die Wirkungsweise der verschiedenen Theile der Gabel des Hinterrades ist nun wie folgt:
Läuft das Treibrad über irgend einen Widerstand oder eine Unebenheit der Fahrstrafse
hinweg und wird dadurch plötzlich aufwärts geschnellt, so macht der untere Arm der Gabel
eine leichte Bewegung aufwärts, wobei die nahe an der Verbindungsstelle des Armes mit
dem Sitzträger ' angebrachte schraubenförmige Windung leicht zusammengezogen und angespannt
wird. Der obere Arm der Gabel drängt den Arm des. Winkelhebels, mit welchem
derselbe verbunden ist, aufwärts, so dafs der andere Arm niedergezogen und die
Schraubenfeder',, mit welcher er verbunden ist,
gespannt wird. Die beim Passiren irgend einer Unebenheit aufschnellende Bewegung des
Treibrades wird somit von den oben beschriebenen Federn aufgefangen und werden Erschütterungen auf den Sitzträger bezw. Sitz
selbst nicht übertragen.
Die neue Fahrradconstruction ist in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht eines Sicherheits-Zweirades,
welches an seinem Vörder- und Hinterrade mit der verbesserten Gabel
versehen ist.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht und Fig. 3 eine Seitenansicht.
Fig. 4 ist ein Grundrifs eines Theiles des Lenkrades, aus welchem die Anordnung der
Gabel sowie auch ein Theil der Lenkstange ersichtlich sind.
. Fig. 5 ist eine Seitenansicht und Fig. 6 ist eine hintere Ansicht des Treibrades mit seiner
Gabel, aus welcher gleichzeitig die Verbindung der Gabel mit dem Sitzträger ersichtlich ist.
α ist das Lenkrad, b das Treibrad eines
Sicherheits-Zweirades, c ist die Lenkstange, d der Sitzträger. Die das Lenkrad α haltende
Gabel besteht aus zwei Armen e e aus Stahl. Die Arme sind gebildet aus einer einzigen
Stange, welche in der Mitte zweimal umgebogen ist, wobei die beiden Arme durch die
Biegung oder Schleife e2 mit einander verbunden sind (s. Fig. 2, 3 und 4). Unmittelbar
unterhalb der Schleife e2 der Gabel sind eine oder mehrere parallel zu einander liegende
schraubenförmige Windungen e3 e3 angebracht,
während das untere Ende eines jeden Armes bei e4 flach ausläuft und ein Auge bildet, in
welches die Nabe α2 des Lenkrades α eingesetzt
ist und in derselben gehalten wird.
Die Gabel ist mit der Lenkstange c des Zweirades durch die Schleife e2 verbunden,
welche zwischen dem Rand f am unteren Ende der Lenkstange und der Unterlagscheibe
g mittelst des Schraubenbolzens h befestigt ist. Ist jeder Arm der Gabel aus einer
besonderen Stange gefertigt, so greifen die oberen Enden des Armes oberhalb der flachen
schraubenförmigen Windung e3 in eine an der Lenkstange c angebrachte Büchse und werden
in derselben mittelst Klemmschrauben oder durch irgend ein anderes geeignetes Mittel befestigt
und gehalten-.
Läuft nun das Lenkrad auf irgend einer unebenen Bahn, so wird die aufschnellende
oder erschütternde Bewegung desselben von den Federn e3e3 der Gabel aufgefangen und
eine geringe oder gar keine erschütternde Bewegung auf die Lenkstange und das mit der
Lenkstange verbundene Gestell des Fahrrades übertragen.
Die Gabel des Hinterrades b des Sicherheits-Zweirades ist wie folgt eingerichtet:
Jeder der Arme dieser Gabel besteht aus einer Stahlstange, die winkelförmig umgebogen
ist, d. h. jede Seite der Gabel besteht aus einem unteren Theil i und einem oberen
Theil Ar, die so zu einander liegen, dafs sie auf jeder Seite des Rades b einen Winkel
bilden (Fig. 5), wobei jedoch im Scheitelpunkt die Stange noch zu einer Schleife gebogen ist,
die mit der Nabe d2 des Hinterrades b ver-,
bunden ist. Nahe am Ende des unteren Armes i ist die Stange bei z'3 schraubenförmig
Umgebogen und das Ende z'4 durch eine Schelle d3 an dem Sitzträger d befestigt,
während das äufsere Ende der Stange gegen einen am Sitzträger angebrachten Vorsprung di
stöfst. ..
Das Ende des oberen Theiles k einer jeden Gabel ist mit einem Arm I eines rechtwinkligen
Hebels verbunden, der drehbar am Sitzträger d angebracht ist (s. Fig. 5 und 6), während der
obere Arm Z2 des rechtwinkligen Hebels mittelst einer starken Schraubenfeder η mit
dem Sitzträger verbunden ist. Die mit den beiden Seiten der Gabel verbundenen Schraubenfedern
η η sind an einer Querstange ρ befestigt, welche am oberen Ende des Sitzträgers von
einer senkrechten Schraubenspindel q getragen wird. Durch Drehen der Schraube q kann die
Querstange ρ auf- und niederbewegt werden.
Durch diese Anordnung kann die Spannung der starken Schraubenfedern η η je nach dem
Gewicht des Fahrers geregelt werden. Läuft nun das Rad b auf einer unebenen Bahn, so
dafs dasselbe plötzlich aufwärts geschnellt wird, so macht der untere Arm i der Gabel eine
kurze Bewegung aufwärts, wodurch die Windung z3 leicht zusammengedreht und gespannt
wird. Infolge diese Aufwärtsbewegung des unteren Armes i wird der obere Arm k
gleichfalls nach oben gedrängt und zieht durch die Vermittelung des Winkelhebels Z I2 die
Schraubenfeder η abwärts, wodurch letztere gespannt wird.
Die aufschnellende Bewegung des Rades b wird somit von den Federn der Gabel sowie
durch die Federn η η aufgefangen, so dafs nur eine geringe oder gar keine Erschütterung auf
den Sitzträgern und somit auch auf den Sitz d*
übertragen wird.
Die Schraubenfedern η η und der Winkelhebel II2 können auch fortfallen. In diesem
Falle wird das Ende des oberen Armes k der Gabel durch ein kurzes Verbindungsstück mit
dem Sitzträger d drehbar verbunden.
Die Erfinder ziehen es jedoch vor, Winkelhebel und regulirbare Schraubenfedern anzuwenden,
da hierdurch nicht nur wirkungsvoller die Stöfse des Treibrades aufgefangen werden, sondern auch die Elasticität des Zwei-
Claims (1)
- rades leicht je nach dem Gewicht des Fahrers geregelt werden kann.Die in oben beschriebener Weise construirten Gabeln können auch bei Fahrrädern anderer Construction sowie auch bei dem kleinen Hinterrade eines gewöhnlichen Zweirades in Anwendung kommen.Sollen z. B. die beschriebenen Gabeln bei Dreirädern Verwendung finden, so wird die oben für das Vorderrad beschriebene Gabel für das Lenkrad des Dreirades angewendet, während die Gabel des Hinterrades auch für die Hinterräder des Dreirades Verwendung findet. ♦Bei dem Zweirad gewöhnlicher Construction wird für das kleine Rad die Gabel des Vorderrades des Sicherheitsrades angeordnet.Bei Vierrädern erhalten die Vorderräder die oben für das Vorderrad beschriebene Gabel, während die Hinterräder auch die Gabel des Hinterrades erhalten.Pa τεnt-Anspruch:Eine Vorrichtung zur Abschwächüng der Erschütterungen bei Fahrrädern aller Art, bestehend aus:a) einer bezw. mehreren das Vorderrad eines Sicherheits-Zweirades oder das kleine Rad eines gewöhnliches Zweirades, oder das Lenkrad eines Dreirades bezw. die Vorderräder eines Vierrades haltenden " Gabeln, deren beide Arme an ihrem oberen Ende schraubenförmig gebogen sind (Fig. 2 und 4), sowie ausb) einer bezw. mehreren das oder die .Hinterräder tragenden Gabeln mit den beiden winkelförmig gebogenen, in der Mitte eine Schleife bildenden Armen (i k), deren schraubenförmige Windung (i 3J am Fahrradgestell befestigt ist, während zur Verbindung des Armes (k) mit dem Sitzträger der Winkelhebel (I P) nebst Schrauben-, feder (η) dient (Fig. 5 und 6).
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE58534C true DE58534C (de) |
Family
ID=332825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT58534D Expired - Lifetime DE58534C (de) | Vorrichtung zur Abschwächung der Erschütterungen bei Fahrrädern aller Art |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE58534C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3937368A1 (de) * | 1989-11-09 | 1991-05-16 | Look Sa | Fahrradrahmen |
-
0
- DE DENDAT58534D patent/DE58534C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3937368A1 (de) * | 1989-11-09 | 1991-05-16 | Look Sa | Fahrradrahmen |
| DE3937368C2 (de) * | 1989-11-09 | 2000-07-27 | Look Sa | Fahrradrahmen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3051081C2 (de) | Vorrichtung zur Abst}tzung einer Hinterradgabel eines Zweiradfahrzeugs | |
| DE69809407T2 (de) | Hinterradaufhängung für fahrrad | |
| DE2437893A1 (de) | Fahrrad | |
| DE58534C (de) | Vorrichtung zur Abschwächung der Erschütterungen bei Fahrrädern aller Art | |
| DE3876310T2 (de) | Zuzammenklappbares fahrzeug. | |
| DE102015208875A1 (de) | Variabel verwendbarer Rahmen, insbesondere Chopper-Rahmen, für ein Laufräder aufweisendes Fahrzeug | |
| CH677471A5 (en) | Bicycle handlebars - have clamp adjustable for angle on pivot head by further clamp with locking faces | |
| DE19959795A1 (de) | Rahmen-Federungssystem für Fahrräder | |
| DE458416C (de) | Federnde Hinterradanordnung am Rahmen von Motor- und Fahrraedern | |
| DE20102680U1 (de) | Lenkstruktur für Roller | |
| DE53807C (de) | Federnde Gabel für Fahrrad-Gestelle | |
| DE20112448U1 (de) | Fahrradrahmen | |
| DE40201C (de) | Dreirädriges Fahrrad mit Hintersteuer | |
| DE144558C (de) | ||
| DE98366C (de) | ||
| DE125454C (de) | ||
| DE107687C (de) | ||
| DE85537C (de) | ||
| DE61127C (de) | Fahrrad mit gelenkig mit der Achse verbundener Steuergabel und aufwärts sich erstreckender Hülfsgabel | |
| DE31436C (de) | Neuerung an dreirädrigen Velo- I cipeden | |
| DE9313824U1 (de) | Mehrrädriges Fahrzeug, insbesondere Fahrrad | |
| DE810846C (de) | Hinterradfederung fuer Fahrraeder und Motorraeder, bei der das Hinterrad in einer Schwinggabel gelagert ist | |
| DE111865C (de) | ||
| DE170765C (de) | ||
| DE88218C (de) |