DE584672C - Rasierhobel mit Schaerfschwinge - Google Patents

Rasierhobel mit Schaerfschwinge

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DE584672C
DE584672C DEH121918D DEH0121918D DE584672C DE 584672 C DE584672 C DE 584672C DE H121918 D DEH121918 D DE H121918D DE H0121918 D DEH0121918 D DE H0121918D DE 584672 C DE584672 C DE 584672C
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sharpening
safety razor
blade
organ
arm
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DEH121918D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26BHAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B26B21/00Razors of the open or knife type; Safety razors or other shaving implements of the planing type; Hair-trimming devices involving a razor-blade; Equipment therefor
    • B26B21/40Details or accessories
    • B26B21/50Means integral with, or attached to, the razor for stropping the blade

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

  • Rasierhobel mit Schärfschwinge Die Erfindung betrifft einen Rasierhobel mit unterhalb der Klingenschneide angeordneter Schärfschwinge. Zum Anschärfen der Klinge ist es bei diesen Rasierhobeln nur notwendig, den Hobel als Ganzes zu schütteln, so daß die Klinge sich in beiden Richtungen auf der hin und her gehenden Schwinge abzieht, ohne daß man die Klinge aus dem Hobel herausnehmen muß.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, die Schärfschwinge so auszugestalten, daß sich ihre Schärffläche möglichst weitgehend von selbst der Schneidkante der Klinge bei der- Schärfbewegung anpassen k_ ann.
  • Diese Anpassung der Schärffläche an die Klingenschneide wird in erster Linie dadurch erreicht, daß das Schärforgan seitlich schwenkbar auf der Schwinge gelagert ist, etwa um einen in der Schwungrichtung sich erstreckenden Bolzen, ferner dadurch, daß das Schärforgan selbst nachgiebig ausgebildet ist.
  • In den Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise erläutert, und zwar zeigt Abb. i die Vorderansicht, Abb. 2 eine Seitenansicht und Abb. 3 die Rückansicht des Rasierhobels in der Gebrauchslage, Abb. 4. einen Längsschnitt durch den Rasierhobel in der Gebrauchslage, Abb. 5 einen Längsschnitt durch den Rasierhobel mit in Arbeitslage befindlicher Schärfvorrichtung, Abb.6 bis io Schaubilder verschiedener Ausführungsformen des eigentlichen Schärforgans, Abb. i i das Schaubild einer weiteren Ausführungsform des Schärforgans, Abb. 12 und 13 schematische Darstellungen, aus denen das Zusammenwirken des Schärforgans mit der Klingenschneide ersichtlich ist, Abb. 14 das Schaubild einer zum nachträglichen Abziehen der geschärften Klinge dienenden Schärfvorrichtung.
  • Der Rasierhobel besteht im wesentlichen aus einem Handgriff i, einem Klingenträger 2 und einer Schärfschwinge 3. 'Der Handgriff i ist zweckmäßig aus nicht rostendem Metall hergestellt und setzt sich aus zwei Seitenteilen :4 zusammen, deren obere Enden seitlich ausladen und schließlich rechtwinklig nach oben abgebogen sind, so daß zwei aufwärts gerichtete Lagerschilder 6 entstehen, die mit noch näher zu erläuternden anderen Teilen des Rasierhobels dessen Köpf bilden.
  • Zum Gebrauch müssen die beweglichen Teile des Rasierhobels die aus Abb. d. ersichtliche Lage einnehmen, während zum Schärfen der Klinge die Schärfschwinge abwechselnd die aus den Abb. 4. und 5 ersichtlichen Grenzlagen einnehmen muß.
  • Die Schärfschwinge weist eine Stützplatte 7 auf, auf der das eigentliche Schärforgan 8 lösbar befestigt ist. Damit die Schärfschwinge die zum Schärfen der Klinge erforderliche Bewegung ausführen kann, ist die Stützplatte 7 am oberen Ende eines Schwingarmes 9 befestigt, der um einen Zapfen io des Griffes i drehbar ist. Der Arm 9 besteht zweckmäßig aus zwei gleichlaufenden Armen i i, die einen frei schwingenden Lenker 12 zwischen sich einschließen. Dieser ist um einen Zapfen 13 drehbar, der die beiden Seitenteile q. des Griffes miteinander verbindet, während ein die beiden Seitenteile des Armes 9 verbindender Zapfen 14 in einem kurzen Schlitz des Lenkers t2 gleitet und dazu dient, die Bewegung der Scliärfschwinge nach beiden Richtungen hin zu begrenzen. Zur Erzielung einer möglichst kräftigen Pendelbewegung stellt man die Stützplatte 7 aus einem möglichst schweren Metall her, so "daß der Schwerpunkt der Schärfschwinge in ihren oberen Teil zu liegen kommt.
  • Die vordere Kante der Stützplatte 7 ist mit einer Anzahl von Einschnitten 18 versehen, durch die der zur sicheren Handhabung des Rasierhobels erforderliche, dicht unter der Klingenschneide liegende Schutzkamm gebildet wird. Um eine dauernd sichere Anlage zwischen derKlingenschneide und dem eigentlichen Schärforgan zu sichern, ist seine Stützplatte 7 derart kippbar gelagert, daß ihre Stellung sich der jeweiligen Lage der Klingenschneide stets auf ihrer ganzen Länge genau anpassen kann. Zu diesem Zweck erfolgt die Verbindung zwischen der Stützplatte 7 und dem oberen Ende des Stützarmes 9 durch einen Bolzen 21, dessen Achse mit der Bewegungsrichtung derSchärfschwinge zusammenfällt, so daß die Stützplatte 7 rechtwinklig zu dieser Bewegungsrichtung um den Bolzen 21 schwingen kann. Dieser ist mit seinen Enden in nach unten gerichteten lappenartigen Ansätzen i9 der Stützplatte befestigt und ruht mit seinem mittleren Teil in einem halbkreisförmigen Lager .2o, das von den oberen Enden der beiden Seitenteile ii des Stützarmes 9 gebildet wird. Die Enden des Bolzens 21 sind zu Nietköpfen ausgebildet, durch die die Stützplatte 7 dauernd mit dem Stützarm 9 verbunden ist. Selbstverständlich muß die durch diese Nietköpfe bewirkte Verbindung der genannten Teile so leicht beweglich sein, daß die Kippbarkeit der Stützplatte 7 durch sie nicht in Frage gestellt wird. Die Stützplatte 7 liegt ein wenig oberhalb der seitlich ausladenden Teile 5 -der Griffseitenteile q.,- damit die Schwingung der Schärfschwinge durch die Teile 5.nicht gehindert wird.
  • Das sichere Zusamminwirken zwischen der Klingenschneide und dem eigentlichen Schärforgan 8 wird weiterhin dadurch gesichert, daß die obere Fläche des Schärforgans nachgiebig ausgebildet ist.
  • Zu diesem Zwecke wird das Schärforgan 8 zweckmäßig aus einem Streifen federnden, nicht rostenden Metalls hergestellt, das derart zusammengebogen wird, daß zwei ungefähr gleichlaufende Schenkel 22, 23 entstehen, die nur geringen Abstand voneinander besitzen. Während der untere dieser beiden Schenkel in noch zu erläuternder Weise auf der Stützplatte 7 befestigt wird, liegt der obere Schenkel vollkommen frei, so daß er frei federnd mit der Klin_ genschneide zusammenwirken kann.
  • Die Verbindung der beiden Schenkel 22, 23 erfolgt hierbei durch die Biegung 24 (s. Abb. 6 bis io), wobei es selbstverständlich ist, daß die freien Enden der Schenkel 22, 23 größere Nachgiebigkeit besitzen als die der Biegung 24 benachbartenTeile des Schärforgans. Durch Ausschnitte 25, die in der Biegung 24. vorgesehen sind, kann hierbei die Nachgiebigkeit des Schärforgans nach Bedarf geregelt werden.
  • Die Befestigung des Schärforgans auf der Stützplatte 7 erfolgt zweckmäßig _ mittels eines Halters 26, der mit seinem aufgebogenen vorderen Teil 27 federnd über den unteren Schenkel 23 des Schärforgans 8 greift, während die aufgebogene hintere Kante 28 des Halters eine rückwärtige Verschiebung des Schärforgans verhindert. Der zurückgebogene Teil 27 des Halters 26, der gleichfalls aus nicht rostendem Metall besteht, wird durch den oberen Schenkel 2:2 des Schärforgans derart abgedeckt, daß die Klinge mit dem Halter nicht in Berührung kommen kann , die. Nachgiebigkeit des Schenkels 22 gegenüber der Klinge aber gleichfalls nicht beeinträchtigt wird. Die Teile 27 und 28 des Halters 26 sichern auf diese Weise einen zuverlässigen Halt des Schärforgans 8, das aber gleichwohl bequem aus dem Halter entfernt werden kann, indem man es seitlich aus dem Halter 26 herausschiebt.
  • Da die beiden Schenkel 2,:2 und 23 des Schärforgans sich in Größe und Form völlig gleichen, so kann jeder von ihnen als unterer Schenkel in den Halter 26 eingeschoben werden, wobei alsdann der freie obere Schenkel zwecks Schärfung der Klinge mit dieser zusammenwirken kann, mit anderen Worten, das Schärforgan kann beiderseitig benutzt werden. Die Anordnung des Halters 26 wird zweckmäßig so getroffen, daß sein aufgebogener Teil 27 dicht hinter dem Schutzkamm 18 liegt und seine aufgebogene Kante 28 nach hinten zeigt, obwohl die Anordnung gegebenenfalls auch umgekehrt -getroffen werden kann. Die in den Zeichnungen dargestellte Anordnung des Halters 26 hat jedoch den Vorteil, daß bei der Bewegung der Schärfschwinge aus ihrer vorderen Grenzlage (Abb. 5) in ihre hintere Grenzlage (Abb. 4) die Nachgiebigkeit des eigentlichen Schärforgans bzw. seines jeweils oberen Schenkels 22 immer mehr zunimmt, was zur Folge hat, daß die Klingenschneide mit allmählich abnehmendem Druck angegriffen wird. Durch die kippbare Lagerung der Stützplatte 7 wird hierbei, wie schon erwähnt, an allen Punkten der Klingenschneide eine sichere Anlage zwischen dieser und dem Schärforgan gewährleistet.
  • Zur Erzielung einer guten Schärfwirkung ist die Klinge in an sich bekannter Weise aus dünnem Stahlblech hergestellt, so daß auch sie eine gewisse Nachgiebigkeit besitzt.
  • Das eigentliche Schärforgan 8 kann, wie die Abb. 6 bis z r und 1q. zeigen, verschiedene Ausbildung erhalten. Diese verschiedene Ausbildung ist beispielsweise dadurch bedingt, daß in gewissen Fällen ein gewölbtes Schärforgan verwendet werden muß, um einen Hohlschliff der Klingenschneide zu erzeugen, während in anderen Fällen ein ebenes Schärforgan vorgezogen wird, um eine Schneide mit ebenen oder konvexen Flanken zu erzeugen.
  • Um beide Möglichkeiten berücksichtigen zu können, kann man gegebenenfalls ein Schärforgan verwenden, dessen einer Schenkel, wie aus Abb. 6 zu ersehen ist, flach gehalten ist; während der andere derart gewölbt ist, daß seine Wölbung mittelpunktsgleich zu dein Drehzapfen to der Schwingvorrichtung verläuft.
  • Es ist zwar zweckmäßig, jedoch nicht unbedingt notwendig, daß beide Schenkel des Schärforgans elastisch ausgebildet sind, vielmehr genügt es unter Umständen, daß nur der eine von ihnen federt. Besitzt jedoch das Schärforgan die aus Abb. 6 ersichtliche Ausbildung, so besteht zweckmäßig der gewölbte Schenkel aus federndem Material, damit er sich,, wenn das Schärforgan 8 in den Halter 26 eingeschoben wird, in diesem von selbst flachlegen kann. Unbedingt notwendig ist auch dieses nicht einmal, da j a der aufgebogene Teil 27 des Halters 26 selbst eine gewisse Nachgiebigkeit besitzt und sich infolgedessen der Form des in ihn eingeschobenen Schenkels in dem erforderlichen Maße anpassen kann.
  • Statt der aus Abb. 6 ersichtlichen Ausbildung mit einem flachen und einem gewölbten Schenkel kann das Schärforgan gegebenenfalls auch in der aus den Abb. 7 bis 9 ersichtlichen Weise ausgebildet, d. h. mit zwei flachen Schenkeln versehen werden, ebenso wie es ohne weiteres möglich, ist, beide Schenkel in der aus Abb. ro ersichtlichen Weise zu wölben.
  • Auch die eigentlich wirksame Oberfläche des Schärforgans kann je nach dem besonderen Zweck verschiedene Ausbildung erhalten. Bei der Ausführungsform nach Abb. 6 sind die Außenflächen des Schärforgans 8 beispielsweise weich poliert, während sie bei den Ausführungsformen nach den Abb.7 bis 9 mit Furchen 38 versehen sind, die entweder in einem Winkel oder auch parallel zu den Längskanten des Schärforgans verlaufen können. Schließlich können die Schärfflächen des Schärforgans 8 auch, wie dies Abb. ro zeigt, durch Sandbeblasen aufgerauht sein. Gegebenenfalls können die aus den Abb. 7 bis 9 ersichtlichen Furchungen auch in beliebiger gegenseitiger Kombination verwendet werden, d. h. das Schärforgan kann unter Umständen mit in entgegengesetzter Richtung verlaufenden schrägen und außerdem noch mit längs verlaufenden Furchen 38 versehen sein. In jedem Falle dienen die Furchen 38 zunächst einmal zur unmittelbaren Unterstützung der Schärfarbeit, weiterhin aber auch zur Aufnahme eines geeigneten Schärfmittels, das gegebenenfalls über die gesamte Schärffläche des Schärforgans ausgebreitet sein kann. Weiterhin haben die Furchen 38 noch den ganz besonderen Zweck, den etwa sidh an der Klingenschneide bildenden Grat zu brechen. Sind beide Seiten des Schärforgans mit derartigen Furchen versehen, so gibt man den Furchen der einen Seite zweckmäßig größere Tiefe oder Zahl als denen der anderen Seite, um auf diese Weise verschiedene Rauhigkeitsgrade zu erzielen.
  • Als Belag für die Schärfflächen des Schärforgans wählt man zweckmäßig einen verhältnismäßig weichen Werkstoff wie Blei, Zinn, Zinn-Kupfer-Legierungen o. dgl., um hierdurch die Beseitigung des Schneidengrates zu unterstützen. Allerdings darf der Belag des Schärforgans nicht etwa aus Leder o. dgl. bestehen, da bei der Eigenart der Schärfvorrichtung ein Schliff der Klinge völlig ausgeschlossen wäre, ohne daß diese hierbei in den Lederbelag einschnitte. Besteht der Belag dagegen aus den weiter oben angegebenen Metallen oder Metallegierungen, so faßt dieser Belag den etwa an der Klingenschneide vorhandenen Grat, bricht ihn ab und hinterläßt eine völlig gratfreie Schneide, die nunmehr durch einige Schüttelbewegungen der Schärfschwinge bis zu dem erforderlichen Grade geschliffen und abgezogen werden kann. Durch die Furchen 38 wird das Abbrechen des Schneidengrates hierbei noch wesentlich unterstützt, ohne daß durch sie der Schliff der Klinge irgendwie beeinträchtigt wird.
  • Das in Abb. i i dargestellte Schärforgan ist ein sogenanntes zusammengesetztes Schärforgan, d. h. auf seine beiden ebenen Schenkel 22, 23 ist je ein Belag q.o aus geeignetem weichen Metall aufgebracht. Die Oberfläche dieses Belages4o ist hierbei zweckmäßig gewölbt und kann außerdem auch noch mit den weiter obenerwähnten Furchungen versehen sein. Ebenso ist es möglich, die eine oder andere oder auch beide Schärfflächen des so zusammengesetzten Schärforgans durch Aufblasen von Sand aufzurauhen. Durch die Wahl der einen oder anderen Schärfflächenausbildung kann man infolgedessen je nach Bedarf die verschiedenartigsten Schleifwirkungen erzielen.
  • Dehnt man den -Schliff einer Klingenschneide übermäßig lange aus, so wird sich an der Schneide von neuem ein Grat bilden, der, obgleich er nur sehr dünn und zart ist, einen weichen Rasierschnitt doch unmöglich macht. Diesen Schleifgrat kann man zwar verhältnismäßig einfach dadurch brechen, daß man die Klingenschneide auf der Handfläche abzieht, doch ist es erwünscht, diesen Grat noch während des Schliffes selbst zu beseitigen und das Abziehen der Klinge bis zur Erzielung der gewünschtenSchärfe fortzusetzen.
  • Die hierbei zu beobachtenden Arbeitsverhältnisse sind aus der schematischen Darstellung gemäß Abb. 12, und 13 ersichtlich. Diese Abbildungen lassen erkennen, daß, wenn die Klinge 3o auf der Schleiffläche 8 zahlreiche Male zwischen ihrer hinteren und vorderen Grenzlage gewechselt hat, an der Klingenschneide ein aufwärts gerichteter Grat 41 entstehen wird, dessen Breite abhängig ist von der Dauer des Schliffes.
  • Bei Benutzung einer ebenen Schärffläche werden die Flanken der Klingenscbneide naturgemäß konvexe Form erhalten. Befindet sich die Schärfschwinge in der Lage nach Abb. 5, so wird die Klingenschneide mit Bezug auf die Schärffläche 8 die aus Abb. 12 ersichtliche Lage einnehmen, d. h. die Klingenschneide wird. sich nicht mit ihrer eigentlichen Schneide 42, sondern mit einer ihrer gewölbten Flanken auf das Schärforgan auflegen. Nimmt dagegen die Schärfschwinge die Lage nach Abb. q. ein, so kommt, wie dies Abb. 13 zeigt, tatsächlich die eigentliche Schtieidkante42 der Klinge 30 mit der Schärffläche in Fühlung. Der Angriff des Schärforgans auf die Schneide der Klinge erfolgt also dauernd an wechselnden Stellen, was den doppelten Nachteil hat, daß die Flanken der Klingenschneide gewölbte Form erhalten und daß sich an der Schneide selbst der Grat 41 bildet. Es besteht indessen die Möglichkeit, mit Hilfe des Rasierhobels selbst bzw. seiner Schärfschwinge diesen Grat in verhältnismäßig einfacher Weise zu beseitigen. Hierzu ist nämlich nichts weiter erforderlich, als daß man, nachdem man die Klinge auf einer Seite genügend geschärft hat, die Klinge einfach umdreht, so daß nunmehr nicht mehr ihre gemäß Abb. 12 untere Flanke 43, sondern ihre obere Flanke 44 dem Angriff des Schärforgans 8 ausgesetzt ist. Nach der erfolgten Umkehrung der Klinge 30 wird der ursprünglich nach oben gerichtete Grat 41 naturgemäß die aus Abb. 12 ersichtliche, mit 4.5 bezeichnete Lage einnehmen, d. h. er wird nach unten weisen. Er legt sich infolgedessen bei nach vorn ausgeschwungener Schärfschwinge mit seinem freien Rande auf die Schärffläche auf, während die eigentliche Schneidkante 42, wie dies Abb. 12 zeigt, mit der Schärffläche zunächst noch nicht in Berührung kommt. Die Klingenschneide legt sich vielmehr lediglich in dem Punkte 46 auf die Schärffläche auf, der etwas hinter der eigentlichen Schneidkante 42 liegt. Bewegt sich jetzt das Schärforgan 8 aus seiner vorderen Grenzlage (Abb. 5, 12) in seine hintere Grenzlage (Abb. q., i3), so wird der Abstand zwischen der Schärffläche und der Schneidkante 42 allmählich immer kleiner, bis sich schließlich die Schneidkante selbst auf die Schärffläche auflegt. Der Grat4i, 45 hat sich hierbei etwas in den weichen Metallbelag des Schärforgans 8 eingedrückt, was zur Folge hat, daß das Schärforgan 8 nicht etwa frei unter ihm hinweggleitet, sondern ihn nach hinten umbiegt und schließlich abbricht, wodurch die eigentliche Klingenschneide wieder völlig freigelegt wird. Durch mehrmalige wechselweise Änderung seiner Grenzlage wird schließlich das Schärforgan 8 die so freigelegte eigentliche Klingenschneide bis zu dem gewünschten Grade nachschleifen, so daß ein einwandfreier Rasierschnitt gewährleistet ist. Durch Furchung der Schärffläche kann hierbei, wie erwähnt, die Beseitigung des an der Klingenschneide gebildeten Grates noch erleichtert und beschleunigt werden. Je weicher der die Furchungen tragende Metallbelag des Schärforgans 8 ist, desto schneller und sicherer wird der Schneidengrat 41 nach -unten umgebogen und abgebrochen werden, während bei Verwendung einer verhältnismäßig harten Schleiffläche die Gefahr besteht, daß der Grat sich nach oben umbiegt und alsdann einfach auf der Schärffläche entlang gleitet, ohne abgebrochen zu werden.
  • Nachdem die Klingenschneide durch Abbrechen des Grates 41 wieder völlig freigelegt worden ist, empfiehlt es sich, sie auf einer ziemlich harten Fläche nochmals abzuziehen. Diesem Zweck dient insbesondere die aus Abb. 14 ersichtliche Abziehvorrichtung. Bei dieser Abziehvorrichtung deckt der weiche Metallbelag 40 nicht die ganze Fläche des Schenkels 22, sondern endet in einigem Abstande von dessen freier Vorderkante, so daß hier die Klingenschneide mit dem harten Material des Schenkels unmittelbar in Berührung treten kann. Zwischen dem weichen Metallbelag 40 und der freiliegenden Fläche des Schenkels 22 muß hierbei natürlich ein allmählicher Übergang vorgesehen sein, der zweckmäßig dadurch geschaffen wird, daß die Dicke des Belages 40 nach seinem vorderen Rande zu allmählich abnimmt.
  • Um die ordnungsmäßige Lage des Schutzkammes gegenüber der Klingenschneide zu sichern, sind an geeigneten Teilen der Schärfschwinge, zweckmäßig an der Stützplatte 7, nach unten gerichtete lappenartige Ansätze 68 vorgesehen, die sich bei zurückgeschwungener Schärfschwinge gegen die seitlich ausladenden Teile 5 der Seitenteile q. des Griffes i legen und hierdurch die Lage des Schutzkammes 18 gegenüber dem Griff fixieren. Da andererseits die Lage der Klinge 30 infolge der Befestigung des Klingenträgers 2 am Griff gegenüber diesem Griff ständig eindeutig bestimmt ist, so erhellt, daß durch die Anordnung der Lappen 68 auch die gegenseitige Stellung des Schutzkammes 18 und der Klingenschneide in der Arbeitslage der genannten Teile sicher fixiert ist. Die Klingenschneide wird also trotz der nachgiebigen Ausbildung der als ihre Stütze dienenden Schärffläche eine genau parallele Lage zur vorderen Kante des Schutzkammes einnehmen, während die Zähne des Schutzkammes umgekehrt so weit über die Klingenschneide vorspringen, daß eine Verletzung des Rasierhobelbenutzers beim Rasieren ausgeschlossen ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Rasierhobel mit einer unterhalb der Klingenschneide angeordneten Schärfschwinge, dadurch gekennzeichnet, daß das Schärforgan (8) seitlich schwenkbar auf der Schärfschwinge (ii) gelagert ist und selbsttätig seine Schärffläche der Klingenschneidkante anzupassen vermag.
  2. 2. Rasierhobel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die seitliche Schwenkbarkeit des Schärforgans (8) durch einen in der Schwungrichtung angeordneten Bolzen (2I) ermöglicht wird, der eine das Schärforgan (8) tragende, zugleich die Arme (i i) der Schärfschwinge vereinigende Stützplatte (7) drehbar lagert.
  3. 3. Rasierhobel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schärforgan (8) nachgiebig ausgebildet ist. q..
  4. Rasierhobel nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schärforgan (8) eine in Richtung auf seine vordere Kante allmählich zunehmende Nachgiebigkeit besitzt.
  5. 5. Rasierhobel nach Anspruch i bis q., gekennzeichnet durch an dem Schutzkamm (i8) vorgesehene Anschläge (68), welche zur Einstellung des Schutzkamrhes gegenüber der Klinge und zur Begrenzung des Rückganges des mit dem Schutzkamm verbundenen Schärfwerkzeuges dienen.
  6. 6. Rasierhobel nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schärforgan (8) zwei Schenkel (22 und 23) besitzt, die-durch eine Biegung (2q.) federnd miteinander in Verbindung stehen, wobei durch Ausschnitte (25) die Federung dieser Biegung nach. Bedarf geregelt werden kann.
  7. 7. Rasierhobel nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wahlweise der eine der beiden Schenkel des Schärforgans zu dessen Befestigung in einen in -dem Stützarm (9) der Schärfvorrichtung gelagerten zangenartigen Halter (7, 26) eingeschoben ist, während der andere Schenkel zum Schärfen der Klinge freiliegt. B. Rasierhobel nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schärforgan mit einer oder mehreren Schärfflächen versehen ist, die in an sich bekannter Weise verschiedene Ouerschnittsform und Oberflächenbeschaffenheit erhalten.
DEH121918D 1928-06-05 1929-06-05 Rasierhobel mit Schaerfschwinge Expired DE584672C (de)

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