DE580993C - Verfahren zum Trocknen von faserstoffisolierten Spulen oder Leitern - Google Patents

Verfahren zum Trocknen von faserstoffisolierten Spulen oder Leitern

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DE580993C
DE580993C DES89276D DES0089276D DE580993C DE 580993 C DE580993 C DE 580993C DE S89276 D DES89276 D DE S89276D DE S0089276 D DES0089276 D DE S0089276D DE 580993 C DE580993 C DE 580993C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/30Drying; Impregnating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

IO
Durch die Erfindung soll das Trocknen von faserstoffisolierten Spulen oder Leitern, die mit einem unter dem Einfluß von Sauerstoff leicht trocknendem Lack behandelt sind, beschleunigt werden. Bisher wurden z. B. bei faserstoffisolierten und mit Isolierlack behandelten Spulen, wie sie beispielsweise für Wechselstromgeneratoren verwendet werden, die Leiter oder Spulen mit Faserstoffisolation umwickelt, z. B. mit Baumwoll- oder Seidenband, die faserstoffisolierten Spulen in Luft auf eine Temperatur von ungefähr 105 bis 1100C erhitzt, und zwar entweder bevor oder nachdem sie in die Nuten der elektrischen Maschine eingelegt waren, und darauf ungefähr auf 70 ° abgekühlt, sodann die Spulen allein oder mit dem Maschinenteil, in dem sie gelagert waren, in einen Isolierlack getaucht und schließlich gebacken.
Das Trocknen des Lackes, der gewöhnlich aus einem Harz, einem trocknenden Pflanzenöl und einem flüchtigen Verdünnungsmittel zusammengesetzt ist, erfordert aber sehr viel Zeit, Raum und Hilfsmittel. Verschiedene Verfahren sind versucht worden, um die Trocknungszeit abzukürzen, ohne zugleich die Wirksamkeit des Lackes zu gefährden. So wurden z. B. die Öle oxydiert, bevor sie mit dem Lack gemischt wurden, oder es sind metallische Trockenmittel hinzugefügt worden, so z. B. metallische Ölseifen oder Harzsäuren.
Auch erhöhte Temperaturen beschleunigen die Verdampfung des Verdünners und die Oxydation des Öles. Solche Temperaturen verursachen aber leicht Zerstörung des Öles und des Harzes, so daß eine so erzeugte Lackschicht oft geringwertig ausfällt. Es muß daher sorgfältig darauf geachtet werden, daß die Temperatur unter dem Siedepunkt des Verdünners bleibt, da bei Anwendung einer solchen Backwärme die Dämpfe des Verdünners sich außerordentlich schnell entwickeln, so daß eine rissige und blasige Schicht entsteht. "
Werden die faserstoffisolierten Leiter oder Spulen in die Nuten des Stators oder Läufers eines Wechselstromgenerators eingelegt und die zusammengefügten Teile nachträglich in einen isolierenden Lack eingetaucht, so trocknet die Lackschicht auf der imprägnierten Faserstoffisolation außerordentlich langsam, weil der tief in den Nuten liegende Lack der oxydierenden Wirkung der Luft schwer zugänglich ist. Es hat sich daher ergeben, daß es außerordentlich schwierig ist, eine vollkommen getrocknete Lackschicht innerhalb eines annehmbaren Zeitraumes zu erzielen.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zum Trocknen von faserstoffisolierten Spulen und Leitern, die mit Lack behandelt sind, welches das Trocknen derartiger Spulen und Leiter in erheblich volHcommnerem Maße und bedeutend kürzerer Zeit ermöglicht.
Nach der Erfindung werden faserstoffisolierte Spulen oder Leiter, die mit einem unter dem Einfluß von Sauerstoff leicht trocknendem Lack behandelt werden sollen, vor der Behandlung mit Lack in ozonisierter Luft vorerhitzt. Das Vorerhitzen der Spulen oder Leiter kann allein erfolgen oder wenn diese bereits in den Stator oder Rotor einer elekirischen Maschine eingebaut sind. Durch die Behandlung der Spulen oder Leiter vor dem Lackieren in erwärmtem Zustande mit ozonisierter Luft wird das Trocknen des Lackes ganz erheblich beschleunigt. Es ist noch nicht festgestellt, ob chemische oder physikalische Wirkungen oder beide bei der Behandlung mit Ozon eine Rolle spielen. Jedenfalls steht fest, daß das Ozon oder die ozonisierten Fasern auf die Oxydation und das Trocknen des Lackes eine stark beschleunigende Wirkung ausüben.
Sehr vorteilhafte Ergebnisse wurden erzielt, wenn die Luft, in welcher die faserstoffisolierten Spulen oder Leiter vor dem Lackieren erhitzt werden, etwa o, 1 bis 2 °/0 Ozon sowie eine Temperatur von 70 bis 13S0C besitzt. Auch kann mit Vorteil das Verfahren derart ausgeführt werden, daß die Spulen oder Leiter vor dem Lackieren in ozonisierter Luft mit ungefähr 0,25 °/o Ozon vorerwärmt werden, bis der Faserstoff eine Temperatur von ungefähr 1050C erreicht hat und daß sodann die Spulen oder Leiter in derselben Atmosphäre auf ungefähr 700C abgekühlt werden.
Es ist an sich bereits bekannt, bei Leitern, die durch Hindurchführen durch flüssigen Lack mit einer Lackschicht bedeckt und nachher durch Hindurchführen durch vorerwärmte Luft getrocknet werden, durch Behandlung mit Ozon das Trocknen der bereits auf den Leiter aufgebrachten Lackschicht zu beschleunigen.
Bei Versuchen über das erfindungsgemäße Vorbehandeln von Faserstoffisolierungen hat sich ergeben, daß man' bei Verwendung von ozonisierter Luft 40 bis 50 °/0 an Zeit zum Trocknen erspart. Dieser Vorteil ist bei Verwendung einer Mischung erreicht, die 30 °/0 Asphaltgummi enthält, 50 °/0 Leinsamenöl und 55 °/0 Benzin. Daraus geht hervor, daß auch eine starke Ersparnis an Zeit bei anderen Mischungen zu erwarten ist, die eine Gummiart und z. B. Asphalt oder Harzester oder Kopal enthalten sowie ein trocknendes Pflanzenöl, z. B. Leinsamenöl oder Chinaholzöl, dem ein Verdünnungsmittel, z. B. Benzin oder Terpentin, 'hinzugefügt ist.
Der bei den Versuchen verwendete Lack enthielt nur eine geringe Menge Öl. Vervvendet man eine größere Menge öl,--so wird die Vorerwärmung in ozonisierter Luft noch günstiger auf die Zeitersparnis beim Trocknen wirken.
Die Zeit für das Trocknen des Lackfilms kann dadurch noch beschleunigt werden, daß er in ozonisierter Luft getrocknet wird, nachdem der Lack beigefügt worden ist..
Die Dauer der Vorbehandlung der Spulen oder Leiter in erwärmter ozonhaltiger Luft wird je nach, der Größe und Art der Spulen verschieden sein und. etwa zwischen 1Z2 und 32 Stunden schwanken.
Insbesondere ist das neue Verfahren wertvoll für das Trocknen von faserstoffisolierten Spulen, die in beträchtlicher Höhe aufgewikkelt sind, wie z» B. Transformatorspulen, die gewöhnlich außerordentlich lange Trockenzeit erfordern.

Claims (3)

  1. 85 Patentansprüche:
    ' i. Verfahren zum Trocknen von faserstoffisolierten" Spulen oder Leitern, die mit einem unter dem Einfluß von Sauerstoff leicht trocknendem Lack behandelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen oder Leiter vor der Lackbehandlung in ozonisierter Luft vorerhitzt werden.
  2. 2. Verfahren zum Trocknen nach An-Spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die. verwendete ozonisierte Luft etwa 0,1 bis 2 °/0 Ozon bei einer Temperatur^ir^o bis 1350 C besitzt.
  3. 3. Verfahren zum Trocknen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die -Spulen oder Leiter vor dem Lackieren in ozonisierter Luft mit ungefähr 0,25 °ja Ozongehalt vorerwärmt werden, bis der Faserstoff eine Temperatur von ungefähr 105 ° C erreicht hat, und daß sie sodann in der gleichen Atmosphäre auf ungefähr 70 ° abgekühlt werden.
DES89276D 1928-01-16 1929-01-04 Verfahren zum Trocknen von faserstoffisolierten Spulen oder Leitern Expired DE580993C (de)

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