DE580656C - Einrichtung zur Sicherung des gegenseitigen Abstandes und der Lage der Nockenscheiben eines selbsttaetigen Stromstossgebers fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen - Google Patents
Einrichtung zur Sicherung des gegenseitigen Abstandes und der Lage der Nockenscheiben eines selbsttaetigen Stromstossgebers fuer Selbstanschluss-FernsprechanlagenInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
14. J ULI 1933
14. J ULI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a3 GRUPPE 1621
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. November 1931 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Sicherung des gegenseitigen Abstandes
und der Lage der Nackenscheiben eines selbsttätigen Stromstoßgebers für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen, bei der die
einzelnen Scheiben mit Hilfe von Radialschlitzen auf eine gemeinsame Welle aufgesetzt, auf dieser Welle z. B. durch Federn
gegen radiale Verschiebung gesichert und durch eine in den Schlitzen liegende, parallel
zur Welle verlaufende Schiene an einer gegenseitigen Verdrehung verhindert werden. Abgesehen
von der Sicherung der Scheiben gegen radiale Verschiebung und gegen eine gegenseitige
Verdrehung ist es erforderlich, die Scheiben in einem ganz bestimmten Abstand
voneinander zu halten und diesen gegenseitigen Abstand sicherzustellen.
Den gegenseitigen Abstand der Scheiben
ao hat man beispielsweise dadurch zu wahren versucht, daß auf den einzelnen Scheiben
Nocken angeordnet waren, deren Höhe dem gewünschten Abstand entspricht.
Da die Scheiben aus fabrikatorischen Gründen und auch zur Erleichterung ihrer Herrichtung
beim Zusammensetzen der Nockenbahnen verhältnismäßig schwach ausgeführt werden, wird ihre Festigkeit durch das Anbringen
der Radialschlitze sehr beeinträchtigt, und zwar besonders beiderseits des Schlitzes.
Diese Schwächung kann durch Anordnung von Distanznacken o. dgl. praktisch nicht oder nur
unvollkommen behoben werden.
Nach der Erfindung wird die Sicherung des gegenseitigen Abstandes der Scheiben dadurch
erreicht, daß in die Schlitze der Scheiben ein Rechen eingesetzt wird, dessen Zähne in einer
dem Scheibenabstand entsprechenden Breite ausgeführt sind.
Die Zahne des Rechens können in beliebiger Länge ausgeführt werden, so daß gegebenenfalls
Distanznacken oder andere den Abstand zwischen den Scheiben sicherstellende Mittel
überflüssig werden.
Durch genaue Anpassung des Rechenschaftes in die Schlitze der Scheiben kann der
Rechen gleichzeitig die Sicherung gegen gegenseitige radiale Verdrehung der Scheiben
heben, so daß die Welle nicht kantig ausgeführt zu werden braucht und eine durch die
Schlitze hindurchgehende Schiene überflüssig wird.
Der Rechen wird zweckmäßig im Stanzverfahren hergestellt. In solchen Fällen, wo
die Scheiben nur eine geringe Dicke haben und demgemäß die Zahnlücken des Rechens
sehr schmal sind, ist es schwierig, die Zahnlücken mit der nötigen Genauigkeit auszustanzen.
Es empfiehlt sich deshalb·, den Rechen aus zwei aufeinanderl legenden Teilrechen zu-
*) Fon dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Hermann Papst in Sankt Georgen.
sammenzusetzen, dessen Zahnbreite durch gegenseitiges Verschieben derbeiden Teilrechen
auf den gewünschten Wert eingestellt wird. Die Teilrechen können auch mit doppelter Zahn·
teilung ausgeführt werden und beim Zusammenbau derart gegeneinander versetzt werden, daß die Zähne eines Teilrechens in
den Zahnlücken des anderen Rechens liegen. Der Rechen ist zweckmäßig mit einer mittleren
Schiene versehen, deren Breite der Schlitzbreite in den Scheiben entspricht und
welche zweckmäßig die Zahnwurzeln des Rechens bzw. der Teilrechen überdeckt, so daß
keine Grate entstehen, welche das Einsetzen der Scheiben in die Zahnlücken erschweren
könnten.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform
dargestellt, und zwar in Verbindung mit ao einem selbsttätigen Stromstoßgeber zur Herstellung
telephonischer Verbindungen. In der Zeichnung zeigt
Abb. ι einen Querschnitt durch einen selbsttätigen
Stromstoßgeber,
Abb. 2 einen der Abb. 1 entsprechenden Längsschnitt,
Abb. 3 einen aus zwei Teilrechen zusammengesetzten Rechen,
Abb. 4 eine abgeänderte Ausführungsform des ausTeilrechenzusammengesetztenRechens,
Abb. 5 einen Schnitt nach Linie V-V der Abb. 3 bzw. der Abb. 4.
In dem Kasten α ist eine vierkantig ausgebildete
Welle b gelagert, welche eine beliebige Anzahl von Nockenscheiben c trägt. Die
Nocken selbst sind mit c1 bezeichnet. Die Stromimpulssendung findet dadurch statt, daß
die Nocken c1 an eine kleine Rolle d nacheinander
anschlagen, so daß bei d1 der Stromkreis e unterbrochen wird. Der Kontakt cP ist
mit Hilfe eines Handgriffs / in einem Schlitz g des Kastendeckels verschiebbar angeordnet
und zu diesem Zweck auf der Schiene h verschiebbar befestigt. Die Welle b steht mit
einem mittels eines Handgriffs k aufziehbaren Federlaufwerk I in Verbindung, so daß sie mit
den aufgesetzten Scheiben in Drehung versetzt werden kann. Die Drehung wird durch Auslösung
der Sperrvorrichtung m ermöglicht, welche nach einer vollen Umdrehung der
Welle b bzw. der Scheiben c selbsttätig wieder in Eingriff kommt.
Die Scheiben c sind, wie Abb. 1 erkennen läßt, mit Radialschlitzen η versehen, deren
Breite der Dicke der Welle b entspricht, so daß die Scheiben von oben oder der Seite her
auf die Welle b aufgesetzt werden können. Wie Abb. 2 zeigt, sind die Scheiben c zwischen
an den Enden der Welle vorgesehenen Scheibenο befestigt, die durch eine Schiene/?
von beliebigem Querschnitt miteinander verbunden sind. Der Durchmesser bzw. die Dicke
der Schiene p entspricht der Breite des Schlitzes n. Dadurch ist jede Scheibe c gegen Drehung
gesichert. Die Sicherung der Scheiben c gegen radiale Verschiebung wird mit Hilfe
einer lyraf örmigen Feder q erreicht, welche zwischen seitlichen Vorsprüngen r der Scheibe
festgelegt ist und deren Schenkel j· in den
Radialschlitz η nahe der Scheiben mit eingebogen sind. Es ist leicht verständlich, daß '
beim Aufsetzen einer Scheibe c auf die Welle b die Schenkel s der Feder q auseinandergespreizt
werden und dadurch die Welle b fest umfassen und eine radiale Verschiebung der
Scheiben c verhindern. An den Scheiben 0 ist außer der Schiene^ ein Rechent befestigt,
dessen Zähne u zwischen die einzelnen Scheiben greifen und dadurch -den gegenseitigen
Abstand der Scheiben sicherstellen. Es ist verständlich, daß bei genügender Länge der
Zähne u die Feder q zur Sicherung des Abstandes zwischen den Scheiben nicht benötigt
wird und deshalb beliebig schmal ausgeführt werden kann. Der Schaft des Rechens, der,
wie aus Abb. 1 ersichtlich ist, durch eine Schiene ν verstärkt ist, liegt in dem Schlitz η
der Scheiben c. Bei Ausbildung der Schiene ν entsprechend der Breite des Schlitzes η kann
die Schiene p in Fortfall kommen.
Nach Abb. 3 ist der Rechen aus zwei aufeinanderliegendien Teilrechen tl und i2 zusammengesetzt,
wobei die erforderliche Zahnbreite bzw. die erforderliche Zahnlücke durch gegenseitiges Verschieben der beiden Teilrechen
erhalten wird. Die Ausbildung des Rechens nach Abb. 3 ist deshalb praktisch von
Bedeutung, weil die Herstellung derTeilrechen auch bei noch so schmalen Zahnlücken, im
Stanzverfahren möglich ist.
In Abb. 4 ist der Rechen ebenfalls aus zwei Teilrechen t1 und i2 zusammengesetzt. Hierbei
sind die Teilrechen mit doppelter Zahnteilung ausgeführt und derart gegeneinander
verschoben, daß die Zähne des Teikechens t1
in der Mitte der Zahnlücken des Rechens f2 liegen und umgekehrt.
Abb. 5 zeigt einen Schnitt des Rechens nach Abb. 3 bzw. Abb. 4 und läßt insbesondere erkennen,
daß die Schienen, deren Breite den Schlitzen« entspricht, die Zahnwurzeln der
Rechen t1 und t2 überdeckt. Dies ist deshalb
vorteilhaf t, weil beim Stanzen Grate vornehmlich an den Zahnwurzeln stehenbleiben, die das
Einsetzen der Scheiben c in die Zahnlücken des Rechens erschweren könnten.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Sicherung des gegenseitigen Abstandes und der Lage der Nockenscheiben eines selbsttätigen Stromstoßgebers für Selbstanschluß-Fernsprech-anlagen, bei der die einzelnen Scheiben mit Hilfe von Radialschlitzen auf eine gemeinsame Welle aufgesetzt, auf ihr z. B. durch Federn gegen radiale Verschiebung gesichert und durch eine in den Schlitzen liegende, parallel zur Welle verlaufende Schiene an einer gegenseitigen Verdrehung verhindert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Schlitze der Scheiben eingreifende Schiene als Rechen ausgebildet ist, dessen Zähne in einer dem Scheibenabstand entsprechenden Breite ausgeführt sind und dadurch eine zusätzliche Sicherung des Scheibenabstandes bewirken.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechen aus zwei aufeinanderlegenden Teilrechen zusammengesetzt ist, dessen ZaJhnbreite durch gegenseitiges Verschieben der beiden Teilrechen auf den gewünschten Wert eingestellt wird (s. Abb. 3).
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechen aus zwei aufeinandteirliegenden Teilrechen mit doppelter Zahnteilung zusammengesetzt ist, die derart gegeneinander verschoben sind, daß die Zähne eines Teilrechens in den Zahnlücken des anderen Rechens liegen(s. Abb. 4).
- 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechen mit einer mittleren, die Zahnwurzeln zweckmäßig überdeckenden Schiene versehen ist, deren Breite dter Schlitzbreite in den Scheiben entspricht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST48520D DE580656C (de) | 1931-09-16 | 1931-11-10 | Einrichtung zur Sicherung des gegenseitigen Abstandes und der Lage der Nockenscheiben eines selbsttaetigen Stromstossgebers fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE734604X | 1931-09-16 | ||
| DEST48520D DE580656C (de) | 1931-09-16 | 1931-11-10 | Einrichtung zur Sicherung des gegenseitigen Abstandes und der Lage der Nockenscheiben eines selbsttaetigen Stromstossgebers fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE580656C true DE580656C (de) | 1933-07-14 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEST48520D Expired DE580656C (de) | 1931-09-16 | 1931-11-10 | Einrichtung zur Sicherung des gegenseitigen Abstandes und der Lage der Nockenscheiben eines selbsttaetigen Stromstossgebers fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE580656C (de) |
-
1931
- 1931-11-10 DE DEST48520D patent/DE580656C/de not_active Expired
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