DE579750C - Verfahren zum Bedrucken von Furnierhoelzern - Google Patents
Verfahren zum Bedrucken von FurnierhoelzernInfo
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Description
- Verfahren zum- Bedrucken von Furnierhölzern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Furnierhölzern.
- Es ist bekannt, Holzimitationen in der Weise herzustellen, daß man die zu verzierende Oberfläche mit einer Grundfarbe abdeckt oder zunächst abspachtelt und sodann mit einer Grundfarbe überzieht und darüber die Holzmaserung aufbringt. Derartig hergestellte - Nachahmungen wirken jedoch tot und flächenhaft bzw. zeigen keinerlei Tiefenwirkung. Auch die Übertragung von Holzimitationen mittels Abziehbilder- ist mit erheblichen Nachteilen verbunden. Auch hier liegt das Muster nicht in der zu verzierenden Oberfläche, sondern auf der Oberfläche, was die Naturwirkung stark beeinträchtigt. Außerdem ist das Verfahren verhältnismäßig umständlich, erfordert Pressen, Wärmebehandlung usw. und ist praktisch nur auf ebene Flächen anwendbar.
- Durch die Erfindung wird der gesamte Vorgang wesentlich vereinfacht und daher wirtschaftlicher gestaltet; es werden die erwähnten Nachteile der bisherigen Verfahren beseitigt, und es gelingt, nicht nur ebenen Holzflächen das Aussehen von Edelholz zu verleihen, sondern auch unebenen, so daß auch Leisten, Rahmen u. dgl. bearbeitet werden können. Gemäß der Erfindung wird auf Furnierholz einer wenig Maserung zeigenden Holzart ohne besondere Vorbehändlung die Maserung eines Edelholzes, insbesondere mittels Rastertiefdrucks, unter Verwendung einer in die Poren des Holzes möglichst tief eindringenden holzbeizenden Druckfarbe aufgedruckt. Zweckmäßig wird das Furnierholz vor oder nach dem Bedrucken in dein Grundton des Edelholzes gebeizt.
- Nach Eintrocknen der Beize behandelt man das Furnier wie normalen Karton, indem man es mit der Holzmaserung bedruckt. Der Druck kann auch mittelbar mittels zwischengeschalteter Übertragungswalze aus Gelatine; Gummi o. dgl. ausgeführt werden. Als Druckfarbe empfiehlt- es sich, eine wenig fetthaltige, -die -Holzmaserung stark beizende bzw. ätzende Farbflüssigkeit zu, wählen, damit der Farbkörper in die- Poren des Holzes eindringen kann. Die verwendeten Druckfarben haben im allgemeinen etwa folgende Beschaffenheit: Gefällte Farbkörper werden mit Leinöl zu einer Paste verrieben und mit Essigester (statt dessen auch Benzol oder andere niedrigsiedende Lösungsmittel) stark verdünnt, so daß sie möglichst tief in die Holzporen eindringen bzw. den porösen Porenfüller durchdringen können. Die Beizung kann auch nach dem Bedrucken= erfolgen. Das so bedruckte Furnier kann wie jedes normale Edelholzfurnier verarbeitet @verden.
- Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
- Ein glattes, verhältnismäßig wenig Maserung zeigendes billiges Holz, wie z. B. Ahorn, soll das Aussehen eines Markassar-Ebenholzes erhalten.
- Das Holz wird abgehobelt, mit Sandpapier glatt geschliffen und darauf im indirekten Tiefdruck mittels einer Gelatinewalze, die das Muster von einer tiefgeätzten Kupferplatte abnimmt, die Markassar-Ebenholz-Maserüng aufgedruckt. Die Druckfarbe dringt in die Poren des Holzes ein; die bemusterte Holzoberfläche ist gegenüber allen mechanischen Einflüssen, wie nochmaliges Schleifen usw., sehr widerstandsfähig. Die Druckfarbe der Maserung von z. B. Markassar-Ebenholz ist tiefbraun bis schwarz, während die Grundfarbe dieses Holzes, ein helles :Braun, in der Farbnuance des Kaßler-Braun liegt.
- Wenn das Holz bedruckt ist, so bleiben die nicht bedruckten Teile des Ahornbrettes frei. Ahorn ist bekanntlich ein sehr helles Holz, infolgedessen müssen die freien Stellen braun, wie oben angegeben, gebeizt werden. Hierzu kann die gleiche Farbe wie zum Druck zur Verwendung. kommen, nur in dem Farbton weitaus heller.
- Um den Beizvorgang zu ersparen, kann man die braune Farbe dem Überzügslack beifügen, und zwar durch Verwendung. von Zapon-Echtfarben.
- Es erfolgt also erfindungsgemäß keine Vor:7 Behandlung z. B. durch Abspachteln, Überlackieren usw., wodurch erst für den Aufdruck eine besondere Oberfläche geschaffen bzw. die ursprüngliche Oberfläche vollständig abgedeckt werden soll, sondern die Farbe dringt in die Holzoberfläche ein; und dessen Grundstruktur kommt im fertigen Muster zur Geltung.
- Das Verfahren läßt sich auch mit anderen photomechanisch hergestellten Druckformen, z. B. im Steindruck .oder Buchdruck bzw. Offsetdruck, ausüben; doch ergeben diese Verfahren lange nicht die Wirkung wie der Rastertiefdruck, der sich auch insbesondere für die Anwendung von beizenden Druckfarben als außerordentlich geeignet erweist. Trotzdem die holzbeizenden Druckfarben in das Holz eindringen, ist ein seitliches Auslaufen bzw. Verschwimmen der Maserlinien praktisch ausgeschlossen; denn das Muster wird infolge des auf der Druckplatte aufkopierten Rasters nur in kleinen @ Farbnäpfchen auf das Holz übertragen; diese kleinen Farbelemente verbinden sich einerseits mit dem Holz sehr gut, andererseits aber haben evtl. auftretende Unschärfen an den Rändern infolge, der Kleinheit der einzelnen Musterelemente im endgültigen Muster keine schädliche, sondern eher eine günstige Wirkung, und zwar bewirken sie einen weicheren Über- _ gang zwischen den verschiedenen Farbtönen,' was die Natürlichkeit des Musters steigert.
- Das Bedrucken von unebenen Flächen erfolgt zweckmäßig mittels eines sogenannten Gummituches (unter Umständen genügt auch eine Gelatinewalze), das das Muster von der Druckwalze oder Druckplatte abnimmt und sich.der Form des zu bedruckenden Gegenstandes ohne weiteres anpassen kann. Auch hierbei bringt der Druck direkt auf Holz besondere Vorteile. Denn die bekannten Abziehbildverfahren lassen sich nur auf ebene bzw. nicht stark oder ungleich gekrümmte Oberflächen anwenden und sind außerdem, wie bereits betont, sehr unhandlich. Gemäß der Er- -findung kann jedoch nicht nur ebenes Furnierholz, sondern auch ein beliebig geformter Holzgegenstand mit einer beliebigen Edelholzmaserung, versehen werden, wobei die Struktur des Grundholzes im fertigen Muster wirksam zur Geltung kommt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Bedrucken von Furnierhölzern, dadurch gekennzeichnet, . däß auf Furnierholz - einer wenig Maserung zeigenden Holzart ohne besondere Urbehandlung die Maserung eines Edelholzes, insbesondere mittels Rastertiefdrucks, unter Verwendung einer. in die Poren des Holzes möglichst tief eindringenden holzbeizenden Druckfarbe aufgedruckt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Furnierholz vor oder nach dem Bedrucken in dem Grundton des Edelholzes gebeizt wird.
Priority Applications (1)
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1928
- 1928-10-05 DE DEM106903D patent/DE579750C/de not_active Expired
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