DE579727C - Verfahren zum Anfuellen von Verkokungskammern, insbesondere mit treibender Kohle - Google Patents
Verfahren zum Anfuellen von Verkokungskammern, insbesondere mit treibender KohleInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zum Anfüllen von Verkokungskammern, insbesondere mit treibender Kohle Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um Verkokungskammern durch obere Füllöcher mit Kohle anzufüllen und dabei, was besonders für treibende Kohlenarten wichtig ist, eine lockere Lagerung der Kohle dadurch zu erzielen, daß die Fallgeschwindigkeit beim Einschütten herabgemindert wird.
- Zum Beschicken von Koksöfen sind bereits Fülleinrichtungen bekannt, bei denen die Füllbehälter durch Trichter oder Glocken verschlossen werden, die man beim Einfüllen bis an das untere Ende der Füllöcher oder um einen geringen Betrag in die Ofenkammer herabläßt. Hierdurch soll ein großer Schüttkegel gebildet und die Kohle über die Kammerlänge verteilt werden. Die Kohle gleitet an den Verteilerflächen entlang, ohne dabei in nennenswertem Maße gehemmt zu werden, stürzt sodann fast die ganze Kammerhöhe in freiem Fall herab und erfährt dabei eine so große Geschwindigkeitszunahme, daß sie sich, insbesondere im unteren Kammerteil, in dichten Schichten lagert. Nach einem weiter bekannten Verfahren wird vor dem Kohleeinfüllen eine als Rechen ausgebildete Stange auf die Kammersohle gelegt, die nach dem Beschicken der Kammer senkrecht nach oben gezogen und darauf durch die Plariieröffnung entfernt wird. Diese Arbeitsweise beansprucht jedoch zuviel Zeit, ist zu umständlich und erfordert einen erheblichen Kraftaufwand. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Anfüllen von Verkokungskammern besteht nun darin, daß vor dem Einschütten der Kohle Verteilervorrichtungen durch die einzelnen Füllöcher völlig hindurch und außerdem noch so weit in die Kammern eingesenkt werden, daß sie eine wesentliche Herabsetzung der Fallgeschwindigkeit- der aus einem auf der Ofendecke verfahrbaren Füllbehälter eingeschütteten Kohle, gegebenenfalls auch eine Verteilung in der Kammerlängsrichtung bewirken; das Einsenken der Verteiler muß hierbei mindestens bis in den dem Gassammelraum entsprechenden Teil der Kammer erfolgen. Die Verteilervorrichtungen können hierbei durch Einkerbungen im Füllochrahmen in ihrer Lage gehalten werden.
- Die Kohleverteilungseinrichtungen können beispielsweise durch Kegelflächen gebildet werden, wobei die Spitze des Kegels nach oben gerichtet ist, so daß die Kohle an diesen Flächen herabgleitet und dabei aufgelockert und gleichzeitig in ihrer Geschwindigkeit gehemmt wird. Man kann auch nach Art eines Dachgiebels gestaltete Körper verwenden; die unteren Enden der Bleche können nach außen schräg umgebogen sein. Die Firstlinie solcher daahgiebelartiger Körper sollte hierbei senkrecht zur Längsachse der Kammer verlaufen und kann in dieser Lage durch entsprechende Einkerbungen im Füllochrahmen gehalten werden, um eine Verteilung der Kohle in der Längsrichtung der Kammer zu erreichen. Statt der können auch waagerecht aufgehängte, sich kreuzende Stäbe verwendet werden, die die herabfallende Kohlenmasse zerteilen, beispielsweise drei in einer Ebene liegende Rundstäbe, die sich in einem Winkel von 6o° kreuzen.
- In den Zeichnungen sind Vorrichtungen zur Ausübung des erfindungsgemäßen Füllverfahrens dargestellt, und zwar zeigt Fig. i die Ansicht eines Kohlevertenlers mit einem Schnitt durch Ofendecke und oberen Teil einer Verkokungskammer senkrecht zu deren Längsrichtung, Fig. a einen Schnitt in der Längsrichtung der Ofenkammer nach 11-II von Fig. i. Fig.3 zeigt in einem Schnitt durch die Füllöffnung einer Verkokungskammer in größerem Maßstabe das Einhängen eines Verteilers in den Füllochrahmen.
- Fig. q. ist ein Grundriß zu Fig. 3.
- In den Fig. i und a befindet sich oberhalb der Koksofenkammer a ein Fülloch b, das am anderen Ende durch einen Füllochrahmen c abgeschlossen ist, in dem der Kohleverteiler lose gelagert ist. Dieser besteht im wesentlichen aus zwei Segmenten d eines Eisenringes, dessen Außenfläche entsprechend der Auflagefläche des Füllochrahmens c konisch ausgebildet ist, und zwei Blechen c und ei. Die Bleche e und ei sind durch einen Steg f mit den Ringsegmenten d verbunden und ragen, durch ein Flacheisen g in gleichmäßigem Abstand voneinander getrennt gehalten, mit ihren unteren Enden bis in die Ofenkammer a hinein. Die unteren Enden der Bleche e und ei sind stumpfwinklig nach außen umgebogen und bewirken durch ihre Schräglage ein Aufprallen und Ablenken der in die Kammer einfallenden Kohlenmasse. Zum Herausnehmen des Kohleverteilers ist an dem Steg f eine Öse f 1 vorgesehen.
- Die aus dem Füllbehälter herausfallende Kohlenmasse trifft zuerst auf den Steg f und erfährt dort eine erstmalige Zerteilung, wodurch die groben Kohleklumpen, die fest zusammengebacken sich des öfteren im Kohlebehälter befinden, durch den Steg f gespalten werden. Die Kohle gelangt dann durch das Fülloch b, gleitet an den Blechen e und ei entlang, die bei genügender Länge eine wesentliche Herabsetzung der Fallgeschwindigkeit bewirken, und trifft auf die umgebogenen Blechstreifen e und ei. Die durch den Aufprall auf die Schrägflächen zerstäubte Kohlenmasse erfährt an dieser Stelle noch eine Ablenkung in Längsrichtung der Ofenkammer, um sich dann in losen, gleichmäßigen Schichten in der Ofenkammer abzusetzen.
- In der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 hängen die Bleche e und ei an einer senkrechten Tragplatte h, die in Einkerbungen i des Füllochrahmens c eingreift und ebenfalls mit einer Öse f1 versehen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE -. i. Verfahren zum Anfüllen von Verkokungskammern, insbesondere mit- treibender Kohle, mit Hilfe von den einzelnen Füllöffnungen zugeordneten Verteilern, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteiler völlig durch die Füllöcher hindurch und so weit, mindestens bis in den dem Gassammelraum entsprechenden Teil der Kammer, eingesenkt werden, daß sie eine wesentliche Herabsetzung der Fallgeschwindigkeit der aus einem auf der Ofendecke verfahrbaren Füllbehälter eingeschütteten Kohle, gegebenenfalls auch eine Verteilung derselben in der Kammerlängsrichtung bewirken, wobei diese Verteilervorrichtungen vorzugsweise durch Einkerbungen im Füllochrahmen in ihrer Lage gehalten werden. z. Verteilervorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie als dachgiebelartiger Körper ausgebildet ist, wobei die Firstlinie senkrecht zur Kammerlängsrichtung verläuft. 3. Verteilervorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus waagerecht aufgehängten, sich kreuzenden Stäben.
Applications Claiming Priority (1)
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