DE890785C - Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von feinkörnigem Brennstoff in Schwel- oder Koksöfen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von feinkörnigem Brennstoff in Schwel- oder Koksöfen

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DE890785C
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coal
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Expired
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DENDAT890785D
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Inventor
Wanne-Eickel. InIh.: Krupp Kohlechemie G.m.b.H. Wanne-Eickel Dipl.-Ing. Erich Combles
Publication date
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Publication of DE890785C publication Critical patent/DE890785C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B37/00Mechanical treatments of coal charges in the oven
    • C10B37/04Compressing charges

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

Bekanntlich läßt sich aus Gas- und Gasflammkohlen in den meisten Fällen nur dann ein brauchbarer Koks herstellen, wenn das Schüttgewicht der Kohle 'durch Verdichten erhöht wird. Die Verdichtung der Kohle erfolgt dabei meistens durch eine maschinell angetriebene Stampfeinrichtung. Dieses Stampfen macht keine Schwierigkeiten, wenn die Breite der Verkokungs- oder Schwelkammern nicht zu gering ist. Anders liegen die Verhältnisse aber, wenn man, wie beim ,Schwelen nach dem Heizflächenverfahren, mit schmalen Schwelzellen arbeitet, um aus den genannten Kohlen einen hochwertigen Koks herzustellen. Die konstruktive Ausbildung der Stampfeinrichtung wird außerdem noch dadurch kompliziert, 'daß in einem Ofen in der Regel mehrere Schwelzellen dicht nebeneinander liegen. Diese müssen zur gleichen Zeit gestampft werden, damit beim Füllen des Ofens nicht zuviel Zeit verloren' wird. Eine zu lange Fülldauer würde außerdem zu Gasbelästigungen führen. Wegen der sehr unterschiedlichen, physikalischen Beschaffenheit der Kohle macht ferner auch der gleichmäßige Kohleneintrag in die langen und schmalen Schwelzellen Schwierigkeiten. Der gleichmäßige Kohleneintrag ist aber die Voraussetzung für ein gleichmäßiges Füllen, Stampfen und Verdichten der Kohle sowie für die Ersparung von Planierungsarbeiten am Schluß des Füll Vorgangs.
Es ist ferner bereits versucht worden, die Kohle durch Einschleudern in die Sctiwelzellen zu verdichten. Es hat sich aber dabei herausgestellt, daß es sehr schwierig ist, die Kohleteilchen durch die .Schleuderräder angesichts der verhältnismäßig geringen Breite der Zellen so zu lenken, daß nicht ein
Teil der kinetischen Energie der Kohleteilchen durch das Anprallen an die Schwelzellenwände aufgezehrt wird. Außerdem ist bei diesem Verfahren die gleichmäßige Verteilung der Kohle über die Länge der Schwelzellen schwierig zu erreichen.
Erfindungsgemäß verdichtet man den feinkörnigen Brennstoff in Schwel-' oder Koksöfen, indem man ihn den Oienfcammern durch ein Rohr frei fallend aus einer Höhe von mehreren Metern, ίο gemessen von der Oberkante der Ofenkammern, vorzugsweise aus einer Höhe von etwa 4 bis 10 m, zuführt. Die einzelnen Kohleteilchemi erhalten hierdurch eine so große Fallenergie, daß sie sich beim Aufprall in der Ofenkammer eng aneinander lagern und einen dichten Kohlekuchen ergeben. Bei gleicher Masse ist die Fallenergie der Fallhöhe verhältndsgleich. Damit die Kohle während des freien Falls nicht streut, wird sie durch ein Fallrohr, das nach Möglichkeit über die ganze Länge den gleichen Querschnitt hat, geführt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführ-ungsbeispiele einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt, und zwar zeigen
Abb. ι und 2 bzw. Abb. 3 und 4 je ein Ausführungsbeispiel in Vorder- bzw. Seitenansicht.
Bei der Vorrichtung nach Abb. 1 und ß, die für den Sturz der Kohle aus großer Höhe, z. B. 1IO m, vorgesehen ist, ist über den Schwelzellen 1 auf einer Stützkonstruktion 2 der Kohlenbunker 3 verfahrfoar, unter dessen durch eine Klappe verschließbarer Austrittsöffnung das lotrechte Rohr 4 fest verbunden mit dem Kohlenbunker angeordnet ist. Das Rohr 4, durch das die Kohle aus dem Bunker in die Schwelzellen fällt, hat rechteckigen Querschnitt und eine lichte Breite a, die zweckmäßigerweise etwas kleiner gewählt wird als die obere Breite b der Füllöffnung der ,Schwelzelle. Da die Breite c des· Rohres im vorliegenden Fall geringer ist als die Länge d der Füllöffnung der Schwelzelle 1, muß der Bunker 3 mit dem Fallrohr 4 über jeder Füllöffnung in deren Längsrichtung verschiebbar sein, damit die gesamte Schwelzelle mit Kohle gefüllt werden kann. Der Bunker mit dem Fallrohr muß außerdem quer zu der vorerwähnten Richtung verschiebbar sein, damit auch die Nachbarzellen mit Kohle gefüllt werden können. Zu diesem Zweck ist der Bun'k&r mit dem Fallrohr auf einem Wagen 5 gelagert, der auf Schienen 6 verfahrbar ist und selbst Schienen 7 trägt, auf denen, der Bunker mit dem Fallrohr verfahrbar und gegenüber dem Wagen 5 verschiebbar ist. Das Fallrohr 4, das vorzugsweise eine Länge von etwa 4 bis 10 m hat, gemessen von der Oberkante der ßchwelzelle, ist durch Streben 8 gegen den Wagen 5 abgesteift. Um eine gleichmäßige Beaufschlagung des Fallrohres zu erhalten, ist der Kohlenbunker durch Totrechte Trennwände 9 unterteilt. Die schnelle Entleerung des Bunkers wird durch eine von einer Antriebsvorrichtung 110 mechanisch betätigte Austragsvorrichtung iii unterstützt, die aus mit jaloüsieartigen Leisten besetzten lotrechten Blechen besteht, die in lotrechter Ebene auf und ab bewegt werden. Das Fallrohr 4 besitzt ein unteres Endstück 20, das in lotrechter Richtung verschiebbar ist. Es genügt, dieses Endstück zu verschieben, wenn Ofenaufbauten der (Bewegung des Fallrohres von einem zum anderen Ofen entgegenstehen oder ein möglichst nahes Heranbringen des Fallrohres an die Füllöffnung der Zellen erwünscht ist.
Statt eines Fallrohres können auch mehrere Fallrohre, z. B. entsprechend der Zahl der Schwelzellen, auf dem Wagen angeordnet sein.
Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 und 4 veranschaulicht eine Vorrichtung, bei der die Kohle aus etwa 5 m Höhe in die Ofenkammern gestürzt wird. Wegen der dem ersten Ausführungsbeispiel gegenüber verringerten Fallhöhe ist es möglich, den Aufgabebunker mit den lotrechten Fallrohren auf einem portalartig ausgebauten Wkgen. 12 unterzubringen, der auf ,Schienen auf der Stützkonstruktion 13 der öfen verfahrbar ist. Der Aufgabebunker besteht aus mehreren Behältern 14, und zwar entspricht die Zahl der Behälter der Zahl der Schwelzellen (in dem dargestellten Ausführungsbeispiel je sechs). Die einzelnen Behälter 14 sowie die dazugehörigen Fallrohre 4 erstrecken sich über die gesamte Füllöffnung der Schwelzellen; ferner hat jeder Behälter ein Fassungsvermögen, das demjenigen einer Schwelzelle entspricht. Die Be-Schickung geht dann in der Weise vor sich, daß die Fallrohre über die Füllöffnungen der Schwelzellen eines Ofens gebracht und die Behälter 14 des Kohlenbunkers in die Fallrohre entleert werden. Zwecks gleichmäßiger Beaufschlagung sind die Behälter desKohlenbunkers durch lotrechte Wände 9 und die Fallrohre durch lotrechte Wände 15 unterteilt. Die Beschickung und Verdichtung der Kohlenfüllung der Schwelzellen geht bei Verwendung der Vorrichtung nach Abb. 3 und 4 infolge der großen Abmessungen der Fallrohre außerordentlich schnell vonstatten, so daß diese Vorrichtung den bekannten Vorrichtungen, die die Kohle durch Stampfen verdichten, weit überlegen ist.
Die Bemessung der Behälterinhal'te entsprechend dem Fassungsvermögen der Schwelzellen hat zur Folge, daß die Schwelzellen ganz gleichmäßig gefüllt sind und ein Nachplanieren der gefüllten Zellen von Hand sich erübrigt.
Bei Versuchen mit einem Fallrohr, das einen lichten Querschnitt von 920 X 60 mm hatte, wurde in ,Schwelzellen gegenüber der normalen Schüttung folgende Abdichtung der Kohle erzielt: Bei einer Länge 'des Fallrohres von 9,5 m '27% Verdichtung, bei einer Länge des Fallrohres von 5,3m 17% Verdichtung. In beiden Fällen dauert das Füllen einer Schwelzelle von üblichen Abmessungen nur 13 bis 15 Sekunden; die aufzuwendende Arbeitszeit war also außerordentlich gering.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum Verdichten von feinkörnigem Brennstoff in Schwel- oder Koksöfen, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff den Ofenkammern durch ein Rohr frei fallend aus einer Höhe von mehreren Metern,
    gemessen von der Oberkante der Ofenkammern, vorzugsweise aus einer Höhe von etwa 4 bis 10 m, zugeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen auf einer Stützkonstruktion über den öfen angeordneten, verschiebbaren bzw. verfahrbaren Aufgabebunker und ein unter ihm angeordnetes lotrechtes Fallrohr von etwa der Breite der Ofenkammern.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch-i und 2, gekennzeichnet durch einen portalartig ausgebildeten Wagen, der auf Schienen, die auf der Stützkonstruktion der Öfen verlegt sind, verfahfbar ist und einen Aufgabebunker und das Fallrohr trägt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch'2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufgabebunker und das Fallrohr durch lotrechte Wände, die quer zu den Ofenkammerwänden verlaufen, unterteilt sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis· 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufgabebunker ein Fassungsvermögen hat, das demjenigen einer Ofenkammer entspricht, und sich, ebenso wie das Fallrohr, über die gesamte Füllöffnung der Ofenkammer erstreckt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufgabebunker aus mehreren Behältern besteht, von denen ein jeder ein Fassungsvermögen hat, das demjenigen einer Ofenkammer entspricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 5427 9.53
DENDAT890785D Verfahren und Vorrichtung zum Verdichten von feinkörnigem Brennstoff in Schwel- oder Koksöfen Expired DE890785C (de)

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