DE57967C - Schür- und Heizvorrichtung - Google Patents

Schür- und Heizvorrichtung

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DE57967C
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DE
Germany
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disks
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fire
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moving
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT57967D
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English (en)
Original Assignee
J. PROCTOR in Burnley, Grafsch. Lancaster, England
Publication of DE57967C publication Critical patent/DE57967C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23KFEEDING FUEL TO COMBUSTION APPARATUS
    • F23K3/00Feeding or distributing of lump or pulverulent fuel to combustion apparatus
    • F23K3/08Feeding or distributing of lump or pulverulent fuel to combustion apparatus for furnaces having movable grate bars

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Schür- und Heizvorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. August 1890 ab.
Beim Beschicken der Roste mit neuem Brennmaterial oder gelegentlich des Schürens und Feuerputzens entsteht bei den gewöhnlichen Heizanlagen durch das Oeffnen der Feuerthür eine Abkühlung des Verbrennungsraumes, die namentlich bei sehr schlackender und aschenreicher Kohle, wo das Schüren und Feuerreinigen oft vorgenommen werden mufs, den Heizeffect wesentlich beeinträchtigt. Vorliegende Erfindung bezweckt nun obigen Uebelstand durch eine Vorrichtung zu beseitigen, mittelst welcher gleichzeitig auf mechanischem Wege das Schüren und das Reinigen des Feuers, sowie die Beschickung mit neuem Heizmaterial ausgeführt wird. Den bekannten Treppenrosten gegenüber weist die Erfindung wesentliche Vortheile auf, welche hauptsächlich darin bestehen, dafs das Feuer auch geschürt und gereinigt und das neu eingeführte Brennmaterial über die ganze Heizfläche gleichmäfsig vertheilt wird, wodurch eine sofortige Entzündung des ganzen frisch hinzugekommenen Brennmaterials erfolgt, welches sich sonst erst nach und nach durch die zurückzüngelnde Flamme entzünden konnte.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung in einer der praktischsten Ausführungsformen zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. ι ist ein Längsschnitt durch die Schür- und Heizvorrichtung;
Fig. 2 zeigt dieselbe in vorderer Ansicht;
Fig. 3 erläutert eine Modification in der Anordnung der Platte, durch welche die Kohlen über die Roste vertheilt werden;
Fig. 4 bis 6 dienen zur Erläuterung der Bewegungsmechanismen, durch welche die Schür- und Heizvorrichtung in Betrieb gesetzt wird.
In Fig. ι und 2 bezeichnet a die untere Kesselwand und b einen an dem Kessel befestigten Fülltrichter zum Einwerfen des Brennmaterials.
Unter dem Trichter b und der Kesselwand α befindet sich eine aus feuerfestem Thon oder dergleichen hergestellte Platte c, welche zwischen die Metallplatten d und d1 durch Anziehen der Schraube e eingespannt ist. Die Metallplatten, sowie die feuerfeste Platte c sind dem Feuerraum entsprechend gewölbt (Fig. 2) bezw. in der Mitte treppenartig erhöht (Fig. 3), um eine gröfsere Heizfläche der feuerfesten Platte zu erzielen, als auch einen besseren Zugang nach dem Feuerraum zu erhalten, wenn die Feuerung des Kessels, Ofens etc. mit der Hand bedient werden soll.
Die feuerfeste Platte c, sowie die Metallplatten bilden in ihrer Verbindung einen Schlitten, der auf den Rollen f hin- und hergleitet und den Zweck hat, das Brennmaterial über die Roste zu tragen und auf dieselben abzuwerfen. Die durch den Trichter b eingeworfenen Kohlen etc. ruhen zunächst auf diesem Schlitten. Wird der Schlitten nun vorwärts, d. h. in den Feuerraum hineinbe-' wegt, so nimmt derselbe die darauf ruhenden Kohlen mit und neue Kohlen fallen infolge ihrer Schwere auf den frei werdenden Raum des Schlittens nach, bis schliefslich, wenn der Schlitten seine äufserste Endstellung erreicht hat, der ganze Schlitten mit Brennmaterial bedeckt ist. Wenn sich nun der Schlitten
zurückbewegt, d. h. aus dem Feuerraum hinaus, so verhindert das Gewicht der hinterliegenden Kohlen ein Zurückgehen der vorderen, so dafs dieselben, sobald sie durch den zurückgehenden Schlitten ihrer Unterstützung beraubt sind, über die vordere Kante der Platte c hinwegfallen und in der ganzen Breite über die brennenden Kohlen gestreut werden. Wenn der Schlitten sich wieder in den Feuerraum heineinbewegt, stöfst derselbe die Schlacken und zusammengebackenen Kohlentheile aus einander Und nach vorn und unterstützt so die schwingenden Roststäbe in ihrem Bestreben, das Brennmaterial nach der Feuerbrücke hin zu bewegen und zu vertheilen. Beim Rückwärtsgange des Schlittens . wird wieder eine neue Beschickung der Roste ausgeführt u. s. f.
Bei der in Tig. 3 gezeigten Modification sind die feuerfesten Platten c nebst der Unterstützungsplatte d unbeweglich angeordnet. Die durch den Trichter eingefallenen Kohlen werden hier durch hin- und hergehende Stempel h über die Platten c hinweg bewegt und auf die Roste gestofsen. Da bei dieser Anordnung die Platten c von aufsen eingesetzt sind, können sie leicht entfernt bezw. ausgewechselt werden. Die feuerfesten Platten versehen die Stelle eines Vorwärmers, indem die darauf ruhenden Kohlen, bevor sie auf die Roste fallen, von der ausstrahlenden Hitze der Platten erwärmt werden, wodurch eine schnellere Entzündung herbeigeführt wird.
Die vorderen Enden der Roste sind nach oben aufgebogen (Fig. 1) und ragen über die Feuerplatte i hinweg. Einige der aufgebogenen Enden sind mit Zapfen k ausgerüstet, welche in Ausschnitte der Feuerthür / eingreifen . (oder die Zapfen können an der Feuerthür befestigt sein und in die Roste einfassen), durch welche Verbindung die Feuerthür von den Rosten eine hin- und hergehende Bewegung erhält. Diese Feuerthür ist von grofser Wichtigkeit, da der in die Flammen hineinragende, aus feuerfestem Thon gefertigte innere Theil eine beträchtliche Hitze ausstrahlt Und dadurch die Entzündung des Heizmaterials bedeutend beschleunigt.
Eine in der Feuerthür befindliche Oefmung gestattet ein Beobachten des Feuers im Feuerraum. Für den Fall, dafs die Feuerung mit der Hand bedient werden soll, kann die Feuerthür / leicht entfernt werden.
Um dem Schlitten oder den das Brennmaterial verschiebenden Stempeln h eine hin- und hergehende Bewegung zu ertheilen, sind dieselben durch Gestänge r mit oscillirenden Wellen q verbunden. Letztere erhalten ihre schwingende Bewegung von den rotirenden Scheiben mm1, welche mit den Zapfen 0 o1 die an den Wellen q befestigten Hebel pp1 bethätigen. Der Antrieb der die Scheiben η w1 tragenden Welle m erfolgt mittelst Schneckengetriebes ml von der stehenden Welle t aus.
Die Scheiben η nl sind verschiebbar auf der Welle m angeordnet, so dafs dieselben je nach Wunsch ein- oder ausgerückt werden können. In der Arbeitsstellung werden dieselben durch die mit χ bezeichneten Schrauben (Fig. 2) gehalten, welche in den Nuthen der Randflächen gleiten. Die Zapfen 0 ol können so gestellt werden, dafs die beiden Schlitten (Fig. 2) gleichlaufend oder abwechselnd vor- und zurückbewegt werden.
Soll die Bewegung der Schlitten bezw. Stempel eine abwechselnde sein, was in Bezug auf die Abnutzung und Kraftersparnifs empfehlenswerth ist, so werden die Theile in der in den Fig. 4 bis 6 gezeigten Weise angeordnet. Die Scheiben η rc1 rotiren hier unabhängig von einander, und zwar läuft die Scheibe η auf einem in der Radbüchse der Scheibe rc1 befindlichen Stift rc3. An den inneren Scheibenfiächen sind Ansätze u vorgesehen , welche den Ansätzen ul der Kuppelungsscheiben ν ν entsprechen. Letztere sind auf den Naben der Scheiben η η1 verschiebbar, während diese selbst durch eine Distanzplatte n2 immer in bestimmter Entfernung von einander gehalten werden. Die Kuppelungsscheiben ν ν erhalten ihre Bewegung durch ein Schneckengetriebe n> χ und rotiren ununterbrochen; ihre jeweilige seitliche Stellung wird durch einen Scheibenhebel y in Verbindung mit der Stange \ regulirt. Der zwischen den Scheiben nnl drehbare Scheibenhebel y ist mit einer Nuth 1 versehen, in welche ein Zapfen 2 der Welle 3 eingreift. Die Stellung des Zapfens 2 ist mit Rücksicht auf die Kuppelungsscheiben vv so bemessen, dafs der Hebel y in die eine oder andere seitliche Stellung gedreht und in derselben festgehalten werden kann. Zu diesem Zweck zeigt die Nuth 1 in ihrem Verlauf oben und unten einen Absatz 4 (Fig. 5). Die Welle 3 erhält ihre Bewegung durch das Schneckengetriebe wl ji>2 und die Radübertragung w% »>*. Diese Uebertragung ist so gewählt, dafs die Geschwindigkeit der Scheiben η nl doppelt so grofs ist als die, mit welcher sich die Umkuppelung der Kuppelungsscheiben vv vollzieht, so dafs bei einer Umdrehung der Welle 3 jeder der Schlitten oder Stempel sich einmal hin- und einmal herbewegt und die Zeit, für welche die Schlitten oder Stempel der directen Feuereinwirkung ausgesetzt sind, auf ein Minimum beschränkt wird.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
  2. ι . Eine Schür- und Beschickungsvorrichtung, bestehend aus einem sich in dem Feuer-
  3. raum hin- und herbewegenden Schlitten c dd1, Fig. ι, oder Stempeln h, Fig, 2, in' solcher Anordnung, dafs durch den sich in den Feuerraum hineinbewegenden Schlitten das Brennmaterial geschürt und vorgestofsen wird, während beim Rückwärtsgange des Schlittens die auf· dem Schlitten ausgebreiteten neuen Brennmaterialien in einer dem Schlittenhub entsprechenden Länge und über die ganze Breite des Feuerraumes auf die Roste abgesetzt werden.
    Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Vorrichtung zum Bewegen des Schlittens c d dl oder der Stempel h, bestehend in der Anordnug von verstellbaren Kurbelscheiben nn1, welche mittelst Hebel pp1 die Wellen q in solche hin- und . herdrehende Bewegung versetzen, dafs den Schlitten bezw. Stempeln durch Gestänge r eine hin- und hergehende Bewegung ertheilt wird. '
    Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Combination der Kurbelscheiben nn1 mit Kuppelungsscheiben vv, deren Verbindung unter einander durch einen mittelst Kurbelzapfens 2 bewegten Scheibenhebel y geregelt wird, wobei die Bewegungsübertragung auf den Kurbelzapfen so gewählt ist, dafs die Geschwindigkeit der Scheiben η ηΛ doppelt so grofs ist als die, mit welcher sich die Umkuppelung der Scheiben vv vollzieht, so dafs bei einer Umdrehung der Welle 3 jeder der Schlitten oder Stempel sich einmal hin- und einmal herbewegt.
  4. 4. Bei der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnurig einer von den schwingenden Rosten getragenen Feuerthür Z, welche durch ihre hin- und hergehende Bewegung die neu aufgeworfenen Brennmaterialien gegen das Feuer nach vorn drückt und gleichzeitig durch ausstrahlende Wärme die Entzündung beschleunigt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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