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Zellstoffkocher Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche
Zellstoffkocher, bei. denen im Innern des Kochers .eine Umlaufleitung für die Kochflüssigkeit
vorgesehen ist, durch welche die Kochflüssigkeit mittels einer an der inneren Kochenvandung
angeordneten Pumpe . von einem im unteren nach einem im oberen Teil' des Kochers
angeordneten Sieb oder umgekehrt getrieben wird.
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Bei in dieser Weise ausgebildeten Zellstoffkochern - ist es von großer
Bedeutung, daß die Kochflüssigkeit auf dem Weg durch den zu behandelnden Stoff möglichst
gleichförmig verteilt über den ganzen Kocherquerschnitt strömt und nicht Kanäle
gebildet werden, durch welche die Flüssigkeit strömen kann, ohne auf die Holzspäne
einzuwirken. Bei den bisher bekannten Kocherausführungen dieser Art sind die .Zirkulationsleitungen
bzw. die an dieselben angeschlossene Heizvorrichtung, Pumpe usw. im allgemeinen
an oder in unmittelbarer- Nähe der Kocherwandung verlegt,- und bei solchen Ausführungen
hat es sich nun gezeigt, daß längs der Leitung freie Flüssigkeitskanäle gebildet
werden, weil der Stoff sich nicht allseitig dicht an die Rohrleitungen anschließen
kann. Diese Flüssigkeitskanäle verlaufen in der Strömungsrichtung längs der Kocherwandung
und schräg dazu längs der Unterseite der geneigt zur Strömungsrichtung verlaufenden
Rohrteile, welche mit den Sieben im oberen und unteren Teil des Kochers verbunden
sind. Gemäß- der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß bei Zellstoffkochern
mit im Innern an der Kocherwandung angeordneter Umlaufpumpe die Umlaufleitung, senkrecht
in oder in unmittelbarer Nähe der Kochermitte, also parallel zur Strömungsrichtung
der den Stoff durchlaufenden Flüssigkeit, angeordnet ist. Bei einer derart angeordneten
Umlaufleitung tritt nur eine geringe -Neigung zur Bildung von Flüssigkeitskanälen
längs der Leitung ein, weil der Stoff sich allseitig dicht an das Rohr anschließen
kann.
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Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, bei Zellstoffkochern mit
direkter Dampfzufuhr, bei welchen keine Umlaufpumpe vorhanden ist, den Dampf und
den durch ihn entstehenden Wärmestrom im Kocher durch an den Seiten oder in der
Mitte des Kochers: eingebaute Wände derart zu -leiten, daß_ eine Umlaufbewegung
erzielt wird; jedoch ist hierbei die Bedeutung der Verlegung irgendwelcher Kanäle
oder Rohre gerade in. die Mitte des Kochers nicht erkannt worden, so daß hieraus
nicht die Lehre gezogen werden konnte, daß es bei Kochern mit Umlaufpumpe vorteilhaft
sei, die Umlaufleitung in die Mitte des Kochers zu verlegen, um die Bildung von
freien Flüssigkeitskanälen längs der Leitung durch das festliegende dichtgepackte
Fasergut zu verhindern.
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Bei der Anordnung gemäß der Erfindung ist es zweckmäßig, die Umlaufleitung
mit der
Umlaufpumpe durch waagerecht, also quer zur Strömungsrichtung
der den Stoff durchlaufenden Flüssigkeit, gelagerte Saug- bzw. Druckleitungen zu
verbinden, damit sich an dieser Verbindungsleitung ebenfalls keine üi der Strömungsrichtung
verlaufende freie Flüssigkeitskanäle ausbilden können. Die Saug-und Druckleitung
kann hierbei vorteilhaft zu einem einzigen zweiteiligen Rohr vereinigt werden, welche
auch das in die Umlaufleitung mündende Dampfzuführungsrohr aufnehmen kann.
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In der Zeichnung sind schematisch zwei Ausführungsformen der Erfindung
veranschaulicht.
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Das obere Sieb i und das untere Sieb 2 sind miteinander durch ein
Rohr 3 verbunden, das senkrecht in der Mitte des Kochers aufgehängt ist.
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Die Befestigung des Rohres kann zweckmäßig durch eine im Kocherhals
angeordnete Aufhängevorrichtung 4 erfolgen.
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Die Umlaufpumpe 5 ist in der bekannten Weise an der inneren Kocherwandung
angeordnet, und ihre Saug- und Druckleitung ist als zweiteiliges Rohr 6 waagerecht
bis etwa an die Mitte des Rohres 3 geführt und an dasselbe angeflanscht, wobei das
Rohr 3 an der Anschlußstelle mit einer Querwand versehen ist.
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Die Heizung erfolgt durch Dampf, welcher durch das Rohr 7 eingeführt
wird, das innerhalb der Druckleitung der Pumpe verläuft und im oberen Teil des Rohres
3 einmündet.
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Für den Fall, daß eine indirekte Heizung der Lauge gewünscht wird,
wird im Innern des Rohres 3 eine Heizvorrichtung von der üblichen Art mit innen
geheizten Dampfröhren angeordnet, wobei die Ableitung des Kondenswassers wieder
durch ein durch die Ableitung 6 hinausgeführtes Rohr erfolgen kann.
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Bei der auf Fig. i veranschaulichten Ausführung können sich längs
der Oberfläche des Rohres 3 keine Flüssigkeitskanäle bilden, da das Rohr vollständig
frei im Kocherinnern angeordnet ist, so daß dem Stoff auf allen Seiten des Rohres
Gelegenheit gegeben ist, sich dicht an dasselbe anzuschließen.
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Auf der Unterseite des quer verlaufenden Rohres 6 kann allerdings
ein Flüssigkeitskanal gebildet werden. Dieser verläuft aber quer zur Strömungsrichtung
der Kochflüssigkeit und kann also nicht dazu dienen, der Flüssigkeit einen schnelleren
Weg durch den Stoff zu schaffen.
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Gemäß der in Fig.2 skizzierten Ausführungsform ist das untere Sieb
2 als festes Bodensieb ausgeführt, während das obere Sieb i am oberen Ende des senkrechten
Umlaufrohres 3 angeordnet ist, welches frei vom Bodensieb 2 hinaufragt.
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Die Pumpe 5 befindet sich an der unteren Seitenwand des Kochers und
saugt durch den Stutzen 6 von dem unter dem Bodensieb 2 befindlichen Teil des Kochers.
Das Umlaufrohr 3 ist am unteren Ende mit dem Druckstutzen der Pumpe 5 verbunden.
Bei der auf der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsform ist vorausgesetzt, daß
der Kocher indirekt mittels Heizschlangen 7 geheizt wird; jedoch können selbstverständlich
auch bei dieser Ausführungsform direkt oder indirekt wirkende Heizvorrichtungen
benutzt werden, welche in das Rohr 3 eingebaut sind.