DE577688C - Telegraphenanlage, bei der gleichgerichteter Wechselstrom als Telegraphierstrom benutzt wird - Google Patents

Telegraphenanlage, bei der gleichgerichteter Wechselstrom als Telegraphierstrom benutzt wird

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DE577688C
DE577688C DES93109D DES0093109D DE577688C DE 577688 C DE577688 C DE 577688C DE S93109 D DES93109 D DE S93109D DE S0093109 D DES0093109 D DE S0093109D DE 577688 C DE577688 C DE 577688C
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DE
Germany
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telegraph
current
rectifier
station
telegraph system
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Expired
Application number
DES93109D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Herbert Wuesteney
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L12/00Data switching networks
    • H04L12/02Details
    • H04L12/10Current supply arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Remote Monitoring And Control Of Power-Distribution Networks (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN Al 2. JUNI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21a1 GRUPPE 5 os
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Juli 1929 ab
Zum Betrieb von Telegraphenanlagen, sei es mit Morsegeräten oder Typendruckern, benötigt man in jedem Falle Stromquellen, die bei der Eigenart solcher Telegraphenanlagen dezentralisiert auf jeder Station als Lokalstromquellen benutzt werden. Da sich die hierbei in früherer Zeit gern gebrauchten Trockenelemente im Betrieb durch ihre zeitlich begrenzte Stromabgabefähigkeit als unzuverlässig erwiesen haben, ist man fast durchweg zum Akkumulatorenbetrieb übergegangen. Diese Art der Stromversorgung hat jedoch wieder den Nachteil, eine fachmännische Wertung notwendig zu machen, die sich z. B. bei Typendruckern im Korrespondenzverkehr für private Personen schwer ermöglichen läßt, da zum Laden der Zellen Ladeeinrichtungen oder Gleichrichteranordnungen bedient werden müssen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, für Schnelltelegraphierzwecke Gleichrichter zur Erzeugung des Telegraphierstromes zu verwenden, wobei nur eine Gleichrichteranordnung am Sender vorgesehen ist.
Gemäß der Erfindung wird auf jeder Station der Anlage ein Gleichrichter vorgesehen, der mit den übrigen in Reihe liegt, so daß sämtliche Gleichrichter von einer beliebigen Station aus durch Schaltrelais ein- und ausgeschaltet werden können. Die Gleichrichter sind in der Betriebsruhe gleichstromseitig durch einen Kontakt überbrückt, der von den zugehörigen Schaltrelais bei Betätigung geöffnet wird. Bei der Öffnung des Kurzschlußkontaktes wird der Gleichrichter an die Wechselstromquelle angeschlossen. Auf diese Weise sind die Gleichrichter nur während der Betriebszeit der Anlage an die Wechselstromquelle angeschlossen, und es wird eine Dauerbelastung der Gleichrichter vermieden. Als Gleichrichter können z. B. Röhrengleichrichter oder noch besser Trockengleichrichter verwendet werden.
Die Zeichnung zeigt ein beispielsweises Schaltungsschema der neuen Einrichtung.
Als Beispiel ist eine Anlage mit zwei in Korrespondenzverkehr stehenden kombinierten Sende- und Empfangsapparaten gewählt. Es können dies Morseapparate oder Typendrucker sein. Jede Station besteht aus einem Empfänger E und einem Sender S, die beide durch eine Doppelleitung L verbunden sind. Sende- und Empfangsapparate jeder Station sind in Reihe geschaltet. In dem so gebildeten Kreise liegt außerdem auf jeder Station ein Umschalterelais U bzw. U' und ein durch die Kontakte us überbrückter Gleichrichter G bzw. G'. Das Umschalterelais U wirkt auf den Kontakt 2% und auf den Kontakt M2 ein, welch letzterer den Gleichrichter G an die Klemmen der Wechselstromquelle W legt.
Für den Fall, daß als Telegraphengeräte solche mit rotierender Welle benutzt werden, die einen Antriebsmotor notwendig macht,
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Herbert Wüsteney in Berlin-Wilmersdorf.
ist noch ein weiterer ebenfalls vom Relais U gesteuerter Kontakt U1 vorgesehen, der den Motor M an- und abschaltet.
Soll von einer Station aus gesendet werden, S so werden die Kontakte des Umschalterelais von Hand' in die Einschaltstellung gebracht. Dies kann z. B. durch eine am Sender angebrachte Taste, die auf die Kontakte mechanisch oder elektrisch magnetisch einwirkt, to geschehen. Hierdurch wird zunächst der Kontakt M2 geschlossen, wobei gleichzeitig der Kontakt U3 geöffnet wird. Der Gleichrichter wird an das Netz angeschlossen und kann nun Gleichstrom in die Leitung liefern, da sein eigener Kurzschlußkon takt U3 geöffnet, die der übrigen Gleichrichter jedoch geschlossen bleiben. Da das auf der Gegenstation vorgesehene Umschalterelais U' in der Leitung liegt und so bemessen ist, daß es auf den von einem einzigen Gleichrichter gelieferten Strom bereits anspricht, wird auf der Gegenstation dieselbe Schaltung ausgelöst, wodurch der Gleichrichter dieser Station auf die Leitung geschaltet wird. In der Leitung fließt jetzt der volle Telegraphierstrom, so daß der Telegraphierstrom aufgenommen werden kann, da außerdem auch noch der Antriebsmotor M auf beiden Stationen durch die Schaltrelais eingeschaltet worden ist.
Die Stillsetzung der Anlage, und die Abschaltung der Gleichrichter kann durch kurze Unterbrechung der Leitung bewirkt werden, da hierdurch auf allen Stellen die Anker der Schaltrelais losgelassen werden. Es ist bekannt, Stationsmotore von Telegraphengeräten durch Schaltrelais in Betrieb zu setzen sowie ferner die Schaltrelais mit Abfallverzögerung zu versehen. Diese bekannte Maßnahme erweist sich auch beim Erfindungsgegenstand als zweckmäßig, um ein Abfallen der Anker bei Auftreten von zum Betrieb gehörigen kurzzeitigen Telegraphierstromunterbrechungen zu vermeiden.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Telegraphenanlage, bei der gleichgerichteter Wechselstrom als Telegraphierstrom benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Station ein Gleichlichter vorgesehen ist, der mit den übrigen in Reihe liegt, und daß sämtliche Gleichrichter von einer beliebigen Station durch Schaltrelais ein- und ausgeschaltet werden können.
  2. 2. Telegraphenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auf jeder Station vorgesehene Schaltrelais den zugehörigen Gleichrichter an die Wechselstromquelle schaltet und einen in der 6u Ruhe -die Gleichstromseite des Gleichrichters überbrückenden Kontakt öffnet.
  3. 3. Telegraphenanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß· die Relais so eingestellt sind, daß sie auf einen Teil des vollen Betriiebsstrotnes (z. B. "bei zwei Stationen.auf die Hälfte) ansprechen.
  4. 4. Telegraphenanlage nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais zugleich mit dem Gleichrichter auch den Motor für den Antrieb des Telegraphengerätes einschalten und zweckmäßig mit Abfallverzögerung versehen sind.
  5. 5. Telegraphenanlage nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Relais zur Betätigung von Hand eingerichtet sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES93109D 1929-07-30 1929-07-30 Telegraphenanlage, bei der gleichgerichteter Wechselstrom als Telegraphierstrom benutzt wird Expired DE577688C (de)

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