DE57728C - Ausführungsform der durch Patent Nr. 34039 geschützten Vorrichtung zum selbstthätigen Entleeren von Hydranten - Google Patents
Ausführungsform der durch Patent Nr. 34039 geschützten Vorrichtung zum selbstthätigen Entleeren von HydrantenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03B—INSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
- E03B9/00—Methods or installations for drawing-off water
- E03B9/02—Hydrants; Arrangements of valves therein; Keys for hydrants
- E03B9/14—Draining devices for hydrants
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 8S: Wasserleitung.
M. M. ROTTEN in BERLIN.
Entleeren von Hydranten.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Ueberflurwasserpfosten, bei welchen mittelst
eines' Ejectors die Entleerung bewirkt wird. Abweichend von den bisher bekannt gewordenen
Anordnungen geschieht aber der vorliegenden Erfindung gemäfs diese Entleerung vollständig
selbsttätig, "gleichviel ob der Wasserpfosten ausschliefslich als solcher benutzt wird
oder auch als Strafsenbrunnen Verwendung findet.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in den Fig. ι bis 6 ein solcher Ueberflurwasserpfosten
dargestellt, welcher, nicht als Strafsenbrunnen verwendet werden kann. Diese Figuren stellen
sämmtlich Verticalschnitte dar, und zwar zeigt die Fig. 1 einen solchen durch den Wasserpfosten
selbst, die Fig. 2 einen solchen durch den Obertheil, die Fig. 3 durch den mittleren
Theil und die Fig. 4 durch den unteren Theil desselben. In den Fig. 5 und 6 sind Abänderungen
des Untertheiles dargestellt.
Der Ueberflurwasserpfosten α besteht im wesentlichen aus dem eigentlichen Wasserpfosten,
an welchen sich ein unterhalb des Flures befindliches, am unteren Ende durch ein Ventilgehäuse c abgeschlossenes Rohr b
anschliefst, und den Mechanismen, welche sich in dem von den Theilen a, b. und c umschlossenen
Hohlraum befinden. Central zu dem mit abnehmbarem Deckel al ausgerüsteten
Pfosten α ist'eine Gewindespindel d derart angeordnet,
dafs dieselbe in der Bodenplatte e1 an der Stopfbüchse e ein Widerlager findet,
welches eine Verschiebung derselben nach oben verhindert. Die Verschiebung dieser
Spindel d nach abwärts wird durch einen Ring/ verhindert, welcher, in eine Ausdrehung
des Pfostens α eingelegt, von der Bodenplatte e1 gehalten wird. Das Gewinde dieser
Spindel d spielt in demjenigen eines Gleitstückes g·, welches in Führungen a2 des
Pfostens α gleitet und somit am Verdrehen gehindert wird. Mit diesem Gleitstück g ist
ein Rohr h verbunden, an welches sich ein . Zwischenstück i anschliefst. Das letztere ist
mit einem zweiten Rohr h1 verbunden, welches an dem Ventilträger q befestigt ist. Dabei
sind die Spindeln d, die Rohre h h}, das
Zwischenstück i und der Ventilträger q conaxial zu einander und zu dem Wasserpfosten
angeordnet. An der unteren Seite des Ventilträgers q ist mittelst einer Mutter ql eine Lederscheibe
u befestigt, welche zusammen mit einem Sitz c1 des Ventilgehäuses c das Hauptventil
des Wasserpfostens bildet.' Die Oeffnung dieses Ventils geschieht in bekannter Weise
dadurch, dafs man die unverschiebbar gelagerte Spindel d dreht, so dafs das Gleitstück
g, die Rohre h hl, das Zwischenstück i
und der Ventilträger q gehoben werden. Das auf diese Weise in den hohlen Raum des
Wasserpfostens eingelassene Wasser findet dann in bekannter Weise durch einen Stutzen β
seinen Abflufs. Durch Schlufs des Ventils u c1
wird der Zuflufs des Wassers von der Leitung, her unterbrochen, "der Wasserpfosten bleibt
jedoch bis zur Höhe des Stutzens β gefüllt. Zwecks Entfernung dieser Wassermenge ist nun
die folgende eigenartige Einrichtung getroffen worden. Der Ventilträ'ger q ist mit oberen
Durchbrechungen w und mit seitlichen Durchbrechungen wx versehen, so dafs von allen
Seiten Wasser durch die Oeffnungen wl eintreten
und die zu verdrängende Luft durch die Oeffnungen n> entweichen kann. Conaxial
zu dem Ventilträger q ist in demselben ein Schwimmer r verschiebbar, welcher für gewöhnlich
auf einem Teller t ruht, welcher mit einem Ventilkegel ν fest verbunden ist. Dieser
Ventilkegel ν sperrt für gewöhnlich eine conaxiale Durchbohrung q2 des Ventilträgers q ab.
Der oberhalb der Dichtungsfläche dieses Ventilkegels ν befindliche Theil desselben ist centrisch
durchbohrt und steht mit dem Innern eines an den Teller t sich anschliefsenden Rohres s in
Verbindung, welches ejectorartig ausgebohrt ist, so dafs, falls der Ventilkegel ν gehoben ist,
durch die Durchbohrungen q2 Wasser aus der Druckleitung durch die Centralbohrung des
Kegels ν in das Rohr s gelangt und infolge dessen durch die seitlichen Durchbrechungen
des letzteren das im Innern des Wasserpfostens befindliche Wasser angesaugt wird. Das Gewicht
des Schwimmers r, des Ventilkegels ν mit dem Teller t und des Rohres s ist so zu
bemessen, dafs der in der Wasserleitung herrschende Druck nicht im Stande ist, die
erwähnten Theile zu heben. Die Dichtungsfläche des Ventilkegels v, befindet sich in einer
Kammer ^1 eines in den Boden des Ventilträgers
q eingeschraubten und mit demselben durch die oben erwähnte Mutter ^1 verbundenen
Einsatzstückes \. Eine am oberen Ende in das letztere eingeschraubte Sitzfläche %2 hat
. den Zweck, zusammen mit einer an dem Ventilkegel ν befestigten Liderungsscheibe v1 die Abdichtung
dieser Kammer ^1 nach oben hin zu bewirken. Die Führung des Schwimmers r
wird dadurch bewirkt, dafs derselbe auf dem Rohr s verschiebbar ist. Da dieses Rohr s
mit dem Ventilkegel ν fest verbunden ist, so mufs dasselbe um den Hub des letzteren in
verticaler Richtung verschiebbar sein. Aus diesem Grunde ist das obere Ende desselben
in dem nabenartigen Theil q3 des Ventilträgers q gelagert, und die Abdichtung wird in diesem
Falle durch einen Liderungsring s1 herbeigeführt,
welcher beim Heben des Rohres s gegen die untere Stirnfläche des Einsatzstückes
q* der Nabe #3 sich anlegt. Das Innere
des Rohres 5 steht mit dem Hohlraum des Rohres ρ in Verbindung, welches fest mit der
Nabe q3 verbunden ist. Das durch das Rohr s
hindurchströmende Wasser steigt also durch das Rohr ρ, dessen oberes Ende mittelst einer
Stopfbüchse / gegen ein Rohr k abgedichtet ist, welch letzteres dicht über dem Flur waagrecht
in dem Pfosten α angeordnet und welches an dem einen Ende mit einem Ausgufs η
und an dem anderen Ende mit einem · Abschlufsdeckel ο ausgerüstet ist. Damit beim
Gebrauch des Wasserpfostens als solcher durch selbstthätiges Oeffnen des Ventils ν in dem
Ventilträger q kein unbeabsichtigtes Ausfliefsen
von Wasser aus dem Ausgufs η stattfindet, ist an der oberen Seite des Rohres k eine Kappe k1
angeordnet, in welcher eine Dichtungsscheibe m federnd gelagert ist. Gegen die letztere legt
sich die obere Stirnfläche des Rohres p, sobald durch Drehen der Gewindespindel d der Ventilträger q gehoben wird.
Ein solcher Hydrant wird nun in folgender Weise bethätigt: Mittelst Hochschraubens der
Ventilspindel d wird das Gestänge gehoben, welches aus dem Gleitstück g, den Rohren h h1,
dem Zwischenstück i und dem Ventilträger q, sowie den Rohren ρ und s und dem Schwimmer
r mit dem Ejector t und dem Ventil ν besteht.
Infolge der Aufwärtsbewegung dieser Theile wird das Rohr ρ gegen die federnde Ventilplatte k1 geprefst und somit abgesperrt, während
das Wasser in das Innere des Hydrantgehäuses eintreten und durch den Stutzen β
zu den Schläuchen gelangen kann, da das Ventil u c1 geöffnet ist. Das durch die Oeffnungen
wl eintretende Wasser hebt den Schwimmer r und somit das Ventil v, während
die Luft durch die Oeffnung n> entweicht. Wird die Spindel d wieder niedergeschraubt,
der Hydrant also geschlossen, so wird die obere Mündung des Rohres ρ wieder geöffnet,
das heifst, dieselbe wird von dem Ventil k1
entfernt und läfst das bei dem Ventil ν eintretende Wasser durch den Stutzen η austreten.
Durch die Wirkung des Ejectors t wird nun das Innere des Hydrantgehäuses von dem im
Rohre ρ aufsteigenden Druckwasser leer gesaugt, bis der Wasserspiegel so tief gesunken ist, dafs
der Ejector nicht mehr wirken kann.
Bei der eben beschriebenen Anordnung sinkt
der Schwimmer allmälig abwärts in demselben Mafse, wie durch den Ejector das Wasser aus
dem Wasserpfosten entfernt wird. Eine Folge hiervon ist, dafs eine vollständige Entleerung
nicht möglich ist. Deshalb ist die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Anordnung getroffen
worden. An Stelle der Durchbrechungen w η>Ύ
des Ventilträgers q sind obere Durchbrechungen w2 und untere Durchbrechungen n>3 bezw. »>*
angeordnet. Die ersteren werden durch eine Ventilklappe derart selbstthätig geschlossen, dafs
wohl die Luft aus dem Innern des Ventilträgers entweichen, nicht aber durch dieselben
in den letzteren eintreten kann. Die unteren Durchbrechungen w3 sind in einer solchen
Höhe angeordnet, dafs die Unterkante des Schwimmers r bei dessen tiefster Stellung
ebenso hoch liegt wie die Unterkante der
Durchbrechungen w 3. Die Durchbrechunge
sind noch etwas tiefer angeordnet.
sind noch etwas tiefer angeordnet.
Diese Anordnung functionirt in folgender Weise: Bei dem durch das Oeffnen des
Ventils mc1 veranlafsten Eintreten von Wasser in den Wasserpfosten a1 wird der Schwimmer r
gehoben und die innerhalb desselben befindliche Luft aus dem Ventilträger q durch die
Oeffnungen n>2 hindurchgedrängt. Wird das
Ventil u c1 abgesperrt, so setzt sich, wie oben
beschrieben, der Ejector selbsttätig in Gang. Ist die Entleerung des Wasserpfostens so weit
vorgeschritten, dafs ein Sinken des Schwimmers r herbeigeführt wird, so kann derselbe
jedoch der Einwirkung der Schwere nicht ohne Weiteres folgen, da die im oberen Theil
des Ventilträgers q eingeschlossene Luft so lange eine Verdünnung erfährt, bis der Wasserspiegel
bis zu den Durchbrechungen w% gesunken
ist. Alsdann tritt durch die letzteren Luft in den Ventilträger q ein, die Luftverdünnung
wird aufgehoben, der Schwimmer r kann sinken und einen Abschlufs des Ventils ν
herbeiführen.
Bei der in den Fig. 5 und 6 dargestellten Anordnung ist das Rohr s nicht fest mit dem
Ventilkegel ν und dem Teller t verbunden, sondern am oberen Ende in den nabenartigen
Theil ^3 des Ventilträgers q fest eingesetzt.
Bei dem Heben des Ventils ν wird sich also die obere Fläche des Tellers t gegen die
Unterkante des Rohres s anlegen. Die Dichtung wird in diesem Falle durch einen ringförmigen
Ansatz t1 des Tellers t herbeigeführt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Ausführungsform der durch Patent No. 34039 geschützten Vorrichtung zum selbstthatigen Entleeren von Hydranten, bei welchera) ein Schwimmer (r) ein einen Entwässerungsejector (t) speisendes Ventil (v) durch sein Eigengewicht geschlossen hält, aber die Eröffnung des Ventils (v) durch den Leitungsdruck gestattet, wenn er von dem im Hydrant-Innern befindlichen Wasser gehoben wird, oderb) der Schwimmer (r) senkrecht beweglich in • dem Ventilträger (q) des durch eine Gewindespindel zu öffnenden Haupt ventils fu c^) angeordnet ist, und wobei der Ventilträger (q), am oberen Ende mit Durchbrechungen fwi) und am ,unteren Ende mit Durchbrechungen fw% bezw. w4J versehen ist, so dafs die im Innern desselben eingeschlossene Luft durch die Ventile (w1) entweichen kann, jedoch der Eintritt der Luft von oben verhindert wird und der Schwimmer (r) nicht in die tiefste Stellung zurückgehen kann, ehe ■ der Wasserstand in dem Pfosten bis zu den Oeffnungen (w%) gesunken ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57728C true DE57728C (de) |
Family
ID=332078
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57728D Expired - Lifetime DE57728C (de) | Ausführungsform der durch Patent Nr. 34039 geschützten Vorrichtung zum selbstthätigen Entleeren von Hydranten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57728C (de) |
-
0
- DE DENDAT57728D patent/DE57728C/de not_active Expired - Lifetime
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