DE85372C - - Google Patents

Info

Publication number
DE85372C
DE85372C DENDAT85372D DE85372DA DE85372C DE 85372 C DE85372 C DE 85372C DE NDAT85372 D DENDAT85372 D DE NDAT85372D DE 85372D A DE85372D A DE 85372DA DE 85372 C DE85372 C DE 85372C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
pressure
chamber
disc
steam
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT85372D
Other languages
English (en)
Publication of DE85372C publication Critical patent/DE85372C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/14Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power
    • G05D16/18Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power derived from an external source
    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D16/00Control of fluid pressure
    • G05D16/04Control of fluid pressure without auxiliary power
    • G05D16/10Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a piston or plunger
    • G05D16/103Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a piston or plunger the sensing element placed between the inlet and outlet

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Safety Valves (AREA)
  • Control Of Fluid Pressure (AREA)

Description

I .
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Das auf der Zeichnung dargestellte Ventil mindert den Druck von Dampf, Luft oder Wasser von einer höheren zu einer niedrigeren Druckstufe; dieses Ventil zeichnet sich dadurch aus, dafs keine Federn, Gewichte oder Hebel benutzt werden und auch die in Thätigkeit kommenden Flächen irgend welche erhebliche Abnutzung nicht erleiden.
Fig: ι zeigt einen senkrechten Schnitt durch das Ventil. Fig. 2 ist eine Ansicht des Auslafsstutzens mit der Ventilstangenführung, Fig. 3 eine Ansicht der unteren Ventilstangenführung. Fig. 4 zeigt eine Abänderung des Ventils und seines Sitzes.
Das Ventilgehäuse besteht aus : den beiden Kammern A und B, die das Scheibenventil C aufnehmen. In die untere Kammer A tritt durch den Einlafsstutzen A1 der Dampf, die Luft oder das Wasser mit der Anfangsspannung ein. Diese gespannte Flüssigkeit sucht durch die Oeffhung A2 in die obere Kammer B zu gelangen. Die Oeifnung A2 wird aber von * der waagrechten Ventilscheibe C bedeckt, die beträchtlich gröfseren Durchmesser als die Oeffnung A2 hat. Die Scheibe C hat eine ebene Unterfläche c, und auch die Ventilsitzfläche a ist ganz eben. Die beiden Flächen c und α werden daher, wenn keine Druckflüssigkeit hindurchstreicht, ganz auf einander liegen, und zwar von der Innenkante, der Oeffnung A2 bis zur Aufsenkante der Scheibe C. Mit der Scheibe C sind die Stangen C1 und C2 verbunden, von denen die erstere C1 nach oben, die letztere C2 nach, unten sich erstreckt; beide Stangen sind genau senkrecht zur Ventilfläche c. Die obere Kammer B ist geräumig genug, um der Ventilscheibe C freies Spiel zu gewähren; sie ist mit der unteren Kammer A mittels Gewindes a2 verbunden.
Die obere Ventilstange wird in einem Stege e3 des Auslafsstutzens B1 geführt; um aber die senkrechte Führung des Ventils noch sicherer zu. erzwingen, endigt die in die Kammer A hineinreichende untere Ventilstange C2 in einen Stutzen E, der genau in der Achse der Ventilscheibe C durch den Boden der Kammer A in diese eindringt. Das obere Ende dieses Stutzens E ist bei E1 verbreitert und ausgebohrt, um das untere Ende der Ventilstange C2 aufzunehmen, das leicht schlüssig in die Bohrung c1 von E1 hineinpafst. Ringnuthen am unteren Ende von C2 im Verein mit der cylindrischen Bohrung c1 bilden eine Art Buffer.
Unterhalb von E1 ist der Stutzen E mit Gewinde d versehen, das in entsprechendes Muttergewinde im Boden der Kammer A pafst; unterhalb d geht die glatt gedrehte Stange E durch eine Stopfbüchse d1 nach aufsen und ist hier mit einem Vierkant d2 versehen, auf das ein Handrad aufgesetzt werden kann, um den Stutzen E höher oder niedriger einstellen zu können. Nach der Zeichnung steht der Stutzen E so niedrig, dafs er einen freien Raum zwischen dem untersten Ende c3 der Ventilstange C2 und dem Boden c4 der Bohrung freiläfst. Bei dieser Stellung sollen die beiden Flächen α und c dicht auf einander liegen,
wenn keine Druckflüssigkeit zwischen ihnen hindurchströmt. Der Zweck der als Buffer wirkenden Führung und der Ringnuthen in C2 ist der, die allzu rasche und vibrirende Auf- und Abbewegung des Ventils zu verhüten; denn das die Ringnuthen ausfüllende Wasser wird beim Heben oder Senken des Ventils von einer Nuth zur anderen übergehen müssen, und da hierzu eine gewisse Zeit erforderlich ist, so werden Ventilstöfse hierdurch verhindert.
Die obere Ventilstange besitzt einen Bund C5, der im Durchmesser gröfser ist als das Führungsloch in dem Stege e3; hierdurch wird das Anheben des Ventils so weit begrenzt, d.afs die Stange C2 nicht aus ihrer unteren Führung in E herauskommen kann.
Die in Fig. 4 dargestellte Form des erhöhten Ventilsitzes f ist besonders dann zweckmäfsig, wenn das Ventil zur Minderung von Wasserdruck verwendet werden soll, und gleichzeitig den Wasserdruck zeitweilig ganz absperren soll, wenn also das Ventil als .Abschlufs- und als Druckminderventil dienen soll. Beide Arten des Ventilsitzes kann man für Dampf und Wasser verwenden. Der flache Ventilsitz a adf der oberen Fläche der Kammer A ist etwas niedriger gezeichnet als die Fläche um die Ventilscheibe herum; in entsprechender Weise hat die Ventilscheibe eine Abschrägung an ihrer Kante erhalten. Dies ist zwar nicht unbedingt nöthig für die gute Wirkung des Ventils, indessen ist diese Abschrägung zweckmäfsig für die gute Ableitung des Dampfes nach oben, wenn der Dampf die Flächen α und c verläfst. Die Abschrägung kann einen beliebigen Winkel haben, kann auch ganz weggelassen werden.
Die Wirkungsweise des Ventils ist folgende: Wird Dampf durch den Stutzen A1 in die untere Kammer A eingelassen, wie die Pfeile andeuten, so hat er das Bestreben, durch die Oeffhung A2 zwischen der Scheibe C und der oberen Fläche der Kammer A, d. h. zwischen den Flächen α und c in die Kammer B zu entweichen und von hier aus durch den Auslafs B1 auszuströmen. Beim Durchgange von der Oeffnung A2 nach der Kammer B ist kein atmosphärischer oder Zusatzdruck auf der Unterseite der Scheibe C oder zwischen den Flächen α und c vorhanden, dieser wirkt vielmehr nur auf der oberen Fläche der Scheibe C und drückt daher die Scheibe gegen den in der Kammer A herrschenden Druck. Der atmosphärische oder Zusatzdruck über der Scheibe verhindert aber nicht das Entweichen des Dampfes, sondern läfst ihn unter dem verminderten Druck entsprechend den beiden in Betracht kommenden Durchmessern abströmen. Es sei beispielsweise der Flächeninhalt von A2 gleich 1 qcm und der der Scheibe C gleich 9 qcm, so würde, wenn der Atmosphärendruck von der einen Seite abgezogen wird, ein Ueberdruck auf der anderen Seite von 9 kg herrschen, und da die Oeffnung A2 nur ι qcm grofs ist, so würde ein Druck von 9 kg oder ein wenig mehr genügen, den Atmosphärendruck auf der anderen Seite zu überwinden. Die beiden Druckflächen wird man entsprechend dem gewünschten Enddruck im Verhältnifs zum Anfangsdruck zu bemessen haben. Angenommen, das Ventil empfinge Dampf von 5 Atm. Anfangsspannung und in der Kammer B solle ein Druck von 0,5 Atm. herrschen, ein Fall, der bei Dampfheizungsanlagen vorkommt. Wenn nun beim Abstellen einzelner Heizkörper der Enddruck auf 0,6 kg stiege, so würde auch der Druck auf das Ventil um 0,1 kg steigen, und die Scheibe würde näher auf die Oberfläche der Kammer A herabgehen, wobei die Menge des durchströmenden Dampfes naturgemäfs verringert werden würde. Infolge dessen fällt auch der Druck in der Heizanlage auf 0,5 kg zurück, so dafs die Ventilscheibe sich wieder heben und in derjenigen Stellung bleiben wird, die dem Enddruck entspricht. Wenn dagegen mehr Dampf durch Anstellung anderer Heizkörper verbraucht werden sollte, so wird die Endspannung beispielsweise auf 4,9 kg herabsinken, wodurch auch der Druck auf das Ventil sich um 0,1 kg vermindert. Da nun die Anfangsspannung sofort ein kleines Uebergewicht über den Enddruck erhält, so wird die Scheibe um etwas mehr von dem Sitz entfernt, der Abstand zwischen α und c wird also vergröfsert. Sowie nun infolge der vermehrten Dampfzufuhr der Druck in der Kammer B wieder auf die ursprüngliche Höhe von 0,5 Atm. gekommen ist, sinkt die Scheibe C wieder und regelt daher den Druck selbstthätig ganz nach der eingestellten Endspannung. Unter 0,5 kg Druck ist hier der Ueberdruck über den Atmosphärendruck verstanden; das angegebene Beispiel ist nur als solches aufzufassen, da der Enddruck ganz nach Belieben eingestellt werden kann. Zweckmäfsig bestimmt man die Flächeninhalte von A2 und C nach dem geringsten Druck, den man benöthigt. Will man den Enddruck über diesen eingestellten niedrigsten Druck erhöhen, so vergröfsert man den Zwischenraum zwischen α und c, und zwar dadurch, dafs man den Stutzen E in die Höhe nach der Kammer B zu schraubt, so dafs der Boden c4 der Bohrung c1 an das untere Ende c3 der Ventilstange C"2 anstöfst. Schraubt· man nun noch ein wenig höher, so vergröfsert man die ursprüngliche Entfernung zwischen α und c und erreicht damit, dafs beispielsweise der Enddruck auf 0,6 Atm. 'erhöht wird. Noch Höherschrauben ergiebt noch gröfsere Entfernung zwischen α und c, und man kann dadurch leicht 0,7 Atm. Enddruck erreichen;
indem man in dieser Weise die Entfernung zwischen α und c vergröfsert, erhöht man auch den Enddruck in entsprechender Weise. Sollte der Anfangsdruck um ι Atm. zunehmen, so steigt der Enddruck nur um 1^0 dieser Zunahme; in diesem Falle kann man den Stutzen ganz wenig herunterschrauben, wenn man den ursprünglich eingestellten Enddruck von beispielsweise 0,5 Atm. wieder herstellen will.
Da keine Theile des Ventils in Berührung mit anderen Theilen sind, mit Ausnahme der Führungstheile der Scheibe C, so wird der Verschleifs äufserst gering sein, und die Genauigkeit der Wirkung wird im Laufe der Zeit weitaus weniger leiden als bei den bekannten Schieber- oder Kolbenventilen. Auch bei umgekehrter Anordnung, wenn also, die Auslafskammer unterhalb der Ventilscheibe angeordnet ist, arbeitet das Ventil gleich vorzüglich. Bei einer solchen Anordnung ist es zweckmä'fsig, eine leichte Spiralfeder zwischen dem Führungssteg e3 und der Scheibe C anzubringen, ledig lich um das Gewicht der Scheibe auszugleichen, so dafs, wenn der Dampf ganz abgesperrt wird, die Scheibe nicht herabfällt.

Claims (2)

P ate nt-Ansprüche:
1. Ein Druckminderventil, bei welchem der Durchgang (A2J von der Eintrittskammer (A) zu der Austrittskammer (B) durch eine zur Trennungswand senkrecht geführte Ventilplatte (C) abgeschlossen wird, deren Flächeninhalt um ein Vielfaches den Flächeninhalt der Durchgangsöffnung (A2) übertrifft, wobei zur Vermeidung von Schwankungen ein Buffer (C^ E) angeordnet sein kann.
2. Ventil der unter 1. gekennzeichneten Art mit einem senkrecht verstellbaren Stellstift (E) für den Ventilzapfen (C'2), zum Zwecke, bei Aenderung der Endspannung die Unterfläche (c) der Ventilscheibe (C) mehr oder weniger weit von der Ventilsitzfläche (a) entfernt zu halten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT85372D Active DE85372C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE85372C true DE85372C (de)

Family

ID=357521

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT85372D Active DE85372C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE85372C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2748079A1 (de) Wasserdruck-verstaerkungssystem und steuerventil sowie steuerverfahren
DE2041766A1 (de) Druckregler
DE85372C (de)
DE69731262T2 (de) Unter Druck betriebene Speisevorrichtung für Flüssigkeiten
DE4012900C2 (de)
DE337587C (de) Dampfstrahlluftsaugapparat
DE3437825C2 (de) Dampfbügeleisen
DE2655558C3 (de) Anordnung zum Entlüften oder Entwässern von Leitungssystemen, Behältern o.dgl
DE605795C (de) Speiseregler, bei dem das Speiseventil mit einem Kolben verbunden ist
DE636271C (de) Wasserstandsregler zum selbsttaetigen Regeln der Speisewasserzufuhr eines Dampfkessels
DE293377C (de)
DE513936C (de) Hilfsregler zur Begrenzung des Zuschussdruckes bei Gasdruckreglern mit Strahlapparat
DE30639C (de) Selbstthätiger Speise - Apparat für Dampfkessel
DE4443292A1 (de) Verteilereinrichtung für ein Fluid in einem Behälter
CH649823A5 (en) Regulating valve
DE814980C (de) Ventil zur automatischen Speiseregelung
DE448635C (de) Regelventil, insbesondere fuer Kaeltemaschinen
DE11394C (de) Selbstthätiger Dampf kessel - Speiseapparat
DE220583C (de)
DE525604C (de) Druckminderventil
DE84915C (de)
DE57728C (de) Ausführungsform der durch Patent Nr. 34039 geschützten Vorrichtung zum selbstthätigen Entleeren von Hydranten
AT34079B (de) Vorrichtung zur Regelung des Druckes von Ausgleichvorrichtungen für direkt wirkende Maschinen.
DE268059C (de)
DE53684C (de) Wasserstandsregler mit hydraulischem Bremscylinder