DE513936C - Hilfsregler zur Begrenzung des Zuschussdruckes bei Gasdruckreglern mit Strahlapparat - Google Patents
Hilfsregler zur Begrenzung des Zuschussdruckes bei Gasdruckreglern mit StrahlapparatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung bei Gasdruckreglern mit selbsttätiger von der
Durchflußmenge abhängiger Zuschußdruckgebung und bezweckt eine Begrenzung des
Zuschußdruckes bei solchen mit Strahlapparat, um dadurch Störungen zu vermeiden.
Bei der bisher üblichen Ausführung solcher Gasdruckregler kann der Zuschußdruck unbegrenzt
steigen, wenn nur ausreichender Vordruck vorhanden ist. Dies kann zu Störungen im Verbrauchsgebiet führen, die unbeabsichtigte
Betätigung von Fernzündern in Straßenlaternen, zu große Flammenhöhe bei Brennern
usw.
Diese Mängel werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt, indem an dem Hauptregler
ein Höchstdruckregler angebracht wird, durch welchen der Aus gangs druck des Hauptreglers
innerhalb beliebig festzusetzenden und
so den Betriebsbedürfnissen anzupassenden Grenzen
gehalten wird.
Diese Hilfsreglereinrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß der Hilfsregler unterhalb
seiner Membran drei Räume und zwei durch eine gemeinsame Spindel gesteuerte Ventile
enthält, durch die wechselseitig die Verbindung zwischen dem in der Mitte liegenden
Raum und den zwei angrenzenden Räumen hergestellt wird, und daß der obere von der
Membran abgegrenzte Raum mit der Verbrauchsleitung, der mittlere mit dem Steuerraum
unter der Hauptmembran des Hauptreglers und der untere Raum mit der Vordruckleitung
in Verbindung steht.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht,
und zwar zeigt
Abb. ι dien Regler im, Längsschnitt,
Abb. 2 die Anwendung1 des Reglers bei
einer Gasverteilungsanlage.
Der neue Regler besteht aus einem festen Behälter vorzugsweise aus Metall und von
zylindrischer Form, dessen drei Kammern P> P1· P2 durch Flanschen t, t1, t2, ts miteinander
verbunden sind.
Zwischen den Flanschen t und t1, welche
die Kammern/» und p1 verbinden, ist eine
Ledermembrane m eingeklemmt, ähnlich wie bei den Trockengasmessern,.
Die Kammer p1 ist unten durch eine Blechplatte«
abgeschlossen, in deren Mittelpunkt der Sitz / eines nach oben gerichteten Ventiles
η angeordnet ist.
Die Kammer p2 ist in gleicher Weise unten
durch eine andere Blechplatte i1 abgeschlossen, in deren Mitte ein konischer Ventilsitz I1
für ein nach unten gerichtetes Ventil n1 angebracht
ist.
Ein die Ventile n, n1 tragender Stab f wird
durch zwei Scheiben h, welche zwischen zwei Muttern r in der Mitte der Membran festgeklemmt
sind, festgehalten. Der Stab/
reicht bis unter die Blechplatte i1 und wird
durch die Ringe $, s1, welche mit den Ventilsitzen
I111 fest verbunden sind, geführt.
Jede der drei Kammern I, II, III, in welche der Höchstdrucknegler eingeteilt ist, besitzt
einen Rohranschluß a, b, c mit je einem Hahn o, o1, o2.
Die Stellung der "Ventile n, n1 ist so geregelt,
daß, während eines geschlossen ist, das ίο andere eine Öffnung frei läßt, welche nicht
größer ist als der Durchgang jedes der Rohre a, b, c. Nach Einstellung der Ventile
ii, n1 werden diese durch Mutterschrauben r
befestigt.
Der Durchmesser der Ventile ist so gewählt, daß die obengenannte Öffnungsfläche
in Übereinstimmunig mit der Hubgrenze der Membran m erreicht wird.
Ein Hahn q mit Gummischlauchansatz, welcher unten am Abteil III angebracht ist,
dient für den Abfluß des sich eventuell sammelnden Kondensationswassers.
Der aus der Membran« hervorragende
Teil des Stabes / dient zur Anbringung von
s5 Gewichten g, deren Anzahl und Schwere vom
maximalen Ausgangsdruck, den man nicht überschreiten will, abhängig ist.
Auf der oberen Seite des obersten Teiles ρ
des Höchstdruckreglers ist ein Deckel e angeordnet, der mit einer Öffnung d versehen
ist, damit die Bewegungen der Membran nicht eingeschränkt werden.
In Abb. 2 ist schematisch die Anbringung eines (Höchstdruck-) Zusatzreglers an einen
Gasdruckregler mit selbsttätiger Zuschußdruckgebung dargestellt. Die Einrichtung
desselben ist bekannt. Sie besteht aus dem Reglerventil u, das von einer Membran k1 g&-
steuert wird, ferner aus dem Strahlapparat w
in der Ausgang.sleitung und einem als Kraftspeicher
zu bezeichnenden Ausgleichgefäß x, dessen beide durch eine Membran y getrennte
Kammern s, z1 mit der Ausgangsleitung bzw.
dem Membranraum des Reglers verbunden sind.
Der Anschluß des Zusatzreglers erfolgt in der Weise, daß das Rohr« direkt mit dem
Ausgangsrohr j1 des Niederdruckhauptreglers verbunden wird, das Rohr b mit der oberen
Kammer s1 des Kraftspeichers x, wobei zugleich
durch Einbau eines Hahnes ν die Verbindung
des letzteren mit der Ausgangsleitung j1 unterbrochen wird. Das Rohr c wird
mit dem Eingangsrohr /, also* mit der Vordruckseite,
verbunden.
Wenn der Höchstdruckregler in Betrieb ist, sind die Halme o, o1, o2 offen, der Hahn ν
geschlossen. Die Anzahl der auf der Membran des Höchstdruckreglers angebrachten Gewichte g muß soi gewählt werden, daß der
Stab f mit den Ventilen» und n1 sich erst
dann heben kann, wenn der gewünschte Höchstdruck im Ausgangsrohr j1 des Reglers
erreicht wird.
Es bleibt also, solange der festgesetzte Ausgangsdruck
nicht überschritten wird, das Ventil η offen und das Ventil n1 geschlossen.
In diesem Fall arbeitet der Regler so, als ob der Höchstdruckregler nicht vorhanden wäre,
und gibt je nach der Höhe des Gasverbrauches einen Zuschußdruck.
Wenn der Druck am Ausgang des Reglers und folglich im Abteil I anfängt, denjenigen
Druck zu überschreiten, der den auf der Membran m befindlichen Gewichten g entspricht,
so hebt sich die Membran m langsam, entfernt das Ventil n1 aus seinem Sitz und
schließt das Ventil n. Infolgedessen strömt Gas mit höherem Druck von der Vordruckseite durch die Rohrleitung c und gelangt zum
Rohr b, während der Zugang des Niederdruckgases,
welches aus dem Ausgangsrohr j1 stammt, gesperrt wird.
Der höhere Druck wirkt auf die Membran y des Kraftspeichers x, drückt- dieselbe entgegen
einer Federspannung herab und bewirkt so das Austreten einer entsprechenden
Gasmenge aus der unteren Kammer £ des Kraftspeichers χ durch eine Leitung Z?1 in den
Raum unterhalb der Membran k1. Der Druck
unter der Membran k1 des Reglers k steigt,
die Membran wird gehoben und die Öffnung des Hauptventils μ entsprechend geschlossen.
Der Druck im Ausgangsrohr j1 und im Abteil I nimmt folglich ab, und das Ventil φ
wird nach einem bestimmten Punkt vollständig geschlossen.
Falls der Gasverbrauch es erfordert oder hervorruft, nimmt dann der Druck im Ausgangsrohr
j1 zu, bis die Membran m gehoben
wird, und es wiederholt sich dann der oben
beschriebene Vorgang.
Solange der Gasverbrauch nicht so weit gesunken ist, daß kein höherer Druck als der
vorgeschriebene entstehen kann, öffnet und schließt sich das Ventil n1 abwechselnd mit
entsprechend abwechselndem Einfluß und Absperrung des Hochdruckgases.
Es wird also verhindert, daß aus dem Regler unabhängig von der der Reglerstellung no
entsprechenden Gasabnahme Gas mit höherem als dem festgesetzten Druck ausfließt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Hilfsregler zur Begrenzung des Zuschußdruckes bei Gasdruekreglern mit Strahlapparat, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsregler unterhalb seiner Membran (m) drei Räume und zwei durch iao eine gemeinsame Spindel (f) gesteuerte Ventile (n, n1) enthält, durch die wechsel-seitig die Verbindung zwischen dem in der Mitte liegenden Raum (II) und zwei angrenzenden Räumen (I, III) hergestellt wird, und daß der obere von der Membran abgegrenzte Raum (I) mit der Verbrauchsleitung (71), der mittlere (II) mit dem Steuerrauim unter der Hauptmembran (^1) des Hauptreglers und der untere Raum (III) mit der Vordruckleitung (/) in Verbindung steht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES88540D DE513936C (de) | 1928-11-21 | 1928-11-21 | Hilfsregler zur Begrenzung des Zuschussdruckes bei Gasdruckreglern mit Strahlapparat |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE513936C true DE513936C (de) | 1930-12-06 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES88540D Expired DE513936C (de) | 1928-11-21 | 1928-11-21 | Hilfsregler zur Begrenzung des Zuschussdruckes bei Gasdruckreglern mit Strahlapparat |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE513936C (de) |
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1928
- 1928-11-21 DE DES88540D patent/DE513936C/de not_active Expired
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