DE268059C - - Google Patents

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DE268059C
DE268059C DE1912268059D DE268059DD DE268059C DE 268059 C DE268059 C DE 268059C DE 1912268059 D DE1912268059 D DE 1912268059D DE 268059D D DE268059D D DE 268059DD DE 268059 C DE268059 C DE 268059C
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 268059 KLASSE 12 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. August 1912 ab.
Die vorliegende Erfindung hat die Herstellung ' eines Filters zum Gegenstand, welches mit Erfolg und zur Zufriedenheit zum Sterilnitrieren von Bier verwendet werden kann, um sämtliche Hefezellen und andere Organismen zu entfernen, die nach dem Filtrieren durch einen Massefilter im Bier verbleiben und durch Pasteurisieren vernichtet werden müssen.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel ίο der Erfindung dar, und zwar:
Fig. ι eine Seitenansicht des verbesserten Filters, wobei ein Teil des nächstliegenden Deckels fortgebrochen ist, um die Einzelheiten der Bauart zu zeigen,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Filters, im welcher der obere Teil im Schnitt gezeigt ist.
Fig. 3 . ist eine Einzelansicht im Schnitt in vergrößertem Maßstabe und zeigt eine der Filterfüllungen.
Fig. 4 ist eine Ansicht teilweise in Aufriß und teilweise im senkrechten Schnitt durch einen der Regler nach Fig. 1 und 2, aber in vergrößertem Maßstabe.
Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt durch eine Ebene, die zur Schnittebene nach Fig. 4 in rechtem Winkel liegt und durch die gebrochene Linie 5-5 in Fig. 4 dargestellt ist.
Fig. 6 ist eine Teilansicht im Horizontalschnitt durch die mit 6-6 in Fig. 5 bezeichnete Ebene.
Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt durch den
anderen der beiden Regler nach Fig. 1 und 2.
Das neue Filter soll mit einer Füllung aus
Infusorienerde verwendet werden und ist so konstruiert, daß es die Reglung^des Druckes an
der Eintrittsseite des Filters zuläßt, so daß der Druck konstant erhalten werden kann, selbst wenn der Zufluß des Bieres zum Filter schwankt, der Widerstand des' Filters infolge Verstopfung sich verändert, und auch der Abfluß aus dem Apparat schwankt; ferner ist Vorsorge getroffen, um unter geeigneten Bedingungen und gleichmäßiger Verteilung loses Filtermaterial auf die Oberfläche der Filterkerne einzuführen, das von Zeit zu Zeit leicht entfernt werden kann, wodurch das Verstopfen der Filterkerne verzögert wird. Wie in der Zeichnung dargestellt, besteht das Filter aus einem Mantel δ1 mit abnehmbaren Deckeln oder Endplatten δ2 und δ8 und einer festen Querwand δ4, die innerhalb des Mantels eine Aufnahmekammer δ5 und eine Ausflußkammer δ6 bildet. Die Querwand δ4 ist aus undurchlässigem Material hergestellt und trägt die Filterkerzen c, von denen eine in Fig. 3 besonders gezeigt ist. Wie dort dargestellt, umfaßt sie ein Filterrohr c1 aus Infusorienerde, das an dem einen Ende geschlossen ist, während das andere Ende fest mit dem Deckel c2 verbunden ist und einen hohlen Zapfen c3 hat, der durch die Wand δ4 hindurchgeführt ist und auf der Austrittsseite der Platte eine Mutter c4 trägt, durch welche der Kern fest in seiner Lage gehalten wird, wobei geeignetes Packungsmaterial (nicht dargestellt) vorgesehen ist, um die Fuge dichtzuhalten. Das Bier wird dem Filter durch ein Rohr α3 von einer Pumpe α4 ο. dgl. unter Druck zugeführt und strömt erst durch den unten beschriebenen Regler d und dann durch ein Rohr β, β1 zur Aufnahmekammer δ5 des Filters. Unter geeignetem Druck wird das Bier durch die Wände der Filterkerzen c in das
Innere des letzteren und von dort durch die hohlen Zapfen c in die Austrittskammer b& getrieben. Von der letzteren strömt es durch ein Rohr e2, dann durch den Regler I und ein Rohr e3, welches am besten mit einem Absperrhahn e4 versehen ist, und ein Schauglas e& zur Flaschenfüllmaschine oder wohin sonst es gewünscht wird.
Eine Sterilfiltrierung ist nur möglich, wenn
ίο die Kerzen vollkommen unversehrt sind und um die Zapfen herum und durch oder um die Platte δ4 herum kein Herauslecken von der Kammer 56 in die Kammer be stattfinden kann. Es ist deshalb sehr wichtig, daß man die Austrittsseite der Platte δ4 und die Auslässe aus den Kerzen beobachten kann, während die Eintrittskammer δ5 unter Druck steht. Deshalb sind die Kerzen auf eine feststehende Platte aufgesetzt und der Deckel b2 ist dazu herausnehmbar eingerichtet. Da auf diese Weise Zutritt ermöglicht ist, können die Auslässe aus allen Kerzen verstopft werden, um die Platte und die Fugen um die Platte herum zu prüfen, und nachher können die Stopfen einzeln entfernt werden, um die Strömung durch jede einzelne Kerze zu prüfen.
Um die Abscheidung des im Bier gelösten Gases vor Durchgang durch das Filter zu. verhindern, ist es nötig, daß ein vorher bestimmter Druck, der sich je nach den Verhältnissen etwas ändern kann, an der Austrittsseite des Filters aufrecht erhalten wird. Dieser Druck kann durch einen Gegendruck in der Flaschenfüllmaschine oder durch andere geeignete Mittel erreicht werden, wird aber am besten durch den Regler / konstant erhalten. Damit der Druck an der Einlaßseite des Filters je nach der Veränderung des Filterwiderstandes verändert werden kann, bei schnellerer oder langsamerer Strömung des Bieres durch das Filter, oder bei Verstopfung der Zwischenräume des Filters, so daß der erforderliche Druck auf der Aüstrittsseite aufrechterhalten wird, kann die Einströmung des Bieres in das Filter durch den Regler d geregelt werden, dessen Wirkung vom Druck auf den Ausfluß abhängt. In Fig. 4, 5 und 6 ist die Konstruktion eines zu diesem Zweck geeigneten Reglers im einzelnen gezeigt. Wia dort dargestellt, besteht der Regler aus einem Mantel dl mit einer Einlaßöffnung d2, an die das Rohr a3 angeschlossen wird, und einer Auslaßöffnung d3, an die ein Rohr e angeschlossen ist. Der Auslaß d3 hat eine nach innen ragende Verlängerung dx mit einem in der Mitte angeordneten, nach unten sich öffnenden Ventilsitz d5. An dem Mantel d1 sind obere und untere Deckel d* und d1 befestigt, die dazu dienen, Membranen ds und d9 in ihrer Lage festzu halten. An dem Deckel d"1 ist ein Federgehäuse dw befestigt, in welchem eine Feder d11 angeordnet ist, die auf einen Kolben d12 wirkt.
Dieser ist an einem Bügel d13 befestigt, mit welchem beide Membranen ds und d9 verbunden sind. An seinem oberen Ende trägt der Bügel d13 einen Kolben du, auf welchen eine Feder du in einem Federgehäuse d16 an dem oberen Deckel d6 wirkt. Eine Einstellschraube d17, die in das obere Ende des Federgehäuses d16 geschraubt ist, dient dazu, den Druck der Feder d15 nach unten gegen die Membran ds und durch den Bügel d13 auf die Membran d9 zu regulieren. Eine Rohrabzweigung e6 an dem ' Abflußrohr e2 steht ebenfalls mit dem Federgehäuse d10 in Verbindung, so daß der Druck auf den Ausfluß vom Filter gegen die Unterseite der Membran d9 wirken kann. Der Bügel d13 trägt einen Ventilkörper d18, welcher mit dem Ventil der Verlängerung d* des Auslasses d3 zusammen wirkt. Es ist also ersichtlich, daß der Druck gegen die Feder d11 und der Flüssigkeitsdruck gegen die Unterseite der Membran d9 den Ventilkörper d18 gegen seinen Sitz andrücken und die Einströmung des Bieres in den Regler und von dort in das Filter verhindern, und daß durch eine niehr oder weniger große Zusammenpressung der Feder d15 durch Bügel d13 eine Kraft ausgeübt wird, die den Ventilkörper dls von seinem Sitz abhebt, während der Druck des Bieres in der Mittelkammer des Reglers, welcher gleichmäßig auf die Membranen in entgegengesetzter Richtung wirkt, keine Neigung hat, das Ventil zu öffnen. Der Druck, bei welchem das Ventil sich öffnet, um die Einströmung des Bieres in das Filter zu gestatten, wird durch den eingestellten Druck der Feder d15 bestimmt, und der Druck an der Einlaßseite des Filters wächst mit der Zunahme des Widerstandes im Filter, denn wenn der Druck auf den Ausfluß infolge der Zunahme des inneren Widerstandes des Filters etwas abnimmt, wird das Ventil durch den Druck der Feder d15 weiter geöffnet. Auf diese Weise wird der Druck auf den Ausfluß konstant erhalten, trotzdem der Widerstand des Filters zunimmt. An dem Deckel d7 kann ein Hahn d19 vorgesehen sein, um ein gelegentliches Abziehen von Flüssigkeit zu gestatten, welche etwa in die Kammer über dem Deckel eingedrungen oder kondensiert ist. Augenscheinlich kann der Einlaß und der Austritt des Reglers miteinander ausgetauscht werden, ohne daß der Vorgang irgendwie geändert wird.
Da der Fluß des Bieres an der Flaschenfüllmaschine oder sonstwo sich ändern kann, ist es wünschenswert, Mittel zu schaffen, um einen Rückgang des Druckes an der Austrittsseite des Filters zu verhindern, wenn die Strömung von dem Rohr e3 die Höchstleistung des Apparates überschreiten will. Zu diesem Zweck ist der Regler I zwischen den Rohren e2 und e3 eingeschaltet. Die Konstruktion dieses Reglers I ist im wesentlichen die gleiche wie die
des Reglers d, wie Fig. 7 zeigt, nur ist die Lage der einzelnen Teile zueinander die entgegengesetzte, so daß, wenn der Druck des Bieres in dem Rohr «2 etwas zu sinken beginnt, das Ventil des Reglers I teilweise geschlossen wird und der Druck im wesentlichen konstant erhalten wird. Wie in Fig. 7 dargestellt, besteht der Regler I aus einem Mantel I1 mit einem Einlaß P, an den das Rohr e2 angeschlossen wird, und einem Auslaß P, an den das Rohr e3 angeschlossen wird. Der Einlaß P hat eine sich nach innen erstreckende Verlängerung P mit einem in der Mitte befindlichen, nach oben gerichteten Ventilsitz P. An dem Mantel I1 sind obere und untere Deckel P und P befestigt, welche die Membranen /8 und P in ihrer Lage festhalten. An dem Deckel P ist ein Federgehäuse /10 befestigt, in welchem sich eine Feder I11 befindet, die auf einen Kolben I12 wirkt. Der letztere ist an einem Bügel I13 befestigt, mit welchem auch beide Membranen P und P verbunden sind, und an seinem oberen Ende hat der Bügel I13 einen Kolben I11, auf welchen eine Feder Z15 in einem Federgehäuse Z16 an dem oberen Deckel P wirkt. Eine Stellschraube I17, welche in das obere Ende des Federgehäuses Z16 eingeschraubt ist, dient dazu, den nach unten gerichteten Druck der Feder Z15 gegen die Membran /8 und durch den Bügel Z13 auf die Membran P zu regulieren. Eine Rohrabzweigung P, welche mit dem Hauptabflußrohr e2 verbunden ist, ist ebenfalls mit dem Federgehäuse I10 verbunden, so daß der Druck auf den Ausfluß vom Filter gegen die Unterseite der Membran wirken kann. Der Bügel I13 trägt einen Ventilkörper Z18, welcher mit dem Ventilsitz P in der Verlängerung P zusammen arbeitet. Es ist nun ersichtlich, daß der Druck der Feder Z11 und der Flüssigkeitsdruck gegen die Unterseite der Membran P den Ventilkörper von seinem Sitz abgehoben hält, entgegen der Wirkung der Feder /15, so daß das Bier durch den Regler vom Filter fortfließen kann, und daß durch mehr oder weniger starkes Zusammenpressen der Feder Z16 eine Kraft ausgeübt wird, durch welche der Bügel das Ventil auf seinen Sitz drückt, während das Bier in der mittleren Kammer des Reglers, gleichmäßig auf beide Membranen in entgegengesetzten Richtungen wirkend, keine Neigung hat, das Ventil zu schließen. Der Druck, bei welchem das Ventil sich schließt, um den Abfluß des Bieres von dem Filter zu verhindern, wird daher durch den eingestellten Druck der Feder I15 bestimmt, und jede Neigung des Druckes in den Rohren e2 und ß6, nach den Membranen P zu fallen, bewirkt, daß der Ventilkörepr Z18 durch die Feder Z15 auf seinen Sitz gedrückt wird. Auf diese Weise wird der Druck auf der Ausflußseite des Filters konstant erhalten, selbst wenn der Ausfluß aus dem Rohre e3 die Leistungsfähigkeit des Apparates übersteigt. Ein Hahn I19 kann auf dem Deckel P vorgesehen sein, um gelegentlich Flüssigkeit abzuziehen, welche sich etwa in der Kammer angesammelt oder kondensiert hat.
Ein Schauglas h mit einem Hahn h1, ein Druckmesser ä2 und ein Absperrhahn h3 sind am höchsten Punkte der Zufluß- oder der Aufnahmekammer b& des Filters, wie aus Fig. 2 ersichtlich, angeordnet, und ein Schauglas i mit einem Hahn j.1, einem Druckmesser i% und einem Absperrhahn «3 sind an dem höchsten Punkte der Austrittskammer δβ, wie ebenfalls aus Fig. 2 ersichtlich, vorgesehen. Eine Druckgasquelle, an Rohr k sich anschließend, und ein Reduzierventil k1 können mit einer oder beiden Kammern δΒ und δ6 durch die Absperrhähne h3 und i3 verbunden werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Filtern gashaltiger Flüssigkeiten, besonders zum Sterilfiltern von Bier, gekennzeichnet durch einen Regler (d), durch den der Einlauf der zu filternden Flüssigkeit in das Filter gesteuert wird, welcher Regler einerseits durch den Druck auf der Eintritts-, andererseits durch den Druck auf der Austrittsseite des Filters derart eingestellt wird, daß beim Sinken des Druckes auf der Austrittsseite der Druck auf der Eintrittsseite steigt, und umgekehrt, so daß der Druck auf der Austrittsseite trotz wechselnden Widerstandes der Filterkörper stets derselbe bleibt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Austritt der gefilterten Flüssigkeit durch einen Regler (I) eingestellt wird, dessen Federscheibe (P) unter der Einwirkung des Drucks auf der Austrittsseite des Filters steht, derart, daß der Regler den Austrittsquerschnitt für die abströmende Flüssigkeit verringert, wenn der Druck auf der Ausströmseite nachläßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1912268059D 1912-08-01 1912-08-01 Expired DE268059C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE268059T 1912-08-01

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ID=34558913

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DE1912268059D Expired DE268059C (de) 1912-08-01 1912-08-01

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