DE577144C - Verfahren zur Herstellung von Nickelcarbonyl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Nickelcarbonyl

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DE577144C DEM109019D DEM0109019D DE577144C DE 577144 C DE577144 C DE 577144C DE M109019 D DEM109019 D DE M109019D DE M0109019 D DEM0109019 D DE M0109019D DE 577144 C DE577144 C DE 577144C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G53/00Compounds of nickel
    • C01G53/02Carbonyls

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Nickelcarbonyl Die bisherigen Verfahren zur Gewinnung von Nickelcarbony 1 gehen davon aus, das Metall selbst in irgendeiner Form mit Kohlenoxyd zur Reaktion zu bringen. Dieses Verfahren bietet mancherlei Schwierigkeiten, insofern hierbei verschiedene Hemmungen auftreten. So macht sich z. B. eine geringe Beimengung von Sauerstoff in dem angewandten Kohlenoxyd stark schädlich bemerkbar.
  • Das neue Verfahren zur Gewinnung von Nickelcarbonyl ist ganz anderer Art und geht diesen Schwierigkeiten aus dem Wege, indem es überhaupt nicht auf die Reduktion von Nickelverbindungen zu Metall ausgeht. Es ist dadurch charakterisiert, daß man Kohlenoxyd bei gewöhnlicher Temperatur und unter normalem Druck mit Nickel-Schwefel-Verbindungen, wie man sie Nickelsalzen oder Erzen mittels Schwefelwasserstoff oder dessen Derivaten, z. B. Merkaptanen, erhält und die man in wäßriger alkalischer Suspension oder Paste auch auf Trägersubstanzen anwendet, zur Reaktion bringt. Die Geschwindigkeit der Carbonylbildung ist so groß, daß sich die kleinste Menge Nickel aus einem Gemisch anderer Metalle abtreiben läßt. Übrigens ist es nicht notwendig, die Schwefelverbindungen fertig herzustellen, es genügt, die betreffenden Agentien Schwefelwasserstoff bzw. Schwefelwasserstoff derivate und Lauge mit den betreffenden Metallverbindungen zu vermengen, für welche letztere auch Erze sowie sulfidische und arsenidische Erze in Betracht kommen. Die Bildung des Nickelcarbonyls auf diesem Wege läßt sich nach den Untersuchungen von M a n c h o t sehr leicht verstehen. M a n c h o t und G a 1 1 haben z. B. gefunden, daß Nickelcyanür Kohlenoxyd bindet unter Entstehung eines gemischten Carbonyis Ni CyC O, welches dann unter Bildung von Ni Cy, und Ni (CO), zerfällt. Die noch glattere Bildung von Carbonyl aus schwefelhaltigen Metallverbindungen nimmt ähnlichen Verlauf.
  • Beispiele i. Eine schwefelsaure Nickellauge, die aus kupferhaltigen Rohsteinen gewonnen ist, wird mit Ätzkalk bis zur alkalischen Reaktion versetzt. In die Suspension, die sämtliche anderen Metalle enthalten darf, wird Schwefelwasserstoff, der aus den Röstgasen gewonnen werden kann, eingeleitet. Ebenso ist es möglich, die Nickellauge unmittelbar mit dem aus der Sodafabrikation anfallenden Calciumsulfid zu versetzen. Die alkalische Suspension wird bei Zimmertemperatur mit Kohlenoxyd zur Reaktion gebracht, wobei für intensive innige Berührung mit dem Gas Sorge zu tragen ist: Das nickelcarbonylhaltige Gas wird kontinuierlich in die Zersetzungsapparatur geleitet und dort bei i8o bis aoo° Nickel abgeschieden. An Stelle der Zersetzung kann, falls dies beabsichtigt wird, das Nickelcarbonyl selbst in entsprechend gekühlten Vorlagen in bekannter Weise kondensiert werden.
  • a. Technisches Kobaltsulfat wird mit äquivalenten Mengen Bariumhydroxyd umgesetzt und die Suspension mit Schwefelwasserstoff gesättigt. Der Überschuß des Schwefelwasserstoffes wird teilweise abgesaugt und der Rest durch einen geringen Überschuß von Lauge gebunden. Sobald man mit reinen-Kohlenoxyd schüttelt, wird das als Verunreinigung vorliegende Nickel in Form von Nickelcarbonyl gasförmig entfernt. Der Rückstand enthält dann nickelfreies Kobalt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Nickelcarbonyl durch Behandlung von Nickelverbindungen mit Kohlenoxyd, dadurch gekennzeichnet, daß man eine durch Fällung einer Nickelsalzlösung mit Schwefelwasserstoff oder Sulfiden erhaltene wäßrige Suspension von Nickelsulfid bzw: -hy drosulfid bei gewöhnlicher Temperatur und bei gewöhnlichem Druck mit Kohlenoxyd behandelt und aus dem hierbei erhaltenen carbonylhaltigen Gas Nickelcarbonvl in üblicher Weise abtrennt.
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