DE57688C - Neuerung bei der Herstellung von Glasflaschen und an Formen für dieselben - Google Patents
Neuerung bei der Herstellung von Glasflaschen und an Formen für dieselbenInfo
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- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C49/00—Blow-moulding, i.e. blowing a preform or parison to a desired shape within a mould; Apparatus therefor
- B29C49/42—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C49/76—Neck calibration
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 32: Glas.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Fabrikation von Glasflaschen. Der Zweck derselben
ist, durch eine Operation eine Flasche mit fertigem Halse herzustellen. Gemä'fs dieser
Erfindung erhalten die Formen für die Flaschen einen längeren Hals als die fertige Flasche.
Der obere Theil des Formhalses,, der mit Kragenstück bezeichnet werden soll, ist getrennt
und abnehmbar, und derart angeordnet, dafs er mit dichtem Schlufs auf der Form aufliegt
und eine Fortsetzung des Halses derselben bildet. Genanntes Kragenstück kann aus zwei
oder mehr Theilen bestehen, die, wenn getrennt, zusammenzuschieben sind und mit der
Form durch Federn verbunden sein können.
Zum Zweck der Formgebung des Flaschenhalses können Einschnürungen oder Absätze
von jeder . gewünschten Form an passenden Stellen des Kragenstückes oder des Formhalses
angebracht werden. Ist eine Flasche in der Form nach der gewöhnlichen Verfahrungsvveise
geblasen worden, so wird der Hals der Flasche durch Druck in die Form mittelst eines geeigneten Stempels oder des Kragenstückes
der Form, die einzeln oder gleichzeitig zur Wirkung kommen, fertig geformt, während das Glas sich noch in plastischem
Zustande befindet.
Fig. ι ist ein Schnitt einer gewöhnlichen Flaschenform mit den Neuerungen,
Fig. 2 ein Grundrifs derselben,
Fig. 3 eine Seitenansicht der getheilten Form in Richtung des Pfeiles, Fig. 1.
Fig. 4 und 5 sind vergröfserte Ansichten eines Theiles der Form mit dem Kragenstück
und dem Stempel oder Kolben, die Art und Weise darstellend, wie der Flaschenhals oder
-Kopf ausgebildet wird, nachdem das Glas geblasen ist.
Fig. 6 ist ein Schnitt durch einen Theil einer Form mit einem zusammenschiebbaren Kragenstück;
diese Figur zeigt auch den Stempel oder Kolben.
Fig. 7 ist ein Grundrifs der Form und des Kragenstückes allein,
Fig. 8 ein Schnitt durch einen Theil einer Form, welche mit einem anders construirten,
zusammenschiebbaren Kragenstück versehen ist; die Figur zeigt auch den Stempel oder Kolben.
Fig. 9 ist ein Grundrifs der Form und des Kragenstückes allein.
Fig. 10 zeigt im Schnitt ein Kragenstück und eine andere Form des Stempels oder
Kolbens.
A ist die gewöhnliche zweitheilige, zum Auseinanderklappen eingerichtete Flaschenform.
Ein Theil wird an der Grundplatte B vermittelst eines Bolzens oder einer Schraube, die
durch einen Arm desselben hindurchgeht, gehalten, während der entsprechende Arm an
der anderen Formhälfte einen Haken trägt, an welchem ein Seil zur üblichen Handhabung
durch den Glasbläser zum Zweck des Formschliefsens angebracht werden kann. Jede Hälfte der Form A trägt einen Theil des
Kragenstückes aa, welches eine Verlängerung
des Halskanals der Form bildet. Innerhalb
dieses Kragenstückes (oder theilweise innerhalb desselben und theilweise innerhalb, des Formhalses,
wie in Fig. 8) sind 'Rinnen oder Einschnürungen b, wie sie der gewünschten Form
des Flaschenkopfes mit Mundstück, Rand oder Wulst entsprechen, angebracht, wobei die
obere Einschnürung einen Absatz oder eine Schneidkante b1, wie in der Figur ersichtlich,
bildet, an welchem das Glas abgetrennt wird.
Ueber diesen Einschnürungen ist das Kragenstück zur Fortsetzung des Halses so viel höher
geführt, dafs die allzu schnelle Abkühlung des Glases an jenem Theil vermieden wird und
dasselbe heifs genug bleibt, um gehörig in die Form geprefst zu werden.
Auf der Grundplatte B ist ein Ständer c
befestigt, der eine verticale Welle D hält; diese besitzt eine Nuth d, die auf eine gewisse
Länge in gerader Linie verläuft. Mit einer Feder e in diese'Nuth d eingreifend, ist
auf der Welle der Gleitblock E verschiebbar. An einem Arm desselben ist ein Haltestück f
für den Stempel oder Kolben angeschraubt, An jeder Seite des Gleitblockes E greifen
Stangen F an, deren andere Enden mit dem drehbar gelagerten Tritthebel G derart verbunden
sind, dafs der Ständer nebst Zubehör zwischen beiden bleibt. Um den Tritthebel in
der oberen normalen Stellung zu halten, wird eine Feder H zwischen' diesem und irgend
einem oberhalb gelegenen festen Punkt ausgespannt. Durch Niederdrücken des Tritthebels
G wird dem Gleitblock E eine theilweise Drehung infolge des Eingriffs seiner
Feder e in die Nuth d ertheilt, so dafs der Arm aus der in Fig. ι und 2 dargestellten
Lage in die punktirte, Fig. 2, kommt; der Stempel oder Kolben J, der dadurch direct
über die 'Formöffnung gebracht wird, kann ■ dann in dieselbe bis zu einer bestimmten Tiefe,
wie Fig. 3 zeigt, eingeführt werden. Der Zweck dieser Drehbewegung des Stempelarmes
ist, dafs der herausgezogene Stempel J aufser Bereich der Formöffnung gehalten wird, und
dafs es so dem Glasbläser möglich gemacht ist, die Pfeife mit dem Halbfabrikat in die
Form hineinzuhalten; zugleich ist dadurch der freie Raum für das Herausnehmen der fertigen
Flaschen gewonnen.
Aus Fig. 4 und 5 ist die Art und Weise ersichtlich, wie die Herstellung des fertigen
Halses geschieht, wonach sich die ganze Operation der Herstellung der Flasche wie
folgt darstellt. Nachdem der Glasbläser mit Hülfe der Pfeife das Halbfabrikat, d. h. die
Glasblase in die aufgeklappte Form hineingebracht hat, schliefst er dieselbe und fährt fort
zu blasen, bis die Pfeife mit der überflüssigen Glasmasse aufserhalb des Kragenstückes, wie
Fig. 4 zeigt, liegt, wobei er in diesen Theil der flüssigen Glasmasse eine Oeffnung bricht.
Durch Niederdrücken des Trittes mit dem Fufs bringt er dann den Stempel oder Kolben J
abwärts in den Hals der Form. Der schwach verjüngte Stempel oder Kolben drängt das
Glas, welches die Schulter g gebildet hat, um die Kante bl zusammen und drückt es nach
unten in den Theil b hinein, den es ausfüllt, während die Absatzfläche /2, am Stempel oder
Kolben mit dem Schneidrand bx zusammentreffend , den Flaschenhals abschneidet und
fertig macht, wie Fig. 5 zeigt. Infolge der Zusammenpressung des Glases durch den
Stempel oder Kolben bildet sich die glatte Innenseite des Halses., wie sie für das Einbringen
des Korks erforderlich ist.
In Fig. 6 und 7 ist ein zusammenschiebbares Kragenstück dargestellt.
Das Kragenstück α ist auf dem Halsstück k
der Form .A verschiebbar; durch Federn //an den drehbar gelagerten Armen K K bleibt
jeder Theil daran angedrückt. Beide Hälften des Kragenstückes werden normal in der dargestellten
oberen Lage mittelst der Federn m m auf den Stiften m1 gehalten, welche durch die
Arme K K hindurchgehen. Der Stempel oder Kolben J hat in diesem Falle zwei Arme η η,
welche beim Niedergehen desselben auf die beiden Kragenstückhälften treffen und dieselben
herunterdrücken, wobei der Absatz la das überflüssige Glas bei Berührung mit der Schneidkante
b abtrennt. In dieser Weise erfolgt die Fertigstellung und Stauchung des Halses theils
durch Hinein drücken einer gewissen Menge Glas mittelst des Stempels oder Kolbens J,
theils durch Zusammenpressen des Glases, welches den Raum in der Aussparung b ausfüllt.
In Fig. 8 sind die Kragenstückhälften α α in
anderer Richtung (d. h. seitlich) zusammenschiebbar. Wie ersichtlich, bilden sie in geöffneter'Stellung
eine ovale Form, wobei ein Theil in den anderen theilweise eingreift, um bei geschlossener Stellung einen vollständigen
kreisförmigen Durchgang zu bilden. Jede Kragenstückhälfte gleitet auf der entsprechenden
Hälfte der Formel; in normal offener Stellung werden sie durch die Federn L bis zu den
Anschlagstücken q q aus einander gehalten. Wenn der Stempel oder Kolben J herabgeht,
treffen die Arme η η auf die Arme KK1 und
treiben sie gegen die schrägen Flächen 0 0 an dem Kragenstück, so dafs dessen beide Theile
bei Anspannung der Feder L zusammengeschoben werden und das Innere der Kragenstücke
in die richtige Kreisform gebracht wird; der Erfolg ist die Zusammenpressung des
Glases in der Aussparung b um den Kolben J herum, während das Abtrennen wie vorher
durch den Absatz h, der sich gegen die Schneidkante b1 legt, geschieht.
Fig. 10 zeigt einen Stempel oder Kolben J, an welchem die Schneidkante ρ ρ an dem Ab-
satz h1 sitzt, welcher das Glas abtrennt und
die Flasche durch Berührung des Glases mit den Wandungen der Aussparung fertig macht.
Es ist einleuchtend, dafs viele anders gestaltete Flaschen (oder Gefäfse) aufser den
dargestellten in der beschriebenen Weise hergestellt
werden . können, sowohl solche, die Ränder oder Flantschen' als innen schraubenartige
oder anders ausgebildete Hälse haben; ebenso sind zahlreiche weitere Modificationen
in der Construction des Halsstückes, der Abtrennvorrichtung und des Stempels möglich.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι . Zur Herstellung von Glasflaschen in Formen die in Verbindung mit der gewöhnlichen Flaschenform A auftretende Anordnung einer getheilten Halsform a, welche länger als der zu formende Flaschenhals ist und in welche ein Stempel / geführt wird, der aus dem oberen Theil der Halsform etwas Glasmasse aufnimmt und nach Verdichtung der Masse in der Halsform mit feinem, gegen die scharfe Kante b1 derselben treffendem Absatz h ein Abschneiden der Glasmasse oben am Halse bewirkt.
Bei dem unter ι. genannten Apparat die Einrichtung, wonach sich die Halsform a auf der Flaschenform A bewegt und nach unten oder innen durch den Stempel J gedrückt wird, um die Verdichtung der Glasmasse zwischen dem Stempel und der Halsform zu unterstützen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57688C true DE57688C (de) |
Family
ID=332040
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57688D Expired - Lifetime DE57688C (de) | Neuerung bei der Herstellung von Glasflaschen und an Formen für dieselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57688C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2418709A1 (fr) * | 1978-03-02 | 1979-09-28 | Plm Ab | Formation d'une embouchure sur une ebauche |
-
0
- DE DENDAT57688D patent/DE57688C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| FR2418709A1 (fr) * | 1978-03-02 | 1979-09-28 | Plm Ab | Formation d'une embouchure sur une ebauche |
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