DE573283C - Verfahren zur Entfernung von Eisen aus festen eisenhaltigen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Eisen aus festen eisenhaltigen Stoffen

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DE573283C
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removing iron
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hydrogen chloride
organic
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Application number
DE1930573283D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Frederi Taack-Trakranen
Dr Hans Wolf
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/20Preparation of aluminium oxide or hydroxide from aluminous ores using acids or salts
    • C01F7/22Preparation of aluminium oxide or hydroxide from aluminous ores using acids or salts with halides or halogen acids

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Description

  • Verfahren zur Entfernung von Eisen aus festen eisenhaltigen Stoffen Es ist bekannt, aus wäßrigen Lösungen von Gemischen von Eisenchlorid mit anderen Metallchloriden das Eisenchlorid durch Extraktion der Lösungen mit organischen Lösungsmitteln zu entfernen. Das Verfahren gründet sich auf die im Gegensatz zu anderen Chloriden gute Löslichkeit des Eisenchlorids in vielen bekannten organischen Lösungsmitteln.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Entfernung des Eisens aus solchen festen Stoffen, in denen es in unlöslicher Form, z. B. als Oxyd, vorliegt, in einfacher Weise durchgeführt werden kann, wenn man die von-Eisen zu befreienden festen Stoffe mit organischen Lösungsmitteln, die gasförmigen Chlorwasserstoff gelöst enthalten, extrahiert. Der gelöste Chlorwasserstoff verwandelt die Eisenverbinduizg in Eisenchlorid, welches sich in dem organischen Lösungsmittel löst. Hierbei werden überraschenderweise durch den in dem organischen Mittel gelösten Chlorwasserstoff nur die Eisenverbindungen chemisch angegriffen, während andere von wäßriger Salzsäure sonst leicht angreifbare Verhindungen des Gemisches gar nicht verändert werden. Es lassen sich auf diese Weise vollkommen neuartige Wirkungen erzielen, die mit wäßriger Salzsäure nicht zu erreichen sind. So gelingt die Enteisenung von Bauxit, ohne daß seine chemische oder kolloide Struktur verändert wird. Es lassen sich sogar Bauxitbrocken enteisenen, ohne daß sie in ihrer Festigkeit vermindert werden. Tone und Kaoline werden weitgehend von ihrem Eisengehalt befreit, ohne ihre wertvollen plastischen Eigenschaften einzubüßen. Die Behandlung mit chlorwasserstoffhaltigen organischen Mittehe wirkt weiterhin auf viele Eisenverbindungen lösend, bei welchen wäßrige Salzsäure derselben Konzentration keine genügende Wirkung hat. Endlich wird die . Bildung kolloider Lösungen, die beim Arbeiten mit wäßriger Salzsäure mitunter eintritt, beim Arbeiten mit organischen Lösungsmitteln vermieden, wodurch eine gute Filtrierbarkeit erhalten bleibt. Als Lösungsmittel kommen z. B. Äther, Alkohole, Aldehyde, Ketone, organische Halogenverbindungen u. a. in Betracht. Es ist möglichst in Abwesenheit von freiem Wasser zu arbeiten, jedoch kann auch ein hydrat- oder kristallwasserhaltiger Stoff pislt. enteisent werden, :ebenso kann u. U. auch das Lösungsmittel geringe Mengen Wasser enthalten. Es können auch Eisensalze, die in organischen Mitteln unlöslich sind, in dieser Weise in Lösung gebracht werden. ' Es ist in der Literatur ein Verfahren zur Gewinnung von eisenfreiem Tonerdesulfat aus eisenhaltigen Lösungen beschrieben, bei dem das durch Essigsäure oder, eine andere organische Säure aus der Lösung ausgefällte Sulfat mit der benutzten Fällunggsäure nachgewaschen werden soll. Hierbei handelt es sich aber nicht um die Entfernung von festen Eisenverbindungen, sondern durch das Nachwaschen findet lediglich eine Befreiung des Niederschlages von anhaftender eisenhaltiger Mutterlauge statt.
  • Beispiel i 2 Teile gemahlener roher Schwerspat werden mit i Teil Äther, der 709 gasförmigen Chlorwasserstoff im Liter enthält, 2 Stunden lang stehen gelassen. Nach dieser Zeit ist der anfangs gelbe Schwerspat reinweiß geworden. Er setzt sich nach dem Umschütteln sofort ab. und kann leicht filtriert und ausgewaschen werden. Der Eisengehalt wird auf weniger als o,002% verringert. An Stelle des Äthers kann auch Methanol, Aceton oder Chloroform verwendet werden. Beim Behandeln mit wäßriger Salzsäure (7o g im Liter) allein bleibt der Schwerspat gelb; bei Anwendung konzentrierter Säure treten Filtrationsschwierigkeiten auf.
  • Beispiele Roter französischer Bauxit mit rund io% Fez03 wird in nußgroßen Brocken der Extraktion mit Äther, der 709 Chlorwasserstoff im Liter enthält, unterworfen. Der Bauxit wird ohne Verminderung seiner Festigkeit durch und durch gebleicht. Der Eisengehalt sinkt auf rund o,8%.
  • Beispiel 3 Gelber Kaolin wird in Pulverform mit Äther, der 36g Chlorwasserstoff im Liter enthält, kurze Zeit extrahiert. Hierbei schlägt die Farbe von Gelb in reines Weiß um; die Plastizität und Formbarkeit des Kaolins bleibt unverändert.
  • Beispiel q.
  • Eine Generazorschlacke von der ungefähren Zusammensetzung: Si 02 32%, A403 3 i o'o, Ca0 3o%, Fe203 2,2% wird mit Schwefelsäure aufgeschlossen. Das erhaltene Gemenge von Kieselsäure und den Sulfaten des Calciums, Aluminiums und Eisens wird alsdann mit Aceton .extrahiert, dem eine geringe Menge gasförmiger Chlorwasserstoff beigemischt ist. Das in Aceton unlösliche Eisensulfat wandelt sich in Eisenchlorid um und wird bis auf o,o6% gelöst. Das Aluminiumsulfat bleibt unverändert; es ivird mit Wasser äusgelaugt und praktisch rein erhalten.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCIi: Verfahren zur Entfernung des Eisens aus festen Stoffen, in denen Eisen in in organischen Lösungsmitteln unlöslicher Form enthalten ist, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem chlorwasserstoffhaltigen organischen Lösungsmittel extrahiert werden.
DE1930573283D 1930-05-27 1930-05-27 Verfahren zur Entfernung von Eisen aus festen eisenhaltigen Stoffen Expired DE573283C (de)

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