DE573203C - Hochstrom-Trennschalter - Google Patents
Hochstrom-TrennschalterInfo
- Publication number
- DE573203C DE573203C DEA64251D DEA0064251D DE573203C DE 573203 C DE573203 C DE 573203C DE A64251 D DEA64251 D DE A64251D DE A0064251 D DEA0064251 D DE A0064251D DE 573203 C DE573203 C DE 573203C
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- Germany
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- contacts
- fixed
- fixed contacts
- rectangular cross
- knife
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- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H1/00—Contacts
- H01H1/12—Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage
- H01H1/36—Contacts characterised by the manner in which co-operating contacts engage by sliding
- H01H1/42—Knife-and-clip contacts
Landscapes
- Contacts (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. MÄRZ 1933
29. MÄRZ 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE 28 os
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*) Hochstrom-Trennschalter
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. November 1931 ab
Die Erfindung- betrifft einen Trennschalter für hohe Stromstärken, bei welchem die Forderungen
nach gedrängtem Aufbau und Verwendung einfacher und daher in der Herstellung
billiger Konstruktionsteile weitgehend erfüllt sind. Bei dem neuen Schalter ist das
an sich bei Trennschaltern bekannte Prinzip benutzt, nach dem die Betätigung des Schalters
in der Weise erfolgt, daß zunächst die übliehe Einschaltbewegung vorgenommen wird
und dann eine zusätzliche Bewegung zur Erzielung eines verhältnismäßig starken Kontaktdruckes,
der bei Schaltern für hohe Stromstärken erforderlich ist. In an sich bekannter
t5 Weise wird der zusätzliche Kontaktdruck
durch einen gemeinsamen Schraubenbolzen, welcher sämtliche Kontakte nach dem Einlegen
des Schalters gegeneinanderpreßt, ausgeübt.
Erfindungsgemäß sind die festen Kontakte von rechteckigem Querschnitt mit ihrer breiten
Fläche, die der Breite des Kabelschuhes für die einzelne Anschlußleitung entspricht,
in einem Abstand der Trennmesserdicke neben einander auf einer Isolierunterlage von ebenfalls
rechteckigem Querschnitt mit geringer seitlicher Verschiebbarkeit befestigt, derart,
daß die zwischen die festen Kontakte eingeschobenen Trennmesser nur an den Schmal-Seiten
der festen Kontakte in Berührung kommen. Diese verhältnismäßig kleinen Kontaktflächen
sind zulässig, da bekanntlich für die Güte eines Kontaktes nicht die Größe der sich berührenden Fläche maßgebend ist, sondern
lediglich der Gesamtdruck und die Reinheit der sich berührenden Flächen. Der erforderliche
Gesamtdruck wird durch den bereits erwähnten gemeinsamen Schraubenbolzen und die Reinheit der Kontaktflächen
durch Verhinderung der Oxydation durch Ver-' nickein, Versilbern usw. erzielt.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung in den Abb. 1 und 2 in Ansicht und
Seitenansicht dargestellt.
Auf dem Schraubenbolzen 1 sind die Trennmesser
4 isoliert angeordnet. Die zu überbrückenden Kontakte 3 sind in zwei gegenüberliegenden
Reihen auf den Isolierleisten 7 angeordnet. Die Entfernung zweier nebeneinanderliegender
Kontakte beträgt nur die Dicke eines Trennmessers 4. Auf der einen Seite sind die Trennmesser 4 in den Kontakten 3
drehbar gelagert, und zwar in einfacher Weise dadurch, daß Zapfen 9 in Bohrungen von zwei
nebeneinanderliegenden Kontakten lose eingreifen.
Die Kontakte 3 sind auf den Leisten 7, 7' mittels der Schrauben 8 mit geringem seitlichem
Spiel verschiebbar befestigt, so daß, die senkrecht zu den Kontakten stehenden
Trennmesser 4 sich in den Zwischenraum zweier benachbarter Kontakte 3 einschieben
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Wilhelm Höpp in Berlin-Heiligensee.
können. Nach. dem. Einlegen der Trennmesser
wird mittels des Schlüssels 2 eine Spannmutter angezogen, wodurch, die Trennmesser 4 von
beiden Seiten gegen die Kontakte 3 gepreßt werden.
Bei hohen Stromstärken werden wegen der bequemeren Verlegung stets mehrere Anschlußleitungen
oder Kabel parallel geschaltet. Die Anschlußkabelschuhe erfordern eine bestimmte Mindestbreite der Anschlußflächen,
und es sind die festen Kontakte 3 nur um ein geringes breiter gewählt, als der Kabelschuh
erfordert. Die Dicke der Kontakte ergibt sich dann aus der zulässigen Stromdichte. Man _
gelangt dann zu rechteckigen Querschnitten, bei denen sich die Stärke zur Breite des Profils
ungefähr wie 1: 3 bis 1:5 verhält. Da die
Trennmesser 4 senkrecht zu den festen Kontakten 3 direkt zwischen diesen eingeklemmt
sind, so können die Anschlußschrauben 6 sogar zwischen den Schaltmessern 4 angeordnet
werden, da sie dann trotzdem noch mittels eines Steckschlüssels bedient werden können.
Die Baulänge des ganzen Schalters ist also äußerst gering. Selbstverständlich können
auch kurze Anschlußfahnen angeordnet werden. Die Entfernung der gegenüberliegenden
Kontaktreihen braucht nur so groß zu sein, daß der isolierte Schraubenbolzen 1
genügend Platz dazwischen findet, da der Schraubenbolzen 1 möglichst in der Verbindungslinie
zwischen den festen Kontakten liegen soll, um beim Festpressen der Kontakte kein Kippmoment zu erzeugen.
Der vorbeschriebene einpolige Schalter "kann in einfacher Weise als zwei- oder mehrpoliger
Schalter hergestellt werden, indem z. B. zwischen den Polen ein weiteres Messer ι ο und eine Isolierplatte 11 eingelegt werden,
die in der Form dem Trennmesser entspricht. Ferner kann die Stromstärke des Schalters
durch Veränderung der Zahl der Schaltelemente beliebig geändert werden. Es ist nur
die entsprechende Zahl der Kontakte für die Anschlußkabel vorzusehen. Eine geringe seitliche
Verschiebung der Kontakte ist erforderlich, damit das Einlegen und Herausnehmen der Trennmesser erleichtert wird. Es ist ohne
weiteres ersichtlich, daß der ganze Schalter aus äußerst einfachen geraden und sogar
untereinander ähnlichen Teilen besteht, so daß infolge der einfachen Herstellungsweise
und der äußerst sparsamen Materialverteilung die Kosten sehr gering sind. Die Trennmesser 4 müssen, da sie, wie bereits
gesagt, auf dem gemeinsamen Schraubenbolzen ι sitzen, zu gleicher Zeit ausgeschaltet
werden.· Man könnte diesen Schraubenbolzen daher gleichzeitig als Handgriff ausbilden, wenn man ihn zu beiden Seiten
etwa um eine Handbreite verlängert. Da aber infolge der sehr kurzen Trennmesser eine
verhältnismäßig große Kraft erforderlich ist und außerdem die auf beiden Seiten überstehenden
Griffe den Schalter unerwünscht vergrößern, so wird in weiterer Ausbildung der. Erfindung für die Bewegung der Trennmesser
folgende Vorrichtung vorgesehen.
An der vorderen Stirnseite sämtlicher Trennmesser 4 ist die plattenförmige Traverse
5 aus Isoliermaterial mit etwas Spiel befestigt. Der obere Teil dieser Isoliertraverse
ist mit einer AnzaM Öffnungen zum Durchstecken der Finger des Bedienenden versehen,
so daß die Isoliertraverse 5 gewissermaßen als Handgriff dient. Diese Öffnungen können
entweder in der Mitte oder zu beiden Seiten der Isoliertraverse angeordnet sein. Zum
Schutz gegen Berührung spannungsführender Teile ist die Traverse 5 mit zwei. Isolierwinkein
12 und 13 versehen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Hochstrom-Trennschalter, bei welchem sämtliche parallelen Strombrücken mittels eines gemeinsamen Schraubenbolzens nach dem Einlegen gegen die festen Gegenkontakte angezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die festen Kontakte von rechteckigem Querschnitt mit ihrer go breiten Fläche, die der Breite des Kabelschuhes für die einzelne Anschlußleitung entspricht, in einem Abstand der Trenn-. messerdicke nebeneinander auf einer Isolierunterlage von ebenfalls rechteckigem Querschnitt mit geringer seitlicher Versc'hiebbarkeit befestigt sind, während die zwischen die festen Kontakte eingeschobenen Trennmesser hochkant gestellt sind, so daß sie nur an den Schmalseiten der festen Kontakte zur Berührung kommen.
- 2. Trennschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennmesser in kurzen Drehzapfen gelagert sind, die ihrerseits in kurzen Einserikungen der festen Anscnlußkontakte der einen Seite des Schalters lose eingebettet sind.
- 3. Trennschalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Betätigungsgriff auf den freien Stirnseiten samt- no licher Trennmesser mit geringem Spiel eine dünne Isolierplatte befestigt ist, in der Öffnungen zum Durchstecken der Finger vorgesehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64251D DE573203C (de) | 1931-11-27 | 1931-11-27 | Hochstrom-Trennschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA64251D DE573203C (de) | 1931-11-27 | 1931-11-27 | Hochstrom-Trennschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE573203C true DE573203C (de) | 1933-03-29 |
Family
ID=6943435
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA64251D Expired DE573203C (de) | 1931-11-27 | 1931-11-27 | Hochstrom-Trennschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE573203C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1096997B (de) * | 1954-01-25 | 1961-01-12 | Licentia Gmbh | Kontaktmesser aufweisendes, um einen Bolzen schwenkbares Trennlaschenpaket |
-
1931
- 1931-11-27 DE DEA64251D patent/DE573203C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1096997B (de) * | 1954-01-25 | 1961-01-12 | Licentia Gmbh | Kontaktmesser aufweisendes, um einen Bolzen schwenkbares Trennlaschenpaket |
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