DE57205C - Vorrichtung zum Aufkleben von Marken - Google Patents

Vorrichtung zum Aufkleben von Marken

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DE57205C
DE57205C DENDAT57205D DE57205DA DE57205C DE 57205 C DE57205 C DE 57205C DE NDAT57205 D DENDAT57205 D DE NDAT57205D DE 57205D A DE57205D A DE 57205DA DE 57205 C DE57205 C DE 57205C
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mark
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DENDAT57205D
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English (en)
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A. G. DlENZ, Kataster-Inspektor, Steuerrath, in Stralsund
Publication of DE57205C publication Critical patent/DE57205C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C11/00Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles
    • B65C11/04Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels
    • B65C11/043Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels modified for the application of labels to articles
    • B65C11/046Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels modified for the application of labels to articles label feeding from strips

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  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mit der in der Folge beschriebenen Vorrichtung sollen Marken, Werthzeichen oder dergleichen beliebiger Gröfse auf Briefe, Aktenstücke u. s. w. an beliebiger Stelle aufgeklebt werden, und wird sowohl das Abtrennen und Anfeuchten der Marken, als auch das nachherige, zum Auf- und Festkleben nöthige Andrücken von der Vorrichtung selbst besorgt. Die hierbei verwendeten Marken, Post- oder andere Werthzeichen, welche durch Uebereinanderkleben der an den Marken vorstehenden weifsen durchlochten Enden zu einem Streifen vereinigt sind, befinden sich auf einer Rolle. Beim Gebrauch wird jedesmal von selbst der aufgerollte: Markenstreifen um die Länge einer Marke vorgezogen, eine Marke von dem Streifen abgetrennt, angefeuchtet und durch einen Stempel aufgeklebt. Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus der Führung mit der Markenrolle nebst dem die Anfeuchtvorrichtung tragenden Gestell und dem das Vorschieben, Abtrennen, Abnehmen und Aufkleben der Marke besorgenden Stempel.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht, Fig. 3 eine Oberansicht und Fig. 4 ein Schnitt nach x-x in Fig. 1; Fig. 5 stellt einen Schnitt nach y-y in Fig. 3 bei aufgesetztem Stempel dar, Fig. 6 einen gleichen Schnitt, jedoch mit niedergedrücktem Stempel; Fig. 7 ist ein Querschnitt nach \-\. in Fig. 5. Die Fig. 8 und 9 stellen die Führungsbahn in unterer und oberer Ansicht dar. Die Fig. 10 bis 17 veranschaulichen den Stempel in verschiedenen Ansichten und Schnitten; Fig. 14 ist eine vordere Ansicht des Messers.
"Auf dem Gestell A, welches noch die beiden Platten α und a1 trägt, ist der als Führung dienende Rahmen B bei b gelenkig befestigt. Dieser Rahmen besteht aus der Bodenplatte ρ mit den Wangen w und besitzt an jeder Seite einen Stift jvl, Fig.-1 und 3, gegen welchen die auf Gestell A festen Federn c anliegen, um den Rahmen hochzuhalten. Die Auf- und Abbewegung des Rahmens, von denen die erstere durch die Federn c, die letztere beim Gebrauch durch die den Stempel (Fig. 10 bis 17) führende Hand erfolgt, ist durch die inneren Ränder des Rahmens a°, in die das vordere Ende des Rahmens B hineinreicht, begrenzt. Am anderen Ende des Rahmens B befinden sich in den Wangen w zwei Einschnitte, in welchen die Rolle C ruht, auf die der auf eine Spule C1 gewickelte Markenstreifen lose geschoben ist. In diesen senkrechten Einschnitten kann sich die Markenrolle auf- und abbewegen und wird vermöge ihrer Schwere stets auf der Bodenplatte ρ aufliegen, wobei die seitlichen Ränder der Spule, die gleichzeitig ein Heruntergleiten des Streifens. verhüten, in den. Einschnitten ws der Bodenplatte ρ sich frei bewegen.
Von dieser drehbaren Spule C1 wird der Markenstreifen unter eine im Rahmen angebrachte Brücke d geführt und gelangt, über die Bodenplatte ρ gleitend, bis zu dem ersten Walzenpaar f. In der Brücke d sind zwei dünne Metallstreifen e angebracht, welche, wie die Brücke d selbst, die an den Wangen w befestigt ist, nicht auf der Bodenplatte ρ aufliegen, sondern davon ungefähr 1 mm entfernt sind. Diese Streifen e haben den Zweck, den Markenstreifen niederzuhalten .Und besonders die später abgeschnittene Marke auf dem ersten
Rollenpaar / festzuhalten. Zu diesem Zweck liegen die Streifen auf dem Rollenpaar bezw. in den in diesen Rollen vorhandenen kleinen Einschnitten /5, Fig. 8, wodurch auch ein Verschieben der Streifen e nach der Seite vermieden wird. Das Rollenpaar selbst bewegt sich in Lagern, die auf den Federn /2, Fig. 3 und 8, befestigt sind, wodurch dieselben gegen die vorderen Enden der Streifen e angedrückt und somit, weil diese Streifen e sich in den Einschnitten/5 der Rolle/ führen, etwas über der oberen Bodenplatte ρ vorstehen. Das Rollenpaar / dient ferner dazu, den Streifen fortzubewegen,, und ist deshalb gerauht. In der Brücke d sind auf einer drehbaren Achse g\ Fig. i, 5 und 6, die Hebel g befestigt. Die an diesen drehbaren Stangen g2 tragen unten eine quer in die untere Rahmenfläche ρ eingelassene Achse g3, welche beim Niederdrücken der Hebel g durch den Stempel ebenfalls mit heruntergedrückt wird und die. gegen diese. Achse g3 anliegenden und diese nebst den Stangen g"1 und Hebeln g hochhaltenden kleinen Federn m auch niederdrückt. Von letzteren sitzen ungefähr sechs neben einander auf einer auf der unteren Bodenfläche befestigten Platte Wi2, Fig. 8, und tragen an ihrem vorderen Ende je einen Stift m\ Fig. 5 und 6, welche sämmtlich über die obere Bodenfläche vorstehen und in eine in -der unteren Seite der Brücke d vorhandene Oeffnung d1 eindringen, dabei, sobald die Durchlochung des unter der Brücke fortbewegten Markenstreifens dorthin gelangt, hindurchtretend, um ein weiteres Verschieben des Streifens zu verhindern.
Die Bodenplatte ρ geht nur bis in die Nähe des ersten Rollenpaares /. Während die beiden anderen Rollenpaare, und zwar das vordere/ und das hintere Paar f1 in an der unteren Seite der Bodenplatte und den Wangen der Führung angebrachten Federn /2 und /3 gelagert sind, ruht das mittlere, mit Filz bekleidete Rollenpaar h in mit.Klemmen versehenen Stützen h1. Diese bewegen sich in Führungen h2, Fig. 4, an dem als Wasserbecken, dienenden Kasten k, Fig. 4, 5 und 6, auf und ab und werden durch Federn h3 stets aufwärts gedrückt. Durch die Mutter Λ4 am unteren Ende der Stützen h1 kann dies genau bestimmt werden. Das. Wasserbecken k ruht in dem Gestell A und besitzt die ebenfalls als Führungen dienenden Röhren k1. Die darin auf- und abbeweglichen und durch die Wirkung von Federn ebenfalls immer aufwärts gedrückten Stützen k2, Fig. 4, tragen einen Rahmen / zur Aufnahme der bis ins Wasser des Beckens k reichenden Filzstreifen Z1, und ruhen auf diesen Stützen k2 die unter den Wangen der Führung befestigten Winkel n, Fig. i.
Da auf den. Stützen k2 die Führung ebenfalls ruht und somit hochgehalten wird, so können die demselben Zweck dienenden Federn c nötigenfalls wegfallen. Ueber der Achse des mittleren Rollenpaares h sind die Wangen mit Aussparungen w2, Fig. 1, versehen, so dafs beim Niederdrücken der Führung dieses Rollenpaar zuerst in seiner Stellung verbleibt und nur bei weiterem Niederdrücken von dem angedrückten Rahmen Z, welcher durch die Winkel η ebenfalls heruntergedrückt wird, lose gemacht und mitgenommen wird. Ein zu leichtes Drehen dieses Rollenpaares wird durch die Klemmschraube verhindert, wodurch die Bewegung des Markenstreifens etwas verzögert wird, um letzteren anzufeuchten.
Der Rahmen Z ist halbkreisförmig, wodurch die Filzstreifen, soweit sie in demselben liegen, eine ähnliche Form annehmen und mit ihren ganzen Flächen die Filzrollen h berühren, um diese feucht zu erhalten. In der Ruhestellung liegt wegen des hochgehaltenen Rahmens und des Rollenpaares / die Marke nicht gegen die Filzrollen an, wodurch beim Nichtgebrauch der ganzen Vorrichtung ein Anfeuchten der Marken vermieden wird. In der unteren Seite der Brücke sowohl wie in der gegenüberliegenden Bodenplatte sind einige dünne Metallstreifen p1 hochkantig eingelegt (Fig. 5, 6 und 9), zwischen denen die Nadeln m1 durchgehen. Dieselben bezwecken, dafs der Markenstreifen weder unter der Brücke noch auf der Führungsplatte an den Kanten der darin befindlichen Einschnitte beim ersten Durchziehen des Markenstreifens Widerstand findet.
Die an dem Gestell A angebrachten Platten a und αΛ dienen zur Aufnahme der zu beklebenden oder fertig beklebten Schriftstücke, können aber auch ganz wegfallen oder-an einer anderen Stelle sich befinden. Soll das Aufkleben der Marken auf der Platte al erfolgen, so wird diese mit Filz, Gummi oder dergleichen belegt und erhält, um den das Aufkleben der Marken besorgenden Stempel an einer bestimmten Stelle, an welcher die Marke sitzen soll, aufdrücken zu können, eine Führungsleiste a2, welche oben mit dreieckigen Ausschnitten versehen ist.
Diese Führungsleiste a2 dient in Gemeinschaft mit dem durch eine Feder angehobenen und über die Platte' a1 hervorragenden Kolben a3 dazu, dem zu-beklebenden Schriftstück, welches mit einer Seite an Leiste α2 anliegt und mit der anstofsenden Seite gegen den Kolben zu liegen kommt, die richtige Lage zu sichern. Die auf der Führungsleiste a2 angebrachten Ausschnitte α4, deren Entfernung von einander der Gröfse der Marken entspricht, dienen dazu, mehrere-Marken neben einander aufkleben zu können. Zu demselben Zwecke besitzt auch die Platte a1 an ihrer vorderen Kante eine Eintheilung, welche der Markenbreite entspricht und zwischen -die der Stempel so aufgesetzt wird, dafs das vorstehende Messer des Stempels an der Vorderkante der.
Platte al anliegt. Die Wangen w, Fig. 7, der Führung sind, ebenso wie die Brücke d, im Innern oben etwas weiter, um ein besseres Einführen des Stempels zu ermöglichen. Die Wangen n> haben unten .auf der Bodenplatte Verstärkungen w4, Fig. 9, deren Entfernung von einander der Markenbreite entspricht, und zwischen denen sich der untere Theil des Stempels führt (Fig. 13). Durch diese Verstärkungen gehen auch die Stangen g2 hindurch. In die in der Bodenplatte ρ angebrachte Nuth p2 treten die Spitzen s3 des Stempels. ·
Der Stempel besteht aus Griff D und der Fufsplatte E. Die in dem Griff D angebrachte Oeffhüng 0, Fig. 12, ist ausgebüchst und oben durch eine Schraube o1 geschlossen.
In dieser Oeffnung ο liegt eine Schraubenfeder ο2, welche gegen das in der Fufsplatte E geführte und über dieselbe vorstehende Messer r, Fig. .14, wirkt und dieses immer nach unten drückt. Auf dem oberen Ansatz r5 des Messers sitzt eine Büchse r6, Fig. 12 und 17, auf welche die Feder o2 wirkt, und die den Zweck hat, auch bei einseitigem Anheben des Messers demselben eine gute Führung zu sichern. An den Seiten besitzt das Messer r zwei Ansätze r1, welche mit zur Führung desselben dienen und anch ein Anheben des Messers ermöglichen. Diese . Ansätze r1 gleiten in Nuthen r2 der Seiten des Stempelfufses. Die Aufwärtsbewegung des Messers r wird durch die oberen Kanten der Nuthen r2 begrenzt und durch in den Stempelfufs eingelassene Streifen r3; welche auch den Stempelfufs zusammenhalten, bewirkt. Das Messer r besteht aus drei in ein gemeinschaftliches Blatt ausmündenden Klingen von dreieckiger Form und greift mit den zwischen je zwei Klingen befindlichen Einschnitten, zu welchem Zwecke noch die beiden Nuthen r7, Fig. 16, in der Fufsplatte angebracht sind, über die Streifen e, Fig. 5 und 6, um ein'fast . vollständiges Trennen bezw. Abschneiden der Marken zu bewerkstelligen. In das hintere Ende der Fufsplatte, welche von r4 an abgesetzt ist und deren abgesetzter Theil gleich der Markenbreite bezw. gleich der lichten Weite zwischen den Verstärkungen w4 der Wangen w ist, ist eine an beiden Seiten offene Büchse s eingelassen, worin ein mit zwei Stiften sB ausgerüsteter Kolben s1 durch eine Feder s2 immer gegen die an das innere Ende der Büchse anstofsende Wand des Stempelfufses gedrückt wird, daselbst aber nicht heraustreten kann, da die Schraube s4, Fig. 12 und- 13, an dem anderen Ende des Kolbens s1 die Wirkung der Feder begrenzt. Die Entfernung der Spitzen s3 ist gleich der Markenbreite. Der Kolben s1 sowie auch die innere Bohrung 5 ist abgesetzt, und liegt zwischen den Kanten dieser Absätze die Feder s2. Die Büchse j selbst ist mit einem in der Röhre t geführten Stempel t1, der durch eine auf ihn wirkende Feder niedergedrückt wird, verbunden und greift dieselbe mittelst des Stiftes s3 des von ihr getragenen Kolbens s1 in die Durchlochung zwischen je zwei Marken, um deren Fortbewegung. zu bewirken. Die Büchse s kann durch die Mutter i2, die auch ein Herausfallen der Büchse verhindert, höher oder tiefer gestellt werden. Das vordere Ende der Fufsplatte besitzt, um besser über die Rollen f hingleiten zu können, eine abgeschrägte Kante i>2, ist etwas breiter als die Marken und kann zum besseren Andrücken der Marken auf das damit zu versehende Schriftstück mit einer Gummi- oder Filzplatte belegt sein. .
Die beiden in diesem Ende der Fufsplatte befindlichen und ebenfalls durch je eine Feder niedergehaltenen gerauhten oder mit kleinen Widerhaken versehenen Spitzen v, deren Vorstehen durch die auf den oberen Enden ihrer Schafte angebrachten Muttern ν1 geregelt werden kann, haben den Zweck, die durch das Messer fast ganz abgetrennten Marken an der. unteren Fläche des Stempels festzuhalten. Um ein Hindurchgehen der Nadeln ν und später des Messers r durch die Durchlochung der Marke zu ermöglichen, befindet sich zwischen den Rollen des ersten Paares f ein entsprechender Abstand, und ist ebenso der an der unteren Seite der Bodenplatte p, Fig. 1 und 8, angebrachte Haken p3, auf welchen die Marke gleichfalls aufzuliegen kommt, an seiner oberen Seite mit' einem Einschnitt versehen. Somit wird durch das erste Rollenpaar, welches die Marke fest an den Stempel andrückt, und ferner dadurch, dafs die Nadeln ν die Marke-durchstochen haben, beim Vorschieben des Stempels die oft ganz abgeschnittene Marke am Stempel fest anliegend über das angefeuchtete Rollenpaar h geführt. Ist die Marke durch das Messer nicht ganz abgeschnitten, was in den meisten Fällen vorkommt und nebenbei den Vorzug hat, dafs die stehengebliebene Verbindung den Markenstreifen aufser der hierzu in dem hinteren Theil des Stempels angebrachten, aus den Spitzen s3 bestehenden Vorrichtung besser nachzieht, so wird durch das dritte Rollenpaar fl diese Verbindung losgerissen, indem dieses in Federn/3, Fig. 8, gelagerte Rollenpaar fi ' sich mit seinen Einschnitten fest gegen den vordringenden Stempel bezw. die dort befindliche Gummiplatte legt, die durch die Widerhaken der Nadeln ν festgehaltene Marke ebenfalls andrückt und letztere völlig von diesem Streifen abreifst, der durch die Nadeln m1 der Federchen m, die in die unter der Brücke d liegende Durchlochung eingedrungen sind, festgehalten wird.
Mehrere der vorstehend beschriebenen, die Führung tragenden Rahmen B können auch derart auf einem Gestell mit den beschriebenen Anfeuchtvorrichtungen vereinigt werden, dafs
■für jede Markengattung eine besondere Führung nebst Markenrolle vorhanden ist, welche Führungen dicht neben einander liegen, während für 'die sämmtlichen Führungen bezw. für die verschiedenen Marken nur ein Stempel erforderlich ist.
Die Rollen können mit einer passenden Vorrichtung versehen sein, oder es-werden die Marken selbst fortlaufend numerirt, um zu jeder Zeit deren Verbrauch zu bestimmen.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist im Ganzen nun folgende:
Nachdem die Markenspule C1 auf die Rolle C geschoben und das Becken k mit Wasser gefüllt ist, also die Filzstreifen ll und Filzrollen h angefeuchtet sind, fafst man die vorderste Marke und schiebt sie unter der Brücke d her, wobei durch Niederdrücken der Hebel g die Stifte m1 zurückgezogen und nicht mehr über der Bahn der Bodenplatte ρ vorstehen, so weit nach vorn, bis die Markenkante an der vorderen Kante der Bodenplatte anliegt. Lä'fst man nun die Hebel g los, so treten die Stifte ml theilweise in die Durchlochung der unter der Brücke liegenden Marke, da die Entfernung von der Kante der Bodenplatte bis Mitte Brücke bezw. Stifte gleich vier Markenbreiten ist, hindurch und halten den Markenstreifen fest.
Jetzt führt man den Stempel zwischen die Wangen n> der Führung B ein, so dafs das Ende desselben mit der Büchse s gegen die innere Kante der Brücke d zu liegen kommt. Der Stempel, der an seinen beiden Seiten von r4 an unter den Leisten.)"3 gerade und an seinem hinteren Ende keilförmig abgesetzt ist, ruht bei dieser Lage mit den Ansätzen r1 seines Messers r auf den oberen Kanten der Wangen w, während die Hebel g unter den keilförmigen Absätzen des Stempels liegen. Drückt man den Stempel nieder, so werden durch denselben die beiden Hebel g mitgenommen und die Stifte w1 aus dem Markenstreifen zurückgezogen. Mit dem ■ Niederdrücken des Stempels wird gleichzeitig, da die Ansätzer1 auf den Wangen^ ruhen, das Messer r in den Stempelfufs zurückgezogen bezw. der Stempelfufs über das Messer heruiitergedrückt. Ist der Stempel niedergedrückt, so sitzt er mit seinem hinteren Ende auf der Bodenplatte, wobei er mit seinem abgesetzten Theil zwischen den Verstärkungen»»4 der Wangen w liegt, seine Nuthen r7 über die Streifen e gleiten und die Stifte s3 durch die Durchlochung vor und hinter einer Marke in die Nuth p2, Fig. 9, der Bodenplatte eintreten, während durch sein anderes Ende, dessen Fläche etwas über derjenigen des hinteren Endes vorsteht, das Rollenpaar/1 niedergedrückt ist. Hierdurch wird die an dieser Stelle sitzende Marke von den Streifen e abgedrückt und zwischen der Rolle und der unteren Seite des Stempels festgehalten. Die keilförmigen Ab-' sätze am hinteren Ende des Stempels sind einerseits dadurch bedingt, dafs die Hebel g beim Herunterdrücken sich um ihre Achsen drehen und so eine geneigte Lage annehmen, während dieselben andererseits ein langsames Anheben der. Hebel g und Stifte to1 gestatten, sobald der Stempel vorgeschoben wird. Bei diesem Niederdrücken des Stempels treten die Stifte s3 des in die Büchse s sich bewegenden Kolbens s1 in die Durchlochungen an den Enden ' der darunter liegenden Marke, während die vorderen Spitzen ν dagegen bei diesem ersten Niederdrücken noch nicht. zur Wirkung gelangen, sondern nur in den Hakenps und den Raum zwischen den Rollen f eintreten, weil sich unter ihnen noch keine Marke befindet.
Schiebt man nun den Stempel -vorwärts, bis die Ansätze des Messers r den mittleren erhöhten Theil der Wangen w verlassen, so wird, da nun die Ansätze r1 frei sind, ■ die Feder o2 das Messer V über den Stempelfufs hinaus an der vorderen Kante der Bodenplatte ;p vorbei vorschnellen und dieses die erste Marke in der Durchlochung fast ganz von dem Markenstreifen abtrennen. Das Vorschieben des Stempels ist durch die vordere Wand der Führung B begrenzt und ist die Gröfse des Vorschubes des Markenstreifens gleich der Markengröfse, während der Vorschub des Stempels selbst etwas gröfser ist. Infolge dieses ersten Vorschiebens des Stempels gelangt die erste Marke bis über das erste Walzenpaar f, so dafs die Lochreihe zwischen der ersten und zweiten Marke gerade über der vorderen Kante von ρ liegt. Bringt man nun den Stempel wieder ' in die zuerst erwähnte Lage auf dem erhöhten Theil der Führungswangen, drückt ihn dann nieder und schiebt ihn niedergedrückt vor, so wird beim Vorschieben des Stempels die erste Marke, welche durch die gezackten Spitzen ν durchbohrt und an dem Stempel festgehalten wird, über die Filzrolle h geführt und angefeuchtet. Die nasse Rolle /?, deren obere Fläche bei dieser niedergedrückten Stellung mit den beiden anderen Rollenflächen in einer Ebene oder sogar etwas darüber liegt, wird durch die Federn gegen die Marke angeprefst. Bei Begrenzung des Vorschubes trennt das Messer r die zweite Marke fast ganz ab. Die erste Marke wird, ehe die zweite durch das Messer zum gröfsten Theil abgetrennt worden ist, durch das Vorschieben des Stempels von dem Markenstreifen nunmehr ganz abgerissen , weil die dritte Rolle f1 die Marke fest an den Stempelfufs andrückt und der Markenstreifen selbst zunächst festgehalten wird, und zwar durch die beiden auf dem Kolben s1 sitzenden Stifte s3, von denen der vordere gegen das Ende der Nuth p2 anstöfst, so däfs der Kolben s1 in "seiner Bewegung gehemmt und herausgedrückt wird. Der jetzt angehobene Stempel trägt auf der unteren Fläche seines
vorderen breiten Endes, durch die beiden gezackten Stifte ν festgehalten, eine angefeuchtete Marke, welche nunmehr überall aufgeklebt werden ; kann. Das mit der ■ Marke zu versehende Schriftstück, ein Brief oder dergleichen, legt man auf "die Platte α1 oder hält dasselbe dort in richtiger Lage fest. Wünscht man die Marke an der am Stift a3 anliegenden Seite aufzukleben, so setzt man den Stempel in die vordere Eintheilung und drückt ihn auf. Hierbei liegt das Messer r gegen die vordere Kante der Platte al und verhütet ein zu weites Verschieben des Stempels. Soll dagegen die Marke an der Seite des Schriftstückes aufgeklebt werden, welche an der Führungsleiste a2 liegt,, so setzt man den Stempel mit dem rechten der seitlichen Ansätze r1 des Messers in einen der Lage der Marke entsprechenden dreieckigen Ausschnitt und drückt den Stempel nieder, wobei derselbe an der Leiste mit einer seiner Seiten Führung findet. Das Aufkleben mehrerer Marken neben einander erfolgt in derselben Weise und ist deren richtiger Abstand von einander sowohl durch die vordere Eintheilung • als auch durch die dreieckigen Ausschnitte bestimmt.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zum Aufkleben von Marken und Werthzeichen, bei welcher durch Einführen und Niederdrücken des Stempels in die Führung (B) des Apparates der Markenstreifen infolge Niederdrückens der Federn (in) frei und beim Vorschieben des Stempels mit vorgeschoben wird, die durch die Stifte (v) des Stempels ergriffene Marke von den Messern (m) desselben am Ende seiner Vorwärtsbewegung, nachdem die Marke vorher beim Vorschieben des Stempels angefeuchtet worden war, theilweise abgetrennt und , von ■ dem Markenstreifen, sobald dessen Bewegung beim Anstofsen der denselben haltenden Stifte (s3) des. beweglichen Kolbens (sl) gegen das Ende der Nuth (p2) gehemmt wird, vollständig abgerissen wird, um an beliebig zu wählender Stelle aufgeklebt zu werden.
2. Bei der in Anspruch i. beschriebenen Vorrichtung die Anwendung einer die Markenrolle tragenden drehbaren und durch Federn immer hochgehaltenen Führung B, auf deren oberer Bodenfläche unter der Brücke d und den flachen Metallstreifen e her der Markenstreifen liegt, und in deren Brücke die Hebel g drehbar gelagert sind, deren durch sie mittelst .der Stangen g2 getragene Achse g3 zum Niederdrücken der auf der unteren Bodenfläche befestigten Federn m dienen, deren Stifte durch die Perforirung zwischen zwei Marken hindurch in die Vertiefungen der Brücke eintreten, welche Führung in ihrem vorderen Ende, in- dem. die Bodenplatte fehlt und die Wangen w abgesetzt sind, die federnd gelagerten Rollenpaare ff1 lind aufserdem unter dem Ende der Bodenplatte den Haken ps trägt.
3. Bei der in Anspruch 1. beschriebenen Vorrichtung die Anwendung einer Anfeuchtvorrichtung, in deren Wasserbehälter durch einen durch die Wirkung von Federn hochgehaltenen Rahmen getragene Filzstreifen Z1 eintauchen, gegen die ein mit Filz oder dergleichen bekleidetes Rollenpaar h, welches ebenfalls durch Federn hochgehalten und beim Vorschieben des Stempels gedreht wird, beim Niederdrücken der Führung B anzuliegen kommt.
4. Bei der in Anspruch 1. beschriebenen Vorrichtung die Anwendung eines Stempels, dessen Stifte ν mit Widerhaken versehen sind, dessen Messer r durch eine Feder immer nach unten gedrückt wird, während es durch seine Ansätze beim Niederdrücken des Stempels auf der Führung oder sonst beim einfachen Aufdrücken in den Fufs zurückgezogen wird, und dessen Büchse s, die einen mit Stiften versehenen Kolben trägt, durch ihren unter dem Einflufs einer Feder stehenden Stempel t immer nach unten gedrückt wird, bei welchem Stempel durch seine vordere gebrochene Kante ein leichtes Vorschieben, durch seinen vorderen breiteren, mit Gummi, Filz oder dergleichen belegten. Theil ein vollständiges Andrücken -^-. auch der Kanten — der Marken oder dergleichen'möglich ist. und deren hintere, konisch geneigte Flächen zu einem langsamen Niederdrücken bezw. Anheben der Hebel g dienen.
Hierzu-2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT57205D Vorrichtung zum Aufkleben von Marken Expired - Lifetime DE57205C (de)

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