DE570640C - Verfahren zur Entfernung der unentwickelt bleibenden Teile eines gerbend entwickelten photographischen Bildes - Google Patents
Verfahren zur Entfernung der unentwickelt bleibenden Teile eines gerbend entwickelten photographischen BildesInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
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- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/26—Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor
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Description
- Verfahren zur Entfernung der unentwickelt bleibenden Teile eines gerbend entwickelten photographischen Bildes Die Erfindung betrifft das Verfahren zur Entfernung der unentwickelt bleibenden Teile eines gerbend entwickelten photographischen Bildes und bezweckt, die Dauer der fraglichen Operation zu verkürzen.
- Es ist bereits bekannt, die nicht gehärtete Gelatine aus Gerbreliefs mit warmem Wasser oder anderen Lösungsmitteln der Gelatine herauszuwaschen. Diesem Verfahren haftet der Nachteil an, daß es bloß die Gelatine betrifft, aber das Gefüge der in derselben enthaltenen und unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe dabei nicht zerstören kann, wodurch die Wegschwemmung der zu entfernenden gesamten Bildteile noch immer verzögert wird.
- Anderseits ist auch bekannt, bei der Herstellung von Gerbreliefs die Bilder nach dem Entwickeln mit gerbenden Entwicklern zu fixieren, also das unentwickelte Silber herauszulösen, was aber wieder bloß eine mit dem oben angedeuteten Nachteil behaftete Teillösung ist.
- Die Erfindung soll diesen -Nachteil beheben. Sie schlägt vor, daß nicht nur das die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe enthaltende Kolloid, sondern auch die unentwickelt bleibenden lichtempfindlichen Stoffe mit entsprechenden schnell wirkenden Lösungsmitteln -zugleich ausgewaschen werden. Wurde die Aufnahme mit einer üblichen Bromsilber-Gelatine-Emulsion gemacht, so wendet man beispielsweise den bekannten Pyrogallolentwickler o. dgl. an, und die zu entfernenden Bildteile wäscht man mit einem Gemisch von zo°/oigem Chloralhydrat mit als Fixiermittel bekanntem Thiosulfat, Cyanid o. dgl. aus. Die Lösung des Chlorhydrats o. dgl. löst die tote Gelatine, die des Thiosulfats usw. aber das tote Bromsilber fort. Auf diese Weise sollen die überflüssigen Bildteile sich sozusagen augenblicklich und gründlich entfernen lassen.
- Man kann auch ein einheitliches Waschmittel anwenden, welches sowohl die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe als auch das diese enthaltende Kolloid gemeinsam auslöst. Im obigen Falle könnte man beispielsweise eine zo- bis 5o°%ige Lösung von Rhodankali o. dgl. bei 35 bis 50° C anwenden, die das unentwickelte Bromsilber und die nicht gegerbte Gelatine gleichzeitig fortlöst.
- Die Bildunterlage kann nach der gerbenden Entwicklung, aber vor der Fortlösung der zu entfernenden lichtempfindlichen Stoffe gewechselt werden. Die mit einer Bromsilber-Gelatine-Emulsion gemachte Aufnahme wird z. B. nach der Entwicklung mit Pyrogallol, jedoch vor der Fixierung, auf eine-Metallplatte abgequetscht und mit den beschriebenen Lösungsmitteln ausgewaschen. Auf diese Weise soll man auf dem Metall einen ätzfesten photographischen Abdruck erhalten, der sich insbesondere zur Anfertigung von Druckformen eignen soll. -Der zu entfernende Schichtträger wird in oder nach einem--Lösungsmittelbade der zu entfernenden Bildteile abgezogen. Der die Emulsion tragende Film oder das Papier soll kurze Zeit, nachdem die Metallplatte mit dem aufgequetschten Bild in die Lösung eingebracht wurde, abgezogen werden können, und zwar auch, wenn es sich bloß um gewöhnliche Filme bzw. Papiere o. dgl., d. h. um keine abziehbare, handelt.
- Das beschriebene Verfahren soll sich insbesondere für die Zeitungsdruckereien eignen und durch Beseitigung der mit einem großen Schrumpfungsbestreben behafteten abziehbaren Filme bzw. Papiere eine genaue Bildübertragung ermöglichen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE. i. Verfahren zur Entfernung der unentwickelt bleibenden Teile eines gerbend entwickelten photographischen Bildes, dadurch gekennzeichnet, daß nicht nur das die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe enthaltende Kolloid, sondern gleichzeitig auch die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe mit entsprechenden schnell wirkenden Lösungsmitteln ausgewaschen werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anwendung eines sowohl die unentwickelt gebliebenen lichtempfindlichen Stoffe wie auch das diese enthaltende Kolloid gemeinsam auslösenden Waschmittels.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildunterlage nach der gerbenden Entwicklung, aber vor der Fortlösung der zu entfernenden lichtempfindlichen Stoffe gewechselt wird. q.. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zu entfernende Schichtträger in oder nach einem Lösungsmittelbade der zu entfernenden Bildteile abgezogen wird.
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1931
- 1931-02-24 DE DEU11136D patent/DE570640C/de not_active Expired
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