-
Anlage zum Mischen von Koksklein unter wahlweiser Hinzufügung von
Feinkohle mit Schlammkohle Bei den Kokereien entfällt als wertloser Abfall Koksklein,
oder Koksasche genannt, der über die Hälfte reinen Kohlenstoff enthält. Um diese
Koksasche z. B. für Dampfkesselfeuerungen verwerten zu können, wird sie mit der
wertvollen Fein- oder Kokskohle, welche durch eine Kohlenwäsche einer Reinigung
unterzogen worden ist, vermischt. Aus dem feuchten und innigen Gemisch bildet sich
dann über dem Feuer ein fester Kuchen, welcher einer allmählichen Verbrennung standhält.
Durch den Waschprozeß der Kohle wird noch ein ziemlich wertloses Abfallprodukt,
die Schlammkohle, gewonnen. Diese bildet sich durch Absetzen aus dem ruhenden Waschwasser
einer Kohlenwäsche in Klärbassins. Diese SumpfschlammkohIe hat die Eigenschaft des
tonigen Sandes. Ein Teil dieses Schlammes wird jedoch durch das abfließende Wasser
weggespült und sammelt sich ebenfalls in Klärbassins. In diese Bassins fließen die
sämtlichen Abwässer der Zechenanlage nebst Kokereien mit Nebenanlagen, bevor sie
in die freie Flut fließen. Der abgesetzte Schlamm enthält neben Kohle noch andere
Produkte, wie öl, Teer, Ammoniakwasser, Naphthalin usw., und hat die Eigenschaft
des fettigen Tones. Er wird von Zeit zu Zeit ausgekarrt und lufttrocken gelagert
und führt den Namen Haldenschlammkohle. Auch die Schlammkohle im innigen Gemisch
mit der Koksasche ist ein ausgezeichnetes Mittel, die Koksasche verwerten zu können.
Es gelingt nicht, die Koksasche allein zu verbrennen, weil sie durch die Rostspalten
der Feuerung fällt; auch ist es unvorteilhaft, die Schlammkohle für sich allein
zu verbrennen, da der zähe Schlamm Klumpen auf dem Rost erzeugt, welche sehr langsam
verbrennen und z. B. bei einem Wanderrost diesen unverbrannt verlasen. Das feuchte
und innige Gemisch von Schlammkohle und Koksasche oder evtl. von Feinkohle, Schlammkohle
und Koksasche bildet aber über dem Feuer einen festen Kuchen, wie er zur vortei
haftesten Verbrennung notwendig ist. Während nun die einfache Vermischung von Koksasche
mit Feinkohle im trockenen oder feuchten Zustand jederzeit möglich ist, ist dieses
mit der Schlammkohle nicht. der Fall, denn diese hat die Eigenschaft des tonigen
Sandes bzw. des fettigen Tones. Da es sich nun um Großanlagen handelt, welche möglichst
automatisch arbeiten sollen, um geringe Lohnkosten zu verursachen, die Nachteile
der Kleinanlagen mit Handbedienungen aber vermieden werden sollen, hat die Anlage
gemäß der Erfindung sich sehr bewährt, zumal eine besonders innige Mischung dadurch
erreicht wird.
-
In beiliegender Zeichnung ist beispielsweise eine solche Anlage zum
Vermischen der Schlammkohle mit Koksasche und Feinkohle dargestellt, und zwar Abb.
r und 2 im Längsschnitt.
-
Abb.3 und ¢ sind Schnitte durch Einzelteile der Anlage.
Die
Koksasche und die Feinkohle werden ,durch Eisenbahnwagen (Selbstentlader) in die
Behälter a und b gestürzt. Die Schlammkohle wird durch Förderwagen herangebracht
und mit dem Wipper c .in den Vorratstrichter d gestürzt, welcher unten rund und
erweitert ist, damit die Schlammkohlensäule nicht hängt. Den unteren Abschluß bildet
eine Tellerscheibe e. die durch einen Elektromotor f mit Vorgelege durch eine stehende
Welle g in Umdrehung versetzt wird. Die auf Rollen lt lagernde Tellerscheibe e hat
mehrere Schlitze; welche mit schrägen und v erstellbaren Messern i versehen sind
und welche von der im Vorratstrichter d anstehenden Schlammkohlensäule etwas abschneiden
und durch die Schlitze befördern. Damit die Schlammkohlensäule im Vorratstrichter
d durch die Tellerscheibe e nicht mit in Bewegung versetzt wird, ist im Vorratstrichter
unten eine feste Wand k angebracht. Die abgeschnittene Schlammkohle fällt nun auf
einen feststehenden Teller e. Ein an der Welle g befestigtes Schamwerk mit Trichter
m kratzt die Schlammkohle unter weiterer Zerkleinerung zusammen und führt sie über
die im Teller befindlichen Löcher n, durch welche sie in die Transportschnecke o
fällt.
-
In die Transportschnecke wird auch durch verstellbare Schieber usw.
die Koksasche und evtl. die Feinkohle aus den Behältern a und b
in
regelbar bestimmten Mengen eingelassen. Koksasche, Schlammkohle und evtl. auch Feinkohle
gelangen dann, innig gemischt und entsprechend angefeuchtet, in ein Becherwerk p
und von diesem auf ein über dem Kesselhaus liegendes Transportband. Dieses befördert
sie in die einzelnen zu den entsprechenden Dampfkesseln gehörigen Behälter usw.
-
Die Schlammkohle ist im eingebrachten Zustand zu Klumpen zusammengeballt
und muß deshalb durch die Messer i zerschnitten werden; in sehr feuchtem Zustand
ist sie jedoch so schmierig, daß sie aus diesem Grunde für die maschinelle Aufbereitung
und den Transport ungeeignet ist. Durch eine um den Vorratstrichter d gelegte Heizschlange
q kann im gegebenen Fall durch eingelassenen Dampf eine geeignete Trocknung erreicht
werden.
-
Drehbare, mit Schlitzen versehene Tellerscheiben sind bei Schachtöfen
allgemein bekannt. Doch handelt es sich bei diesen Vorrichtungen um Austragsroste,
die Brecheinrichtungen besitzen, um das im Schachtofen verbrannte Gut zu zerkleinern.