DE5688C - Verfahren, um Mineralwasser auf kaltem Wege zu entgasen - Google Patents

Verfahren, um Mineralwasser auf kaltem Wege zu entgasen

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DE5688C
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DE18785688D
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Dr. O. BRAUN in Berlin, Schöneberger Ufer 33
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

1878.
Klasse 12.
OTTO BRAUN in BERLIN. Verfahren, um Mineralwasser auf kaltem Wege zu entgasen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17· August 1878 ab.
Ein grofser Theil derjenigen, welche sich jetzt um die Wärmpfannen am Rakoczy in Kissingen drängen, erwärmt das zu trinkende Wasser nur zu dem Zweck, um die Kohlensäure daraus zu vertreiben, und sieht das Warmwerden des Wassers als ein unvermeidliches Uebel an.
Vielen wäre ohne Zweifel kaltes entkohlensäuertes Wasser heilsamer, Allen würde es besser schmecken als warmes.
Diese Betrachtung und die Thatsache, dafs zu nur einigermafsen erheblicher Austreibung der Kohlensäure aus einem Becher Rakoczy viele Minuten erforderlich sind, hat mich auf den Gedanken gebracht, eine andere Entgasungsmethode vorzuschlagen, deren Anwendung folgende Vortheile bietet:
1. Das zu trinkende Wasser bleibt kalt.
2. Die Operation vollzieht sieh in zehnfach kürzerer Zeit.
3. Es läfst sich in nach Secünden zählender Frist die freie Kohlensäure so vollständig entfernen, wie es durch blofses Erwärmen ohne Kochen in vielen Stunden nicht zu erreichen ist.
4. Es findet keine Zersetzung der doppelkohlensauren Salze statt.
5. Die Kohlensäure läfst sich bis zu einem vom Arzt bestimmten Grade entfernen.
6. Der betreffende Kurgast ist nicht den betäubenden Verbrennungsproducten der Kohlen oder des Gases ausgesetzt, womit die Wärmpfannen geheizt werden.
Alle diese Vortheile werden dadurch erreicht, dafs man das zu entgasende Wasser in einen luftverdünnten Raum bringt.
Die Luftverdünnung kann durch irgend eine der zu diesem Zweck bekannten Vorrichtungen hervorgebracht werden.
Man kann das Wasser in einer nicht ganz gefüllten Flasche mit dem Saugrohr einer Luftpumpe von beliebiger Art (Kolben-, Quecksilber-, Wasser- oder Dampfstrahl-Luftpumpe) in Verbindung setzen; an Stelle einer Flasche kann man den Trinkbecher nehmen und darin das Wasser entgasen, indem man ihn unter den umgekehrten Teller einer Luftpumpe hält. Der Teller ist dann, um mit gröfserer Sicherheit einen dichten Verschlufs herzustellen, mit einer Gummiplatte belegt.
Man kann auch mit Hülfe einer grofsen, mit Elementarkraft zu treibenden Luftpumpe in einem grofsen Kessel die Luft verdünnen und an diesem Kessel mehrere Saugrohre mit umgekehrten Tellern zum Anschlufs von Trinkbechern, oder mit Kautschukpfropfen zum Anschlufs von Flaschen anbringen, so dafs von einer Pumpe viele Becher oder Flaschen auf einmal ausgepumpt werden können.
In diesem Falle ist jedes Saugrohr mit einem sich selbstthätig schliefsenden Ventil versehen, damit keine atmosphärische Luft in den Kessel eintreten kann, wenn ein Becher oder eine Flasche abgenommen wird.
Hat jeder Teller seine besondere Luftpumpe und sind dieselben so eingerichtet, dafs sie verschiedene Grade von Luftverdünnung erzeugen, so hat es der Arzt in der Hand, einen jeden Kranken genau die Menge Kohlensäure trinken zu lassen, welche er für die zuträglichste hält, indem er nur den Teller zu bezeichnen hat, welcher benutzt werden soll.
Endlich kann man auch gröfsere Wassermengen in entsprechenden Gefäfsen bis zu dem gewünschten Grade entgasen und daraus die Becher füllen.
Das Verfahren ist nicht nur auf die Mineralwasser in Kissingen anwendbar, sondern auf alle gashaltigen Wasser, auch künstliche und von den Quellen versandte, welche nicht mit dem ganzen Gasgehalt getrunken werden sollen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die beschriebene Methode, Mineralwasser auf kaltem Wege zu entgasen.
DE18785688D 1878-08-17 1878-08-17 Verfahren, um Mineralwasser auf kaltem Wege zu entgasen Expired DE5688C (de)

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DE5688T 1878-08-17

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DE5688C true DE5688C (de) 1879-06-12

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