DE568884C - Dampfvorheizanlage fuer Eisenbahnzuege - Google Patents
Dampfvorheizanlage fuer EisenbahnzuegeInfo
- Publication number
- DE568884C DE568884C DE1930568884D DE568884DD DE568884C DE 568884 C DE568884 C DE 568884C DE 1930568884 D DE1930568884 D DE 1930568884D DE 568884D D DE568884D D DE 568884DD DE 568884 C DE568884 C DE 568884C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- container
- steam
- preheating system
- condensate
- steam preheating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 12
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 230000005494 condensation Effects 0.000 claims description 10
- 238000009833 condensation Methods 0.000 claims description 10
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 5
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 5
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 5
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 3
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 239000002244 precipitate Substances 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D27/00—Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
- B61D27/0036—Means for heating only
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft die Ausgestaltung der bekannten, mit Dampf betriebenen Vorheizanlagen
von Eisenbahnzügen. Bisher wurden diese Heizanlagen so betrieben, daß der Dampf
am Ende des Zuges ins Freie austrat, wodurch natürlich große Mengen von Wärme nutzlos
vergeudet wurden.
Die Erfindung geht daher davon aus, ähnlich wie bei anderen Heizanlagen, auch beim Vorheizen
von Eisenbahnzügen einen geschlossenen Kreislauf zu schaffen, indem die Heizkörper an
eine Kondenswasserleitung angeschlossen werden, um das Austreten von Dampf ins Freie zu
verhindern und die Wärme des Kondensates wiederzugewinnen. Dabei ist erschwerend, daß
die Wagen der Bahnverwaltungen mit ganz verschiedenartigen Anschlüssen versehen sind,
so daß die Verbindung der Kondenswasserleitung mit den Austrittsstellen aus den Heizkörpern
nicht ganz einfach zu lösen ist.
Gemäß der Erfindung wird nun am Ende des vorzuheizenden Zuges, also am Heizstutzen des
letzten Wagens, ein an sich bekannter Kondensator abnehmbar angebracht, der durch Außenluft
gekühlt wird und mit der bekannten fest verlegten Kondenswasserleitung verbunden ist.
Außerdem werden die Ausflußstutzen der einzelnen Heizkörper in den Wagen mit den bekannten
normalisierten Schlauchkupplungen versehen und mit deren Hilfe an die Kondenswasserleitung
angeschlossen. Das aus der Kondenswasserleitung austretende Wasser durchfließt einen Wasserverschluß und gelangt in
einen Rückspeiser, von wo aus es dem Kessel wieder zugeführt wird.
Der Gegenstand der Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigt
Abb. ι eine Gesamtansicht,
Abb.2 einenSchnitt durch den Kondensator und
Abb. 3 einen der Kondenswasserauslaßstutzen eines Eisenbahnwagens und das Ende eines mit
diesem zu kuppelnden Anschlußschlauches.
Die Dampf Vorheizanlage besteht im wesentlichen aus einer zwischen oder neben dem Gleis 1
verlegten wärmeisolierten Kondenswasserleitung 2, in die eine Reihe von Rohrstutzen 3 einmünden,
die mit dem Kondenswasserausfmßstutzen4 der Eisenbahnwagen durch biegsame
Schläuche in Verbindung gebracht werden können, aus einem wärmeisolierten Sammelgefäß
5, einem Rückleiter 6 und einer wärmeisolierten, zum Kesselhaus führenden Leitung 7.
Die Kondenswasserleitung 2 hat nach dem linken Ende des Gleises 1 zu etwas Gefälle, damit
kein Wasser in der Leitung stehenbleibt, sondern sofort abfließt. Kurz vor dem Sammelgefäß
5 befindet sich ein Wasserverschluß 8, der die Aufgabe hat, gegebenenfalls in die
Leitung gelangenden niedriggespannten Dampf so lange zurückzubehalten, bis er kondensiert ist.
Die Rohrstutzen 3 münden im Sinne des Gefälles der Leitung 2 in diese Leitung ein, um ein
glattes, störungsfreies Abfließen des Kondensats zu erzielen. Die biegsamen Schläuche 9 (Abb. 3)
der Rohrstutzen 3 werden mittels je einer leicht lösbaren bekannten Kupplung 10 an einem
Stutzen 11 angeschlossen, der mittels einer Schelle 12 ständig am Hals eines der trichterförmigen
Kondenswasserauslaßstutzen 4 ver-
bleibt. Der Schlauch 9 hat eine nur geringe Länge und liegt nach Lösen der Kupplung 10
profilfrei zwischen den Gleisen, so daß er nicht abgefahren werden kann.
S Soll nun ein Zug vorgeheizt werden, so wird er auf das Gleis 1 gesetzt; dann wird die vom Kesselhaus kommende Frischdampfleitung 13 an den Hahn 14 des ersten Wagens des Zuges angeschlossen, darauf werden die Rohrstutzen 3 ίο mittels der biegsamen Schläuche 9 mit den Kondenswasserauslaßstutzen 4 bzw. mit den Hilfsstutzen 11 verbunden, und schließlich wird an den Hahn 15 des letzten Wagens der Kondensator 16 angeschlossen, der in die Leitung 2 entwässert. Der Kondensator 6 ist in Abb. 2 besonders dargestellt.
S Soll nun ein Zug vorgeheizt werden, so wird er auf das Gleis 1 gesetzt; dann wird die vom Kesselhaus kommende Frischdampfleitung 13 an den Hahn 14 des ersten Wagens des Zuges angeschlossen, darauf werden die Rohrstutzen 3 ίο mittels der biegsamen Schläuche 9 mit den Kondenswasserauslaßstutzen 4 bzw. mit den Hilfsstutzen 11 verbunden, und schließlich wird an den Hahn 15 des letzten Wagens der Kondensator 16 angeschlossen, der in die Leitung 2 entwässert. Der Kondensator 6 ist in Abb. 2 besonders dargestellt.
In den im oberen Teil nicht wärmeisolierten Behälter 17 ist ein kleiner Auffangbehälter
eingesetzt, in den zentral das Rohr 19 hineinragt. Dieses Rohr, das mehrere Auslaßöffnungen
hat, dient zum Anschluß an den Hahn 15 des letzten Wagens des Zuges. Der Behälter 18
wird durch ein engmaschiges Sieb 20 abgedeckt und von einem größeren, allseitig geschlossenen
Gefäß 21 umgeben, in das die von dem Rohr 19 ausgehenden Zweigrohre 22 einmünden, die je
einen scharfen Knick 23 enthalten. Der Behälter 17 ist mit dem Behälter 18 durch die
Rohre 24 verbunden, die durch den Behälter 21 hindurchführen und als Überlaufrohre für das
im Behälter 18 gesammelte Kondensat dienen. Der Behälter 21 steht mit dem Behälter 17 durch
die Rohre 25 in Verbindung. Der Behälter 18 sowohl als auch der Behälter 21 entwässern
durch die Leitung 26, in der sich ein Absperrorgan 27 befindet, in den Abflußstutzen 28 des
Behälters 17. Außerdem entwässert der Behälter 18 durch den Stutzen 29 in den Behälter
21 und der Behälter 21 durch die Überlaufrohre 30 in den Behälter 17. Die beiden Hähne 31
dienen zur Entlüftung des Kondensators und damit des ganzen Systems. Der Anschluß des
Kondensators an die Leitung 2 erfolgt mittels eines Stutzens, eines biegsamen Schlauches
o. dgl. durch die Kupplung 32.
Dadurch, daß der Kondensator 16 die sonst aus dem Hahn 15 austretenden Dampfmengen
auffängt und niederschlägt, wird der Dampf nicht mehr in dem Maße wie zuvor kondensiert.
Ferner tritt dadurch, daß der Zug nun nicht mehr wie früher mit geöffnetem Hahn 15 beheizt
zu werden braucht, eine Stauung der Geschwindigkeit des Heizdampfes ein. Dieser ist also gezwungen, langer als bisher in den
Heizelementen zu verweilen und in diesen seine Wärme abzugeben. Das hat eine Verkürzung
der Vorheizdauer zur Folge.
Die Hähne in den Verbindungsschläuchen
können, wenn am Schluß der Heizperiode keine wesentliche Kondensation des Heizdampfes
mehr eintritt, geschlossen werden. Der Heizdampf drückt dann die geringen Kondensatmengen
bis zum Hahn 15, wo sie von dem Kondensator 16 aufgefangen werden.
Das Kondensatdampfgemisch gelangt durch das Rohr 19 in den Behälter 18. Aus diesem
Behälter steigt der Wrasen auf und tritt durch das Sieb 20 in den Behälter 17 über, in dem er
kondensiert, da ja dem Behälter 17 in seinem oberen Teil die Wärmeisolation fehlt und da dem
Dampf außerdem ein größerer Raum zur Verfügung steht. An dem Sieb 20 schlägt sich
Dampf in Tropfenform nieder. Diese Tropfen fallen sodann in den Behälter 18 zurück. Durch
die den Dampf stauenden Zweigleitungen 22 gelangt auch Dampf in den den Behälter umgebenden
Heizmantel, der durch den Behälter 21 gebildet wird. Dieser Heizmantel bewirkt,
daß die Temperatur des abfließenden Kondensats ständig hoch bleibt.' Das Kondensat fließt
zum Teil durch die Leitung 26 und den Stutzen 29 in den Behälter 21 ab und durchströmt zum
anderen Teil die Überlaufrohre 24, um sodann an der beheizten Außenwand des Behälters 21 abzufließen
und seinen Weg durch den Stutzen 28 zu nehmen. Das Kondensat, das sich im Behälter
21 sammelt, fließt durch die Überlaufrohre 30 ab und tritt gleichfalls aus dem Auslaßstutzen
28 aus. Wird der Hahn 27 geöffnet, so kann auch Kondensat aus den Behältern 18
und 21 durch die Leitung 26 unmittelbar in den Stutzen 28 gelangen.
Die Entlüftung des Behälters 21 sowie das Abströmen des überschüssigen Dampfes erfolgt
durch die Rohre 25, die nach unten geführt sind und ihre Mündung in der Nähe des- Stutzens 28
haben.
Claims (4)
1. Dampfvorheizanlage für Eisenbahnzüge, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende
der Heizleitung des Zuges, also am Heizstutzen (15) des letzten Wagens, ein an sich
bekannter, durch Außenluft gekühlter Kondensator (16) abnehmbar angebracht ist,
welcher mit einer an sich bekannten fest verlegten Kondenswasserleitung (2) verbunden
ist, und die Ausflußstutzen (4) der einzelnen Wagenheizkörper mit den bekannten normalisierten Schlauchkupplungen
versehen sind, um sie an die Kondenswasserleitung (2) leicht anschließen zu können.
2. Dampfvorheizanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines
Wasserverschlusses (5) am Ende der Kondenswasserleitung (2), von der das Wasser einem Rückspeiser (6) zufließt.
3. Dampfvorheizanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator (16) einen Innenbehälter (18) hat, der
von einem zweiten Behälter (21) und von einem dritten teilweise isolierten Außen-
behälter (i6) umgeben ist, in dem die Dampfreste niedergeschlagen werden, während das
aus dem Innenbehälter (18) überlaufende Kondensat durch Öffnungen (24) an der
Außenwand des zweiten Behälters (21) herabrieselt.
4. Dampfvorheizanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dampfführenden
Leitungen (22, 25) im Kondensator (16) mit Knickungen und Krümmungen
versehen sind, um die Kondensation zu beschleunigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE568884T | 1930-12-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE568884C true DE568884C (de) | 1933-01-25 |
Family
ID=6568210
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930568884D Expired DE568884C (de) | 1930-12-23 | 1930-12-23 | Dampfvorheizanlage fuer Eisenbahnzuege |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE568884C (de) |
-
1930
- 1930-12-23 DE DE1930568884D patent/DE568884C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1939174B2 (de) | Kühlturm | |
| DE2512233C3 (de) | Vorrichtung zur Ausnutzung der Rauchgase eines brennstoffbeheizten Heizungskessels | |
| DE1278998C2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum abscheiden von troepfchen aus einem stroemenden gemisch aus dampf und troepfchen | |
| DE568884C (de) | Dampfvorheizanlage fuer Eisenbahnzuege | |
| DD275905A5 (de) | Abhitzekessel zur kuehlung von partialoxidationsrohgas | |
| DE2538168B2 (de) | Wärmetauscher zur Aufheizung von Kaltwasser | |
| DE567638C (de) | Einrichtung zur Rueckgewinnung des Kondensats aus den gebraeuchlichen Dampfheizkoerpern zum Heizen von fahrenden Eisenbahnzuegen | |
| DE2712794C2 (de) | Dampfüberhitzer horizontaler Achse für die Beaufschlagung einer Hochleistungsturbine | |
| DE3227591A1 (de) | Waermetauscher | |
| DE537771C (de) | Dampfkessel mit mittelbarer Beheizung durch ein Hilfsmittel | |
| DE4300292C2 (de) | Anlage zur Warmwasserversorgung | |
| DE695220C (de) | Vorrichtung zum fortlaufenden Entwaessern von hochsiedenden OElen, insbesondere Carboloel | |
| AT88810B (de) | Vorrichtung zur Entwässerung der Hauptleitung bei Eisenbahnwagenheizungen. | |
| DE417599C (de) | Vorrichtung zur Bildung gleichmaessiger Eisschichten in offenem Wasser, insbesondere beim Bergen von Schiffen | |
| DE236076C (de) | ||
| DE538085C (de) | Einrichtung zur Verdampfung von Zusatzwasser | |
| DE510940C (de) | Verfahren zur unmittelbaren Herstellung von Strassenteer in einer Koksofenanlage mit Nebenproduktengewinnungsanlage | |
| DE642521C (de) | Entwaesserungseinrichtung fuer Dampfheizleitungen von Eisenbahnfahrzeugen | |
| DE475480C (de) | Im Wasserraum eines Dampfkessels angeordneter Behaelter zum Vorwaermen und Reinigen von Speisewasser | |
| DE618271C (de) | Dampfkessel mit senkrechten Teilkammern | |
| DE491862C (de) | Einrichtung zur UEberwachung des Fluessigkeitsinhaltes des geschlossenen Heizmittel-umlaufsystems eines mittelbar beheizten Hochdruckdampferzeugers | |
| DE440503C (de) | Vorrichtung zum Reinigen von Kesselwasser, zum Vorwaermen und Reinigen von Kesselspeisewasser und zum Speisen der Dampfkessel mit gereinigtem Wasser | |
| DE574301C (de) | Heizkessel fuer Kaffeemaschinen | |
| DE622050C (de) | Einrichtung zur Herstellung von verzinnten Waermetauschern | |
| DE512698C (de) | Verfahren zur Verhuetung der Kesselsteinbildung und zum Entfernen des Kesselsteins aus Dampfkesseln, Heisswasserbehaeltern, Kondensatoren u. dgl. |