DE5673C - Apparat, durch dessen Anwendung das Durchgehen der Pferde verhindert wird - Google Patents

Apparat, durch dessen Anwendung das Durchgehen der Pferde verhindert wird

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DE5673C
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J. V. BROZOWSKY in Linz a. Rh
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68BHARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
    • B68B1/00Devices in connection with harness, for hitching, reining, training, breaking or quietening horses or other traction animals
    • B68B1/13Devices for preventing bolting

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

1878.
Klasse 56.
JULIUS von BROZOWSKY in LINZ a. Rh. Apparat, durch dessen Anwendung das Durchgehen der Pferde verhindert wird.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. September 1878 ab.
Der Apparat besteht aus einem dichten Schleier, der am besten aus Kautschuk oder Gummi elasticum hergestellt wird, und in einer oben offenen Kapsel auf dem Nasenriemen des Zaumzeuges mit seinem unteren Theile befestigt wird.
Am oberen Theile desselben befinden sich drei Löcher, die beim Gusse des Schleiers gleich mit hergestellt werden müssen; in diese greifen mittelst an ihnen befestigter kleiner, flacher Karabinerhaken drei Leder- oder Seidenschnüre, Aufzüge genannt. Diese Aufzüge gehen durch drei Schlaufen am Stirnriemen derart, dafs, wenn der Schleier aufgezogen wird, die Feder des Karabinerhakens von der Schlaufe zurückgedrückt wird, dann aber wieder einschlägt und so den Schleier in seiner aufgezogenen Lage fixirt.
Um dies Aufziehen möglich zu machen, gehen die Aufzüge zuerst durch die Schlaufen am Stirnriemen, von da, indem die beiden äufseren Aufzüge über die Backen des Pferdes laufen, der mittlere über seine Stirn geht, werden sie zum obersten Theile des Kopfstückes geführt, wo sie durch einen dort befindlichen Bügel, den Aufzugbügel laufen, und sich unmittelbar hinter ihm in einem Ringe, dem Vereinigungsring, vereinen, von dem dann ein Zugriemen in die Hand des Reiters oder Fahrers geht, der es so in der Gewalt hat, durch Anziehen dieses Zugriemens den Augen des Pferdes das Tageslicht vollständig zu entziehen, indem der so aufgezogene Schleier das ganze Gesicht des Pferdes vom Nasenriemen bis Stirnriemen innerhalb der beiden Backenstücke des Zaumzeuges bedeckt. Das sehende Pferd ist also augenblicklich in die Lage des blinden Pferdes, in dessen Unsicherheit und Gebundenheit versetzt, die es, erschreckt es Lärm und will es durchgehen, in seinen Bewegungen lahmen.
Fig. ι zeigt den Apparat mit herabgelassenem Schleier r; derselbe ruht in der oben offenen Kapsel a, die drei Aufzüge b c und d befinden sich auf der rechten Kopfseite des Pferdes, gehen durch die drei Schlaufen am Stirnriemen zum und durch den Aufzugbügel k, vereinen sich dann im Ringe k, von dem m, der Zugriemen, in die Hand des Fahrers oder Reiters geht.
Der Schleier r kann aus jedem undurchsichtigen Stoffe hergestellt werden, am geeignetsten hierzu ist aber Gummi elasticum, weil der aufgezogene, besser etwas kurz als zu lang gehaltene Schleier sich den Kopfformen des Pferdes anschmiegt.
Der Rand mufs 3 cm rings um denselben stärker gegossen sein, ebenso in der Mitte desselben sich eine solche 3 cm breite Verstärkung befinden. Im oberen Theile werden drei starkrandige Löcher eingegossen, für die Karabinerhaken der Aufzüge bestimmt; in den unteren Theil aber kommen fünf kleinere Löcher zur Aufnahme von Schrauben, mittelst derer er an den Nasenriemen befestigt wird.
Dieses geschieht nun in folgender Weise:
Durch den Nasenriemen gehen fünf Löcher, die mit den fünf Löchern im unteren Rande des Schleiers, wie mit denen des unteren Ansatzes der oben offenen Kapsel α (s. Fig. 4) genau correspondiren müssen, ebenso befinden sich links und rechts an der Stelle, wo der Nasenriemen durch die Backenstücke geht, je drei Löcher, die mit dem linken und rechten Ansatz des Kastens, der aus Messing oder starkem Leder hergestellt wird, welche ebenfalls je drei Löcher haben, genau übereinstimmen müssen; nun werden von der Aufsenseite des Nasenriemens flachköpfige Schrauben nach der Hautseite zu gehend gesteckt, auf diese kommt zuerst der Schleier, dessen Schrauben dann den unteren Ansatz fassen, wie die drei rechts und links befindlichen Schrauben den linken und rechten Ansatz des Kastens fassen, dann werden sie mit Schraubenmuttern angezogen. Diese Befestigungsart gestattet leichte Reparatur und Ersatz des Schleiers. Die Metallkapseln haben ein Scharnierstück.
Fig. 5 stellt einen Aufzug dar, der am besten aus Rundriemen oder Seidenschnur hergestellt wird; derselbe mufs unten in Flachleder verlaufen, um den flachen Karabinerhaken zu befestigen, dessen Zweck bereits beschrieben ist; er fafst Schleier und Schlaufe. Die Schlaufe s, die waagerecht zum Stirnriemen liegt, mufs aus Metall hergestellt werden.
Der Abzugbügel, Fig. 3a, besteht am besten aus einem runden Messingstab, der links und rechts in eine Messingplatte eingelassen ist.
Die Spannung des Bügels beträgt unten 8, oben 6 cm; die Platte mufs 2 1/2 cm breit, 11 cm lang, y, cm dick sein; Leder als Material ist zu verwerfen. Links und rechts werden in dem ι yä cm breit vom Bügel stehenden Rande zwei Löcher, auf den langen Seiten je drei Löcher gebohrt und dann die Platte, die etwas gebogen sein mufs, auf das obere Kopfstück gerade wie Kapsel a mit Schrauben befestigt.
Eben dasselbe geschieht, wenn statt des Bügels, wie Fig. 3 b zeigt, Langösen verwendet werden. Es mufs bei diesen die Mittellinie der mittelsten Oese genau zu der des Pferdes liegen, die der anderen zu dieser aber so geneigt sein, dafs dieselbe diese, die verlängert einen halben rechten Winkel bilden, genau in in diesem Winkel halbirt.
Fig. 2 zeigt den aufgezogenen und fixirten Schleier. Der Veremigungsring mufs durch seine Gröfse ein Durchgehen durch den Bügel nicht gestatten.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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