DE567378C - Verfahren zur Herstellung einer dreifaedigen Strickware auf einer Rundstrickmaschine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer dreifaedigen Strickware auf einer Rundstrickmaschine

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DE567378C
DE567378C DE1929567378D DE567378DD DE567378C DE 567378 C DE567378 C DE 567378C DE 1929567378 D DE1929567378 D DE 1929567378D DE 567378D D DE567378D D DE 567378DD DE 567378 C DE567378 C DE 567378C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B1/00Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/02Pile fabrics or articles having similar surface features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer dreifädigen Strickware auf einer Rundstrickmaschine, bei dem alle drei Fäden in verschiedenen Teilen der Ware auf der Vorderseite erscheinen und bei dem jeder von mindestens zwei der drei Fäden sich in normaler Plattierungslage mit mindestens einem der andern Fäden in einem Teil der Ware und in umgekehrter Plattierungslage mit diesem andern Faden in einem andern Teil der Ware befindet.
Gemäß der Erfindung wird in der Weise vorgegangen, daß die Fäden in normale Plattierungslage oder in umgekehrte Plattierungslage durch Abbiegen der Nadeln und in flott liegendem Verlauf durch ein weiteres Einwirken auf die Nadeln, wie beispielsweise durch ein vorzeitiges Abziehen, an einem vor derselben Maschenbildestelle gelegenen Pur.kt gebracht werden.
Hierdurch wird erreicht, daß man bei einer dreifarbigen plattierten Ware in der Lage ist, den Mittelfaden und den Grundfaden entweder durch Wendeplattieren oder durch Hinterlegen auf die Vorderseite zu bringen, wodurch die Vorzüge eines dreifachen Gestrickes in Verbindung mit den Vorteilen eines Gestrickes erzielt werden, dessen Fäden sich in Plattierungsstellung bzw. Wendeplattierungsstellung befinden. Andererseits kann man einen oder zwei der genannten Fäden, falls dies erwünscht ist, flott laufen lassen, um beispielsweise eine stärkere Streifenwirkung zu erzielen.
In den Zeichnungen, die die Ausführungsformen der Erfindung darstellen, ist
Fig. ι eine schaubildliche Ansicht der Nadeln, der Garnzuführung und des Strickschlosses.
Fig. 2 ist eine schaubildliche Ansicht eines Teiles der Fig. 1 in vergrößertem Maßstabe und veranschaulicht, in welcher Weise gewisse Nadeln alle Fäden erfassen und wie die anderen Nadeln nur mit zwei Fäden in Eingriff treten und den anderen Faden vor der .Schlingenbildung freigeben.
Die Fig. 3, 4 und 5 sind schematische Ansichten der Nadeln und der danebenliegenden Platinen und veranschaulichen die gegenseitigen Lagen der drei Fäden bei ihrem Einstricken in das Gewirk bzw. bei ihrer Freigabe, um die verschiedenen Fäden auf die Vorderseite des Gewirkes zu führen, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist.
Die Fig. 6, 7, 8 und 9 sind schaubildliche Ansichten und veranschaulichen, wie das Strickschloß in der einen Lage zwei Nadeln an derselben Stelle wie beim normalen Strick-
Vorgang abwärts bewegt und wie das Strickschloß in einer anderen Lage eine der Nadeln vorzeitig nach unten bewegt.
Fig. io ist eine Schnittansicht des Nadelzylinders und der Einrichtung zum wahlweisen Ablenken der Haken an den Enden gewisser Nadeln, um eine Änderung in der normalen Lage der von den Haken dieser Nadeln erfaßten Fäden herbeizuführen, ι ο Fig. 11 veranschaulicht in einer Einzelansicht zwei Nadeln, von denen die eine in der normalen Lage sich befindet, während die andere abgelenkt ist.
Fig. 12 veranschaulicht in vergrößertem Maßstab eine schematische Ansicht eines kleinen Teiles eines plattierten Gewirkes, das von den Fäden in der aus den Fig. 2, 3, 4, S ersichtlichen Weise hergestellt worden ist, wobei drei verschiedene Fäden an verschie-2" denen Teilen des Gewirkes auf dessen Vorderfläche sind.
Fig. 13 ist eine Stirnansicht und veranschaulicht eines der vielen dreifarbigen Muster, die mit dem neuen Verfahren hergestellt werden können.
Fig. 14, 15, 16 sind schaubildliche Ansichten ähnlich denen der Fig. 2, 3 und 4 und veranschaulichen eine etwas unterschiedliche Arbeitsweise der Nadeln mit den Fäden 3" zwecks Herstellung des Gewirkes der Fig. 18. Fig. 17 ist eine der Fig. 5 ähnliche schematische Ansicht und ergänzt die Darstellung der Fig. 14, 15 und 16; diese Figur veranschaulicht, in welcher Weise gewisse Nadeln mit allen Fäden und wie andere Nadeln nur mit einem Faden in Eingriff kommen und die beiden anderen Fäden freigeben, um das Gewirk der Fig. 18 herzustellen.
Fig. 18 ist eine im vergrößerten Maßstab dargestellte schematische Ansicht ähnlich der der Fig. 12 und veranschaulicht ein durch die Handhabung der Fäden in der aus den Fig. 14, 15, 16 und 17 ersichtlichen Weise hergestelltes Gewirk.
PMg. 19 ist eine schematische Ansicht ähnlich der der Fig. 5, ergänzend zu den Fig. 20 bis 31 und veranschaulicht, in welcher Weise die Fäden gehandhabt werden, um das Gewirk der Fig. 32 herzustellen. Die Fig. 20 bis 23 sind schematische Ansichten und veranschaulichen die Wirkung einer Nadel auf die drei Fäden beim normalen Plattierungsvorgang.
Fig. 24 bis 27 sind entsprechende schematische Ansichten und veranschaulichen die Wirkung einer Nadel auf die drei Fäden, um eine umgekehrt plattierte Ware herzustellen, bei der also der hintere oder Grundfaden auf die Vorderseite des Gewirkes gebracht wird. Die Fig. 28 bis 31 sind entsprechende schematische Ansichten und veranschaulichen die Wirkung einer Nadel auf die drei Fäden zwecks Herstellung einer umgekehrt plattierten Ware, bei der der mittlere Faden auf die Vorderseite des Gewirkes geführt ist.
Fig. 32 ist eine im vergrößerten Maßstab dargestellte schematische Ansicht ähnlich der der Fig. 12 und" veranschaulicht ein Gewirk, das durch Betätigung der Fäden in der aus den Fig. 19 bis 31 ersichtlichen Weise hergestellt worden ist.
Zunächst soll die Vorrichtung beschrieben werden, die zur Herstellung der Gewirke^, B und C dient.
In Fig. ι ist eine bogenförmig angeordnete Gruppe von Nadeln t und u, die in dem drehbaren Nadelzylinder senkrecht verschiebbar ist, in ihrer Arbeitslage mit Bezug auf die drei Fäden b, m und p und mit dem nicht drehbaren Strickschloß dargestellt, p ist der Plattierungsfaden, b der hintere Faden und m der in der Mitte befindliche Faden. Die drei Fäden werden von einem Garnträger ζ aus zugeführt, der in die Kehle des Ringes s vorgestoßen wird. Die drei Fäden befinden sich unter verschiedenen Spannungen.
Das Strickschloß w ist an seiner vorderen Ecke verbreitert zwecks Herstellung eines Teiles x, der über die innere Seite des Schloßteiles greift. · Der Teil x, der in Wirklichkeit go ein zusätzlicher Schloßteil ist, besitzt eine Steuerfläche, die in Ausrichtung mit der Steuerfläche des Schloßteiles w liegt (Fig. I1 6, 7, 8 und 9).
Die Nadeini (Fig. 6 und 8), die als gewohnliche Nadeln bezeichnet werden können, sind mit den üblichen Füßen \Tersehen. Die Nadeln 11 (Fig. 7 und 9), die als Spezialnadeln bezeichnet werden können, sind mit denselben Füßen und außerdem mit Schultern v versehen.
Wenn das Strickschloß w nach außen (Fig. 8 und 9) bewegt wird, so liegt der Schloßteil χ nicht in der Bewegungsbahn der Schultern v, und alle Nadeln werden in der gewöhnlichen Weise durch Ineingrifftreten ihrer Füße mit dem Schloßteil χ betätigt; sämtliche Nadeln werden hierbei an derselben Stelle betätigt, und alle Nadeln erfassen sämtliche drei Fäden. Wenn aber das Strickschloß w, wie in den Fig. 6 und 7 dargestellt, nach innen geführt wird, so liegt der Schloßteil χ in der Bewegungsbahn· der Schultern ν der Spezialnadeln u, und die Spezialnadeln werden vor den regulären Nadeln t abwärts bewegt und werden hierbei nur die Fäden p und m erfassen und den Faden b entweichen lassen. Diese Wirkung ist in den Fig. 5 und dargestellt.
Das Strickschloß w wird von einem radial bewegbaren Schieber y getragen, der durch irgendeine geeignete Mustervorrichtung be-
tätigt werden kann. Wenn das Hakenende einer der Nadeln nach hinten abgelenkt worden ist (Fig. 4, 5 und 11), so werden die von der Nadel erfaßten Fäden herumgerollt und kehren ihre Reihenfolge um, in der sie den Nadeln zugeführt worden sind.
Um die Nadeln wahlweise zurückzubiegen, wird vorzugsweise die in der Fig. 10 dargestellte Vorrichtung benutzt. Die Nadeln gleiten in senkrechter Richtung in Schlitzen, die in dem drehbaren Nadelzylinder α gebildet sind. An dem Nadelzylinder ist der Platinenring c befestigt, der die Platinen i trägt, die in üblicher Weise mit den Nadeln zwecks Bildung der Schlingen zusammen arbeiten.
Unter dem Platinenring c befindet sich ein geschlitzter Ring d für Schieber f, der an dem Ringe c angebracht ist. Die Schwingen e werden in die Schlitze des Nadelzylinders eingelegt, nachdem die Nadeln eingeführt worden sind, und in ihrer Lage durch die beiden Federbänder k gehalten. Diese Schwingen sind so gestaltet, daß sie sich auf die Nadeln mit ihren äußeren Enden und außerdem an denjenigen Stellen auflegen, die gegenüber den Federbändern k liegen. Die in dem Nadelzylinder vorgesehenen Schlitze haben an den oberen Enden eine größere Tiefe als die normale, so daß Schultern q gebildet werden. Die Nadeln sind über diesen Schultern nicht unterstützt, so daß letztere als Stützpunkte wirken, wenn die Nadeln durch die oberen Enden der Schwingen e zurückgedrückt werden.
Der Ring d weist Schlitze auf, die in der Anzahl den Schlitzen des Nadelzylinders entsprechen. In Zwischenräumen und in Gruppen, entsprechend dem Muster, das in dem Gewirk hergestellt werden soll, sind Schieber / in die Schlitze des Ringes d eingesetzt. Diese Schieber werden in leichter Berührung mit den Nadelschwingen e durch ein Federband η gehalten.
Ein mit Gewinde versehener Klemmring h hält die Schieber in ihrer richtigen aufrechten Lage. Die Schieber sind mit Schlitzen an ihren hinteren Enden versehen, so daß Teile an verschiedenen Stellen herausgebrochen werden können, so daß Füße h übrigbleiben, die in einer von acht verschiedenen senkrechten Stellungen liegen. Wenn es erwünscht ist, können zwei oder mehr Füße an einem Schieber vorgesehen sein.
Die acht Steuerscheiben zur Betätigung der Füße 0 in den acht verschiedenen Stellungen drehen sich nicht und können in die und aus der Bahn der zugehörigen Füße 0 der Schieber/ bewegt werden; jede der acht verschiedenen Steuerscheiben liegt in Ausrichtung mit einem der acht an den Schiebern vorgesehenen Füße.
Wenn eine oder mehrere der acht Steuerscheiben g· bewegt und in der Bahn der Schieber / gehalten werden, die Füße 0 in der entsprechenden Höhenlage haben, so werden diese Schieber einwärts gestoßen und die zugehörigen Schwingen e ausgeschwungen, wodurch die entsprechenden Nadeln r an der Stützfläche q zurückfedern mit der Wirkung, daß ihre Hakenenden außer Linie mit den danebenliegenden, aber nicht zurückgestoßenen Nadeln, die sich in der normalen Strickebene befinden, zurückgebogen werden.
Um das Gewirkt (Fig. 12) herzustellen, werden die Nadeln wie folgt betätigt:
Die drei Fäden werden den Nadeln, wie in Fig. 2 veranschaulicht, zugeführt. Die Fäden sind verschiedenen Spannungen ausgesetzt. Die regulären Nadeln t folgen der üblichen Bahn und werden nacheinander an der gewohnlichen Stelle nach unten bewegt, so daß ihre Haken alle drei Fäden erfassen. Entsprechend der gewählten Methode für die auszuführende Plattierungsarbeit werden die drei Fäden in der Reihenfolge p, m, b (Fig. 3) in das Gewirk eingestrickt, so daß der Plattierungsfaden p auf der vorderen Seite des Gewirkes erscheint, wie dies in dem ersten und letzten Maschenstäbchen der Fig. 12 dargestellt ist.
Damit der Hinterfaden b auf der vorderen Seite des Gewirkes erscheint, werden die Hakenenden der ausgewählten Nadeln, wie in den Fig. 4 und 11 dargestellt, zurückgestoßen mit der Wirkung, daß die Fäden herumgerollt werden und ihre gegenseitige Reihenfolge umkehren, in der sie den Nadeln zugeführt worden sind, derart, daß sie in das Gewirk in der Reihenfolge b, m, p (Fig. 4) eingestrickt werden. Der Hinterfaden b erscheint auf der Vorderseite des Gewirkes, wie dies in dem zweiten und dritten Maschenstäbchen der Fig. 12 dargestellt ist.
Damit der mittlere Faden m auf der Vorderseite des Gewirkes erscheint, werden die Schloßteile w und χ verschoben, derart, daß die Nadeln u vorzeitig (Fig. 5 und 7) nach unten bewegt werden; während also diese Nadeln die Fäden p und m erfassen, lassen sie den Faden b entweichen. Durch diese Wirkung allein würde der Faden p auf der Vorderseite des Gewirkes erscheinen; da aber die Hakenenden der Nadeln außer ihrer vorzeitigen Abwärtsbewegung auch zurückgestoßen werden, so werden die Fäden ρ und m veranlaßt, ihre gegenseitige Lage mit Bezug aufeinander zu ändern, d. h. die Reihenfolge, in der sie den Nadeln zugeführt worden sind. Diese beiden Fäden werden also in das Gewirk in der Reihenfolge m, p eingestrickt fpig. 5J. Der mittlere Faden erscheint auf der Vorderseite des Gewirkes, wie dies im
vierten und fünften Maschenstäbchen der Fig. 12 angedeutet ist, während der Faden b auf der Rückseite des Gewirkes frei liegt.
Um das Gewirk B (Fig. 18) herzustellen werden die Nadeln in folgender Weise betätigt:
Die drei Fäden werden den Nadeln in der aus Fig. 17 ersichtlichen Weise zugeführt. Die Fäden stehen hierbei unter verschiedener Spannung. Die Nadeln folgen der üblichen Bahn und werden an der üblichen Stelle abwärts bewegt, so daß ihre Haken alle Fäden erfassen. Entsprechend der zur Ausführung der Plattierung gewählten Methode geht der Faden p, der unter der größten Spannung steht, über den Faden to hinweg; drei Fäden werden in das Gewirk in der Reihenfolge p, m, b (Fig. 14) eingestrickt, so daß der Plattierungsfaden p auf der Vorderseite des Gewirkes erscheint, wie dies im ersten und letzten Maschenstäbchen der Fig. 18 dargestellt ist.
Damit der hintere Faden b auf der Vorderseite des Gewirkes erscheint, werden die Hakenenden der ausgewählten Nadeln zurückgestoßen (Fig. 11 und 15) mit der Wirkung, daß die Fäden herumgerollt werden und ihre Reihenfolge verändern, in der sie den Nadeln zugeführt worden sind, so daß sie in das Gewirk in der Reihenfolge b, p, m eingestrickt werden. Der Hinterfaden b erscheint auf der Vorderseite des Gewirkes, wie dies im zweiten und dritten Maschenstäbchen der Fig. 18 dargestellt ist.
Damit der mittlere Faden to auf der Vorderseite des Gewirkes erscheint, werden die Nadeln u vorzeitig nach unten bewegt, so daß sie nur mit dem Faden m in Eingriff kommen, der somit auf der Vorderseite des Gewirkes erscheint, während die Fäden ρ und b frei darunterliegen, wie dies im vierten und fünften Maschenstäbchen der Fig. 18 dargestellt ist.
Um das Gewirk C (Fig. 32) herzustellen, werden die Nadeln in folgender Weise betätigt:
Die drei Fäden werden den Nadeln in der Reihenfolge der Fig. 19 zugeführt. Die Bahnen dieser Fäden konvergieren derart, daß der Faden b den steilsten Alinäherungswinkel und der Faden- den flachsten Annäherungswinkel aufweisen. Die Nadeln t folgen der regulären Bahn i' der Fig. 19. Die drei Fäden werden also in das Gewirk in der Reihenfolge p, m, b eingestrickt, wie dies in den Fig. 20 bis 23 dargestellt ist, so daß der Plattierungsfaden auf der Vorderseite des Gewirkes erscheint, wie dies im ersten und letzten Maschenstäbchen der Fig. 32 gezeigt ist. Fig. 20 veranschaulicht im Querschnitt die gegenseitige Lage der Fäden, kurz bevor sie von einem Nadelhaken erfaßt werden; und die Fig. 21, 22 und 23 veranschaulichen aufeinanderfolgende tiefer liegende Stellungen des Nadelhakens, wenn die Fäden von ihm hinuntergezogen werden. Eine benachbarte Platine i ist ebenfalls in aufeinanderfolgenden Stellungen dargestellt, die sie während der Abwärtsbewegung der Nadel einnimmt.
Damit der Hinter- oder Hauptfaden b auf 7« der Vorderseite des Gewirkes erscheint, wird das Hakenende einer Nadel zurückgestoßen (wie dies in Fig. 11 und in den Fig. 25, 26, 2j dargestellt ist) mit der Wirkung, daß dieser Haken derart mit den Fäden in Eingriff kommt, daß letztere herumgerollt werden und ihre Reihenfolge umkehren, wie dies aus einem Vergleich der Fig. 24 und 25 hervorgeht, so daß die Fäden in das Gewirk in der Reihenfolge b, m, p eingestrickt werden; der Hinter- oder Hauptfaden b erscheint daher auf der Vorderseite des Gewirkes, wie dies auch im vierten und fünften Maschenstäbchen der Fig. 32 gezeigt ist.
Damit der mittlere Faden m auf der Vorderseite des Gewirkes erscheint, wird eine Nadel u vorzeitig nach unten bewegt (in der Bahn u' der Fig. 19), so daß sie die Fäden to und b erfaßt, während letztere sich in ihrer normalen Lage (Fig. 29) befinden. Das Hakenende der Nadel wird ,darauf zurückgebogen, um zu bewirken, daß der Faden p unter den Faden to rollt (Fig. 30) und sich selbst zwischen den Fäden to und b einstellt (Fig. 31). Der mittlere Faden to erscheint somit auf der Vorderseite des Gewirkes, wie dies im zweiten und dritten Maschenstäbchen der Fig. 32 dargestellt ist.
Die Gewirke A1B und C sind Beispiele für Gewirke, die in ihrer Beschaffenheit verschieden sind, aber insofern gleich sind, als jedes ein dreifarbiges Muster aufweist, das durch Betätigung der Nadeln in drei verschiedenen Weisen erzeugt wird. Es ist möglich, durch verschiedene Kombinationen der beiden Arbeitsvorgänge, nämlich der vorzeitigen Abwärtsbewegung der Nadeln und des Ablenkens der Hakenenden der Nadeln im Verein mit verschiedenen Anordnungen der drei Fäden auch noch andere, aber im allgemeinen gleichartige plattierte Gewirke mit dreifarbigen Streifen und Mustern herzustellen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung einer dreifädigen Strickware auf einer Rundstrickmaschine, bei dem alle drei Fäden in verschiedenen Teilen der Ware auf der Vorderseite erscheinen und bei dem jeder von mindestens zwei der drei Fäden sich in normaler Plattierungslage mit mindestens einem der anderen Fäden in einem Teil
    567878
    der Ware und in umgekehrter Plattierungslage mit diesem andern Faden in einem andern Teil der Ware befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden in normale Plattierungslage oder in umgekehrte Plattierungslage durch Abbiegen der Nadeln und in flott liegendem Verlauf durch ein weiteres Einwirken auf die Nadeln an derselben Arbeitsstelle
    werden.
    gebracht
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DE1929567378D 1928-03-15 1929-03-15 Verfahren zur Herstellung einer dreifaedigen Strickware auf einer Rundstrickmaschine Expired DE567378C (de)

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US261733A US1745619A (en) 1928-03-15 1928-03-15 Process of knitting plated fabrics
US271428A US1745620A (en) 1928-04-20 1928-04-20 Plated knitted fabric

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