DE56660C - Tellurium - Google Patents

Tellurium

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DE56660C
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DE
Germany
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Application number
DENDAT56660D
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English (en)
Original Assignee
G,. SAL.TEÄ-, in. Firma. GEORGE SALTER & CO., in West Bromwich, W. PARKES in Birmingham, 34 Wood Street, und TH. HADLEY in Oldbury, 30 Talbot Street
Publication of DE56660C publication Critical patent/DE56660C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B27/00Planetaria; Globes
    • G09B27/02Tellurions; Orreries

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente,
in WEST BROMWICH,
WILLIAM PARKES in BIRMINGHAM
und THOMAS HADLEY in OLDBURY.
Tellurium.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1890 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Tellurium für Schulzweke, welches zur eingehenden Darstellung der Erscheinungen bei der Bewegung der Erde um die Sonne dienen soll. Zu gleicher Zeit wird auch die Bewegung des Mondes um die Erde in einer den thatsächlichen Verhältnissen möglichst angepafsten Weise veranschaulicht. Das Ziel der vorliegenden Construction ist Dauerhaftigkeit, Billigkeit, Uebersichtlichkeit der Gesammtanordnung und eine hinreichend grofse Genauigkeit, namentlich in Bezug auf die Mondbahn.
Von den bisher bekannten Instrumenten sind die einen, abgesehen davon, dafs sie die Bewegung der Himmelskörper nur ungenau wiedergaben, entweder billig und dann durch die geringe Festigkeit ihrer Anordnung für einen dauernden Gebrauch nicht geeignet, oder sie sind sehr kostspielig und daher von einer weiteren Verbreitung ausgeschlossen. Die vorliegende Construction hilft demnach einem Bedürfnisse ab.
Das Tellurium ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Eine festliegende, ebene Platte, welche an ihrem kreisförmigen Umfange mit Zähnen a2 versehen ist, trägt auf ihrer oberen Fläche α3 die Namen der Monate des Jahres, der Jahreszeiten und der Wendepunkte. Ueber der Mitte dieser Scheibe befindet sich, getragen von der Säule b2, die Lampe b, welche die Sonne vorstellt. Der mit Gewinde versehene Säulenschaft b3, Fig. 3, ist in den Hals d2 eines Ständers d eingeschraubt. Durch Einschrauben des Schaftes in diesen Hals wird gleichzeitig die zwischenliegende gezahnte Scheibe α festgeklemmt.
c ist die Erde. Diese wird von dem oberen Ende der geneigten Achse c2, Fig. 5, getragen, welche Achse sich lose in einer Hülse /2 bewegt, die an einem gebogenen Stück Draht/"1 den Mond/ trägt und an deren unterem Thfiile das Zahnrad/3 befestigt ist. Die Hülse/3 wird wiederum von der äufseren Hülse e1 umschlossen, welche mit dem Arm e in Verbindung steht. Durch eine Spindel e2, auf die das Zahnrad e3 festgekeilt ist, wird eine Drehung des Armes e und damit der beiden Hülsen und der Achse c2 ermöglicht. Das Rad es, Fig. 4, greift in ein Rad ei ein, welches in seiner Mitte mit einer Kurbel e5 versehen ist und sich um das feststehende, mit Zähnen versehene Rad e6 bewegt.
An dem unteren Ende der geneigten Achse c2 ist das Zahnrad c3 befestigt, welches mit einem Zahnrad c4 in Eingriff steht. Zahnrad c4 dreht sich lose um das obere Ende der Spindel e2. Die Hülse oder Achse /2 trägt ebenfalls ein Zahnrad /3, welches in das Zahnrad /* eingreift ; dieses ist mit den Rädern c* g2 aus einem 'Stück gearbeitet, g ist ein Zwischenzahnrad, welches sowohl mit Zahnrad g2, als auch mit den Zähnen a2 der festen Scheibe a in Eingriff steht.
Das ganze Getriebe sowie die die Erde und den Mond tragenden Stücke werden durch zusammenhängende und gleichsam einen Arm bildende Theile h ft2 h3 zusammengehalten. Dieser Arm bewegt sich um den Hals d2 des als feststehenden Mittelpunkt anzusehenden Ständers d. Die erwähnten Theile sind mit einem Ansatz /?4 versehen, der an seinem Ende eine Rolle /j5 trägt, die sich gegen die untere Seite der Scheibe α legt und auf ihr läuft.
Durch kreisförmiges Herumziehen der Handhabe e5 wird das Rad e4 veranlafst, sich um das Rad e6 zu drehen, während dieses selbst stillsteht. Auch das Zahnrad e3 wird, da es mit e4 in Eingriff steht, gedreht und dadurch unter Vermittelung von g·2 und g der Arm h h2 h3 um den Mittelpunkt der Scheibe α bewegt, welche, wie oben angegeben, stillsteht. Mit dem Arm h h2 h3 bewegen sich aber auch Erde und Mond in ihren besonderen Bahnen um den Mittelpunkt der Scheibe, also um die Sonne.
Der treibende Mechanismus läfst sich nun deutlich in zwei Theile scheiden, nämlich erstens die Räder e3 ei e5, die Spindel e2 und der Arm e bezw. die Hülse e1, zweitens die Achse c2, die Hülse f2 und die Zahnräder f3/* c3 c4 g1 g und a. Bei dem ersten Theil wird durch Herumziehen der Handhabe e5 das Zahnrad e3 und damit die Spindel e2 gedreht. Mit e2 dreht sich aber auch der Arm e, und die Erde nimmt dadurch ihre den Jahreszeiten entsprechenden verschiedenen Stellungen zur Sonne ein, ohne sich jedoch dabei um ihre Achse zu drehen. Dies und die Drehung des Mondes besorgt der zweite Theil, und zwar dadurch, dafs das auf einem feststehenden Zapfen aufsitzende drehbare Zahnrad g durch die Bewegung des Armes h h2 H3 an der Scheibe α herumgeführt wird, sich infolge dessen dreht und dadurch das Rad g2 treibt. Da die Räder c4/4 mit dem Rade g2 fest verbunden sind, so drehen auch sie sich und bewirken einmal die Drehung der Erde um ihre Achse, dann aber auch die Bewegung des Mondes.
Zu den Vorzügen des Instrumentes mufs aufser der verhältnifsmäfsigen Billigkeit die Einfachheit und Uebersichtlichkeit der ganzen Anordnung gerechnet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Tellurium, gekennzeichnet durch einen um den Mittelpunkt einer gezahnten festen Scheibe α drehbaren Arm h h2 h3, bei dessen Drehung das Rad g und durch dieses ein dreifaches Zahnrad g2/1 c4 gedreht wird, welches vermittelst des an der geneigten Erdachse c2 befestigten Zahnrades c3 die Erde dreht und vermittelst des an der Hülse f2 befestigten Zahnrades fz den mit dieser Hülse verbundenen Mond f bewegt, zum Zwecke, die Bewegung der Erde um ihre Achse und die des Mondes um die Erde in möglichst einfacher Weise, aber doch mit dauerhaften und standfesten Mitteln zu erzielen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56660D Tellurium Expired - Lifetime DE56660C (de)

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