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Glutaufsatz Die Erfindung bezieht sich auf Glutaufsätze, das sind
in Blockformen hineinreichende Aufsätze, die in bekannter Weise durch Erhaltung
der Wärme den Blocktopf eine Zeitlang flüssig halten, so daß das obere, noch flüssig
gehaltene Metall nach unten fließen kann, um die Hohlräume in der Mitte des Blockes
auszufüllen, die durch die Schrumpfung des Metalls bei der Abkühlung des Blockes
entstehen. Beim Gießen steigt nun oft das eingegossene flüssige Metall in den Raum
zwischen Blockform und Glutaufsatz, so daß nach der Abkühlung des Metalls der Glutaufsatz
an dem Barren festgehalten wird und seine Entfernung für gewöhnlich sehr schwierig
ist. Meistenteils muß der Glutaufsatz stückweise abgebrochen oder abgeschlagen werden.
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Diesen Nachteil der bekannten Glutaufaufsätze vermeidet die Erfindung
durch eine derartige Ausbildung des unteren Teiles des Glutaufsatzes, daß dieser
Teil das Fließen des Metalls nach oben um die Außenfläche des Glutaufsatzes abzudämmen
vermag. Vorzugsweise steht der untere Rand des Glutaufsatzes vor und streift die
Blockformwand, wenn der Glutteil in die Form gesenkt wird.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in einigen Ausführungsformen beispielsweise
veranschaulicht. Abb. i ist eine Ansicht eines wesentlich rechteckigen Warmhaltungsoberteils
gemäß der Erfindung.
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Abb. 2 bis 9 zeigen in senkrechten Teilschnitten verschiedene abgeänderte
Ausführungsformen der Abstreifer in Arbeitslage zu der Form-wand.
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Abb. io ist eine obere Aufsicht auf einen Abschnitt des Abstreiferstreifens
nach Abb. 8, wie er an einem Warmhaltungsoberteil der üblichen Form der Abb. i verwendet
wird.
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Abb. i i ist ein Schnitt nach der Linie i i-i i der Abb. io..
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Abb. 12 ist eine Aufsicht auf einen ähnlichen Abstreiferstreifen,
der sich zur Verwendung an einem Warmhaltungsoberteil eignet, das für eine gerillte
(fluted) kreisförmige Form bestimmt ist, und Abb. 13 ist ein Schnitt nach der Linie
13-i3 der Abb. 12.
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Ein in Abb. i dargestelltes Metallgehäuse besteht aus zwei Teilen
io, jedes derselben umfaßt eine Seite und die angrenzenden Ecken des Gehäuses, und
aus zwei Teilen i i, die zwischen den Teilen io auf gegenüberliegenden Seiten des
Gehäuses liegen. Die Teile io und i i haben längs der oberen Abschnitte ihrer sich
berührenden Kanten Flanschen oder Augen 12 zur Aufnahme von Bolzen 13 o. dgl., durch
die die Teile des Gehäuses
sicher miteinander verbunden werden.
Die Flanschen 12 gehen nur einen Teil des Weges nach unten an den Seiten des Gehäuses.
Von hier ab ist der untere Teil des Gehäuses glatt gelassen und von rechteckiger
Form, damit es das Oberteil einlassen kann. Auf gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses
befinden sich Zapfen 14 für eine bequeme Bedienung.
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Die innere Konstruktion dieser Form gemäß der Erfindung ist in Abb
8 dargestellt. Wie man erkennt, hat das Gehäuse an seiner unteren Kante eine nach
innen vorstehende Leiste 15. Diese Leiste erstreckt sich über den ganzen inneren
Umfang des Gehäuses und trägt die oberen Futterteile 16. Diese sind vorzugsweise
aus feuerbeständigem Material hergestellt und so zwischengepaßt, daß sie mit oder
ohne Zement oder Kitt an ihrer Stelle gehalten werden. Ein kleiner Luftraum 17 kann
zwischen dem Gehäuse und dem Futter zur Isolierung auf Wunsch vorgesehen werden.
Um die untere Oberfläche und die innere Kante der Leiste 15 von dem geschmolzenen
Metall zu trennen, ist eine untere Futterbahn vorgesehen, die aus Blöcken 18 hergestellt
ist. Diese sind ausgespart zur Aufnahme der Leiste 15. Die Blöcke 18 kommen daher
an den unteren Kantenflächen der Futterteile 16 zusammen. Die Blöcke 18 werden an
dem Gehäuse i i durch einige Befestigungsmittel festgehalten; diese können fehlen,
wenn das Warmhaltungsoberteil von dem Block abgestreift wird. Zu diesem Zwecke ist
in dem vorliegenden Beispiel ein Draht 19 vorgesehen, der durch Löcher 2o und 21
in dem Gehäuse und Block 18 durchgeführt, nach unten längs der Außenseite des Warmhaltungsoberteils
umgebogen ist und dessen Enden unter dem Block 18 zusammengedreht sind.
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Das Gehäuse io, i i hat längs seiner äußeren unteren Kante einen hohlen
Falz 22 von genügender Größe zur Aufnahme eines Metallabstreifbleches 23, das in
den Abb. io und i i in Aufsicht bzw. Schnitt dargestellt ist. Dieser Streifen ist
zweckmäßig in vier Teilen im Falle eines rechteckigen Warmhaltungsoberteils hergestellt.
Die äußere Kante des Streifens 23 erstreckt sich genügend weit von dem Gehäuse des
Warmhaltungsoberteils ab, so daß sie die Formwand 24 berührt, wenn das Warmhaltungsoberteil
in die Form gesenkt wird. Damit aus der Biegsamkeit des Streifens der größte Vorteil
gezogen werden kann, ist er vorzugsweise, wie in Abb. 8 und i i dargestellt, nach
oben abgelenkt. An der Stelle, wo der Draht i9 den Streifen 23 schneidet, kann letzterer
ausgeschnitten werden, wie es in Abb. io bei 23 dargestellt ist. Die Wand 24 der
Form ist in der Regel nach unten abgeschrägt, so daß der von dem Streifen 23 berührte
Innendurchmesser mit dem Maße sich ändert, um das das Warmhaltungsoberteil in die
Form gesenkt wird. Aus praktischen Gründen ist es- äußerst erwünscht, daß man imstande
ist, dieses Maß innerhalb bestimmter Grenzen zu ändern. Da das Blechmaterial, aus
dem der Streifen 23 hergestellt ist, Biegsamkeit hat, so vermag es sich der Formwand
anzupassen und eine dichte Verbindung für alle Höheneinstellungen des Warmhaltungsoberteils
herzustellen.
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Nachdem das Futter 16 mit einer geeigneten Auskleidungsverbindung
überzogen worden ist, um ein Anbrennen des Metalls zu verhüten, läßt man das Warm
haltungsoberteil in die Form ein vorbestimmtes Stück eintreten, worauf es an deren
Innenwand durch Reibung gehalten wird. Das heiße Metall wird durch das heiße Oberteil
gegossen, bis es die Form ausfüllt und bis zu einer vorbestimmten Höhe innerhalb
des heißen Oberteils steigt. Im Verlauf des Gießens fließt das Metall in den schmalen
Raum um das heiße Oberteil unterhalb des Abstreifstreifens 23, worauf ein weiteres
Steigen durch den Streifen verhindert wird. Diese dünne ringförmige Lippe oder Rippe
aus Metall erstarrt sehr schnell und wirkt dann selbst mit, um ein weiteres Fließen
anzuhalten. Der Metallabstreifer, der sowohl die Formwand als auch das heiße Oberteilgehäuse
berührt, führt ferner schnell die von dem geschmolzenen Metall abgegebene Wärme
ab und bewirkt daher ein Erstarren des unmittelbar daran befindlichen Barrenmetalls.
Nachdem der Barren hinreichend abgekühlt ist, läßt der Arbeiter die Zapfen 1.4 durch
eine geeignete Hebevorrichtung greifen und streift das heiße Oberteil von dem Barren
ab. Die Blöcke 18 haben das Bestreben, an dem Barren zu haften, und diese Adhäsion
ist weit stärker, als die Drähte i9 sind, letztere brechen und ziehen sich aus den
Löchern 2o in dem Gehäuse und lassen die Blöcke 18 an dem Barren. Es ist natürlich
zu beachten, daß die Blöcke 18, die die untere Bahn des Futtermaterials bilden,
nur für einmalige Verwendung bestimmt sind, da aber diese Blöcke verhältnismäßig
klein sind und die Futterteile 16 beinahe unbegrenzte Lebensdauer haben, sind die
Kosten je Barren gering.
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In den Abb. 12 und 13 ist ein Abstreiferstreifen 26 von ähnlicher
Art wie der soeben beschriebene dargestellt; er ist aber zur Verwendung an einem
runden Warmhaltungsoberteil bestimmt, das in Verbindung mit einer runden Form mit
gerillten inneren Wänden verwendet wird. Die gebogenen Vorsprünge 27 des Streifens
sind so geformt, daß sie den Rillen der Form sich anpassen und hineinragen. Bei
einem Warmhaltungsoberteil
dieser Form bildet man den Streifen
26 zweckmäßig in drei Teilen aus.
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In der in Abb. 2 dargestellten Ausführungsform der Erfindung hat das
Metallgehäuse 28 eine innere Leiste 29 im Abstande von dem Boden des Gehäuses, sie
trägt eine Futterbahn 30 aus feuerbeständigem oder anderem geeignetem Material.
Unter dieser Bahn ordnet man mittels Stiften 31, die bei der Anwendung von Hitze
aus dem geschmolzenen Material verlorengehen (fall) können, einen kombinierten unteren
Futter- und Abstreiferring 32 beispielsweise aus Metallblech an. Dieser Ring hat
einen nach außen umgebogenen Flansch 32' an seiner oberen Kante, die die untere
Fläche der Futterbahn 3o berührt. Wenn das Warmhaltungsoberteil von dem Barren abgestreift
wird, bleibt der Streifen 32 darauf, und es muß natürlich ein neuer Streifen
auf dem heißen Oberteil vor seiner erneuten Verwendung befestigt werden.
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In Abb. 3 ist ein Gehäuse 33 dargestellt; dasselbe hat eine untere
Leiste 34, die an ihren unteren und inneren Seiten gekrümmt ist. Ein Blechfutter
35 erstreckt sich rund um die gekrümmte Fläche der Leiste 34 und nach oben längs
der inneren -Wand des Warmhaltungsoberteils bis zu der oberen Kante des letzteren.
Hier sieht man Ansätze 36 vor, die über die obere Kante des Warmhaltungsoberteils
gebogen werden, um dieses Blechmaterial an Ort und Stelle zu halten. Man bringt
feuerbeständiges Isoliermaterial 37 zwischen das Gehäuse 33 und das Blech 35, dies
ist aber nicht wesentlich vom allgemeineren Standpunkt der Erfindung aus. Wenn das
warme Oberteil von dem Barren abgestreift wird, haftet das ganze Blech 35 an dem
Barren; die auf das warme Oberteil ausgeübte Hebekraft hat zur Folge, daß die Ansätze
36 nach oben aus dem Wege gebogen werden. In diesem Falle dient das Blech 35 als
zeitweiliger innerer und unterer Futterteil, ebenso wie ein Abstreiferstreifen;
diese doppelte Funktion liegt bei verschiedenen später zu beschreibenden Abänderungen
vor.
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In der Ausführungsform nach Abb. 4. hat das Metallgehäuse 38 eine
innere Leiste 39; diese wird durch einen zeitweiligen kombinierten Futterteil und
Abstreiferstreifen 40 geschützt; derselbe ist mit Ansätzen 4z versehen, die ausgezogen
werden können oder abbrechen, wenn das warme Oberteil von dem Barren abgestreift
-wird. Während man in dieser Konstruktion ordnungsmäßig feuerbeständige obere Futterteile
verwenden würde, ähnlich wie sie in den Abb. z und 3 dargestellt sind, zieht man
die Verwendung einer Büchse 42 aus Metall oder einem anderen nicht brennenden oder
langsam brennenden Material in einem erheblichen Abstand von der Gehäusewand vor
und füllt den Zwischenraum mit lockerem Isoliermaterial 4.3 aus. Wenn Metall für
die Büchse 42 verwendet wird, ist es vorzugsweise ein gehärtetes Gußstück, ferner
kann die den geschmolzenen Stahl berührende Oberfläche mit Chrom oder einem anderen
Stoff imprägniert werden, der das Bestreben hat, eine glatte harte Oberfläche sicherzustellen.
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In Abb. 5 ist das Gehäuse 44 ein Metallkörper, an dessen Boden eine
abnehmbare und erneuerungsfähige Leiste 45 befestigt ist. Diese Leiste kann mittels
Dübelstiften 46 gehalten werden; diese gehen durch glatte Löcher in dem Gehäuse44
und sind in Zapfenlöcher in der Leiste 45 geschraubt. Auf dieser Leiste kann das
obere Futter 47 gehalten werden. Im eine Trennfläche zu schaffen, wird die Leiste
45 auf ihrer inneren und unteren Seite mit einer Verkleidungsmasse 48 von geeigneter
Beschaffenheit überzogen. Dann wird ein kombinierter Trenn- und Abstreiferstreifen
49 aus Blech an der Leiste mittels Nägel 5o befestigt, die durch den Streifen in
Blöcke 5 i aus Holz o. dgl. getrieben werden, die in Aussparungen in der Leiste
eingesetzt werden. Wenn das warme Oberteil von dem Barren abgestreift wird, ziehen
sich die Nägel 5o aus den Blöcken 5 r, und der Streifen 49 wird an dem Barren gelassen.
Vor der Herstellung eines jeden Überzuges werden neue Blöcke 5 z in die Aussparungen
eingepaßt, ein neuer Überzug 48 wird auf die Leiste aufgebracht, und ein neuer Streifen
49 wird auf die Leiste genagelt.
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In Abb. 6 ist ein Gehäuse 52 verwendet; dasselbe hat eine Leiste 53.
Diese trägt einen Falz an ihrer oberen inneren Ecke zur Aufnahme eines Flansches
oder Ansatzes 54 an einem kombinierten Futter- und Abstreifer-Blechstreifen 55;
obere Futterteile 56 ruhen auf der Leiste 53 und auf dem Flansch 54. Das Blech 55
bleibt auf dem Barren, wenn das warme Oberteil abgestreift wird, dabei wird der
Ansatz oder Flansch 54 weggebrochen. Ihre Verbindung mit dem Hauptteil des Bleches
55 kann natürlich geschwächt werden, um hierdurch das Brechen zu erleichtern, oder
das Abtrennen des Blechs 55 von dem warmen Oberteil kann dadurch ausgeführt werden,
daß man nur den Ansatz oder Flansch 54 aus dem Falz in der Leiste zieht. Um die
Möglichkeit einer Schweißung des Blechs 55 an die Leiste 53 an dem Gehäuse unter
dem Einfluß des geschmolzenen Materials zu vermeiden, wird die Leiste finit einer
Trenn- oder Verkleidungsmasse 48' überzogen, diese sorgt für ein gutes Trennen,
wenn das warme Oberteil von dem Barren abgestreift wird.
In Abb.
7 hat das Gehäuse 57 eine Leiste 58, die in einem Stück mit demselben ausgebildet
ist, sie kann den inneren Futterkörper 59 aus feuerbeständigem Material tragen.
Dieser Körper hat einen nach unten gehenden Teil 6o, der die innere Fläche der Leiste
58 abdeckt. Holzstöpsel oder Blöcke 61 sind in die Leiste 58 eingesetzt, wie bei
der in Abb.5 dargestellten Anordnung. An diesen Blöcken ist durch Nägel 62 ein Futter-
und Formabstreiferstreifen 63 befestigt, letzterer deckt nicht nur die Leiste 58,
sondern auch die unteren Enden der Futterelemente 59 ab. Der Streifen 63 bricht
von dem heißen Oberteil ab, wenn es von der Form ebenso, wie in Abb. 5 beschrieben,
abgestreift wird.
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Die abgeänderteAusführungsform inAbb.9 umfaßt ein Gehäuse 64 mit einer
Leiste 65, diese ragt nach innen ein kurzes Stück über dem Boden des Gehäuses vor.
Diese Leiste trägt die oberen Futterkörper 66. Feuerbeständige Blöcke 67 von unregelmäßiger
Form sind an dem Gehäuse 64 durch herausnehmbare Stifte 68 befestigt, die in das
Gehäuse eingeschraubt sind. Ein kombinierter unterer Futter- und Abstreiferstreifen
69, ähnlich dem Streifen 32 der Abb. 2, wird dann angebracht und durch Laschen 7o
an Ort und Stelle gehalten, die zwischen den Blöcken 66 und 67 liegen. Diese Laschen
brechen weg oder ziehen sich heraus, wenn das warme Oberteil von der Form abgestreift
wird, wobei das Blech 69 zurückbleibt.
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Um eine gute Trennung zu erreichen, kann die ganze innere und untere
Fläche des warmen Oberteils mit einer geigneten Masse überzogen werden, oder dieser
Überzug kann auf das warme Teil nur unter dem oberen Futter aufgebracht werden.
Ferner kann, wie oben beschrieben, ein Überzug zwischen der unteren Leiste des Gehäuses
und dem Blechfutter verwendet werden, damit diese Teile sich ohne weiteres voneinander
zu trennen vermögen, wenn das warme Oberteil von dem Barren abgestreift wird.
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Es ist zu beachten, daß die Erfindung in verschiedenen abgeänderten
Ausführungsformen verwirklicht werden kann.