DE565864C - Verfahren zur Oberflaechenbehandlung von Metallwaren - Google Patents
Verfahren zur Oberflaechenbehandlung von MetallwarenInfo
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Description
- Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallwaren Zweck der vorliegenden Erfindung ist einmal die Herbeiführung eines festen Kontaktes für die Ware als Kathode bei der elektrolytischen Behandlung in galvanischen Bädern bei gleichzeitig bewirkter Veränderung der Lagerung der Ware und zweitens, bei Beiz-, Entfettungs- und ähnlichen Bädern gelöste Zunder-, Schmutz- und Fetteile von der Ware abzuziehen durch kontinuierlichen Zustrom und ebensolche Absaugung der jeweiligen Flüssigkeit mittels einer Pumpe.
- Um einen nach Möglichkeit festen Kontakt für die Ware herbeizuführen, hat man schon u. a. die Einrichtung von Magneten unter einer Galvanisiertrommel getroffen. Dadurch war man in der Lage, Kleineisen- und Stahlwaren-auf der unteren Fläche der Trommel einen guten Kontakt zu geben und - durch die Anordnung mehrerer Magnete mit Unterbrechung - der Ware eine sich stetig verändernde Lage. Aber abgesehen davon, daß nur Kleinteile aus Eisen und Stahl, nicht aber solche aus Nichteisenmetallen auf diesem Wege bearbeitet werden können, ist ein gleichmäßiger Überzug infolge des Übereinanderlagerns der Ware nicht zu erzielen, und außerdem ist die Apparatur so kostspielig, daß sie nur in ganz großen Betrieben amortisiert werden kann.
- Bekannt sind ferner Verfahren, bei denen die Badflüssigkeit durch eine Pumpe in Umlauf gebracht wird, zu dem Zwecke, die Wirkung der elektrolytische-, Stromlinien zu erhöhen oder auch die Badflüssigkeit überhaupt zu bewegen, um der Ansammlung von Luftbläschen an der Oberfläche der Ware und einer Verarmung des Elektrolyts an der Kathode vorzubeugen.
- Bei diesen bisherigen Flüssigkeitsumlaufsverfahren verblieb die Ware während der Behandlung in der einmal gegebenen Lage, und der Umlaufstrom fand keine Verwendung bezüglich seiner Druck- und Saugkraft.
- Die hier vorliegende Erfindung besteht nun in einem Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallwaren in einem Behälter mit umlaufender Flüssigkeit, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß die Ware auf einem siebartigen, beweglichen Warenträger, der bei galvanischen Bädern gleichzeitig als Kathode dient, laufend an einem an die Saugleitung einer Pumpe angeschlossenen Saugstutzen vorbeigeführt wird, wobei die saugende Wirkung der Flüssigkeit ein Festhaften der Ware auf dem Warenträger bewirkt, und zwar so lange, bis die Ware infolge der Bewegung des Warenträgers die Saugzone verläßt. Auch gelingt es, durch eine solche Verfahrensweise Zunder- und Schmutzteile von der Ware abzuziehen, wenn man sie in Verbindung mit Reinigungsbädern u. ä. anwendet.
- Die beiliegenden Zeichnungen z bis 4 zeigen Ausführungsbeispiele, und zwar i -bis 3 als Trommel und ¢ in horizontaler Anordnung.
- Es zeigen: In Fig. i : a die Trommelwandung als beweglichen, siebartigen Warenträger - bei galvanischen Bädern Kathode -, b den seitlich in die Trommel hineinführenden Hohlkörper für den Zulauf der Flüssigkeit - bei galvanischen Bädern auch gleichzeitig als Anode ausgebildet -, c die Befestigungsvorrichtung für den Apparat, d die Bewegungsvorrichtung für die Trommel.
- In Fig.2: a den Rand der siebartigen Trommelwandung, b den Hohlkörper für den Zufluß, e die an die Trommelwandung angesaugte Ware, f den an der Trommelwandung anliegenden Saugstutzen.
- Fig. 3 zeigt den Saugstutzen in- der Vorderansicht.
- Die Pfeile bezeichnen den Zustrom bzw. den Abfluß von bzw. zu der Pumpe.
- Die Trommel, deren Mantel als siebartiger Warenträger (Fig. i ; d) ausgebildet ist, taucht ungefähr etwas über die Hälfte in einen mit der jeweiligen Gebrauchsflüssigkeit gefüllten Behälter. Die Trommel ist um eine waagerechte Achse drehbar. Am unteren Teil des Umfanges der Trommel ist ein mit einer Pumpe verbundener Saugstutzen (Fig. 2; f). angeordnet. Die Ware (Fig. 2; e) wird in die Trommel eingebracht. Nach Einschalten der Pumpe wird die Ware bei Drehung der Trommel, sobald sie in den Bereich des Saugstutzens kommt, von dem Flüssigkeitsstrom an den Warenträger (Fig.2; d) fest angesaugt und fällt, sobald sie außerhalb des Wirkungsbereiches des Saugstutzens kommt, wieder auf den tiefsten Punkt der Trommel zurück. Sie wird von der sich drehenden Trommel - nun in anderer Lage - wieder mitgenommen, kommt wieder in den Bereich des Saugstutzens, wird hier festgehalten usw. Die abgesaugte Flüssigkeit wird in den Behälter zurückgeführt.
- Fig. q. zeigt die schematische Darstellung eines Ausführungsbeispieles für die horizontale Lagerung des Apparates unter Anwendung eines endlosen Bandes als Warenträger und der Anordnung eines an mehreren Stellen wirkenden Saugstutzens.
- Der Apparat befindet sich in einem Behälter, der bis zu der waagerecht durchgehenden gestrichelten Linie mit der jeweiligen Arbeitsflüssigkeit gefüllt ist. Der Warenträger a bewegt sich in Pfeilrichtung über dem Saugstutzen f. Der Saugstutzen ist stufenartig ausgeführt und ist an den an den Warenträger anliegenden Stellen offen, im übrigen geschlossen, also an den senkrechten Teilen und dem Boden. Am Saugstutzen befindet sich die Flüssigkeitsumlaufsleitung g, die zur Pumpe führt. Der Zulaufstutzen b ist über dem Warenträger angeordnet und dient gegebenenfalls als Anode. Der Antrieb des Warenträgers erfolgt bei d. Der Apparat wird bei dem Antriebsrad d in Pfeilrichtung mit der Ware beschickt. Die Ware wird sofort auf dem Warenträger a durch den Saugstutzen f angesaugt und fällt, sobald sie die erste Stufe des Saugstutzens verläßt, in neuer Lage auf die -zweite Stufe des Saugstutzens herab, wird aufs neue auf dem Warenträger angesaugt usw., um schließlich am Ende des endlosen Warenträgers den Arbeitsbereich zu verlassen. Die durch den Zulaufstutzen b zugeführte Flüssigkeit bewirkt durch ihren Druck ein Anpressen der Ware e an den Warenträger a, wodurch die Saugwirkung unterstützt wird. Die abgesaugte Flüssigkeit wird kontinuierlich dem Behälter wieder zugeführt.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Metallwaren, besonders von Massenartikeln in der Galvanotechnik, in einem Behälter mit umlaufender Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Ware auf einem beweglichen, siebartigen Warenträger (a), der bei galvanischen Bädern gleichzeitig als Kathode dient, laufend an einem an die Saugleitung (g) einer Pumpe angeschlossenen Saugstutzen (f) vorbeigeführt wird, wobei die saugende Wirkung der Flüssigkeit ein Festhaften der Ware auf dem Warenträger (a) bewirkt, und zwar so lange, bis die Ware infolge der Bewegung des `'Warenträgers die Saugzone verläßt.
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugwirkung des Saugstutzens (f) auf die Ware (e) durch die Druckwirkung des Zulaufstutzens (b) der Flüssigkeitsumlaufsleitung unterstützt wird, 3.
- Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen den Badbehälter durchlaufenden, mit Durchbrechungen versehenen Warenträger (a) und einen oder mehreren an dem Warenträger anliegenden Saugstutzen (f) und einer an eine Pumpe angeschlossenen Flüssigkeitsumlaufsleitung.
- Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulaufstutzen (b) der Flüssigkeitsumlaufsleitung gegenüber dem Saugstutzen (f) dieser Leitung so angeordnet ist, daß sich ein Teil des Warenträgers (d) zwischen Saug- und Druckzone befindet.
- 5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 3 und q. für galvanische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daB der Zulaufstutzen (b) der Flüssigkeitsumlaufsteitung (g) als Anode ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE565864T | 1930-06-21 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE565864C true DE565864C (de) | 1932-12-08 |
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ID=6567412
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930565864D Expired DE565864C (de) | 1930-06-21 | 1930-06-21 | Verfahren zur Oberflaechenbehandlung von Metallwaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE565864C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3385774A (en) * | 1964-03-16 | 1968-05-28 | Aluminum Co Of America | Method and means of anodizing |
| FR2420580A1 (fr) * | 1978-03-20 | 1979-10-19 | Schering Ag | Appareil pour le traitement d'articles en vrac |
| EP0616595A4 (de) * | 1991-12-20 | 1995-05-24 | Vos Ind Pty Ltd | Förderanlage. |
| DE102004018412B4 (de) * | 2004-04-16 | 2018-12-13 | Yuriy Lebedynskyi | Verfahren und Einrichtung zur elektrochemischen Beschichtung von kleinsten Partikeln |
-
1930
- 1930-06-21 DE DE1930565864D patent/DE565864C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3385774A (en) * | 1964-03-16 | 1968-05-28 | Aluminum Co Of America | Method and means of anodizing |
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| DE102004018412B4 (de) * | 2004-04-16 | 2018-12-13 | Yuriy Lebedynskyi | Verfahren und Einrichtung zur elektrochemischen Beschichtung von kleinsten Partikeln |
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