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Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten
von Fahrscheinen, bei der Tasten mittels profilierter Hebel auf von der Hauptstellwelle
getrageneHebelarme einwirken und die Hauptstellwelle in der durch das Niederdrücken
einer Taste bestimmten Stellung festgehalten wird.
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Derartige Entwertungseinrichtungen sind an sich bekannt. Bei den bekannten
Einrichtungen ist ein besonderer Mechanismus vorgesehen, um die Taste nach Beendigung
der Tätigkeit der durch das Niederdrücken dieser Taste gesteuerten Einrichtung in
ihre Ausgangsstellung zurückzuführen, bevor eine weitere Taste verstellt werden
kann.
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Im Gegensatz hierzu sind erfindungsgemäß die Profile der mit den einzelnen
Tasten verbundenen Hebel, welche auf die von der Hauptstellwelle getragenen Hebelarme
einwirken, derart gewählt, daß die nach dem Niederdrücken einer Taste in einer bestimmten
Stellung gehaltene Hauptstellwelle durch Niederdrücken einer anderen Taste unmittelbar
in die entsprechende neue Stellung übergeführt wird.
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Im Gegensatz zu der bekannten Einrichtung bleibt bei dem Erfindungsgegenstand
eine einmal niedergedrückte Taste in ihrer niedergedrückten Stellung; denn die von
ihr gesteuerten Einrichtungen haben auf sie keinen Einfluß. Vielmehr wird die Zurückführung
dieser Taste in die Ausgangslage erst dadurch bewirkt, daß eine weitere Taste niedergedrückt
wird. Diese Besonderheit in der Arbeitsweise des Erfindungsgegenstandes ist mit
wesentlichen Vorteilen verknüpft, wie sich aus folgendem ergibt.
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Der Apparat gemäß vorliegender Erfindung wird vorzugsweise auf solchen
Fahrzeugen angebracht, auf denen sich außer dem Führer kein weiteres Personal, also
auch kein Schaffner, befindet. Auf diesen Fahrzeugen werden die Fahrscheine von
den Fahrgästen selbst beim Betreten des Fahrzeuges unter der Aufsicht des Führers
entwertet. Man hat nun in der Praxis festgestellt, daß oft mehrere Personen, die
nacheinander das Fahrzeug betreten, gleichartige Fahrstrecken zurücklegen und daher
auch gleichartige Entwertungsoperationen durchführen müssen. Angenommen nun, die
erste von diesen Personen habe auf die Taste gedrückt, mit deren Hilfe die verschiedenen
Entwertungsorgane in eine bestimmte Stellung gebracht werden, und habe sodann durch
Betätigung eines weiteren, unabhängigen Hebels ihre Fahrscheine entwertet. Wenn
sich nun die Taste
wieder heben würde, so müßte die folgende Person,
die die gleiche Fahrstrecke zurücklegen will, wieder von vorn beginnen, die betreffende
Taste niederdrücken und sodann den Entwertungshebel verstellen. Bei dem Erfindungsgegenstand
ist die nochmalige Betätigung der Einstelltaste in diesem Falle nicht mehr notwendig,
da die Taste ja in ihrer niedergedrückten Stellung verbleibt. Lediglich ein Fahrgast,
für den die niedergedrückte Taste nicht mehr paßt, da er eine längere oder eine
kürzere Fahrstrecke zurücklegen will, muß eine andere, die für ihn gültige Taste
niederdrücken, wodurch die vorher niedergedrückte Taste in ihre Ausgangsstellung
gehoben wird. Da die bekannten Einrichtungen eine derartige Wirkungsweise nicht
besitzen, dauert bei ihnen die Abfertigung der Fahrgäste wesentlich länger als bei
Verwendung des Erfindungsgegenstandes. ' Gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgegenstandes
ist ein Mechanismus vorgesehen, durch den diejenigen Tasten, die den bereits von
dem Fahrzeug zurückgelegten Teilstrecken entsprechen, in ihrer gehobenen Stellung
festgehalten werden.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform
veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i in Ansicht mit geschnittenen und abgebrochenen
Teilen eine erfindungsgemäß ausgebildete Einrichtung.
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Fig. 2 bis 4 zeigen den Erfindungsgegenstand im Querschnitt nach den
Linien 2-2, 3-3 und 4-4 der Fig. i.
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Fig. 5 veranschaulicht in verkleinertem Maßstabe im Horizontalschnitt
nach der Linie 5-5 der Fig. i einen Teil der Einrichtung gemäß Fig. i bis 4.
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Im folgenden ist eine besonders zweckmäßige Ausführungsform eines
Entwertungsapparates für Fahrscheine beschrieben.
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Der eigentliche Entwertungsapparat ist gemäß den Patenten 498 054
und 509 749 ausgebildet. In der Zeichnung sind der Einfachheit halber nur
diejenigen Organe des Apparates dargestellt, die zum Verständnis der Erfindung notwendig
sind. Diese Organe sind im wesentlichen der Einführungsschlitz für die Fahrscheine
i, die Querwände 2 und 3, welche die Länge des Einführungsschlitzes begrenzen, der
Fahrstreckenhebel4 und dessen Achse 5, die Welle 49, die die Entwertungsorgane der
Aufsteigeteilstrecke einstellt, und die Welle 8 mit der Handkurbel 7, die zur Ausführung
der Entwertung und zum Antrieb der Zählermechanismen dient.
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Es sei zunächst vorausgesetzt, daß die gesamte Fahrstrecke drei Teilstrecken
umfaßt und daß nur eine einzige Klasse vorhanden ist. Beispielsweise wird folgender
Tarif angewendet: Für Fahrten auf einer, zwei und drei Teilstrecken werden zwei,
drei bzw. vier Einzelbilletts von gleichem Einheitswert und von gleichen Abmessungen
benutzt. Die Querwand 3 bleibt -fest, während die Querwand 2 mittels der Achse 5
und einer geeigneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Übertragungsvorrichtung
derart verstellbar ist, daß sie in bestimmte charakteristische Stellungen gelangen
kann. Bei diesen charakteristischen Stellungen ist die Querwand 2 von der Querwand
3 um die Breite von zwei Einzelbilletts entfernt, wenn Auf- und Abstieg in einer
Teilstrecke erfolgen, um die Breite von drei Einzelbilletts, wenn die Fahrt auf
zwei Teilstrecken stattfindet, oder um die Breite von,vier Einzelbilletts bei einer
Fahrt auf drei Teilstrecken. In den Zeichnungen sind die Stellungen dargestellt,
die die Organe in dem Augenblick haben, in dem ein aus vier Einzelbilletts, entsprechend
drei Teilstrecken, bestehender Fahrschein i (Fig. i in den Schlitz eingeführt ist,
um entwertet zu werden.
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Der Entwertungsapparat ist mit Seitenwandungen io an einem vertikalen
Ständer i i befestigt. Oberhalb dieses Apparates ist ein Gehäuse 12 angeordnet,
in welchem Übertragungsorgane untergebracht sind. Über dem Gehäuse 1a befindet sich
ein weiteres Gehäuse 13, das den Antriebsmechanismus enthält.
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Die obere Wandung des Gehäuses 13 ist in einem Winkel von beispielsweise
45° geneigt, damit der Fahrgast leicht die Tafel 9 mit drei Spalten 13', 13=, 133
erkennen kann, die die Angaben der Haupthaltestellen trägt. Die Tafel 9 wird von
einem längsverschiebbaren Ständer 14 getragen, welcher durch eine Kulisse 15 geführt
und mittels einer Fernbetätigungseinrichtung verschoben wird. Als Antriebseinrichtung
dient beispielsweise eine Stange 16, die der Fahrzeugführer verstellen kann. In
der Mitte der schrägen Wandung ist eine Öffnung 13° vorgesehen, welche mit einer
Glasscheibe verschlossen sein kann. Hinter dieser Öffnung sind die drei Spalten
der Tafel 9 sichtbar, wenn das Fahrzeug die erste Teilstrecke durchfährt (Fig.i).
Infolgedessen kann der Fahrgast unter allen Haltestellen der gesamten Fahrstrecke
die von ihm gewünschte Station auswählen. Wenn das Fahrzeug die erste Teilstrecke
verläßt, verschiebt der Fahrzeugführer die Stange 16 in dem Sinne des in Fig. i
eingezeichneten Pfeiles, bis die erste Spalte 13' vollständig von dem undurchsichtigen
Teil der schrägen Wandung verdeckt ist, sich also in der mit 13a bezeichneten Stellung
befindet. Dasselbe geschieht bei dein Übergang
des Fahrzeuges von
der zweiten auf die dritte Teilstrecke, so daß sich von diesem Augenblick an die
Spalten 13' und 13= in den mit rau und 13b bezeichneten Stellungen befinden und
lediglich die dritte Spalte 133 für den Fahrgast sichtbar ist. Bei der Rückfahrt
bringt der Führer den Ständer in seine Anfangsstellung zurück und ersetzt die Tafel
durch eine andere Tafel, auf der die verschiedenen Haltestellen umgekehrt verzeichnet
sind. Beispielsweise genügt es zu diesem Zweck, die mit den Angaben versehene Tafel
umzudrehen.
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Bei dem in Fig. i bis 5 veranschaulichten Ausführungsbeispiel trägt
der bewegliche Ständer 14 eine Zahnstänge 17 (Fig. 3), die mit einem Zahnrad
18 kämmt, das auf einer vertikalen Übertragungsachse i9 aufgekeilt ist (Fig. i).
Die Achse i9 kann über Kegelradgetriebe 2o1 und 2o= eine Achse 49 antreiben, welche
die Entwertungsorgane für die Anzeige der Aufsteigeteilstrecke trägt. Der Fahrzeugführer
verschiebt also bei jedem Teilstreckenwechsel gleichzeitig die Tafel 9 und die Entwertungsorgane.
Für den Fall, daß die Angabentafeln auf den Flächen eines drehbaren Prismas angeordnet
sind, kann leicht eine entsprechende Übertragungseinrichtung für die Entwertungsorgane
vorgesehen werden.
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Unter den Angabenspalten 131, 13=, 133 sind drei Tasten 211, 21=,
213 angeordnet, die von außen erreichbar sind. Diese Tasten sind auf Hebeln 221
(Fig. 2), 22= (Fig. 3) und 223 (Fig.4) befestigt, welche frei beweglich auf einer
gemeinsamen Achse 23 angeordnet sind. In den Schwingebenen dieser Hebel befinden
sich Rollen, die an den Enden von Armen 2d.1, 2d.= und 2:I3 befestigt sind. Diese
Arme 241 bis 2d.3 sind auf eine gemeinsame Welle 25 aufgekeilt. Die auf die Rollen
einwirkenden Teile der Hebel 221 bis 223 sind in verschiedener Weise bogenförmig
ausgeschnitten, wie aus den Fig.2 bis 4 ersichtlich ist, und zwar derart, daß die
Welle 25 beim Herabdrücken einer Taste (Fig.4) in eine bestimmte Winkelstellung
gebracht wird, die jede andere Stellung ausschließt. Die Form der bogenförmigen
Ausschnitte ist derart gewählt, daß, wenn die drei Tasten gehoben sind, die Welle
25 beim Herabdrücken einer beliebigen Taste frei schwingen kann, bis sie ihre richtige
Stellung einnimmt. Außerdem können zwei Tasten nicht gleichzeitig niedergedrückt
werden, da in diesem Falle die Profile der Hebel 221, 22= und 223 auf die Rollen
der Arme 241, 24 und 243 entgegengesetzte Wirkung ausüben. Die profilierten Hebel
221 usw. wirken nicht nur ihrerseits auf die Rollen der Arme 241 usw. ein, sondern
werden umgekehrt auch von den Rollen dieser Arme beeinflußt, indem beim Niederdrücken
eines Hebels unter Vermittlung der Welle 25 von der Rolle des zu der vorher niedergedrückten
Taste gehörenden Armes auf das Profil des zugehörigen Hebels ein Druck ausgeübt
wird, welcher bewirkt, daß der Hebel der vorher niedergedrückten Taste vollständig
gehoben wird.
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Die Bewegung der Welle 25 wird über einen Arm 26 (Fig. 3) und eine
Lenkerstange 27 auf den Fahrstreckenhebel4 übertragen. Der Fahrstreckenhebel4 kann
drei charakteristische Stellungen 4a, 4b, 4.c (Fig. i) einnehmen, denen die drei
Stellungen der Querwand 2 des Einführungsschlitzes entsprechen.
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Die Hebel 221, 22= und 223 tragen drei Stifte 281, 28=, 283. Diese
Stifte liegen, wenn die Tasten gehoben sind (Fig.2 und 3), in Kerben von Hebeln
291, 29'2 und 293, welche fest auf einer gemeinsamen Welle 30 sitzen. Wenn
eine Taste, beispielsweise die Taste 213 (Fig..I), niedergedrückt wird, so verläßt
der Stift 283 seine obere Endstellung 283a und drückt die Hebel 291 bis 293 gemeinsam
entgegen der Wirkung einer Zugfeder 38 zurück. Wenn die Taste vollständig niedergedrückt
ist, legt sich der Stift hinter einen Halteanschlag des betreffenden Hebels. Diese
Stellung des Stiftes ist in Fig.4 mit 283b bezeichnet. Die Taste wird also in ihrer
gesenkten Stellung festgehalten und kann sich erst in dem Moment unter der Wirkung
ihres Druckorgans 311 bzw. 31-' oder 313 wieder heben, in dem eine weitere Taste
niedergedrückt wird, wodurch die Hebel 291 bis 293 zurückgedrückt werden. Diese
Einrichtung ermöglicht es, durch einfache Bewegung der Handkurbel ? hintereinander
eine beliebige Anzahl von Fahrscheinen zu entwerten, welche sämtlich die gleiche
Anzahl von Einzelbilletts besitzen, ohne daß es erforderlich ist, nach jeder Entwertung
die gleiche Taste niederzudrücken.
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Alle Bedingungen für eine Fernbetätigung der die Entwertungsorgane
tragenden Achse 49 seitens des Wagenführers und für eine Fernbetätigung der beweglichen
Querwand 2 -seitens des Fahrgastes sind also erfüllt. Es ist jedoch wichtig, diese
Mechanismen durch verschiedene Blockiervorrichtungen zu vervollständigen, welche
jede irrtümliche oder betrügerische Betätigung des Apparates verhindern. Zu diesem
Zwecke verstellt die Welle 3o durch einen der auf ihr angeordneten Hebel, beispielsweise
durch den Hebel 293, eine Stange 31, welche bis zum Boden des Gehäuses 12 hinabreicht.
Die Stange 3i ist an einem Hebel mit zwei Armen 32 und 33 angelenkt, welcher um
eine Achse 3.1 drehbar ist. Der Arm 33 endet in einen Vor-
Sprung
37, der mit einer Kerbe 35 zusammenarbeiten kann, welch letztere in dem Umfang einer
Scheibe 36 vorgesehen ist. Die Scheibe 36 ist auf der Hauptweile 8 befestigt, die
mit der Handkurbel 7 versehen ist. Wenn ein Stift, beispielsweise der Stift 283,
seine vollständig gehobene Stellung 283d oder seine vollständig gesenkte Stellung
283b einnimmt, befindet sich der Vorsprung 37 außerhalb der Kerbe 35. Bei , jeder
Zwischenstellung der Taste dagegen ist der Hebel 293 aus seiner Normalstellung entfernt,
hebt die Stange 31 und bewirkt, daß der Vorsprung 37 in die herbe 35 eindringt.
Dadurch wird eine Drehung der Welle 8 verhindert, wenn sich nicht sämtliche Tasten
in ihrer vollständig gesenkten oder gehobenen Stellung befinden.
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Wenn man beginnt, mit der Handkurbel 7 die Welle 8 in Drehung zu versetzen,
liegt der Vorsprung 37 gegenüber dem Umfang der Scheibe 36, so daß sich der Hebel
33 nicht senken kann, und die Hebel 29I, 292 und 293 verhindern, daß man die Stellungen
der Tasten ändert.
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In den Schwingebenen der Hebel 221, 222 und 223 sind Finger 391, 392
und 393 angeordnet, die auf einer gemeinsamen Welle 40 befestigt sind. Die Welle
40 ist durch eine Stange 41 (Fig. 4) mit einem doppelarmigen Hebel 42 verbunden,
der drehbar auf einer Achse 43 sitzt. Wenn alle Tasten gehoben sind, stehen sie
außer Kontakt mit den Fingern 391 bis 393, und das freie Ende des Hebels 42 wird
unter der Wirkung einer Zugfeder 44 vor einen Vorsprung 45 gelegt, den die Welle
8 trägt und der beispielsweise an der Scheibe 36 befestigt ist. Dadurch wird eine
Drehung der Handkurbel ? verhindert. Wenn man eine der Tasten niederdrückt, so drückt
der Hebel 22, den entsprechenden Finger 39 derart zurück, daß die Stange 41 gesenkt
und der Hebel 42 von dem Anschlag 45 gelöst wird.
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Zusammengefaßt erfüllen also die oben beschriebenen Mechanismen die
folgenden Bedingungen: Man kann den Apparat nur benutzen, wenn lediglich eine Taste
niedergedrückt ist, und sobald man zwecks Ausführung einer Entwertung begonnen hat,
die Handkurbel 7 zu drehen, sind alle Tasten bis zur Beendigung des Vorganges gesperrt.
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Einer der Hebel 291 bis 293 (Fig. 4) trägt einen Finger 46 (Fig. 5),
welcher mit Kerben 47 zusammenarbeitet, die in dem vorderen Rand des beweglichen
Ständers 14 der Tafel 9 vorgesehen sind. Wenn der Ständer 14 irgendeine seiner charakteristischen
Stellungen einnimmt, greift der Finger 46 in die entsprechende Kerbe 47 ein, und
der Apparat kann in normaler Weise arbeiten. Während der Verschiebung des Ständers
14 oder wenn der Ständer 14 eine falsche Stellung einnimmt, steht der Finger 46
in Berührung mit dem vorderen Rand des Ständers 14. Dadurch wird bewirkt, daß die
Welle 30 (Fig.4) eine Stellung einnimmt, bei der die Stange 31 derart auf den Hebel
32-33 einwirkt, daß der Vorsprung 37 in die Kerbe 35 eingreift und auf diese Weise
die Handkurbel 7 sperrt. Wenn man im Gegensatz dazu begonnen hat, die Handkurbel
7 zu bewegen, so liegt der Vorsprung 37 derart an dem Umfang der Scheibe 36, daß
die Welle 30 unbeweglich ist und der Finger 46 sich nicht aus der entsprechenden
Kerbe 47 lösen kann. Der Ständer 14 ist also festgehalten, während man eine Entwertung
vornimmt.
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Außerdem ruft die Verschiebung des Ständers 14 von einer charakteristischen
Stellung in die nächstfolgende charakteristische Stellung stets die Lösung des Fingers
46 aus der entsprechenden Kerbe 4.7 hervor. Infolgedessen vollführt die Welle 3o
nebst allen auf ihr angeordneten Hebel 29I bis 293 eine Schwingbewegung in einer
derartigen Richtung, daß die Taste, welche durch eine vorangegangene Betätigung
gesenkt worden war, freigegeben wird und in ihre gehobene Stellung zurückkehrt.
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Der Ständer 14 trägt außerdem eine Platte 48 (Fig. z, 3 bis 5), welche
mit Armen 5o2 und 503 zusammenarbeiten kann, die nur an den Hebel 222 und
223 angeordnet sind. Die Platte 48 nimmt in bezug auf den Ständer 14 eine derartige
Relativstellung ein, daß sie, wenn das Fahrzeug die erste Teilstrecke durchfährt,
wobei die Spalten 13I, 132 und 133 der Tafel 9 sichtbar sind, keine Wirkung auf
die Arme 502 und 5o3 ausübt. Bei der Fahrt auf der zweiten Teilstrecke, bei
der die Spalten 132 und 133 sichtbar sind, legt sich die Platte 48 vor den Arm 5o3
und hält die letzte Taste 213 in ihrer gehobenen Stellung fest. Denn diese Taste
soll zeitweise nicht mehr bedient werden, da sich ja keine Spalte mehr über ihr
befindet. Bei der Fahrt auf der dritten Teilstrecke, wobei lediglich die Spalte
133 sichtbar ist, sind die Tasten 212 und 213 angehoben und unbeweglich gemacht,
und nur die Taste 211 kann niedergedrückt werden. Diese letztere Taste soll nicht
unbeweglich gemacht werden, da sie bis zu dem Augenblick arbeiten soll, in dem das
Fahrzeug das Ende der Fahrtlinie erreicht hat.
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Der im vorstehenden beispielsweise beschriebene Apparat ist nur für
die Befahrung einer Linie mit drei Teilstrecken bestimmt. Ein für eine verschiedene
Anzahl von Teilstrecken passender Apparat wird
analog eingerichtet.
muß aber ebensoviel Tasten besitzen, wie Teilstrecken vorhanden sind. Es genügt
alsdann, den Hebeln a21, 22=
usw. der Tasten geeignete Profile zu geben, so
daß sie beim vollständigen Niederdrücken die Welle 25 drehen und in einer bestimmten
Stellung sperren. Die Einrichtung eines derartigen Apparates ist ohne weiteres möglich,
indem man von den obenstehenden Angaben ausgeht.
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Für den Fall, daß der Apparat bei Fahrzeugen mit mehreren Tarifen
benutzt werden soll, beispielsweise für Fahrten in der ersten und in der zweiten
Klasse, müssen beide Querwände 2 und 3 verschoben werden können. Wenn ebenso wie
bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel drei Teilstrecken vorhanden sind, so genügt
es zur Erzielung des gewünschten Resultats, die Tasten 2i1, 2,2 und 2I3 für diel
Verstellung der Querwand 2 beizubehalten, welche der Fahrt in der zweiten Klasse
entspricht. Ferner werden drei weitere Tasten vorgesehen, die für Fahrten in der
ersten Klasse bestimmt sind und die wie die vorher genannten Tasten beim Niederdrücken
die Bewegung der Querwand :z steuern. Ferner wirken die Tastaturen mittels eines
analog dem vorigen ausgebildeten, aber von diesem getrennten Mechanismus auf eine
Welle von der Art der Welle 25 ein, um über eine übertragungsvorrichtung die Verschiebung
der Querwand 3 zu bewirken. Die Tastatur für die erste Klasse besitzt natürlich
dieselben Blockier- und Sicherungsorgane wie die Tastatur für die zweite Klasse.