DE565640C - Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen - Google Patents

Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen

Info

Publication number
DE565640C
DE565640C DES98223D DES0098223D DE565640C DE 565640 C DE565640 C DE 565640C DE S98223 D DES98223 D DE S98223D DE S0098223 D DES0098223 D DE S0098223D DE 565640 C DE565640 C DE 565640C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shaft
lever
key
button
carrier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES98223D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SOC D CONST D APP MECANIQUES D
Original Assignee
SOC D CONST D APP MECANIQUES D
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SOC D CONST D APP MECANIQUES D filed Critical SOC D CONST D APP MECANIQUES D
Application granted granted Critical
Publication of DE565640C publication Critical patent/DE565640C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

  • Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen Die Erfindung bezieht sich auf eine Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen, bei der Tasten mittels profilierter Hebel auf von der Hauptstellwelle getrageneHebelarme einwirken und die Hauptstellwelle in der durch das Niederdrücken einer Taste bestimmten Stellung festgehalten wird.
  • Derartige Entwertungseinrichtungen sind an sich bekannt. Bei den bekannten Einrichtungen ist ein besonderer Mechanismus vorgesehen, um die Taste nach Beendigung der Tätigkeit der durch das Niederdrücken dieser Taste gesteuerten Einrichtung in ihre Ausgangsstellung zurückzuführen, bevor eine weitere Taste verstellt werden kann.
  • Im Gegensatz hierzu sind erfindungsgemäß die Profile der mit den einzelnen Tasten verbundenen Hebel, welche auf die von der Hauptstellwelle getragenen Hebelarme einwirken, derart gewählt, daß die nach dem Niederdrücken einer Taste in einer bestimmten Stellung gehaltene Hauptstellwelle durch Niederdrücken einer anderen Taste unmittelbar in die entsprechende neue Stellung übergeführt wird.
  • Im Gegensatz zu der bekannten Einrichtung bleibt bei dem Erfindungsgegenstand eine einmal niedergedrückte Taste in ihrer niedergedrückten Stellung; denn die von ihr gesteuerten Einrichtungen haben auf sie keinen Einfluß. Vielmehr wird die Zurückführung dieser Taste in die Ausgangslage erst dadurch bewirkt, daß eine weitere Taste niedergedrückt wird. Diese Besonderheit in der Arbeitsweise des Erfindungsgegenstandes ist mit wesentlichen Vorteilen verknüpft, wie sich aus folgendem ergibt.
  • Der Apparat gemäß vorliegender Erfindung wird vorzugsweise auf solchen Fahrzeugen angebracht, auf denen sich außer dem Führer kein weiteres Personal, also auch kein Schaffner, befindet. Auf diesen Fahrzeugen werden die Fahrscheine von den Fahrgästen selbst beim Betreten des Fahrzeuges unter der Aufsicht des Führers entwertet. Man hat nun in der Praxis festgestellt, daß oft mehrere Personen, die nacheinander das Fahrzeug betreten, gleichartige Fahrstrecken zurücklegen und daher auch gleichartige Entwertungsoperationen durchführen müssen. Angenommen nun, die erste von diesen Personen habe auf die Taste gedrückt, mit deren Hilfe die verschiedenen Entwertungsorgane in eine bestimmte Stellung gebracht werden, und habe sodann durch Betätigung eines weiteren, unabhängigen Hebels ihre Fahrscheine entwertet. Wenn sich nun die Taste wieder heben würde, so müßte die folgende Person, die die gleiche Fahrstrecke zurücklegen will, wieder von vorn beginnen, die betreffende Taste niederdrücken und sodann den Entwertungshebel verstellen. Bei dem Erfindungsgegenstand ist die nochmalige Betätigung der Einstelltaste in diesem Falle nicht mehr notwendig, da die Taste ja in ihrer niedergedrückten Stellung verbleibt. Lediglich ein Fahrgast, für den die niedergedrückte Taste nicht mehr paßt, da er eine längere oder eine kürzere Fahrstrecke zurücklegen will, muß eine andere, die für ihn gültige Taste niederdrücken, wodurch die vorher niedergedrückte Taste in ihre Ausgangsstellung gehoben wird. Da die bekannten Einrichtungen eine derartige Wirkungsweise nicht besitzen, dauert bei ihnen die Abfertigung der Fahrgäste wesentlich länger als bei Verwendung des Erfindungsgegenstandes. ' Gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist ein Mechanismus vorgesehen, durch den diejenigen Tasten, die den bereits von dem Fahrzeug zurückgelegten Teilstrecken entsprechen, in ihrer gehobenen Stellung festgehalten werden.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i in Ansicht mit geschnittenen und abgebrochenen Teilen eine erfindungsgemäß ausgebildete Einrichtung.
  • Fig. 2 bis 4 zeigen den Erfindungsgegenstand im Querschnitt nach den Linien 2-2, 3-3 und 4-4 der Fig. i.
  • Fig. 5 veranschaulicht in verkleinertem Maßstabe im Horizontalschnitt nach der Linie 5-5 der Fig. i einen Teil der Einrichtung gemäß Fig. i bis 4.
  • Im folgenden ist eine besonders zweckmäßige Ausführungsform eines Entwertungsapparates für Fahrscheine beschrieben.
  • Der eigentliche Entwertungsapparat ist gemäß den Patenten 498 054 und 509 749 ausgebildet. In der Zeichnung sind der Einfachheit halber nur diejenigen Organe des Apparates dargestellt, die zum Verständnis der Erfindung notwendig sind. Diese Organe sind im wesentlichen der Einführungsschlitz für die Fahrscheine i, die Querwände 2 und 3, welche die Länge des Einführungsschlitzes begrenzen, der Fahrstreckenhebel4 und dessen Achse 5, die Welle 49, die die Entwertungsorgane der Aufsteigeteilstrecke einstellt, und die Welle 8 mit der Handkurbel 7, die zur Ausführung der Entwertung und zum Antrieb der Zählermechanismen dient.
  • Es sei zunächst vorausgesetzt, daß die gesamte Fahrstrecke drei Teilstrecken umfaßt und daß nur eine einzige Klasse vorhanden ist. Beispielsweise wird folgender Tarif angewendet: Für Fahrten auf einer, zwei und drei Teilstrecken werden zwei, drei bzw. vier Einzelbilletts von gleichem Einheitswert und von gleichen Abmessungen benutzt. Die Querwand 3 bleibt -fest, während die Querwand 2 mittels der Achse 5 und einer geeigneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Übertragungsvorrichtung derart verstellbar ist, daß sie in bestimmte charakteristische Stellungen gelangen kann. Bei diesen charakteristischen Stellungen ist die Querwand 2 von der Querwand 3 um die Breite von zwei Einzelbilletts entfernt, wenn Auf- und Abstieg in einer Teilstrecke erfolgen, um die Breite von drei Einzelbilletts, wenn die Fahrt auf zwei Teilstrecken stattfindet, oder um die Breite von,vier Einzelbilletts bei einer Fahrt auf drei Teilstrecken. In den Zeichnungen sind die Stellungen dargestellt, die die Organe in dem Augenblick haben, in dem ein aus vier Einzelbilletts, entsprechend drei Teilstrecken, bestehender Fahrschein i (Fig. i in den Schlitz eingeführt ist, um entwertet zu werden.
  • Der Entwertungsapparat ist mit Seitenwandungen io an einem vertikalen Ständer i i befestigt. Oberhalb dieses Apparates ist ein Gehäuse 12 angeordnet, in welchem Übertragungsorgane untergebracht sind. Über dem Gehäuse 1a befindet sich ein weiteres Gehäuse 13, das den Antriebsmechanismus enthält.
  • Die obere Wandung des Gehäuses 13 ist in einem Winkel von beispielsweise 45° geneigt, damit der Fahrgast leicht die Tafel 9 mit drei Spalten 13', 13=, 133 erkennen kann, die die Angaben der Haupthaltestellen trägt. Die Tafel 9 wird von einem längsverschiebbaren Ständer 14 getragen, welcher durch eine Kulisse 15 geführt und mittels einer Fernbetätigungseinrichtung verschoben wird. Als Antriebseinrichtung dient beispielsweise eine Stange 16, die der Fahrzeugführer verstellen kann. In der Mitte der schrägen Wandung ist eine Öffnung 13° vorgesehen, welche mit einer Glasscheibe verschlossen sein kann. Hinter dieser Öffnung sind die drei Spalten der Tafel 9 sichtbar, wenn das Fahrzeug die erste Teilstrecke durchfährt (Fig.i). Infolgedessen kann der Fahrgast unter allen Haltestellen der gesamten Fahrstrecke die von ihm gewünschte Station auswählen. Wenn das Fahrzeug die erste Teilstrecke verläßt, verschiebt der Fahrzeugführer die Stange 16 in dem Sinne des in Fig. i eingezeichneten Pfeiles, bis die erste Spalte 13' vollständig von dem undurchsichtigen Teil der schrägen Wandung verdeckt ist, sich also in der mit 13a bezeichneten Stellung befindet. Dasselbe geschieht bei dein Übergang des Fahrzeuges von der zweiten auf die dritte Teilstrecke, so daß sich von diesem Augenblick an die Spalten 13' und 13= in den mit rau und 13b bezeichneten Stellungen befinden und lediglich die dritte Spalte 133 für den Fahrgast sichtbar ist. Bei der Rückfahrt bringt der Führer den Ständer in seine Anfangsstellung zurück und ersetzt die Tafel durch eine andere Tafel, auf der die verschiedenen Haltestellen umgekehrt verzeichnet sind. Beispielsweise genügt es zu diesem Zweck, die mit den Angaben versehene Tafel umzudrehen.
  • Bei dem in Fig. i bis 5 veranschaulichten Ausführungsbeispiel trägt der bewegliche Ständer 14 eine Zahnstänge 17 (Fig. 3), die mit einem Zahnrad 18 kämmt, das auf einer vertikalen Übertragungsachse i9 aufgekeilt ist (Fig. i). Die Achse i9 kann über Kegelradgetriebe 2o1 und 2o= eine Achse 49 antreiben, welche die Entwertungsorgane für die Anzeige der Aufsteigeteilstrecke trägt. Der Fahrzeugführer verschiebt also bei jedem Teilstreckenwechsel gleichzeitig die Tafel 9 und die Entwertungsorgane. Für den Fall, daß die Angabentafeln auf den Flächen eines drehbaren Prismas angeordnet sind, kann leicht eine entsprechende Übertragungseinrichtung für die Entwertungsorgane vorgesehen werden.
  • Unter den Angabenspalten 131, 13=, 133 sind drei Tasten 211, 21=, 213 angeordnet, die von außen erreichbar sind. Diese Tasten sind auf Hebeln 221 (Fig. 2), 22= (Fig. 3) und 223 (Fig.4) befestigt, welche frei beweglich auf einer gemeinsamen Achse 23 angeordnet sind. In den Schwingebenen dieser Hebel befinden sich Rollen, die an den Enden von Armen 2d.1, 2d.= und 2:I3 befestigt sind. Diese Arme 241 bis 2d.3 sind auf eine gemeinsame Welle 25 aufgekeilt. Die auf die Rollen einwirkenden Teile der Hebel 221 bis 223 sind in verschiedener Weise bogenförmig ausgeschnitten, wie aus den Fig.2 bis 4 ersichtlich ist, und zwar derart, daß die Welle 25 beim Herabdrücken einer Taste (Fig.4) in eine bestimmte Winkelstellung gebracht wird, die jede andere Stellung ausschließt. Die Form der bogenförmigen Ausschnitte ist derart gewählt, daß, wenn die drei Tasten gehoben sind, die Welle 25 beim Herabdrücken einer beliebigen Taste frei schwingen kann, bis sie ihre richtige Stellung einnimmt. Außerdem können zwei Tasten nicht gleichzeitig niedergedrückt werden, da in diesem Falle die Profile der Hebel 221, 22= und 223 auf die Rollen der Arme 241, 24 und 243 entgegengesetzte Wirkung ausüben. Die profilierten Hebel 221 usw. wirken nicht nur ihrerseits auf die Rollen der Arme 241 usw. ein, sondern werden umgekehrt auch von den Rollen dieser Arme beeinflußt, indem beim Niederdrücken eines Hebels unter Vermittlung der Welle 25 von der Rolle des zu der vorher niedergedrückten Taste gehörenden Armes auf das Profil des zugehörigen Hebels ein Druck ausgeübt wird, welcher bewirkt, daß der Hebel der vorher niedergedrückten Taste vollständig gehoben wird.
  • Die Bewegung der Welle 25 wird über einen Arm 26 (Fig. 3) und eine Lenkerstange 27 auf den Fahrstreckenhebel4 übertragen. Der Fahrstreckenhebel4 kann drei charakteristische Stellungen 4a, 4b, 4.c (Fig. i) einnehmen, denen die drei Stellungen der Querwand 2 des Einführungsschlitzes entsprechen.
  • Die Hebel 221, 22= und 223 tragen drei Stifte 281, 28=, 283. Diese Stifte liegen, wenn die Tasten gehoben sind (Fig.2 und 3), in Kerben von Hebeln 291, 29'2 und 293, welche fest auf einer gemeinsamen Welle 30 sitzen. Wenn eine Taste, beispielsweise die Taste 213 (Fig..I), niedergedrückt wird, so verläßt der Stift 283 seine obere Endstellung 283a und drückt die Hebel 291 bis 293 gemeinsam entgegen der Wirkung einer Zugfeder 38 zurück. Wenn die Taste vollständig niedergedrückt ist, legt sich der Stift hinter einen Halteanschlag des betreffenden Hebels. Diese Stellung des Stiftes ist in Fig.4 mit 283b bezeichnet. Die Taste wird also in ihrer gesenkten Stellung festgehalten und kann sich erst in dem Moment unter der Wirkung ihres Druckorgans 311 bzw. 31-' oder 313 wieder heben, in dem eine weitere Taste niedergedrückt wird, wodurch die Hebel 291 bis 293 zurückgedrückt werden. Diese Einrichtung ermöglicht es, durch einfache Bewegung der Handkurbel ? hintereinander eine beliebige Anzahl von Fahrscheinen zu entwerten, welche sämtlich die gleiche Anzahl von Einzelbilletts besitzen, ohne daß es erforderlich ist, nach jeder Entwertung die gleiche Taste niederzudrücken.
  • Alle Bedingungen für eine Fernbetätigung der die Entwertungsorgane tragenden Achse 49 seitens des Wagenführers und für eine Fernbetätigung der beweglichen Querwand 2 -seitens des Fahrgastes sind also erfüllt. Es ist jedoch wichtig, diese Mechanismen durch verschiedene Blockiervorrichtungen zu vervollständigen, welche jede irrtümliche oder betrügerische Betätigung des Apparates verhindern. Zu diesem Zwecke verstellt die Welle 3o durch einen der auf ihr angeordneten Hebel, beispielsweise durch den Hebel 293, eine Stange 31, welche bis zum Boden des Gehäuses 12 hinabreicht. Die Stange 3i ist an einem Hebel mit zwei Armen 32 und 33 angelenkt, welcher um eine Achse 3.1 drehbar ist. Der Arm 33 endet in einen Vor- Sprung 37, der mit einer Kerbe 35 zusammenarbeiten kann, welch letztere in dem Umfang einer Scheibe 36 vorgesehen ist. Die Scheibe 36 ist auf der Hauptweile 8 befestigt, die mit der Handkurbel 7 versehen ist. Wenn ein Stift, beispielsweise der Stift 283, seine vollständig gehobene Stellung 283d oder seine vollständig gesenkte Stellung 283b einnimmt, befindet sich der Vorsprung 37 außerhalb der Kerbe 35. Bei , jeder Zwischenstellung der Taste dagegen ist der Hebel 293 aus seiner Normalstellung entfernt, hebt die Stange 31 und bewirkt, daß der Vorsprung 37 in die herbe 35 eindringt. Dadurch wird eine Drehung der Welle 8 verhindert, wenn sich nicht sämtliche Tasten in ihrer vollständig gesenkten oder gehobenen Stellung befinden.
  • Wenn man beginnt, mit der Handkurbel 7 die Welle 8 in Drehung zu versetzen, liegt der Vorsprung 37 gegenüber dem Umfang der Scheibe 36, so daß sich der Hebel 33 nicht senken kann, und die Hebel 29I, 292 und 293 verhindern, daß man die Stellungen der Tasten ändert.
  • In den Schwingebenen der Hebel 221, 222 und 223 sind Finger 391, 392 und 393 angeordnet, die auf einer gemeinsamen Welle 40 befestigt sind. Die Welle 40 ist durch eine Stange 41 (Fig. 4) mit einem doppelarmigen Hebel 42 verbunden, der drehbar auf einer Achse 43 sitzt. Wenn alle Tasten gehoben sind, stehen sie außer Kontakt mit den Fingern 391 bis 393, und das freie Ende des Hebels 42 wird unter der Wirkung einer Zugfeder 44 vor einen Vorsprung 45 gelegt, den die Welle 8 trägt und der beispielsweise an der Scheibe 36 befestigt ist. Dadurch wird eine Drehung der Handkurbel ? verhindert. Wenn man eine der Tasten niederdrückt, so drückt der Hebel 22, den entsprechenden Finger 39 derart zurück, daß die Stange 41 gesenkt und der Hebel 42 von dem Anschlag 45 gelöst wird.
  • Zusammengefaßt erfüllen also die oben beschriebenen Mechanismen die folgenden Bedingungen: Man kann den Apparat nur benutzen, wenn lediglich eine Taste niedergedrückt ist, und sobald man zwecks Ausführung einer Entwertung begonnen hat, die Handkurbel 7 zu drehen, sind alle Tasten bis zur Beendigung des Vorganges gesperrt.
  • Einer der Hebel 291 bis 293 (Fig. 4) trägt einen Finger 46 (Fig. 5), welcher mit Kerben 47 zusammenarbeitet, die in dem vorderen Rand des beweglichen Ständers 14 der Tafel 9 vorgesehen sind. Wenn der Ständer 14 irgendeine seiner charakteristischen Stellungen einnimmt, greift der Finger 46 in die entsprechende Kerbe 47 ein, und der Apparat kann in normaler Weise arbeiten. Während der Verschiebung des Ständers 14 oder wenn der Ständer 14 eine falsche Stellung einnimmt, steht der Finger 46 in Berührung mit dem vorderen Rand des Ständers 14. Dadurch wird bewirkt, daß die Welle 30 (Fig.4) eine Stellung einnimmt, bei der die Stange 31 derart auf den Hebel 32-33 einwirkt, daß der Vorsprung 37 in die Kerbe 35 eingreift und auf diese Weise die Handkurbel 7 sperrt. Wenn man im Gegensatz dazu begonnen hat, die Handkurbel 7 zu bewegen, so liegt der Vorsprung 37 derart an dem Umfang der Scheibe 36, daß die Welle 30 unbeweglich ist und der Finger 46 sich nicht aus der entsprechenden Kerbe 47 lösen kann. Der Ständer 14 ist also festgehalten, während man eine Entwertung vornimmt.
  • Außerdem ruft die Verschiebung des Ständers 14 von einer charakteristischen Stellung in die nächstfolgende charakteristische Stellung stets die Lösung des Fingers 46 aus der entsprechenden Kerbe 4.7 hervor. Infolgedessen vollführt die Welle 3o nebst allen auf ihr angeordneten Hebel 29I bis 293 eine Schwingbewegung in einer derartigen Richtung, daß die Taste, welche durch eine vorangegangene Betätigung gesenkt worden war, freigegeben wird und in ihre gehobene Stellung zurückkehrt.
  • Der Ständer 14 trägt außerdem eine Platte 48 (Fig. z, 3 bis 5), welche mit Armen 5o2 und 503 zusammenarbeiten kann, die nur an den Hebel 222 und 223 angeordnet sind. Die Platte 48 nimmt in bezug auf den Ständer 14 eine derartige Relativstellung ein, daß sie, wenn das Fahrzeug die erste Teilstrecke durchfährt, wobei die Spalten 13I, 132 und 133 der Tafel 9 sichtbar sind, keine Wirkung auf die Arme 502 und 5o3 ausübt. Bei der Fahrt auf der zweiten Teilstrecke, bei der die Spalten 132 und 133 sichtbar sind, legt sich die Platte 48 vor den Arm 5o3 und hält die letzte Taste 213 in ihrer gehobenen Stellung fest. Denn diese Taste soll zeitweise nicht mehr bedient werden, da sich ja keine Spalte mehr über ihr befindet. Bei der Fahrt auf der dritten Teilstrecke, wobei lediglich die Spalte 133 sichtbar ist, sind die Tasten 212 und 213 angehoben und unbeweglich gemacht, und nur die Taste 211 kann niedergedrückt werden. Diese letztere Taste soll nicht unbeweglich gemacht werden, da sie bis zu dem Augenblick arbeiten soll, in dem das Fahrzeug das Ende der Fahrtlinie erreicht hat.
  • Der im vorstehenden beispielsweise beschriebene Apparat ist nur für die Befahrung einer Linie mit drei Teilstrecken bestimmt. Ein für eine verschiedene Anzahl von Teilstrecken passender Apparat wird analog eingerichtet. muß aber ebensoviel Tasten besitzen, wie Teilstrecken vorhanden sind. Es genügt alsdann, den Hebeln a21, 22= usw. der Tasten geeignete Profile zu geben, so daß sie beim vollständigen Niederdrücken die Welle 25 drehen und in einer bestimmten Stellung sperren. Die Einrichtung eines derartigen Apparates ist ohne weiteres möglich, indem man von den obenstehenden Angaben ausgeht.
  • Für den Fall, daß der Apparat bei Fahrzeugen mit mehreren Tarifen benutzt werden soll, beispielsweise für Fahrten in der ersten und in der zweiten Klasse, müssen beide Querwände 2 und 3 verschoben werden können. Wenn ebenso wie bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel drei Teilstrecken vorhanden sind, so genügt es zur Erzielung des gewünschten Resultats, die Tasten 2i1, 2,2 und 2I3 für diel Verstellung der Querwand 2 beizubehalten, welche der Fahrt in der zweiten Klasse entspricht. Ferner werden drei weitere Tasten vorgesehen, die für Fahrten in der ersten Klasse bestimmt sind und die wie die vorher genannten Tasten beim Niederdrücken die Bewegung der Querwand :z steuern. Ferner wirken die Tastaturen mittels eines analog dem vorigen ausgebildeten, aber von diesem getrennten Mechanismus auf eine Welle von der Art der Welle 25 ein, um über eine übertragungsvorrichtung die Verschiebung der Querwand 3 zu bewirken. Die Tastatur für die erste Klasse besitzt natürlich dieselben Blockier- und Sicherungsorgane wie die Tastatur für die zweite Klasse.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen, bei der Tasten mittels profilierter Hebel auf von der Hauptstellwelle getragene Hebelarme einwirken und die Hauptstellwelle in der durch das Niederdrücken einer Taste bestimmten Stellung festgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Profile der Hebel (221, 222 USW.) derart gewählt sind, daß die nach dein Niederdrücken einer Taste in einer bestimmten Stellung gehaltene Hauptstellwelle (25) durch Niederdrücken einer anderen Taste unmittelbar in die entsprechende neue Stellung übergeführt wird.
  2. 2. Entwertungseinrichtung nach Anspruch i für Fahrscheinentwertungsapparate, bei denen der Einführungsschlitz für den zu entwertenden Fahrschein durch zwei Querwände begrenzt ist, die in der Längsrichtung des Schlitzes durch einen Fahrstreckenhebel verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet. daß der Fahrstreckenhebel (4.) mit der Hauptstellwelle (25) in Antriebsverbindung steht.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2. dadurch gekennzeichnet, daß jedem Daumenhebel (221, 222 usw.) ein Organ (291, a9= usw.) zugeordnet ist, welches, wenn die entsprechende Taste vollständig gehoben oder gesenkt ist, eine Stellung einnimmt, bei der es die Welle (8) der Antriebskurbel (7) des Apparates freigibt, bei einer Zwischenstellung der Taste jedoch in eine Stellung gedrückt wird, bei der es den Eingriff eines Vorsprungs (37) in eine Kerbe (35) der Welle (8) bewirkt.
  4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe (2g1, 292 usw.) auf einer _ gemeinsamen Welle (3o) aufgekeilt sind, welche über eine Stange (3i) auf die Welle (8) einwirkt.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, äaß jeder Daumenhebel (221, 222 usw.) einen Stift (281, 282 usw.) trägt, welcher beim Herabdrücken einer Taste zuerst das schwingbare Organ (291, 292 USW.) zurückdrückt, sich sodann hinter einen Halteanschlag des in die Ausgangsstellung zurückkehrenden Organs (291, 292 USW.) legt und bis zu dem Augenblick in seiner gesenkten Stellung gehalten wird, in dem eine weitere Taste gedrückt wird, welche die geineinsame Welle (3o) dreht und durch Ausschwingen der Organe (2g1, 292 US-,V.) die erste Taste auslöst.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bahn eines jeden Daumenhebels (2z1, 222 usw.) ein Finger (391, 392 usw.) angeordnet ist, welcher beim Niederdrücken einer Taste verstellt wird und einen Hebel (d2) mitnimmt, der sich hierbei von einem Anschlag (45) löst, welcher derart auf der Welle (8) der Antriebskurbel (7) des Apparates angebracht ist, daß er die Drehung der Handkurbel (7) verhindert, wenn keine Taste gedrückt ist, während der Hebel (42) gesperrt ist, indem er auf dem Umfang einer von der Welle (8) getragenen Scheibe (36) ruht, sobald die Welle (8) gedreht wird.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eines der schwingbaren Organe (293) einen Finger (46) trägt, welcher in eine Kerbe (47) eines verschiebbaren Trägers (1d.) eingreift, wenn der Träger (i4) eine seiner charakteristischen Stellungen einnimmt, während der Finger (46) bei allen sonstigen Stellungen des Trägers (i4) das Organ (29s) und damit auch die gemeinsame Welle (30) in einer Stellung hält, in der die Welle (30) über die Stange (3i) und den Vorsprung (37) die Welle (8) der Handkurbel (7) sperrt und die niedergedrückte Taste freigibt. B. Einrichtung nach Anspruch r bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (z4) ein Sperrorgan (48) trägt, welches sich bei der Verschiebung des Trägers (z4) nacheinander vor Arme (5o2, 503 usw.) der Daumenhebel (222, 223 usw.) der Tasten legt und dadurch deren Niederdrücken hindert. g. Einrichtung nach Anspruch z bis 8, dadurch gekennzeichnet, daB der die Haltestellentafel (g) aufnehmende Träger (z4) durch eine Stange (z6) in seiner Längsrichtung vor einem Fenster (i3°) verschiebbar ist und durch seine Bewegung mittels einer Übertragungsvorrichtung (rg) eine die Entwertungsorgane für die Aufsteigeteilstrecken tragende Welle (49) einstellt.
DES98223D 1931-03-25 1931-04-24 Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen Expired DE565640C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE565640X 1931-03-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE565640C true DE565640C (de) 1932-12-03

Family

ID=3872921

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES98223D Expired DE565640C (de) 1931-03-25 1931-04-24 Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE565640C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1280604B (de) * 1962-04-12 1968-10-17 Licentia Gmbh Entwertungseinrichtung fuer Mehrfahrten-Fahrscheine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1280604B (de) * 1962-04-12 1968-10-17 Licentia Gmbh Entwertungseinrichtung fuer Mehrfahrten-Fahrscheine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE565640C (de) Entwertungseinrichtung, insbesondere zum Entwerten von Fahrscheinen
DE679640C (de) Schreibrechenmaschine mit Lochbandsteuerung
EP0547298B1 (de) Präzisionswaage
DE511904C (de) Schalterfahrkartendrucker
DE1411171A1 (de) Mit einer Schreibmaschine verbundener Streifenlocher
DE1424628C3 (de) Funktionssteuereinrichtung für Addiermaschinen
DE643572C (de) Apparat zur Kontrolle der Bestellungen in Gaststaetten und aehnlichen Betrieben
DE919784C (de) Rechenmaschine mit einem mechanisch schaltbaren Schlitten
DE2658780C3 (de) Stempelgerät
DE939114C (de) Additionsmaschine, Buchungsmaschine od. dgl., die mit einem Multiplikator-Einstellwerk ausgeruestet ist
DE417460C (de) Anzeigevorrichtung fuer Registrierkassen
DE721608C (de) Zaehlwerk fuer Schreibrechenmaschinen mit selbsttaetiger Summenziehvorrichtung
DE497327C (de) Buchungsvorrichtung zur mechanischen UEbertragung von Buchungseintraegen
DE702301C (de) Motorisch betriebene Rechenmaschine
DE963479C (de) Scheckstempler mit Addierwerk
DE666599C (de) Von einem Motor angetriebene Rechen- oder Buchungsmaschine
DE674196C (de) Randeinstellvorrichtung fuer Schreibmaschinen
DE184318C (de) Kurbelregistrierkasse mit tasten o. dgl. und anzeigegescheiben
DE918783C (de) Loescheinrichtung fuer Rechenmaschinen
DE570316C (de) Selbstkassierender Kalender
DE338902C (de) Stellraedcheneinstellung fuer Thomas'sche Rechenmaschinen mittels Tasten
DE427122C (de) Schreibrechenmaschine
DE477112C (de) Einrichtung an Schreibmaschinen zum Umkehren der Bewegungsrichtung des Papierwagens
DE2346712C3 (de) Tabuliervorrichtung
DE338309C (de) Kontrollkasse