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MengmuIde in Verbindung mit einer Waage Die Erfindung betrifft eine
Mengmulde für Fleisch- und Teigwaren, die beispielsweise in Fleischereien, Wurstfabriken,
Bäckereien u. dgl. benutzt werden kann. Die vorliegende Mengmulde gehört zu jener
Art von Behältern, unter denen eine Waage und eine Hebevorrichtung vorgesehen sind,
durch welche die während des Füll- und Mengvorganges in einem festen Stützrahmen
gelagerte und durch Anschläge unverschiebbar gehaltene Mulde von ihren festen Stützgliedern
auf die von dem festen Rahmen getragene Waage aufgesetzt wird.
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Die bisher bekannten Vorrichtungen der vorgenannten Art waren so eingerichtet,
daß entweder der Behälter dauernd auf der Wiege- oder Hebevorrichtung gelagert war,
oder daß die Vorrichtung zum Anheben und Senken des Behälters an diesem selbst angebracht
war, so daß sich der auf den Handhebel zur Betätigung der Hebevorrichtung ausgeübte
Druck auch auf die Wiegevorrichtung übertrug und diese ungünstig beeinflußte.
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Von den bekannten Vorrichtungen dieser Art unterscheidet sich nun
der Erfindungsgegenstand dadurch, daß die Mengmulde durch Anheben der Wiegevorrichtung
ohne Rückwirkung des Anhebevorganges auf die Wiegeeinrichtung von ihren Stützgliedern
abgehoben wird Diese günstige Wirkung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß
die gesamte Wiegeeinrichtung auf einer besonderen, durch die Hebevorrichtung heb-
und senkbaren Grundplatte angeordnet ist. Es kann somit bei der vorliegenden Mengmulde,
ähnlich wie es schon bei Gleiswaagen mit absenkbaren Wiegeeinrichtungen bekannt
ist, die Wiegeeinrichtung von ihren Stützgliedern abgehoben und auf dieselben wieder
aufge-@ setzt werden, ohne daß irgendeine Rückwirkung der zum Abheben erforderlichen
Kräfte auf diese Einrichtung eintritt. Beim Betriebe der vorliegenden Mengmulde
sind daher alle Teile einer größtmöglichen Schonung unterworfen.
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Bei der Verwendung einer solchen Mengmulde in Fleischereien und Wurstfabriken,
in denen es bisher nur feststehende Mengmulden gab, wird für jeden der in der Mulde
zu verarbeitenden Bestandteile an Fleisch, Fett o. dgl. das Laufgewicht auf seinem
Waagebalken entsprechend den verschiedenen Gewichtsanteilen verstellt. Die Mulde
wird dann zum Wiegen von ihrem Stützrahmen abgehoben und hierauf wieder auf diesen
aufgesetzt.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb. i zeigt die Mengmulde mit der 'Wiegev orrichtung in Seitenansicht.
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Abb. 2 ist eine Stirnansicht, und Abb.3 ist ein Grundriß.
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Die Mulde i hat die übliche längliche, ovale Form und ruht auf dem
Traggestell 2, dessen vier Arme 3 die Mulde umfassen. Die Arme 3 laufen spitz zu
und fassen unter vorstehende, dachförmige Ansätze 4 der Mulde. Das Traggestell
ruht
auf vier Füßen 6, zwischen weI-chen die Wiegevorrichtung angebracht ist. Zu beiden
Längsseiten des Traggestells ist je ein Längsträger 7 befestigt, die zur Stützung
der Wiegevorrichtung dienen. Zweckmäßig wird die Wiegevorrichtung als Brückenwaage,
und zwar entweder als Dezimal- oder Centesimalwaage, ausgebildet. Auf der Fußplatte
io der Waage, die die seitliche Säule 20 mit dem Waagebalken 2 i trägt, ist in der
üblichen Weise der gabelförmige Wiegehebel 8 gelagert, und auf diesem liegt die
eigentliche Brücke 9. Der Wiegehebel 8 und die Brücke 9 sind durch Stangen oder
Ketten 23, 24 in der üblichen Weise mit dem Waagebalken 2 1 verbunden, welcher ein
Laufgewicht 22 trägt und eine Skaleneinteilung besitzt.
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An der Unterseite des Bodens der Mulde i sind zwei Ansätze 12 angeordnet,
die mit einer nach unten gerichteten Schneide 28 ausgerüstet sind. Diese Ansätze
12 können mit entsprechend ausgebildeten Pfannen i i der Brücke 9 in Eingriff gelangen,
sobald die ganze Waage angehoben wird.
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Die Fußplatte io der Waage ruht auf drei Paar Scheiben 13, die exzentrisch
auf ihren Wellen i ¢ sitzen. Letztere sind in den Seitenträgern 7 gelagert. Die
drei Paare von exzentrischen Scheiben 13 sind durch Triebstangen 27 untereinander
verbunden, so daß beim Antrieb der mittleren Achse i ¢ auch die seitlichen Achsen
14 und Scheiben 13 mit angetrieben werden. Der Antrieb der mittleren Achse 14 erfolgt
durch ein Zahnrad 15, .das mit einem kleineren Zahnrade 16 in Eingriff steht. Auf
der Achse des letzteren sitzt eine Handkurbel 17. Durch Drehen der Handkurbel 17
kann somit die Waage und damit die ganze Mulde i nebst Inhalt angehoben werden.
Um ein Rückdrehen der Handkurbel 17 zu verhindern, ist in üblicher Weise
ein Sperrrad 25 mit Sperrklinke 26 vorgesehen.
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Zur Führung der Waage dienen senkrechte Führungsstangen i g, die an
Platten 18 befestigt sind, welche mit den Seitenträgern 7 verbunden sind. Die Führungsstangen
19 greifen durch entsprechende runde Ausschnitte der Grundplatte io und der
Brücke 9. Damit die Mulde in der Ruhestellung festliegt, sind an ihrem Boden seitliche
Ansätze 5 vorgesehen, die sich gegen die Beine 6 anlegen.
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Naturgemäß kann die Hebevorrichtung auch in anderer Weise ausgebildet
sein. Ferner läßt sich die vorliegende Mulde auch vorteilhaft für andere als die
angegebenen gewerblichen Zwecke benutzen.