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Vorrichtung zum Herausdrücken der Preßkuchen aus den Töpfen hydraulischer
Pressen, insbesondere Kakaopressen. Nach beendetem Preßvorgang verbleiben in den
Preßtöpfen von hydraulischen Pressen, insbesondere bei Kakaopressen, Rückstände,
die durch den hohen Druck, der auf sie gewirkt hat, zu festen Kuchen zusammengepreßt
worden sind. Diese Kuchen sitzen so fest in den Töpfen, daß ein Herausnehmen ohne
Hilfsmittel nicht möglich ist. Solche sind bereits in verschiedenen Ausführungen
bekannt.
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Die einfachste der bekannten Vorrichtungen besteht aus einem Tragbalken,
der unter dem aus der Preßsäule herausgezogenen, zu entleerenden Topf befestigt
wird und eine Schraubenspindel trägt, die von Hand gegen den Topfboden gedrückt
wird und schließlich diesen mit dem daraufliegenden Kuchen herausdrückt. Dann wird
die Spindel zurückgedreht, der Tragbalken wieder abgenommen und unter den nächsten
zu entleerenden Topf gebracht.
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Eine andere bekannte Vorrichtung weicht von der vorbeschriebenen im
wesentlichen nur dadurch ab, daß sie nicht durch Menschenkraft, sondern durch hydraulische
oder ähnliche Kräfte betrieben wird.
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Weitere bekannte Vorrichtungen entleeren mehrere Preßtöpfe in einem
Arbeitsgang. Diese greifen mit so viel Armen o. dgl. unter zu entleerende Preßtöpfe,
wie gleichzeitig entleert werden -sollen. Diese Arme werden dann alle gleichzeitig
mechanisch oder hydromechanisch angehoben.
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Allen bekannten Vorrichtungen haftet der Nachteil an, daß die Seitenwände,
die die aus der Preßsäule herausgezogenen Töpfe tragen, beim Herausdrücken der Preßkuchen
- besonders bei Vorrichtungen, die mehrere Töpfe gleichzeitig entleeren - stark
beansprucht werden, eine Tatsache, die besonders dann zu Bedenken Veranlassung gibt,
wenn derartige Vorrichtungen' nachträglich an Pressen angebracht werden, deren Seitenwände
ohne Rücksichtnahme auf solche Beanspruchungen bemessen worden sind.
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Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil, indem sie weder die unter
die Töpfe greifenden Arme, Tragbalken usw., noch die zu entleerenden Töpfe von den
Seitenwänden, sondern von besonderen, eigens für diesen Zweck vorgesehenen Gestellen,
Gerüsten usw. tragen läßt.
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Abb. i zeigt einen Schnitt durch eine Ausführungsform der Vorrichtung
mit drei zur Entleerung herausgezogenen Töpfen, Abb. z einen Schnitt nach der LinieA-A
der Abb. i mit Ansicht auf die Tragleiter; Abb. 3 zeigt dasselbe wie Abb. i, jedoch
in der Stellung nach dem Herausdrücken der Kuchen,
Abb. q. einen
Schnitt durch Abb. 3 nach der Linie B-B, Abb. 5 einen Schnitt nach der Linie,-4-,4
der Abb.3 mit Ansicht auf die Tragleiter. Die Töpfe a 'haben leistenförmige Ansätze
b, die in entsprechenden Führungen c laufen. Diese Führungen c finden ihre Fortsetzung
in Führungen d, die in Tragleiter ne miteinander starr verbunden sind. Solche Tragleitern
befinden sich auf beiden Seiten, beide sind durch Stangen f und das Querstück g
miteinander starr verbunden und werden durch Federn lt so gestützt, daß sie sich
bei Belastung durch die herausgezogenen Töpfe nicht nach unten bewegen können. Am
Querstück g ist der Kolben h eines hydraulischen Zylinders L durch eine Zugstange
i befestigt. Der Zylinder L befindet sich am Tragstück r, das den
Federn h Auflage bietet, den Stangen/ als Führung dient, gleichzeitig als ober er
.Anschlag für die Tragleiter ne ausge!bildet werden kann und selbst auf den Säulen
des Gestells p ruht.
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Die Führungen c sind auf den Seitenwänden m der Presse befestigt und
befinden sich mit gleichen Führungen in der Presse und den Führungend in gleicher
Höhe.
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Tragbalken fr mit Drucktellern o werden von einem gemeinsamen Gerüst
p, das fest auf dem Fußboden steht oder, als Gehänge ausgebildet, auch an der Decke
befestigt sein kann, getragen. Die Balkenft sind so angeordnet, daß sie sich mit
ihren Drucktellern -o genau achsial unter den herausgezogenen, zu entleerenden Töpfen
a befinden. Die Tragleiter ne werden unten durch Führungen s, die gleichzeitig als
unterer Anschlag dienen, gegen Drehung geschützt.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist die folgende: Die zu entleerenden
Töpfe a werden aus der Preßsäule herausgezogen und gleiten dabei mit ihren leistenförmigen
Ansätzen b über die Führungenc der Wändem hinweg in die Führungen der Tragleiter
ne bis zum Anschlag an die Schienen t. Nachdem alle zu entleerenden Töpfe a von
den Tragleitern e aufgenommen sind, wird die hydraulische Einrichtung in Tätigkeit
gesetzt, wodurch das Querstück g mit den Stangen f und den Tragleitern
e gegen die Federn h nach unten bewegt wird. Dabei setzen sich die
Böden der Töpfe a auf die Druckteller o auf. Bei weiterer Abwärtsbewegung der Tragleiter
ne mit den Töpfen a, begrenzt durch die Anschläge s, werden auf diese Weise die
Kuchen aus den Töpfen herausgedrückt. Die Rückwärtsbewegung der Tragleiter ne nach
der erfolgten Entleerung der Töpfe wird durch Entspannung der Federn h bei. Freigabe
des hydraulischen Druckes bewerkstelligt. Nun können die Töpfe frisch gefüllt und
mittels der Ansätze b und der Führungen c in die Presse zurückgeschoben werden.
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Die Seitenwände in werden also durch das Herausdrücken der
Kuchen nicht beansprucht. Die Töpfe lagern in den Tragleitern e, die vollkommen
unabhängig von den Seitenwänden .angeordnet sind. Ebenso werden die Tragbalken n
von einem besonderen Gerüst p gestützt, .so daß auch diese die Seitenwände nicht
beanspruchen.
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Es ist ebensogut möglich, die Tragleiterne feststehend anzuordnen
und dafür das Gerüst p mit den Tragbalken rz hydraulisch nach oben zu bewegen, wenn
nur dabei der Hauptgesichtspunkt gewahrt bleibt, nach dem die Seitenwände durch
das Herausdrücken der Kuchen nicht beansprucht werden dürfen.