DE564584C - Zwischenzuendpulver fuer elektrische Zuendkapseln - Google Patents

Zwischenzuendpulver fuer elektrische Zuendkapseln

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DE564584C
DE564584C DE1930564584D DE564584DD DE564584C DE 564584 C DE564584 C DE 564584C DE 1930564584 D DE1930564584 D DE 1930564584D DE 564584D D DE564584D D DE 564584DD DE 564584 C DE564584 C DE 564584C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B43/00Compositions characterised by explosive or thermic constituents not provided for in groups C06B25/00 - C06B41/00

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

Elektrische Zündkapseln bestehen in der Regel aus einer metallischen Hülse, welche einen gepreßten Sprengstoff mit aufgeladenem Initialzündsatz und einen elektrischen Zünder enthält.
Die Zündsätze für Zünder mit losem Satz bestanden gewöhnlich aus Knallquecksilber, entweder allein oder in Mischung mit Kaliumchlorat, Mischungen von Knallquecksilber, Antimonsulfid, Kaliumchlorat und Schießbaumwolle. Am häufigsten wurde hierfür eine Mischung von 80 Teilen Knallquecksilber und 20 Teilen Kaliumchlorat verwendet.
Derartige Mischungen sind jedoch wegen ihres hohen Gehaltes an dem teuren Knallquecksilber recht kostspielig. Eine Herabsetzung der Menge des Knallquecksilbers erwies sich aber als unzweckmäßig, weil dadurch die Sicherheit der Zündung in Frage gestellt wird.' Außerdem kann Knallquecksilber wegen seines regelmäßigen Gehaltes an freiem Quecksilber nicht in Hülsen aus jedem Metall verwendet werden, da es manche
as Metalle leicht angreift oder Amalgame mit ihnen bildet. So läßt sich beispielsweise Knallqueksilber nicht gut in Aluminiumhülsen verwenden, die sonst nahezu allgemein für Bleiaziddetonatoren im Gebrauch sind. Auch nimmt man an, daß Mischungen von Knallqueksilber und Kaliumchlorat in Verbindung mit Bleiazid die Ursache spontaner Explosionen gewesen sind. Außerdem sind Knallquecksilber und Kaliumchlorat hygroskopisch und wirken in feuchtem Zustande stark korrodierend auf gewisse Metalle und Metallegierungen, deren sonstige Eigenschaften sie als Glühdrähte verwendbar erscheinen ließen, ein, weshalb man in vielen Fällen genötigt war, teure Metalle, wie z. B. Platin, für die Glühdrähte zu verwenden, um deren Korrosion zu vermeiden. Auch zünden diese Mischungen in feuchtem Zustande gelegentlich nicht.
Die Erfindung besteht nun in einem Zwischcnzündpulver, das einmal billiger ist als die bisher für diesen Zweck gebräuchlichen Zündsätze und das außerdem in irgendeinem der bisher für Detonatorhülsen gebräuchlichen Metalle und insbesondere auch in Ver- 5» bindung mit Bleiazid verwendet werden kann, schließlich auch weniger empfindlich gegen Stoß und Reibung ist als die üblichen Fulminatchloratzündsätze.
Der neue Zündsatz besteht aus einem SuI-focyanat, einem Sauerstoff träger und gemah-
lenem Nitrocellulosepulver, und zwar insbesondere einem solchen, das nur einen Salpetersäureester enthält.
Ein für diesen Zweck geeignetes Sulfocyanat ist insbesondere das Bleisulfocyanat, obwohl auch andere Sulfocyanate, wie z. B. Kupfersulfocyanat, verwendet werden können. Ein geeigneter Sauerstoff träger ist das Kaliumchlorat, doch lassen sich auch andere
ίο derartige Stoffe, wie z. B. Kaliumperchlorat oder Bariumnitrat, hierfür verwenden.
Die Erfindung wind an folgendem Ausführungsbeispiel erläutert, ohne jedoch, abgesehen von dem rauchlosen Pulver, auf die an-
«5 gegebenen Stoffe oder Mengenverhältnisse beschränkt zu sein:
Bleisulfocyanat 30 bis 50 °/0,
Kaliumchlorat 10 - 30 a/0,
gemahlenes rauchloses
ao Pulver 30 - 50 °/0.
Eine Mischung der vorstehend angegebenen Art zündet mit annähernd der gleichen Wirkung und bei ungefähr derselben Tempes5 ratur wie eine Mischung von 80 Teilen KnaÜ-quecksilber und 20 Teilen Kaliumchlorat und kann in irgendeiner der für diese Zwecke gebräuchlichen Metallhülsen verwendet werden, verträgt sich auch bestens sowohl mit Knallquecksilber als auch mit Bleiazid. Dieselbe zündet auch ebenso wirksam und sicher nach Aufnahme beträchtlicher Wassermengen und wirkt in feuchtem Zustande auch nicht korrodierend auf die zur Herstellung von Glühdrähten üblichen Legierungen.
Gegenüber anderen Salpetersäureestern, so z. B. Tetranitropentaerythrit, hat gemahlenes rauchloses Pulver in Mischung mit Sulfocyanaten und Sauerstoff trägern für den vorliegenden Zweck den Vorteil, daß seine Zündungstemperatur erheblich niedriger liegt, infolgedessen bei einem Zündstrom, wie er zur Entzündung eines Fulminatchloratzündsatzes üblich ist, eine sichere Zündung erfolgt, wohingegen eine Zündmischung, die Tetranitropentaerythrit enthält, einen wesentlich stärkeren Strom erfordert.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Zwischenzündpulver für elektrische Zündkapseln, bestehend aus einer Mischung von Sulfocyanaten, Sauer stoff trägern und Salpetersäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß der Salpetersäureester aus gemahlenem rauchlosem Pulver besteht.
DE1930564584D 1929-03-18 1930-03-18 Zwischenzuendpulver fuer elektrische Zuendkapseln Expired DE564584C (de)

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