DE614712C - Zuendsatz - Google Patents
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C06B33/00—Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide
-
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- Materials Applied To Surfaces To Minimize Adherence Of Mist Or Water (AREA)
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Description
Es ist bereits vorgeschlagen worden, zu Initialzündsätzen Magnesium, Aluminium oder
ähnliche Metalle zuzusetzen. Eine praktische Bedeutung haben diese Zusätze nicht gefunden.
Aluminiumpulver ist unempfindlich und besitzt einen sehr hohen Entzündungspunkt.
Außerdem oxydieren Aluminium und Magnesium rasch und werden unbrauchbar. Ferner
bilden diese Metalle mit Quecksilber Amalgame und verursachen dadurch gefährliche
Zersetzungen des Knallquecksilbers.
Es ist nun gefunden worden, daß Initialzündsätze zur Füllung von Zündhütchen und
Sprengkapseln erheblich verbessert werden, wenn hierbei als Zusatz Zirkoniumpulver
benutzt wird. Zirkoniumpülver zersetzt das Knallquecksilber nicht und neigt nicht zum
Verderben. Außerdem weist Zirkoniumpülver auch noch den besonderen Vorteil auf, daß es
ao als Zusatz zu nicht korrodierenden Zündhütchen für Handfeuerwaffen geeignet ist.
Feinpulveriges Zirkonium entzündet sich leicht bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen,
so daß es einer Zündmasse oder einem.
Zündsatz eine leichtere Entzündbarkeit und größere Empfindlichkeit verleiht. Da Zirkonium
eine äußerst hohe Verbrennungshitze besitzt (1956,7 g-Kalorien) und sehr schnell
aufflammt (in weniger als 1Z1000 Sekunde), so
ist seine Flammtemperatur sehr hoch. Diese niedrige Entzündungstemperatur sowie die
hohe Flammtemperatur machen das Zirkonium zur Einleitung der Verbrennung oder Explosion
von weniger empfindlichen Stoffen sehr geeignet.
Zirkonium kann z. B. als Zusatz zu einem üblichen durch Schlag- oder Hitze entzündbaren
Zündsatz von Knallquecksilber, Bariumnitrat und Antimonsulfid verwendet werden. Man wählt die Mengenverhältnisse am besten
so, daß etwa 10 Teile handelsübliches Zirkoniumpülver
auf 100 Gewichtsteile der Gesamtmischung
der vorstehend angegebenen Zündsatzbestandteile kommen. Es können jedoch auch wesentlich andere Zusatzmengen verwendet
werden. So verleiht z. B. ein Zusatz von nur 2 °/0 Zirkoniumpulver zu einem Zündsatz
diesem eine größere Entzündbarkeit. Erforderlichenfalls können auch größere Zusätze,
als 10 °/0, so z. B. solche von 25 °/0 oder
mehr, verwendet werden.
Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Zirkonium in Initialzündsätzen besteht in der
großen Beständigkeit des Zirkoniums. Während die meisten Initialzündsätze oder Perkussionssätze
unter dem Einfluß einer feuchtwarmen Atmosphäre zur Zersetzung neigen, wird Zirkonium von mäßig hohen Tempera-
türen oder Temperaturerhöhungen nicht beeinflußt. Durch sorgfältige Versuche ist
ferner festgestellt worden, daß Zirkonium durch Feuchtigkeit nicht zersetzt wird; es
ist auch beständig gegenüber vielen Oxydationsmitteln und gegenüber Alkaliverbind-un;
gen, die als Bestandteil von Initial&ünd- und
Perkussionssätzen verwendet werden,r~Hieraus
ergibt sich, daß der Zusatz von Zirkonium ίο die Lebensdauer, Wirksamkeit und Sicherheit
der Zündmassen und Zündsätze erhöht.
Bei Verwendung von zirkoniumhaltigenlniiialzündsätzen
bildet Zirkonium mit einigen der üblichen Bestandteile, so z. B. mit Bariumnitrat,
eine schwere Asche und vermindert bzw. beseitigt dadurch die Rauchbildung des
Initialzündsatzes. Ferner scheint es auch in dem Gewehrlauf eine Schutzschicht (vermutlich
eine dünne Schicht von Zirkonoxyd) zu bilden. Diese Eigenschaft macht das Zirkonium
besonders wertvoll zur Herstellung eines nicht korrodierend wirkenden quecksilberfreien
Initialzündsatzes.
Das zur Zeit im Handel befindliche Zirkoniummetall weist einen wesentlichen Gehalt
an Verunreinigungen auf, vermutlich ein Zirkonsuboxyd oder Zirkonhydrid. Der genaue
Charakter dieser Verunreinigungen und deren Einwirkung auf die Eigenschaften des Zirkoniumpulvers
konnte bisher noch nicht genau festgestellt werden. Es ist natürlich möglich, daß verschiedene Vorteile des Zirkoniums für
den vorliegenden Verwendungszweck durch derartige Suboxyde oder andere Verunreinigungen
entweder vermindert oder erhöht werden oder jedenfalls von deren Gegenwart abhängen. Infolgedessen fällt der Zusatz oder
. Ersatz solcher Suboxyde zu bzw. für Zirkoniumpulver mit unter den Schutzumfang der
vorliegenden Erfindung, ebenso auch die Verwendung von suboxydfreiem Zirkonium.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Zirkonium als Zusatz zu Sprengsätzen zu ver-.
wenden, indem man es mit bekannten Sprengmitteln vermischte.' Im Gegensatz hierzu
handelt es sich bei der vorliegenden Erfindung um die Verwendung von Zirkoniumpulver als
Zusatz zu Initialzündsätzen. Für diese Verwendung ist Zirkonium durch besondere, bisher
noch nicht bekanntgewordene Eigenschäften, vornehmlich durch seine niedrige
Entzündungstemperatur und seine hohe Flammtemperatur, vorteilhaft geeignet.
Beispiel ι
Zirkoniumpulver 10 °/0,
Bariumnitrat (Ba (NOj)2) 40 °/0,
Mercurifulminat
(Hg(CNO)2-V2H2O) 25<>/0,
Granul. Antimonsulfid (Sb2 S3) ... 25 °/0.
1 Selbstverständlich kann die Zusammensetzung
des Initialzündsatzes je nach dem vorliegenden Verwendungszweck verändert werden. An Stelle von Antimonsulfid kann
z. B. Calciumsilicid oder Bleisulfocyanid verwendet werden,
Zirkoniumpulver ,. 30 °/0,
Bleisuperoxyd 45 °/0,
Granul. Glas (Reibungsmasse) ... 25 °/0.
Claims (1)
- Patentanspruch: -Initialzündsatz, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Zirkoniumpulver neben anderen üblichen Bestandteilen.
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